Ratgeber im Content Marketing

Ratgeber für Content-Marketing: 11 Tipps für nichtkommerzielle Inhalte als Content-Strategie

Kennst du diese Leute, denen man von einem Problem erzählt und darauf eine Antwort bekommt, die absolut nichts mit dem Thema zu tun hat? Klar, wer nicht. Und das kannst du dir als Content Creator für deine Content-Strategie zunutze machen: Versetze dich in den Leser hinein und gib ihm erstklassige Ratgeber!

Überlege genau, was er gerade von dir braucht – und was eben nicht. Da ist es theoretisch schon, das Erfolgsrezept für einen Ratgeber, den User lieben werden. In der Praxis gehört allerdings noch einiges mehr dazu, deshalb hier die 11 wichtigsten Do’s und Dont’s für gelungene Ratgeber!

Was muss ein Ratgeber können?

Ein Ratgeber gibt Rat, so lautet der erste heiße Tipp vieler Beiträge zum Thema. Sicher, diese Aussage ist nicht falsch, aber: „Rat geben“ kann ziemlich viel bedeuten. Wenn dein Onkel Thomas vom Hundertsten ins Tausendste kommt und dir Geschichten von früher erzählt, nur um irgendwann bei „Was ich dir damit sagen will…“ anzukommen, ist auch das ein Rat.

Don'ts bei Ratgeber-Content

Sei weder Onkel Thomas noch Grandpa Simpson…

Anders gesagt: Sei nicht Onkel Thomas. Sei cool, und cool heißt in dem Fall ganz einfach hilfreich. Wenn ein User auf einen Ratgeber-Artikel klickt, erwartet er sich eine leicht verständliche Problemlösung bzw. Informationen, die für ihn gerade relevant sind. Er erwartet sich keine Story, die bei Adam und Eva anfängt.

Content-Marketing-Profi Julia McCoy fasst das so zusammen: „Audiences want the most amount of information in the easiest and most digestible way possible.“ Eigentlich ziemlich logisch, oder?

 

Dein Job als Verfasser eines Ratgebers ist es also, die wichtigsten Informationen in ein Content Piece zu verpacken, das so hilfreich und simpel wie möglich ist. Damit das gelingt, musst du die Erwartungshaltung deiner Zielgruppe richtig einschätzen können. Das heißt unter anderem: Du musst wissen, was die Suchintention ist. Wie du die herausfinden kannst, erfährst du im Video!

Nur wenn du weißt, woher der User kommt und wo er eigentlich hinwill, kannst du Maßarbeit leisten. Soweit der theoretische Unterbau, jetzt geht’s an die Details: Bühne frei für ein paar wichtige Grundregeln!

Die 8 Do’s für einen perfekten Ratgeber

Vielleicht hast du gerade wenig Zeit, vielleicht keine Lust auf einen langen Text – fair enough. Für alle, die es eilig haben, hier im Schnelldurchlauf acht Dinge, die du beim Schreiben eines Ratgebers unbedingt beachten solltest:

  1. Liefere konkrete Informationen.
  2. Schreib verständlich.
  3. Nimm die sprachliche Ebene ernst.
  4. Sorge für ein übersichtliches Layout.
  5. Wähle das richtige Content-Format.
  6. Halte, was du versprichst.
  7. Nutze Tools, und zwar richtig.
  8. Sorge dafür, dass der Ratgeber schnell verfügbar ist.

Falls du es doch gern ein bisschen genauer hättest: Umso besser, es gibt nämlich noch eine ganze Menge zu den einzelnen Punkten zu sagen.

1.      Liefere konkrete Informationen

Was sich der Leser deines Ratgebers nicht erwartet, ist werbliche Wortschinderei. Allgemeinposten und leere Phrasen solltest du ganz schnell wieder vergessen, du willst schließlich einen verlässlichen Eindruck hinterlassen. Denk immer daran, dass es bei Ratgeber-Texten um ein reales Szenario geht, nicht um hypothetische Idealfälle und perfektes PR-Wording.

Dementsprechend schreibst du also nicht irgendetwas, nur um eine bestimmte Wortzahl zu erreichen. Deine erste Überlegung sollte vielmehr sein, für wen du schreibst. Nur so kannst du Ratgeber schreiben, die zu Evergreen Content werden.

