Gastartikel Zielseiten

Die perfekte Zielseite für einen Gastartikel finden: Saftige Linkquellen spotten!

Jeder der mit hochwertigem Linkaufbau für seine Webseite beginnt, kennt das Problem: Wem soll ich mein Thema vorschlagen und wie erkenne ich, ob die Seite überhaupt vertrauenswürdig ist? Denn eines ist klar, auf einer Spam Seite kann man einen noch so hochwertigen Gastbeitrag publizieren, das Ergebnis wird einem nicht den gewünschten Erfolg bringen. Ganz im Gegenteil, wenn ihr euer Linkprofil auf einem derart wackeligen Gerüst aufbaut, läuft ihr langfristig Gefahr gemeinsam mit euren „Linkpartnern“ unterzugehen. Aus diesem Grund lernt ihr heute, worauf ihr bei Zielseiten achten müsst und wie ihr die Spreu vom Weizen trennt.

Bevor wir mit dem praktischen Teil beginnen, soll an dieser Stelle kurz klargestellt werden: Spam-Seiten per sè sind nichts Schlechtes. Schließlich obliegt es jedem selbst, wie er sein Geld verdient. Für unser Ziel, hochwertige Backlinks mit Gastartikeln aufzubauen, wollen wir uns aber von diesen Seiten klar distanzieren. Wir investieren lieber mehr Zeit in die Recherche und profitieren dadurch von einem langfristigen und gesunden Linkprofil.

Woran ihr Spam Seiten erkennen könnt

Spam-Seiten SEO-Risiko

Spam-Seiten, Affiliate-Projekte und auch offensichtliche Linkverkäufer sollte man meiden wie die Pest. Ein paar schlechte Backlinks hat jede Seite, aber zu viel und schon holt einen der Penguin. Quelle: gilliananderson.tumblr.com

Um Spam-Seiten zu erkennen, schaut ihr euch im ersten Schritt am besten das Design des Portals an. Handelt es sich um ein Standard-Wordpress Theme? Ist die Seite mit Werbung und Google AdSense überflutet? Gibt es viele Beiträge über Produkte, die auf bekannte Online-Shops verlinken wie beispielsweise Amazon?

Wenn diese Kriterien zutreffen, verzichtet lieber gleich auf eine Anfrage, denn es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Affiliate-Marketing-Projekt oder um einen schäbigen Linkverkäufer. Oft erkennt ihr „Money Sites“ unter anderem auch am Impressum, denn Affiliate Marketer sind meistens Einzelunternehmer, die ihre Projekte von der privaten Wohnadresse aus betreiben.

Tools, mit denen ihr das Linkprofil einer Seite untersuchen könnt

Nicht immer erkennt man sofort, dass es sich um eine Spam Seite oder ein Affiliate-Projekt handelt bzw. braucht es ein geschultes Auge und viel Erfahrung, um die Seite einordnen zu können. Selbst erfahrene SEOs greifen auf Tools wie beispielsweise Majestic SEO zurück. (Disclaimer: Dies ist nur ein Tipp, es besteht keine Partnerschaft unsererseits mit diesem Anbieter!)

Dieses kostenpflichtige Tool lässt sich kinderleicht mit einem Firefox Add-on installieren und zeigt einem sofort einen Einblick in das Linkprofil der Zielseite:

  • Sucht das Majestic SEO Firefox Add-on und installiert es.
  • Öffnet eure Zielseite im Firefox Browser.
  • Klickt oben auf den roten Stern „Majestic Backlink Analyzer“.
  • Der Trust Flow (TF) zeigt euch, wie stark das Backlink Profil der Seite ist. Dieser Wert sollte mindestens 20 betragen (je höher desto besser) und sagt aus, wie weit diese Seite vom „Trust“ einer Autorität entfernt ist. Autoritäten bewegen sich nahe dem maximalen Wert 100, beispielsweise Facebook, Google, o.ä.
  • Wechselt ihr nun auf den Tab „Backlinks“, seht ihr die besten Links der Zielseite nacheinander aufgelistet. Ihr könnt den Links folgen und euch wiederum ein Bild dieser Seiten machen, die auf eure Zielseite verlinken. Außerdem seht ihr deren TF und könnt so beurteilen, ob die Links hoch- oder minderwertig sind.
  • Ihr könnt natürlich auch auf de.majestic.com wechseln, euch anmelden und die jeweilige Zielseite in die vorgesehene Leiste eingeben. Damit seht ihr das komplette Linkprofil!

