Billige Suchmaschinenoptimierung

Günstige Suchmaschinenoptimierung? Nein danke!

Die vielen Faktoren, die bei der Optimierung der Webseite für Suchmaschinen wie Google eine Rolle spielen, sind so umfangreich, dass das SEO-Budget nicht zu knapp bemessen werden sollte. Zu günstige SEO-Angebote sind einfach zu schön, um wahr zu sein. Warum keiner günstige Suchmaschinenoptimierung braucht? Mehr dazu in diesem Beitrag.

Die Suche nach einem SEO-Profi oder einer SEO-Agentur sollte vorher gut geplant sein. Es gibt viele Dinge, die bei der Auswahl zu beachten sind – der Dienstleister selbst und die Chemie zwischen Auftraggeber und Berater bzw. Dienstleister ist dabei natürlich wichtig. Für die objektive Beurteilung des Angebotes gilt es jedoch vor allem zu beachten, ob die angebotenen Leistungen zweierlei Kriterien erfüllen:

  • Sind die Einzelleistungen notwendig und sinnvoll?
  • Sind die Einzelleistungen qualitativ hochwertig?

Viele vermeintliche SEO-Profis und Agenturen setzen Maßnahmen ein, die nicht nur veraltet und damit unnütz sind, sondern im schlimmsten Fall auch noch der Sichtbarkeit der Webseite schaden können. Selbst bei Maßnahmen, die sinnvoll sind, gibt es zusätzlich große Qualitätsunterschiede – günstige SEO-Preise sind deshalb oft das Ergebnis von „schlechter“ Arbeit, die den Zielen des Unternehmens in keiner Weise zuträglich sind.

SEO-No-Go: Backlinks, die kein Unternehmer braucht

Als geschäftstüchtiger Unternehmer werden verschiedene Angebote miteinander verglichen. Dabei sollte allerdings die Masse an Einzelleistungen nicht als Kriterium gelten, denn: Viele SEO-Dienstleister versuchen die Angebotsumfänge mit unnötigen, oft sogar schädlichen Leistungen, aufzublähen – so entsteht der Eindruck, dass der Kunde viel für sein Geld bekommt. In Wirklichkeit ist dies jedoch nicht der Fall.

Da die Wichtigkeit des Linkaufbaus auch unter „Laien“ bekannt ist, wird vor allem in diesem Bereich mit Effekthascherei gearbeitet. Günstige Suchmaschinenoptimierung beinhaltet deshalb nicht manuellen und sinnvollen Linkaufbau, der nachhaltig auf die Sichtbarkeit der Unternehmenswebseite wirkt, sondern minderwertige Links, die wenig bis überhaupt keine Auswirkungen auf die Webseiten-Relevanz haben – unter den kostenlosen Linkquellen findet der potenzielle Kunde dabei vor allem folgende nutzlose Verzeichnisse:

Automatisierte Masseneintragungen in Webkataloge

Webkataloge oder Webverzeichnisse stellen im Grunde genommen eine Linksammlung bereit, in die Webseiten-Betreiber oder eben SEO-Dienstleister Webpräsenzen einstellen und damit verlinken. Vor einigen Jahren waren diese Webseiten-Verzeichnisse ein einfacher Weg zu neuen Backlinks – vor allem die Nutzung von entsprechender Software, die die Einstellung der Webseiten (halb-)automatisiert, machte diese Taktik schnell und effektiv.

Problem dieser Verzeichnisse: Die meisten haben heute keinen Mehrwert für die User. Auch die Nutzung von manipulativen und irreführenden Ankertexten war weit verbreitet – und einer der Gründe, warum das berüchtigte Google-Penguin-Update vielen Internetseiten den Gar ausmachte. Heute sind ein Großteil dieser Links keinen Cent mehr wert oder schaden der Sichtbarkeit sogar. Dennoch sind sie immer noch Teil der Strategie von SEO-Dienstleistern, die mit einem geringen Preis über die Minderwertigkeit dieser Links hinwegtäuschen wollen.