Bei diesem Artikel zum Beispiel gehe ich nicht davon aus, dass ihn jemand liest, der ein Blumenbeet anlegen und sich in der Garten-Bubble ein paar heiße Tipps holen will (gut so, denn mein Daumen ist eindeutig nicht „Evergreen“). Stattdessen nehme ich an, dass meine Leserschaft entweder aus angehenden Content Creators oder Menschen aus dem Marketingbereich besteht, die ihre Skills verbessern wollen. Und genau danach muss ich mich richten.

Achtung: Mit „konkreten Informationen“ ist nicht zwingend gemeint, dass dein Ratgeber so kurz wie möglich sein muss. Das siehst du schon an unseren eigenen Ratgebern – kurz sind die definitiv nicht. Trotzdem funktioniert unser Ratgeber-Content bestens, eben weil er viele Tipps aus der Praxis enthält und übersichtlich gestaltet ist. Wenn du wiederum Wörter sparen willst wie ein Weltmeister, leider darunter die Verständlichkeit. Und auf die bist du ohne Wenn und Aber angewiesen.

2.      Schreib verständlich.

Es ist fast schon ein Dauerbrenner für alle, die regelmäßig Texte schreiben: das gute alte Hamburger Verständlichkeitskonzept. Der Kerngedanke dahinter ist, dass Leser oft einen Text nur deshalb nicht verstehen, weil er zu kompliziert formuliert ist.

Zugegeben, in der Linguistik hagelt es immer wieder Kritik an diesem Modell. Was genau kritisiert wird, kannst du im verlinkten Wikipedia-Eintrag nachlesen, hier nur so viel: Trotz kritischer Stimmen ist es eindeutig so, dass die Verständlichkeit eines Textes wesentlich von der Vorarbeit abhängt. Einen verständlichen Text kannst du nur schreiben, wenn du die Textkompetenz der Leser richtig einschätzt.

Für dich als Content Creator heißt das: Du musst nicht Sprachwissenschaft studiert haben, um gute Ratgeber zu schreiben. Was du brauchst, ist ganz einfach ein bisschen Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, empathisch zu schreiben. Noch nicht überzeugt? Dann dürfte dich vielleicht der Zusammenhang zwischen Linguistik und gutem Content interessieren – oder unser Video!

3.      Nimm die sprachliche Ebene ernst.

Wie oben schon gesagt: Ein guter Ratgeber muss digestible sein. Je länger also dein Artikel, desto wichtiger ist es, dass er präzise formuliert und „leicht verdaulich“ ist:

  • Verabschiede dich von Schachtelsätzen.

Einfache Formulierungen sind besser

 

Du und der Schachtelsatz, ihr könnt natürlich Freunde bleiben. Zumindest beim Online-Texten geht ihr aber ab jetzt getrennte Wege! Allein schon wegen der mobilen Ansicht: Stell dir vor, du liest etwas auf dem Smartphone und ein Satz nimmt fast den ganzen Screen ein. Der ultimative Leseanreiz? Sicher nicht.

 

  • Verwende Aktivkonstruktionen.

Passivsätze wirken distanziert und umständlich. Oder hättest du hier lieber gelesen: „Es sollten Aktivkonstruktionen verwendet werden“?

  • Cut the fluff.

Füllwörter sind wie Schachtelsätze – im richtigen Kontext schön, aber nichts für Texte im Internet.

  • Stelle Fragen, wie sie der User auch hat.

Beantworte sie nicht irgendwann, sondern sofort.

  • Sei sparsam mit Fremdwörtern.

Aha, soll ich also dummen Content schreiben? Nein. Der durchschnittliche User will allerdings keine Doktorarbeit lesen, sondern einfache Lösungsvorschläge für simple Alltagsprobleme bzw. -fragen. Wenn du mit komplexen Begriffen um dich wirfst, stellst du hohe Erwartungen an deine Leser. Frag dich immer zuerst, ob das angemessen ist.

  • Kürze deinen Ratgeber, und zwar rigoros (siehe Punkt 3).

Ja, selbst wenn du in einen Satz ganz besonders verliebt bist. Bei William Faulkner heißt es: „In writing, you must kill all your darlings.“ Das gilt für literarische Werke und erst recht für Online-Texte.

Kürzen und korrigieren, das ist doch reiner Perfektionismus? Von wegen: Im Durchschnitt lesen die Leute nur ca. 28 Prozent aller Wörter auf einer Seite. Der Artikel, in dem diese Zahl erwähnt wird, ist zwar von 2015, aber gestiegen dürfte dieser Prozentsatz in den letzten Jahren wohl kaum sein.

