Joomla Webseite auf WordPress umziehen

In 5 einfachen Schritten Joomla auf WordPress umziehen

Die Veröffentlichung einer Webseite auf Basis eines Content Management Systems (CMS) ist heute gang und gäbe. Einer der beliebtesten Systeme war bis vor wenigen Jahren das CMS namens Joomla – heute jedoch steht ein anderes System an der Spitze: WordPress. Die einfache Nutzung und die aktive Entwickler-Community, die tagtäglich hilfreiche Plugins entwickelt, sind nur einige Argumente für das CMS und den Umzug von Joomla auf WordPress.

WordPress ist heute das beliebteste CMS, um Webseiten privater und kommerzieller Natur aufzusetzen. Nutzer, die bisher auf Joomla vertraut haben, sind deshalb immer öfter geneigt, das CMS zugunsten von WordPress zu wechseln – und dafür gibt es gleich mehrere Gründe:

  • WordPress ist trotz der vielen Funktionen, die Joomla und anderen CMS in Nichts nachstehen, einfach zu handhaben.
  • WordPress ist kostenlos.
  • WordPress ist durch Plugins erweiterbar – täglich stellt die aktive Community weitere nützliche Erweiterungen bereit.
  • WordPress Webseiten erstrahlen durch verschiedene Themes schnell und unkompliziert in einem neuen Design.
  • WordPress wird ständig weiterentwickelt.
  • WordPress ist von Grund auf suchmaschinenoptimiert, sodass das Google Ranking durch die reine Nutzung von WordPress verbessert werden kann.

Allein diese sechs Argumente zeigen, warum die Nutzung von WordPress von Vorteil ist. Der Gedanke von Joomla zu WordPress umzuziehen, wird allerdings trotzdem immer wieder verworfen: Zu kompliziert, zu aufwendig, zu teuer – doch ist das wirklich der Fall?

Die folgende Anleitung zeigt, dass all diese Gründe nicht zutreffen, denn: Der Umzug von Joomla auf WordPress ist einfach, schnell erledigt und kostet dank der Nutzung entsprechender Plugins keinen Cent.

In 5 Schritten von Joomla zu WordPress umziehen

Um das wohl beste CMS der heutigen Zeit zu nutzen, brauchen Joomla-Webmaster nur eine einfache Folge von fünf Schritten abarbeiten – und schon kommt die volle WordPress-Kraft und –Vielfalt zur Geltung:

Schritt 1: WordPress aufsetzen

Um die bestehende Joomla-Webseite auf WordPress umzuziehen, muss WordPress aufgesetzt werden. Dies erfolgt ganz einfach, indem das CMS auf dem bestehenden oder einen neuen Webserver installiert wird.

Schritt 2: Import-Plug-In „FG Joomla to WordPress“ installieren

Ist die Installation von WordPress erfolgt, wird das „FG Joomla to WordPress“ Plugin installiert. Die Installation erfolgt dabei entweder im WordPress-Backend oder das Plugin wird mit einem FTP-Client, beispielsweise das kostenlose FileZilla, in den Plug-In-Ordner der WordPress-Installation hochgeladen.

Schritt 3: Plug-In Einstellungen vornehmen

Nach der Aktivierung des Plugins wechseln Sie im WordPress-backend in den Bereich „Tools“ und von dort zum Unterpunkt „Import“ – dort sollte das zuvor installierte Plugin auftauchen, welches Sie anklicken.

Schritt 4: Informationen für den Import eintragen

Auf der nun erscheinenden Seite füllen Sie die entsprechenden Felder zur bestehenden Joomla Webseite und Datenbank-Informationen aus. Diese Informationen finden Sie in Ihrem Joomla-Administrator-Bereich unter dem Reiter Globale Konfiguration > Server.

Wichtig ist bei diesem Schritt, dass Sie in den Einstellungen des Unterpunktes „Behavior“ (engl. für (Import-)Verhalten) die Box „Force media import“ anklicken, damit auch alle Medien, beispielsweise Bilder, Ihrer Joomla Webseite importiert werden.

Schritt 5: Content der Joomla Webseite importieren

Klicken Sie nun den Button „Import content from Joomla to WordPress“ an, um den Import zu starten.

Damit wird der Content der gesamten Joomla-Webseite auf die WordPress-Installation übertragen. Ein abschließender und ganz wichtiger Schritt ist die Modifizierung der internen Links, die eventuell in Leere führen.

Am Ende der Plugin-Seite finden Sie nach dem erfolgreichen Import Ihres Contents den Button „Modify internal Links“. Ein Klick reicht und alle internen Links werden automatisch repariert und führen damit dorthin, wo sie hin sollen.