Am Anfang ist diese Vorgehensweise wahrscheinlich für Laien etwas ungewohnt, aber ihr werdet sehen, dass ihr mit ein wenig Übung mit wenigen Klicks das Linkprofil einer Zielseite begutachten könnt. Wie ihr überhaupt zu potenziellen Zielseiten kommt, lernt ihr im Folgenden!

Möglichkeit 1: Die Google Suche nach passenden Linkquellen

Jetzt wo ihr wisst, wie ihr potenzielle Zielseiten durchleuchten könnt, geht es an die eigentliche Recherche. Um hochwertige Linkquellen zu finden, stehen euch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Zum einen, die klassische Google-Suche:

  • Wechselt auf die richtige Länder Domain von Google. Z.b. Google.de, wenn ihr .de Links aufbauen wollt.
  • Sucht nach Blogs, die zu eurem Gastartikelthema passen. Beispielsweise Gesundheitsblogs oder Medizinblogs, wenn euer Thema „Rückenschmerzen beim Schlafen: Die besten Tipps“ o.ä. lautet.
  • Am besten ihr geht die ersten 10 Seiten der Suchergebnisse durch und öffnet potenzielle Seiten mit der rechten Maustaste „Link in neuem Tab öffnen“.
  • Jetzt geht ihr alle geöffneten Tabs durch und analysiert die Seiten, wie oben beschrieben.
  • Passende Seiten kopiert ihr gleich mit URL, Kontakt, vorgeschlagenes Thema, Datum und dem Trust Flow der Seite, in eine Excel Datei. Et voilá, schon habt ihr eine übersichtliche Datei für eure zukünftigen Gastartikelanfragen!

Möglichkeit 2: Recherchiert gezielt nach Seiten, die Gastautoren suchen

Eine besonders gute Möglichkeit, um Zielseiten zu finden, bei denen die Chance einer Veröffentlichung sehr gut steht, ist, direkt nach Seiten zu suchen, bei denen regelmäßig Gastautoren Beiträge veröffentlichen. Und so geht ihr bei der Suche vor:

  • Ihr wechselt wieder zur Google Suche.
  • Jetzt sucht ihr nach „Gesundheitsblog + Gastbeitrag“ oder „Gesundheitsblog + Gastautor werden“, etc. Es folgt eine Liste von Seiten, bei denen eure Chancen dramatisch ansteigen!

Die sogenannten Footprints könnt ihr beliebig verfeinern. Wir haben eine ganze Liste mit unterschiedlichen Mustern, um möglichst alle potenziellen Zielseiten aufzudecken.

Möglichkeit 3: Schaut euch das Linkprofil eurer Konkurrenten an

Bei dieser Vorgehensweise profitiert ihr von der Arbeit eurer Kontrahenten. Denn nichts ist einfacher als deren Linkprofil zu „kopieren“. Die Vorteile dabei liegen auf der Hand:

  • Wenn euer Konkurrent auf einer Seite einen Gastartikel platzieren durfte, dann ist die Chance gut, dass ihr das auch dürft.
  • Ihr seht gleichzeitig mit welchem Thema der Konkurrent dort präsent ist. Vielleicht auch ein potenzielles Thema, dass ihr bei anderen Seiten (abgeändert) verwenden könnt?!
  • Ist euer Konkurrent nofollow verlinkt? Wir bevorzugen vorwiegend Verlinkungen ohne nofollow-Attribut, bei denen wir vom Linkjuice der Zielseite profitieren.
  • Ihr kopiert die gleichen hochwertigen Links eurer stärksten Konkurrenten, zieht sozusagen mit ihnen gleich. Mit jedem zusätzlichen Backlink, den ihr aufbaut, zieht ihr eurer Konkurrenz dann Schritt für Schritt davon.