TL;DR: Sprachliche Korrektheit macht viel aus, denn Fehler sind unprofessionell und stören den Lesefluss.

Wenn das jetzt nach nerviger Deutschlehrerin klingt, hilft vielleicht ein kleines Beispiel: Würdest, du ohne Probleme lesen können wen dieser Text, dass heißt als Ratgeber nur in so einem Stil, geschrieben worden wäre? Ich glaube, wir verstehen uns.

4.      Sorge für ein übersichtliches Layout.

Die Sprache ist eine Sache, das Design eine andere. Dein Ratgeber kann noch so verständlich und informativ sein – wenn er aus reinen Textblöcken besteht, ist das für den Leser vor allem mühsam. Ausführliche Beispiele und Tipps zum Thema findest du im Video:

Lockere deinen Text auf, zum Beispiel mit

  • Listen
  • Tabellen
  • Bilder
  • GIFs
  • Videos
  • Slideshows
  • Infografiken
  • Boxen mit Merksätzen

Übertreiben musst du es natürlich dabei nicht: Wenn dein Ratgeber aus 600 Wörtern besteht und trotzdem sechs Infografiken und GIFs eingebaut sind, ist das für den Leser genauso anstrengend wie ein 6.000-Wörter-Ratgeber ganz ohne Bilder.

Das gilt auch für gefettete Wörter. Hervorgehoben sollten nur die Kernaussagen in einem Abschnitt sein, alles andere wirkt unruhig. Vor allem in der Mobilansicht – die nicht gerade unwichtig ist, Stichwort Mobile First – erscheint es ziemlich aufdringlich, wenn einem vom Bildschirm ein fast vollständig gefetteter Absatz entgegenspringt. Da könntest du gleich alles in Großbuchstaben schreiben (bitte nicht).

5.      Wähle das richtige Content-Format

Um der Verwirrung vorzubeugen: Ja, ein Ratgeber ist an sich schon ein Content-Format. Abgesehen davon ist mit Format zudem die äußere Form gemeint. Hier hast du theoretisch eine große Auswahl, nur passt eben nicht jedes Content-Format automatisch zu jedem Ratgeber. So geht’s zum Beispiel richtig:

Beispiel, wie ein How-To-Ratgeber aussehen kann

So kann eine How-To-Anleitung aussehen.

  • Interviews und Expertenzitate: How-To-Ratgeber
  • Infografiken und Diagramme: Ratgeber mit Statistiken/vielen Zahlen
  • E-Books oder Whitepaper: sehr umfangreiche Ratgeber zu komplexen Themen
  • Bildergalerien: Tipps/Anleitungen, z.B. DIY-Tutorials
  • Erfahrungsbericht: Produkttest als Ratgeber

Das ist nur eine kleine Auswahl. Welches Format sich am besten eignet, hängt ganz davon ab, welches Thema du behandelst, wen du erreichen willst und wie kreativ du bist.

6.      Halte, was du versprichst.

Wenn dieser Tipp für dich sowieso selbstverständlich ist: Glückwunsch, damit hast du vielen anderen Ratgeber-Verfassern schon einiges voraus. Clickbaits sind ein absolutes No-Go und trotzdem gefühlt überall zu finden. Tja, mit einer Überschrift à la „Mit diesem Trick musst du nie wieder arbeiten!“ kriegst du vielleicht Klicks, aber auch eine gewaltige Absprungrate.

User wollen das lesen, was du ihnen in der Überschrift und im Teaser versprichst.

Vorsicht mit Cliffhangern und Clickbaits

Im Durchschnitt entscheiden schon die ersten zehn Worte in der Einleitung darüber, ob jemand auf deiner Seite bleibt oder nicht. Anteasern heißt also, dass du auf eine interessante Art offen und ehrlich vermittelst, worum es im Ratgeber geht. Klingt vielleicht einfach, ist es aber nicht unbedingt – kurze, knackige Texte sind viel kniffliger zu schreiben als lange.

 

Möglichst bald nach deiner sexy Einleitung musst du jedenfalls genau diese angekündigten Inhalte bringen. Cliffhanger und ausschweifende Spannungsbögen funktionieren in Game of Thrones oder Harry Potter, aber nie in einem Online-Ratgeber. Wenn du die versprochenen Antworten nicht so schnell und so leicht zugänglich wie möglich lieferst, hast du deine Chance vertan.