Wie immer gilt, dass es natürlich auch Ausnahmen gibt. So tragen auch wir unsere Kunden in ausgewählte Webkataloge ein. Aber dies geschieht nur bei den Besten der Besten und auch dann nur per Hand.

Artikelverzeichnisse

Wie die Webkataloge sind auch Artikelverzeichnisse heute kein zielführendes Instrument mehr. Die Strategie basiert dabei nicht auf reiner Verlinkung, sondern auf die Einstellung eines Artikels, der entsprechende Backlinks enthält – der Aufwand ist also ein wenig höher, was wiederrum Hochwertigkeit oder Nachhaltigkeit suggerieren könnte.

Hier gab es jedoch schon damals das Problem von doppeltem Content („Duplicate Content“), der von Google abgestraft wird. Entgegengewirkt wird hier mit automatisch veränderten Wörtern und Sätzen der auf verschiedenen Artieklverzeichnissen eingestellten Texten – das Ergebnis ist jedoch oft ein Text, der wenig Sinn ergibt. Seit dem Panda-Update von Google ist Schluss mit dieser Taktik. Günstige SEO hat diese Linkquelle jedoch immer noch oft im Programm.

Social-Bookmarking-Verzeichnisse

Die Wichtigkeit von Social Media und Signale aus sozialen Netzwerken ist für die SEO heute kein Geheimnis mehr – allerdings wird der „Social Linkjuice“ nicht durch die Eintragung der Webseite in Social-Bookmarking-Verzeichnisse erreicht, denn die Problematik des fehlenden Mehrwerts und der sinnlosen Automatisierung herrscht auch hier vor – Google nahm den sozialen Lesezeichen deshalb ebenfalls den Wind aus den Segeln.

Die Einfachheit des Linkbuildings mit Verzeichnissen liegt auf der Hand – und damit auch die Antwort auf die Frage, warum manche SEO-Angebote unschlagbar günstig sind. Mit den Verzeichnissen sind die günstigen und gleichzeitig unnützen Linkaufbau-Strategien jedoch nicht am Ende:

  • „Link-Wheels“: Hierbei werden einfach Links auf anderen selbsterstellten Webseiten (meist Freeblogs) gesetzt, die zurück auf die eigene Webseite verlinken, aber auch auf andere solcher Webseiten. Damit entsteht ein „Link-Wheel“, welches den Link Juice maximieren soll. Hat früher sehr gut funktioniert, aber was Google heute dazu sagt hier.
  • Profil Links: Profile in Internet-Foren können mit einem Link versehen werden, der von allen anderen Usern eingesehen werden kann – die Anmeldung hunderter oder tausender Profile mit dem entsprechenden Link im Profil war die Folge. Da dies weder einen Mehrwert bietet, noch im Interesse der Foren-Betreiber ist, reagiert Google heute auch hier sehr allergisch.
  • Blog Kommentare: Blog-Spamming ist weitverbreitet und meint ein Kommentar, der nichts Weiteres als den Link enthält. Auch allgemein verfasste Kommentare inklusive Link sind möglich, um den Eindruck eines echten Users hinter dem Kommentar zu suggerieren. In Wirklichkeit sind jedoch Bots oder menschliche Spammer am Werk – und manche davon präsentieren sich im „echten Leben“ als SEO-Profis.

Auch mit diesen drei Maßnahmen sind Backlinks schnell und unkompliziert generiert, allerdings auf Kosten von Qualität und Nachhaltigkeit. Billige Suchmaschinenoptimierung bedient sich deshalb sehr oft dieser Taktiken. Eine seriöse SEO-Agentur wird derartige Leistungen nicht im Angebot haben – doch auch, wenn Verzeichnisse und andere unnötige Maßnahmen nicht auffallen, bleibt die Frage nach Qualität.