Mit dem letzten Schritt der Anleitung erstrahlt die eigene Webseite im WordPress-Glanz. All das, was der Nutzer bei Joomla bisher vermisst hat, steht nun mit dem WordPress-CMS uneingeschränkt zur Verfügung: Theme- und Plugin-Nutzung, erfolgreichere SEO-Maßnahmen, einfache Handhabung und ständige Weiterentwicklung des Systems – so ist die Unternehmenswebseite oder die private Webpräsenz auch für die Zukunft gewappnet.

Alexander Rus

Alexander Rus

Geschäftsführer at Evergreen Media AR GmbH
Seit 2009 bin ich besessen von Online Marketing und besonders Suchmaschinenoptimierung hat es mir angetan. Bis 2012 habe ich mich ausschließlich mit meinen eigenen Webprojekten, vorrangig Affiliate Marketing, beschäftigt. Ich liebe WordPress, hasse Gerede ohne Tests, bin kaffeesüchtig und ein richtiger SEO-Nerd, der in seiner Freizeit sogar die Patentanmeldungen von Suchmaschinen liest.
30 Kommentare
  1. Frank Ohlsen
    Frank Ohlsen sagte:

    Schöner Beitrag, habe da nur eine kurze Frage zu.
    Funktioniert der Import der Joomla Seite auch in einen schoin bestehenden WordPress Blog mit Einträgen oder geht das nur mit einer leeren Installation?
    Ich habe genau das vor, meine Webseite in den bestehenden Blog zu übernehmen…
    Nur sollen auch gerne die Blogeinträge bestehen bleiben.

    Antworten
    • Alexander Rus
      Alexander Rus sagte:

      Hallo Frank,

      damit habe ich noch keine Erfahrung, aber wie immer gilt: Backups Backups Backups. Laut den Herstellern sollte dies kein Problem sein.

      Viele Grüße,

      Alex

      Antworten
  2. Bert
    Bert sagte:

    Wirklich gut geschrieben und verständlich erklärt. Mich interessiert, welche Probleme auftreten, wenn ein Joomla mit Erweiterungen (Plugins) nach WordPress gezogen wird.

    Es macht wohl eher Sinn, wenn alle Plugins von Fremdanbietern in Joomla vor dem Umzug nach WordPress deaktiviert bzw. deinstalliert werden. Sehe ich das richtig?

    Beste Grüße

    Bert

    Antworten
  3. Bert
    Bert sagte:

    Hallo Alexander,

    nun besuche ich deinen Blog erneut.

    Ich habe meine alte Joomla-Seite komplett gelöscht und dabei 5 Jahre Inhalt verloren. Im Nachgang allerdings reizt es mich, neu anzufangen. Zudem waren die Artikel auf der alten Seite auch ohnehin nicht mehr aktuell.

    Jetzt habe ich WordPress und bin zufrieden. Ich habe es als Blog, oder besser, im Stil eines Blogs eingerichtet, obwohl ich eher schreibe wie auf einer Website. Ist also mehr eine Blogsite. ;) Letztendlich hat mich aber dein Blog vom Umstieg auf WordPress überzeugt. In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag und bis zum nächsten Mal. ;)

    Beste Grüße aus Köln

    Bert

    Antworten
    • Alexander Rus
      Alexander Rus sagte:

      Hallo Bert,

      danke für Deinen netten Kommentar!

      Sehr schade um die alten Inhalte… vielleicht kannst Du sie Dir über archive.org zurückholen.

      Ich stimme Dir zu: WordPress ist zum Bloggen das einzig Wahre :)

      Viele Grüße aus Innsbruck,

      Alex

      Antworten
  4. Manfred
    Manfred sagte:

    Servus Alexander,
    Kann es sein, dass das FG Joomla to WordPress-Plugin nur eine bestimmte Anzahl von Beiträgen importieren kann. Ich will gerade meine webseite auf wp umstellen und die Seite ist nicht gerade klein. Die Seite existiert bereits 2008 und der Import hört bei 2012 auf. Zudem kommt während des Imports eine Fehlermeldung mit internal Server error und die Sache ist beendet. Da ich eigentlich Journalist bin und nicht Programmierer stehe ich nun vor einem Rätsel.

    Grüße aus Bayern von Manfred

    Antworten
  5. Karl
    Karl sagte:

    Hallo,

    danke erstmal für die ausführliche Beschreibung. Jedoch habe ich eine Frage zu der Import-Maßnahme:

    Sind die Dateien, die ich auf Joomla upgeloadet hatte (PDFs etc.) weiterhin unter der selben Domain zu erreichen? Bleiben die Linkstrukturen gleich? Ich habe mehrere 100 PDFs und die Links dieser sind an viele Menschen verteilt. Wenn ich nun WordPress anwende, kann ich dann garantieren, dass die Verlinkung weiterhin klappt und alle mit den bisherigen Links die PDFs öffnen können?