Anders gesagt: Erwarte vom User nicht, dass er dein Angebot über alles andere stellt. Beim ersten Klick ist dein Ratgeber wie ein Tinder-Match – wenn der Content uninteressant ist, hat der User genug andere Optionen. Du bist auf ihn als (konvertierenden) Lead angewiesen, er allerdings ganz sicher nicht auf dich.

7.      Nutze Tools, und zwar richtig.

Für einen guten Text brauchst du Einfühlungsvermögen, und dafür gibt es kein Tool. Für alles andere gibt es…nicht MasterCard, sondern ein paar wichtige Hilfsmittel. Verlass dich bloß nicht auf den Gedanken, dass der Content schon irgendwie passen wird.

Überprüfe aktiv mit SEO-Tools, wie der Text abschneidet:

  • Stimmt die Keyworddichte?
  • Hast du die Suchintention getroffen und alle Subthemen abgedeckt?
  • Sind deine Zwischenüberschriften passend formuliert?
  • Stimmen der Schwierigkeitsgrad und die Textlänge?

Diese und andere Faktoren kannst du schon untersuchen, bevor der Ratgeber online geht. Genauso solltest du aber im Anschluss die Performance überwachen und den Content optimieren, wenn Bedarf besteht. Dass du das letzte Wort getippt hast, heißt schließlich nicht, dass der Ratgeber für alle Ewigkeit perfekt und unantastbar ist. Worauf du beim Schreiben noch achten solltest, erfährst du übrigens im Ratgeber zum Thema SEO-Texte schreiben oder in diesem Video:

8.      Sorge dafür, dass der Ratgeber schnell verfügbar ist.

Wenn dein Ratgeber wirklich gut ist, will ihn der User im Idealfall mit anderen teilen. Der erste Schritt sind deshalb Social-Share-Buttons am Anfang oder Ende des Texts. Indem du den Ratgeber als PDF oder E-Book zum Download bereitstellst oder ein Kontaktformular für Nachfragen einbindest, sorgst du außerdem dafür, dass dein Content besonders leicht zugänglich ist.

Je mehr Komfort und Service du den Usern bieten kannst, desto besser für dich. Ach ja: Überlege dir einen einprägsamen Titel für den Ratgeber. So kann der User im Zweifelsfall mit einer Google-Suche nach diesem Titel schnell zum Text zurückfinden.

Die 3 Don’ts: Wie du deinen Ratgeber garantiert ruinierst

Jetzt weißt du also, wie du es richtig machen kannst. Falls du deinen Ratgeber aber gern ordentlich gegen die Wand fahren willst und dich fragst, wie du es garantiert nicht richtig machst: Lies weiter!

1.      Schummel dich mit Duplicate Content durch.

Eine Sünde, die weder der Google-Algorithmus noch der Leser verzeiht, ist Copy-Paste. Wenn du einfach die Texte von anderen Seiten kopierst und nur das Layout ein bisschen änderst, fällt das sofort auf. Es macht übrigens keinen Unterschied, ob du von deinem eigenen Blog abschreibst oder die Arbeit einer anderen Person klaust – Duplicate Content bleibt es so und so.

Zitieren heißt das Zauberwort, und das ist sogar ausdrücklich erwünscht: Gute Quellen machen deinen Ratgeber vertrauenswürdiger. Wichtig ist nur, dass du trotzdem originell bleibst und die Informationen, die du zitierst, nach wie vor korrekt sind.

Wenn du einfach abschreibst, ohne den Inhalt zu überprüfen, kann es nämlich passieren, dass die Informationen längst nicht mehr aktuell sind. Verwende bei der Google-Suche deshalb am besten auch mal das Tool, das nur die neuesten Ergebnisse anzeigt:

Sucheinstellungen bei Google

Aktuelle Beiträge finden ist nicht schwer, wenn man die Google-Tools kennt.

2.      Mach den Ratgeber zur Doktorarbeit.

Wie oben schon gesagt: Ein Ratgeber im Internet muss kein wissenschaftlicher Durchbruch sein. Damit rechnet der User nicht. Ganz im Gegenteil – mit hochgestochenen Formulierungen und langen Sätzen wirst du niemanden beeindrucken, sondern eher abschrecken.