SEO-Angebote objektiv bewerten: Günstig ist nicht gleich gut

Neben unnötigen bis hin zu schadhaften Maßnahmen sind allerdings auch andere Dinge ein Indiz dafür, dass die gelieferte Arbeit nicht unbedingt zum Erfolg beiträgt. Der Preis spielt dabei eine ganz besondere Rolle. Vor allem in puncto Stundensatz und Content-Erstellung sollte der beauftragende Unternehmer aufhorchen:

Stundensätze

Viele Leistungen werden stündlich abgerechnet, weshalb ein Stunden-Paket Teil des Angebots ist – liegt der Stundensatz unter 100 Euro ist Vorsicht geboten.

Content-Erstellung

Für die Onpage-Optimierung werden hochwertige Texte benötigt – die Offpage-Optimierung kann diese ebenfalls benötigen, beispielsweise für Gastartikel, die für den Linkaufbau und den Reputationsaufbau genutzt werden. Auch hier sollte der Preis nicht alleiniger Entscheidungsfaktor sein, denn: Wer hier auf billig setzt, bekommt das auch anhand der Text-Qualität sofort zu spüren.

SEO ist keine billige Angelegenheit – und wenn sie es doch ist, ist sie meist von minderwertiger Qualität. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch nicht, dass nur die Unternehmen Suchmaschinenoptimierung betreiben (lassen), die fünf- oder sechsstellige Beträge im Monat investieren können. Vielmehr geht es um eine Skalierung der Leistungen im Hinblick auf das Budget. Professionelle SEO-Dienstleister bieten deshalb ein angepasstes hochwirksames Paket, das auch für kleine und mittelständische Unternehmen bezahlbar ist und die Ziele mit Köpfchen und Kreativität verwirklicht.

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Alexander Rus

Geschäftsführer bei Evergreen Media AR GmbH
Seit 2009 bin ich besessen von Online Marketing und besonders Suchmaschinenoptimierung hat es mir angetan. Bis 2012 habe ich mich ausschließlich mit meinen eigenen Webprojekten, vorrangig Affiliate Marketing, beschäftigt. Ich liebe WordPress, hasse Gerede ohne Tests, bin kaffeesüchtig und ein richtiger SEO-Nerd, der in seiner Freizeit sogar die Patentanmeldungen von Suchmaschinen liest.
2 Antworten
  1. Klaus Weber
    Klaus Weber says:

    Moin,

    sicherlich sind viele dieser Techniken inzwischen überholt, aber wie schädlich und nützlich sind diese hier?

    A. Was ist deine Meinung zur Nutzung von kostenpflichtigen Presseportalen ggf. auch im Zusammenhang mit einer Verteilung der PM z.B. über OTS? Macht das überhaupt einen Sinn – im Bereich Traffic sicherlich, aber auch im Bereich der Verlinkung oder schadet dies eher?
    B. Link-Wheels : Wie schaut es dort deiner Meinung nach aus, wenn einige hochwertige Seiten zur Verfügung stehen, die untereinander verlinkt (Blogroll, Footer) werden. Also keine Free-Blogs, sondern vollständige und hochwertige Webseiten, die aber denselben Eigentümer haben?

    Gruß

    Klaus Weber

    Antworten
    • Alexander Rus
      Alexander Rus says:

      Hallo Herr Weber,

      vielen Dank für Ihren Kommentar!

      Zu Ihren Fragen:

      A – Pressemitteilungen sind immer noch sinnvoll, aber nicht unbedingt als klassische Linkaufbau-Methode. Ich lasse für unsere Kunden regelmäßig Pressemitteilungen durch kostenpflichtige Presseverteiler jagen, um Unternehmensnennungen zu generieren. Stichwort: Local SEO

      B – Es liegt immer daran, in welchem Ausmaß diese Taktik angewandt wird und wie das restliche Linkprofil aussieht. Wenn die Seiten bekannt sind, viel Trust besitzen und auf harte Ankertexte verzichtet wird, dann sollte alles in Butter sein. Trotzdem mit sitewide-Links heißt es aufpassen!

      Mit besten Grüßen aus Innsbruck,

      Alexander Rus

      Antworten

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