Die Vorgehensweise bei der Konkurrenzlinks-Recherche ist gleich wie bereits oben erwähnt. Tippt die URL eures Konkurrenten in die Suchleiste bei Majestic SEO, wechselt auf „Backlinks“ und durchforstet nun dessen Linkprofil. Schaut euch die verlinkenden Seiten an und notiert euch, um welche Art von Backlink es sich handelt. Es müssen nämlich nicht zwingend nur Gastbeiträge sein, ihr könnt natürlich auch starke Firmenverzeichnisse oder Webkataloge kopieren.

Linkaufbau Like A Boss

Am meisten lernt man von der Konkurrenz. Nur Anfänger bauen blind Backlinks auf. Konkurrenzlinks + Eigenes Rezept = WIN. Quelle: youtube.com

Solltet ihr (noch) nicht wissen, wer eure stärksten Konkurrenten bei den organischen Google Suchergebnissen sind – Kein Problem: Tippt einfach euer Main Keyword in Google ein und schaut euch an, wer auf den ersten Plätzen rankt. Am besten analysiert ihr das Linkprofil der ersten 5 Ergebnisse und macht das gleiche auch mit eurem Secondary Keyword. Sobald ihr damit fertig seid, habt ihr wahrscheinlich weit mehr als 20 gute Links, die ihr nach und nach kopieren könnt.

Natürlich gibt es noch andere Vorgehensweisen, wie ihr hochwertige Zielseiten für eure Gastbeitragsanfragen findet. Mit diesen drei Methoden habt ihr aber auf jeden Fall schon genug Arbeit vor euch und ihr werdet damit eine große Anzahl an passenden Linkquellen finden. Im nächsten Beitrag unserer Artikelserie „High-End Linkaufbau mit Gastartikeln“ geht es dann um den letzten Teil des Outreach Prozesses: Die perfekte Gastartikelanfrage! Bis dahin, viel Erfolg beim Recherchieren!

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Gerald Bacher

Head of Link Building & PR bei Evergreen Media AR GmbH
Auf Umwegen zu SEO gekommen, bin ich mittlerweile zum absoluten SEO-Nerd mutiert und es vergeht kaum ein Tag, an dem ich mich nicht mit Suchmaschinenoptimierung befasse. Ich freue mich über einen hochwertigen Backlink wahrscheinlich mehr als andere über Weihnachten. Neben dem Sport und Reisen, widme ich mich sogar in meiner Freizeit meinen ersten Affiliate Projekten.
4 Antworten
  1. Sebastian Prohaska
    Sebastian Prohaska says:

    Lieber Gerald,

    super Artikel. Gibt es auch Erfahrungswerte wie viele Links man aufbauen sollte bis man merkliche Verbesserungen auf der eigenen Seite mitbekommt? Mir ist klar das es pro Link und Branche unterschiedlich ist. Mich würde nur ein Schnitt interessieren. Sollte man nach 4 Gastartikel aufgeben oder ab wann sollte man ein Fazit ziehen?

    Liebe Grüße,
    Sebastian

    Antworten
    • Gerald Bacher
      Gerald Bacher says:

      Hallo Sebastian,
      wie du bereits richtig gesagt hast, kommt es auf die jeweilige Branche und Konkurrenz an. Je besser deren Linkprofil ist, desto mehr hochwertige Backlinks braucht es, um sie einzuholen. Linkaufbau mit Gastartikeln sollte aber ein stetiger, natürlicher Prozess sein, der nie aufhört. Selbst dann nicht, wenn du für deine main keywords auf Platz eins rankst. Die Konkurrenz schläft nicht und es kann nicht schaden einen ordentlichen (Link)vorsprung aufzubauen. 😉
      Da es einige Wochen dauert bis die ersten Backlinks “anziehen”, heißt es vor allem am Anfang nicht aufgeben und geduldig sein. Gruss, Gerald

      Antworten

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