Umständliche Sprache führt leider oft zu vagen, verschwommenen Aussagen. Das ist zu 100 Prozent nicht das, was du mit einem Ratgeber erreichen willst. Der Trick ist es, die feine Grenze zwischen oberflächlichem Gerede und too much information zu finden. Fakt ist: Ab einem gewissen Schwierigkeitsgrad springt der User ab.

3.      Verstecke deinen Ratgeber.

Am einfachsten verlierst du potenzielle Leser, indem du den Ratgeber möglichst schwer zugänglich machst. Fünf Popup-Banner, die man erst wegklicken muss, dazu möglichst viele grelle Farben und vielleicht noch eine Newsletter-Anmeldung, bevor man bis zum Text durchgedrungen ist: Würdest du dir das antun, nur um zu einem x-beliebigen Ratgeber zu kommen? Eben. Positive Nutzersignale generieren geht eindeutig anders – mehr dazu im Video!

Ein guter Ratgeber entsteht nicht in einer halben Stunde und indem du einfach das kopierst, was andere schon geschrieben haben. Du wirst auch nicht gleich beim ersten Versuch den perfekten Ratgeber-Content produzieren, sondern erst mal deine eigene Erfolgsformel finden müssen. Ein Template, das für ausnahmslos jeden Inhalt und jede Branche funktioniert, gibt es nämlich nicht. Wäre ja langweilig. Und weil Übung bekanntlich den Meister macht: Viel Erfolg beim Verfassen deiner Ratgeber – wir freuen uns über Erfahrungsberichte aus der Praxis!

Marketingmaßnahmen optimieren

Marketing Automation für Anfänger: So startest du die Automatisierung

Woran denkst du bei dem Begriff Marketing Automation? Das hängt vermutlich zunächst einmal damit zusammen, aus welcher Perspektive du diesen Begriff betrachtest. Bist du Marketer? Dann siehst du dich wahrscheinlich an deinem Schreibtisch, den Kaffee in der einen Hand, ein Magazin in der anderen. Die Arbeit? Erledigt sich schließlich dank Automation ganz von selbst, oder? Hast du mit Marketing nicht wirklich was am Hut und betrachtest es lediglich aus Kundenperspektive kann es durchaus sein, dass du an unpersönliches Marketing denken, wie an Massenmails.

In diesem Artikel werden wir diese beiden Mythen aufklären und in Erfahrung bringen, was es wirklich mit Marketing Automation auf sich hat, wie sie richtig angewandt wird und wie du mit einem Newsletter-Programm bereits ganz easy deine ersten Schritte machen kannst.

Was ist Marketing Automation?

Marketing Automation hilft dir, deine Leads entlang des Kaufprozesses zu identifizieren und zu pflegen. Dies geschieht mithilfe einer Software, die unter anderem aus einer Datenbank und einer CRM-Synchronisation besteht.

Dabei geht es darum, automatische aber personalisierte Nachrichten an Leads und Kunden zu versenden, um sie auf ihrem Weg vom Interesse bis hin zum Kauf zu begleiten. Die Idee ist, den Lead immer wieder an dich zu erinnern, auf dich aufmerksam zu machen und ihn so lange zu beschäftigen, bis er sich endgültig für den Kauf entscheidet.

Was ist ein Lead

Auf der Grafik siehst du ein Modell für den stereotypischen Kaufprozess. Zu Beginn muss eine Marke oder ein Produkt erst einmal dem potenziellen Käufer bekannt sein. Ist dies der Fall, wird er vielleicht vertrauter mit ihr und zieht ein Produkt zum Kauf in Betracht. Wenn die gesammelten Informationen überzeugend sind, folgt idealerweise der Kauf und ist die Erfahrung mit dem Produkt schlussendlich positiv, wird er vielleicht zu einem treuen Kunden.

Kaufprozess

Purchase Funnel (Mehr Infos hier)

Durch diesen Prozess soll der Lead also gesteuert werden, üblicherweise mithilfe eines entsprechenden Newsletter-Programms, wie z.B. Mailify.

Doch was genau ist das Ziel? Im Grunde soll der Nutzer zu einer ganz bestimmten Aktion veranlasst werden. Am Ende ist dies natürlich hoffentlich der Kauf.