    Danke und Gruss

    Antworten
  6. Pauker
    Pauker sagte:

    Danke für den Tipp – hat fast geklappt; leider gibt es anscheinend keine Möglichkeit, eine Bildergalerie von Joomla nach WP zu übertragen. Vielleicht hat ja jemand dazu eine Idee.
    Gruß Walter

    Antworten
  7. Michaela
    Michaela sagte:

    Hallo Alex,
    danke für den interessanten Artikel. Ich habe heute beschlossen, meine Joomla-Seite zu WordPress umzuziehen. Da ich aber nicht so arg fit in Website-Erstellung etc. bin und alles per Learning-by-doing mache, wäre es für mich wichtig zu wissen, ob die Joomla-Daten nach dem Umzug noch im Ursprungsordner sind (also nur kopiert werden) oder danach nicht mehr greifbar sind.
    Viele Grüße
    Michaela

    Antworten
    • Alexander Rus
      Alexander Rus sagte:

      Hallo Michaela,

      das weiß ich jetzt auch nicht auswendig, weil ich nicht sehr viel mit dem Plugin zu tun habe. Ich würde dir raten, einfach ein Backup zu erstellen. Dann spielt es keine Rolle ;)

      Viele Grüße aus Innsbruck,

      Alexander

      Antworten
  8. Julius
    Julius sagte:

    Echt super Anleitung. Bleiben danach die Daten auf der alten Joomla Seite erhalten? bzw werden sie nicht gelöscht?
    LG Julius

    Antworten
    • Alexander Rus
      Alexander Rus sagte:

      Hallo Julius,

      also früher wurden die Daten durch das Plugin nicht gelöscht. Schätze, dass ist jetzt auch noch so. Sonst einfach kurz die Plugin-Beschreibung durchstöbern ;)

      Viele Grüße aus dem sommerlich warmen Innsbruck,

      Alexander

      Antworten
  9. Marc H.
    Marc H. sagte:

    Hi Alexander
    Deine Argumentation für WordPress ist natürlich eindeutig und ich stimme dir auch zu. Eine Frage rein für mein Eigeninteresse. In welchem Fällen würdest du Joomla dennoch vorziehen? Was spricht für Joomla generell, deiner Meinung nach. Bin gespannt, deine Antwort zu hören.
    VG und Danke

    Antworten
    • Alexander Rus
      Alexander Rus sagte:

      Hallo Marc,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Also, es gibt eigentlich nichts, was für Joomla spricht… Das klingt jetzt hart, aber es existieren tonnenweise solcher CMS. Besondere Anwendungsgebiete kenne ich auch keine. Der häufigste Grund ist vermutlich, dass eine Agentur einen Developer hat, der sich mit Joomla, aber nicht mit WordPress auskennt.

      Versteht auch kein Mensch auf der Welt, wieso TYPO3 in Österreich und Deutschland so beliebt ist. Das CMS ist aus meiner Sicht grauenhaft, aber es gibt halt viele Agenturen, die nur TYPO3 können… Eigentlich ist das zum Lachen, mir ist jedoch eher nach Weinen :P

      Einzig coole TYPO3-Agentur: E-CONOMIX

      Mit besten Grüßen aus Innsbruck,

      Alexander

      Antworten
  10. Janina
    Janina sagte:

    Hallo Alexander,

    auch ich möchte von Joomla auf WordPress umziehen. Mit unserer Joomla Seite sind wird in google äußerst gut gerankt. Nun stellt sich mir die Frage, wie sich der Umzug auf Ranking und Traffic auswirkt.
    – Wird das überhaupt beeinflusst?
    – Was muss ich beachten?
    – Wäre es sinnvoll die alte Seite komplett zu löschen und auf WordPress unter der selben Domain neu aufzubauen, oder wirkt sich das negativ auf das Ranking aus?

    Nach allem googeln hoffe ich, dass du mir mit deiner Expertise weiterhelfen kannst :D

    Herzliche Grüße aus dem Schwarzwald

    Janina

    Antworten
    • Alexander Rus
      Alexander Rus sagte:

      Hallo Janina,

      da kann ich dir mit dieser Anleitung für einen Relaunch weiterhelfen: https://www.evergreenmedia.at/website-relaunch/

      Darin steht alles im Detail beschrieben. Da sich die URL-Struktur ändern wird, wirst du entsprechende 301-Weiterleitungen einrichten und diverse andere Punkte beachten müssen.

      Und ja, ein schlecht durchgeführter Relaunch kann zum totalen Absturz bei Google führen.

      Viele Grüße aus Innsbruck,

      Alexander

      Antworten
      • Janina
        Janina sagte:

        Hallo Alexander,

        vielen Dank für deine schnelle Antwort und den Link zur Anleitung. Ich hatte auf eine andere Antwort gehofft, aber hilft ja alles nichts. Vorsicht ist bekannter besser als Nachsicht.

        Vielen Dank und Grüße aus dem Schwarzwald

        Janina

        Antworten

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