erste Ankertext zählt

Nur der erste Ankertext zählt: Geheimnisse rund um Links und Nofollow

Das Setzen von Links ist ein ganz entscheidender Teil der SEO-Strategie – das gilt sowohl für interne Verlinkung als auch das externe Linkbuilding. Sie werten Webseiten und deren Unterseiten im Suchmaschinenranking auf und platzieren sie im Bezug auf bestimmte Keywords in den Ergebnissen weiter vorne. Je relevanter und stärker die Webseite ist desto höher ist der Einfluss auf das Ranking. In diesem Zusammenhang spielt natürlich auch die Ankertext-Optimierung eine Rolle. Auch wenn SEO-Profis sich nicht immer darüber einig sind, wie genau Ankertexte von Google ausgewertet werden…

Jeder Hyperlink, der auf eine bestimmte Webseite verweist, wird mit einem Ankertext versehen. Soll beispielsweise auf https://www.evergreenmedia.at verwiesen werden, könnte der Ankertext „Evergreen Media“ sein. Das Ergebnis dieses Links und Ankertexts: Evergreen Media. Google tut nun Folgendes:

  • Der Ankertext wird ausgelesen.
  • Die Webseite wird ausgelesen.
  • Die Relevanz der Webseite Evergreen Media bezüglich des Keywords Evergreen Media wird als hoch gewertet, da der Ankertext ideal passt.

Dies ist natürlich ein sehr vereinfachtes Beispiel – die grundsätzliche Funktionsweise ist jedoch klar. Nun stellt sich aber folgende Frage: Wie werden mehrere Links mit verschiedenen Ankertexten auf derselben Webseite gewertet?

Welcher Ankertext zählt bei mehreren Verlinkungen?

Beim Linkaufbau könnte man natürlich versuchen mehrere Backlinks mit zum Thema passenden Backlinks von einer Seite zu bekommen, um das eigene Ranking zu verbessern. Ein Beispiel dazu:

Webseite A verlinkt Webseite B drei Mal.

  • Ankertext 1 = Kleidung
  • Ankertext 2 = Oberteile
  • Ankertext 3 = T-Shirts

Es wird immer auf dieselbe URL verlinkt.

Nun könnte der Webseitenbetreiber B annehmen, dass sich das Ranking für alle drei Keywords verbessert. Doch das ist nicht richtig, denn: Google wertet nur den ersten Ankertext, in diesem Fall also Kleidung. Oberteile und T-Shirts werden nicht berücksichtigt.

Nun könnte man es einfach dabei belassen, allerdings ist das gerade dann schade, wenn die anderen Ankertexte, ideal zur Webseite passen, um so das Ranking zu verbessern. Die Lösung heißt: Ankerlinks beziehungsweise Sprungmarken.

Wer Sprungmarken richtig gebraucht, bekommt von Google in den Suchergebnisse zusätzliche Links zu den jeweils passenden Textabschnitten. Es gibt jedoch einen noch viel interessanteren Vorteil…

Mit Sprungmarken berücksichtigt Google alle Ankertexte

Eine Sprungmarke ist eine Markierung innerhalb einer Webseite, die einen neuen Themenabschnitt bezeichnet. Für oben erwähntes Beispiel könnte dies beispielsweise die Sprungmarke „Oberteile“ sein. Der Link, der mit dem Ankertext Oberteile verbunden ist, weißt nun immer noch auf Webseite B, allerdings mit der Sprungmarke Oberteile. Der HTML-Code für die beiden Links könnte dann beispielsweise so aussehen:


Link 1: Kleidung
Link 2 mit Sprungmarke: Oberteile

Der Link „Oberteile“ bleibt so nicht mehr unberücksichtigt und gibt den Ankertext Oberteile weiter. Dass dies funktioniert, lässt sich zum einen ganz einfach testen und zum anderen ist es einfach logisch, denn: Google bewertet Links nach Relevanz. Und da es hier einen Abschnitt beziehungsweise sogar eine Sprungmarke gibt, ist ein Link mit entsprechendem Ankertext relevant für die Suchergebnisse zu diesem Keyword.

Ist rel=“nofollow“ auch eine Lösung?

Falls der erste auftauchende Link zwar als Link bestehen, aber nicht von Google gewertet werden soll, könnte natürlich einfach das nofollow-Attribut angewandt werden, oder? So einfach ist es leider nicht, denn der Google Algorithmus arbeitet nach einer bestimmten Reihenfolge:

  1. Erst werden alle doppelten Links entfernt.
  2. Dann wird das nofollow Attribut angewandt.

Das würde bedeuten, dass Link 2 und 3 „ausgeblendet“ werden und nur Link 1 in Betracht gezogen wird. Da dieser Link aber nun mit dem nofollow-Attribut ausgezeichnet wurde, bedeutet das: Es wird kein einziger Link gewertet. Das nofollow-Attribut ist also keine Lösung. nofollow ist wie ein schwarzes Loch für Link Juice und sollte daher NICHT für PageRank-Sculpting eingesetzt werden.

Eine mehrfache Verlinkung ist also eine relativ komplizierte Angelegenheit, mit Sprungmarken jedoch wunderbar zu lösen. Da diese Art der Verlinkung eine sehr hohe Themenrelevanz ermöglicht, ist dies wohl auch im Hinblick auf den Suchmaschinenriesen Google die beste Lösung, wenn mehrere Links von einer Webseite zur nächsten platziert werden sollen.

Alexander Rus

Alexander Rus

Geschäftsführer at Evergreen Media AR GmbH
Seit 2009 bin ich besessen von Online Marketing und besonders Suchmaschinenoptimierung hat es mir angetan. Bis 2012 habe ich mich ausschließlich mit meinen eigenen Webprojekten, vorrangig Affiliate Marketing, beschäftigt. Ich liebe WordPress, hasse Gerede ohne Tests, bin kaffeesüchtig und ein richtiger SEO-Nerd, der in seiner Freizeit sogar die Patentanmeldungen von Suchmaschinen liest.
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