Gründe für Marketing Automation

Circa 2% der Verkäufe entstammen dem Erstkontakt, doch nur 20% der Unternehmen nutzen die Möglichkeit, ihre Leads zu pflegen, womit 80% des Potentials verloren geht (mehr Informationen hier). Doch das muss nicht sein. Das E-Mail-Postfach ist voll mit Newslettern. Überall im Internet wird man mit Werbebannern bombardiert. Häufig nehmen wir diese Marketingmaßnahmen gar nicht mehr wahr, höchstens vielleicht als Hintergrundkulisse.

Die Möglichkeiten dank Digitalisierung sind enorm, aber auch enorm komplex und in den meisten Fällen fehlt die Optimierung. Es werden Newsletter an riesige Kontaktlisten verschickt, ohne eine Strategie dahinter erkennen zu können. Und dies ist ein fataler Fehler. Denn in der Masse gehst du unter. Indem ein Lead aber stets die Nachrichten erhält, die gerade passend zu seinen Fragen und Bedürfnissen sind, wächst das Vertrauen und er ist gewillter, das Produkt zu kaufen.

Neben dem Ziel, den Kunden zum Kauf zu führen, gibt es noch ein weiteres Ziel von Marketing Automation. Erinnern wir uns an die Assoziation vom Anfang. Marketing Automation soll dabei helfen, Marketing-Aufgaben effizienter zu gestalten. Denn unabhängig davon, dass der Lead hoffentlich zum Käufer wird, bleibt viel mehr Zeit für andere Dinge.

Aber ACHTUNG: Der schmale Grad zu Spam

Viele Marketer erkennen zwar, dass Marketing Automation eine sehr effektive Methode sein kann, sehen es jedoch als Allzwecklösung für Probleme. Sie lassen sich dazu verführen, Kontaktlisten zu kaufen und diese eins zu eins in ihr Newsletter-Programm zu importieren. Dadurch ist im ersten Moment zwar eine große Datenbank da, anhand der man Automation betreiben kann, langfristig wird dies jedoch kaum Erfolg bringen.

Schließlich geht es ja darum, interessierte Leads Stufe für Stufe durch den Kaufprozess zu führen, und nicht darum, jemanden zum Interesse zu zwingen. Außerdem ist der Kauf solcher Listen nicht empfehlenswert, da sie meistens dubiosen oder zwielichtigen Quellen entstammen. Genauer gesagt sind viele dieser Adressen meist nicht mehr gültig oder wurden sogar als Spamtrap oder Honeypot genutzt.

Wie zu Beginn erwähnt, bringen viele Leute Marketing Automation mit Spam in Verbindung.

Das Ziel von Automatisierung, so sehr es auch vielleicht dem Wort im ersten Moment widersprechen mag, ist es, zu personalisieren. Wenn die Kommunikation also zu aggressiv gestaltet wird, musst du mit Beschwerden oder Spam Markierungen rechnen.

„Dann haben wir eben ein paar Empfänger weniger“, denkst du dir jetzt? Das stimmt womöglich. Das vielleicht aber viel größere Problem ist, dass deine Senderreputation nach einer gewissen Anzahl an Markierungen als Spam leiden wird. Das kann zur Folge haben, dass deine Mailings von manchen E-Mail-Providern noch vor Erreichen der Postbox abgefangen werden und nie bei deinem Empfänger landen.

Wie funktioniert erfolgreiche Marketing-Automatisierung? B2C vs. B2B

Zunächst einmal musst du den Kaufprozess wirklich verstehen. Es muss klar sein, in welcher Phase der Kunde sich welche Fragen stellt, um ihm die passenden Antworten zu liefern. Des weiteren müssen wir zwischen B2B- und B2C-Kommunikation unterscheiden. Ein Online-Shopper, der nach einem Cashmere-Pullover sucht, möchte andere Informationen erhalten, als ein Mitarbeiter eines Unternehmens, der vielleicht auf der Suche nach neuen Lieferanten ist.

Im B2B-Bereich können wir davon ausgehen, dass jede Kaufentscheidung immer mit Bedacht getroffen wird. Bis es zum Kauf kommt, werden Alternativen abgewogen, Informationen beschaffen und alle Entscheidungen gut überlegt. Anders als bei Einzelpersonen gibt es in der Regel keine Impulskäufe. Daher ist die stetige Lieferung der entsprechenden Informationen essentiell und Marketing Automation eignet sich optimal im B2B-Segment. Es können ab einem gewissen Interesse auch Whitepaper, E-Books und dergleichen zur Verfügung gestellt werden (weiterführende Informationen gibt es hier).

