SEO für eine neue Domain: Ohne diese veralteten Praktiken

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Viele Besucher und damit hoffentlich einhergehende Conversions machen den Erfolg einer Webseite aus. Vor allem am Anfang kommt dieser Traffic vornehmlich über Suchmaschinen zustande, da deine Marke vermutlich noch unbekannt ist. Für neue Domains gilt es deshalb, das Maximum aus Google und Co. herauszuholen. Und dazu benötigst du eine durchdachte SEO-Strategie, die vor allem auf natürliches Linkbuilding setzt. Um diese Grundsatzdiskussion zwischen natürlichem und unnatürlichem Linkbuilding ein wenig praktischer zu gestalten, haben wir vier Praktiken zusammengestellt, die in der Vergangenheit gut funktionierten, heute allerdings mehr als überholt sind – lass also lieber die Finger davon.

Die Onpage-Optimierung einer Webseite ist relativ leicht umgesetzt, da alle Maßnahmen direkt auf deiner eigenen Seite stattfinden. Offpage-Optimierung wiederrum ist sehr viel aufwendiger, da es hier um Verlinkungen geht – und zwar Links, die von anderen Webseiten auf deine Internetpräsenz verweisen. Warum andere Webseiten das tun sollten?

  • Präsentiere hochwertigen Content.
  • Schaffe Anreize, damit eine Verlinkung sich lohnt.
  • Biete Kooperationen an.

Es gibt viele Wege, die zum Ziel führen. Und dann gibt es noch Wege, die SCHEINBAR zum Ziel führen, letztendlich jedoch mehr schaden, als man denkt. Gemeint sind dabei Verlinkungstaktiken, die von Google entweder ignoriert oder sogar rigoros bestraft werden.

Was damals funktionierte, funktioniert auch heute noch?

Als alter Hase im SEO-Geschäft läuft man Gefahr, zu denken, dass frühere Maßnahmen auch heute noch den erhofften Erfolg bringen. Tatsächlich ist es aber so, dass viele dieser Taktiken nicht mehr zeitgemäß sind, denn:

  • Der Google-Algorithmus „lernt dazu“.
  • Insbesondere das Linkbuilding unterliegt heute strengen Auflagen, die in den Google-Webmaster-Richtlinien definiert sind.
  • Abstrafungen oder Verbannung aus dem Index passieren sehr viel schneller als früher.

Jeder SEO-Profi kennt die Google-Webmaster-Richtlinien und weiß auch, dass der Google-Algorithmus durch Updates ständig verbessert wird. Ein paar der Kriterien, die dazu führen, dass eine Webseite besser gerankt wird, sind bekannt. Andere wiederum hütet Google wie seinen Augapfel.

Das A und O der Suchmaschinenoptimierung ist jedoch nach wie vor das Linkbuilding. Um genau zu sein: Natürliches Linkbuilding, denn nur diese Form des Linkaufbaus bringt langfristig gute Rankings und verhilft der neuen Webseite zum Erfolg. Damit du mit deiner neuen Webseite direkt durchstarten kannst, verraten wir dir, welche Praktiken du auf keinen Fall nutzen solltest.

Meide diese SEO-Praktiken!

Platzhalterseiten

Platzhalterseiten nach dem Motto „Hier entsteht unserer Webseite“ waren früher eine gern genutzte Maßnahme, um der neuen Domain einen „Altersbonus“ zu verschaffen. Denn das Alter einer Domain spielte für deren Relevanz eine große Rolle. Allerdings ist das heute nicht mehr der Fall. Heute empfiehlt Google neuen Webseiten folgende Strategie:

  • Erstelle eine neue Webseite.
  • Bastle im Hintergrund daran.
  • Erstelle eine Platzhalterseite.
  • NEU: Füll diese Platzhalterseite mit Inhalten – das ist der große Unterschied zu früher. Ein bis zwei Absätze mit hochwertigem themenrelevantem Content signalisiert Google, dass deine Webseite nicht nur ein Platzhalter ist. Sobald deine „echte“ Webseite komplett online geht, ist sie quasi vorab bewertet und steigt damit in den Suchmaschinenergebnissen sehr viel höher ein.

Webkataloge

Webkataloge sind Linksammlungen zu interessanten Webseiten – zumindest war das der eigentliche Zweck der Webkataloge. Mittlerweile gibt es nur noch wenige gepflegte Webkataloge, was zur Folge hat, dass Google diesen Links so gut wie keine Aufmerksamkeit mehr schenkt.

Noch schlimmer wird es, wenn Google solch einen Webkatalog aufgrund von Linkspamming abstraft, denn dann ist auch deine Webseite davon betroffen. Mit Glück wird der Link nur entwertet. Mit Pech ist der Link giftig und schadet deinen Rankings.

Trotzdem es gibt auch heute noch einige qualitativ hochwertige Webkataloge, bei denen sich eine Eintragung lohnt, aber potenzielle Kandidaten sollten sorgfältig ausgewählt werden. Beispiele findest du in unserem Beitrag „10 Webkataloge aus Österreich und Deutschland ohne Backlinkpflicht„.

Money-Keyword-Ankertexte

Insbesondere seit dem Google Penguin Update ist klar: Eine „Überoptimierung“ zu bestimmten so genannten „Money-Keywords“ oder sogar Linkspamming wird rigoros abgestraft. Wer mit einer Herabstufung um 50 Plätze davon kommt, ist dabei noch gut bedient.

Ganz schlecht sieht es jedoch bei einer Entfernung der Webseite aus dem Google Index aus (passiert eigentlich nie durch Spam-Links). Dann hilft nur noch ein Entwerten und Entfernen der Links in Kombination mit einem sogenannten Reconsideration Request, um wieder in den Index aufgenommen zu werden – und das kann dauern.

Duplicate Content

Die Aussage, dass Duplicate Content (also doppelte Inhalte) schlecht für das Ranking sei, ist nicht neu. Aber die Bedeutung ist dafür heutzutage um so wichtiger, denn auch hier spielen vergangene Updates (Google Panda) eine große Rolle. Google sagt es ja auch selbst: Nur guter Content, also Content, der den Usern gefällt und von dem positive User-Signale ausgehen, hilft dem Ranking einer Webseite.

Ist dieser Content nicht unique, werden vermutlich auch die positiven User-Signale ausbleiben. Vor allem bei Produktbeschreibungen für einen Online-Shop ist die Einhaltung dieser Regel schwer. Versuche trotzdem, zumindest ein wenig anders zu sein als andere Shops. Falls du viele einzigartige Produktbeschreibungen brauchst, setz auf Crowdsourcing-Anbieter wie Clickworker.

Eine neue Webseite ist nie sofort auf Platz 1 der Google-Suchergebnisse. SEO ist eine langfristig ausgelegte Maßnahme, deren Erfolge sich nach und nach einstellen. Um es mit den Worten von Berthold Beitz zu sagen: „Man kann nicht heute Apfelbäume pflanzen und schon im nächsten Jahr die Früchte ernten.“

Wichtig ist deshalb, Maßnahmen zu ergreifen, die natürliches Linkbuilding vorantreiben, und veraltete Maßnahmen auszusparen. Nur so ist maximale Effektivität gewährleistet.

Geschäftsführer, SEO-Nerd

Alexander ist Gründer der Agentur und SEO-besessen seit 2009.

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