Die Informationen, die der Lead erhält, variieren, je nachdem an welcher Stelle im Kaufentscheidungsprozess er sich gerade befindet. Der Interessent, der bis jetzt lediglich bei Google nach einem Cashmere-Pullover gesucht hat, hat ein anderes Interesse, als derjenige, der bereits einen Pullover in der engeren Auswahl und diesen vielleicht schon in seinem Warenkorb hat. Verlässt er den Prozess vor dem Kauf, kann ihm über das Newsletter-Programm beispielsweise eine Erinnerungsmail zugesandt werden.

Nordstrom Erinnerungsmail

Nordstrom Erinnerungsmail

Möglichkeiten der Automatisierung

Hier einige Ideen, wie du die ersten Schritte in Richtung Marketing-Automatisierung gehen kannst.

Retargeting

Eine beliebte und sehr bekannte Version der Marketing Automation ist das Retargeting. Wir alle kennen diese Methode von unseren täglichen Ausflügen ins Netz. Wir schauen uns ein Paar Schuhe an. Wechseln wir dann zu Facebook, werden uns hauptsächlich Banner mit diesem und ähnlichen Modellen angezeigt.

Kostenlose eBooks und Whitepaper

Für neue Besucher deiner Website gibt es darüber hinaus weitere Möglichkeiten. Im Grunde ist die Vielfalt an Methoden zur Lead-Generierung enorm. Überlege dir, was einem Neukunden beim Besuch deiner Seite helfen könnte. Biete doch beispielsweise als Möbelhaus einen PDF-Katalog mit Einrichtungstipps an und für den Download muss dein Lead seine E-Mail-Adresse angeben.

Banner- und Social Media-Marketing

Marketing-Automatisierung kann über diverse Formate funktionieren, zum Beispiel Banner- und Social Media-Marketing. Doch was wir manchmal vergessen – tatsächlich hat nach wie vor nicht jeder einen Social Media Account.

E-Mail-Marketing

Der Vorteil von E-Mail-Marketing ist, dass (nahezu) jeder eine E-Mail-Adresse besitzt und den Posteingang auch täglich checkt. Hast du einmal die Einwilligung des Leads, ihn per Mail zu kontaktieren, solltest du diese Möglichkeit auch nutzen. Der Schritt nach der Lead-Generierung nennt sich auch Lead-Pflege oder Lead Nurturing.

Nun kann du dich der vollen Bandbreite bedienen. Erinnere den Abbrecher auf deiner Website an den Urlaub, für den er sich interessiert hat, indem er Hotelfotos und Restaurant-Tipps zugeschickt bekommt. Du hast für die Anmeldung für deinen Newsletter einen Gutschein verschenkt, der Empfänger hat diesen aber noch nicht eingelöst? Dann erinnere ihn an diesen Gutschein. Vermutlich hat er ihn lediglich vergessen.

Foodspring Marketing-Automatisierung

Marketing Automation für Anfänger

Marketing Automation ist ein sehr komplexes Thema und du brauchst eine einigermaßen große und qualitativ hochwertige Datenbank, um das Ganze etablieren zu können. Nicht für jedes Unternehmen ist es in jeder Phase die richtige Entscheidung, auf Automatisierung zu setzen.

Du musst dich fragen, ob du die nötigen Ressourcen (Mitarbeiter, Software, Zeit etc.) hast. Denn auch, wenn Marketing Automation dir viel Arbeit abnehmen kann, zu Beginn musst du dennoch Zeit reinstecken bis es richtig ausgereift ist.

Wenn du noch nicht bereit für eine komplexe Automation bist, kannst du dich zu Beginn auch der Klassiker bedienen. Willkommensmails oder Geburtstagsglückwünsche (mit einem personalisierten Gutschein) sind mit einem Newsletter-Programm recht einfach einzurichten.

babymarkt.de Willkommensmail

Buyer Personas

Darüber hinaus kannst du Personas für deine Empfänger erstellen. Eine Persona ist eine Art Steckbrief mit konkreten Informationen über deinen (potenziellen) Kunden. Neben soziodemographischen Informationen sollten im Optimalfall auch solche über Kommunikations- und Kaufverhalten enthalten sein.

Du kannst deine Empfängerliste in verschiedene Cluster aufteilen und pro Gruppe eine solche Persona erstellen. Damit kannst du dann optimal segmentieren und automatisierte Kampagnen je Region, Alter, Geschlecht usw. erstellen. Auch das kannst du meistens bereits mit einem professionellen Newsletter-Programm erreichen.

Da dieses Thema so komplex ist, gibt es hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Marketing Automation Checkliste

Unique Selling Proposition

Alleinstellungsmerkmal: Die ultimative Anleitung, wie Sie Ihre USP finden

Der Unternehmenserfolg ist von vielen Faktoren abhängig: Ein gutes Produkt oder eine nützliche Dienstleistung, eine perfekte Online-Präsenz und zahlreiche Marketing-Maßnahmen – doch nichts davon ist so wichtig, wie eine klare „Unique Selling Proposition (USP)“ oder auf Deutsch gesagt ein Alleinstellungsmerkmal. Unternehmen, die sich von der Konkurrenz abheben, können sehr schnell sehr groß werden – doch der Weg zum Unique-Status ist kein leichter.

Fast jeder Unternehmer hat eine Vision davon, wie sich die eigene Firma in den nächsten Jahren entwickeln soll. Das klare Ziel: schnelles Wachstum. Doch bereits in den ersten Jahren kann sich dieser Traum schnell zum Alptraum entwickeln.

Das Problem ist dabei nicht die fehlende Aufmerksamkeit für das Produkt oder die Dienstleistung, sondern das fehlende Interesse. Ausschlaggebend dafür sind häufig fehlende Alleinstellungsmerkmale:

  • Wenn der Unternehmer nicht weiß, warum das eigene Produkt (im Vergleich zur Konkurrenz) besser ist, wird das auch der Kunde nicht wissen – und sich vielleicht für ein Konkurrenz-Produkt entscheiden.
  • Wenn der Unternehmer nicht weiß, was das eigene Produkt von der Konkurrenz unterscheidet, kann das auch der Kunde nicht wissen.
  • Wenn der Unternehmer ein Allround-Produkt entwickelt, das es so schon zuhauf gibt, ist der Markteintritt schwer – vor allem „die Großen“ des Business sind hier zu stark, als das ein kleineres Unternehmen hier den Kampf aufnehmen und ein Teil vom Kuchen abbekommen könnte.

Die Bestimmung der USP des eigenen Produktes und deren Promotion ist also ganz entscheidend für den Unternehmenserfolg. Verkrampfen sollte der Unternehmer dabei jedoch nicht, denn: Ein Alleinstellungsmerkmal muss Sinn machen – sonst bleiben die Kunden ebenfalls aus.

Einzigartig sein: Aber nur, wenn es Sinn macht

Ein Alleinstellungsmerkmal kann vieles bedeuten. Der Unternehmer sollte potenziellen Kunden ein Produkt anbieten, das sinnvoll ist und gleichzeitig ein bestimmtes Bedürfnis erfüllt, das bisher unbefriedigt blieb. Dabei muss das Rad nicht unbedingt neu erfunden werden. Auch Verbesserungen bestehender Produkte oder Dienstleistungen sind denkbar. Eine Marktanalyse ist deshalb ganz entscheidend, nur so findet der Unternehmer heraus, was die Kunden sich wünschen:

  • Welche ähnlichen Produkte oder Dienstleistungen gibt es bereits?
  • Was können bestehende Produkte leisten und wo gibt es Optimierungsbedarf?
  • Gibt es für die Optimierung wirklich einen Markt?

Im Idealfall ist man so einzigartig, dass das Problem der Konkurrenz entfällt. Unternehmer, die einen komplett neuen Markt beschreiten, müssen sich aber die Frage stellen, ob es für das eigene (neue) Produkt einen Käuferkreis gibt. Wer Eskimos einen Kühlschrank verkaufen möchte, ist definitiv unique – aber erfolgreich ist das Unternehmen deshalb noch lange nicht.

Auf drei Wegen zum echten Alleinstellungsmerkmal

Um die eigene USP zu finden, ist eine Marktanalyse also ganz entscheidend. Damit ist bereits ein wichtiger Schritt zum Alleinstellungsmerkmal getan. Nun gilt es jedoch, die tatsächliche USP zu entwickeln.

Vor allem übermotivierte Unternehmer neigen dazu, sich beziehungsweise die Unternehmung als Überflieger vorzustellen, als diejenigen, die die Besten sind – das mag zwar ein USP sein, diesen durchzusetzen (vor allem gegen die große Konkurrenz) ist jedoch häufig unmöglich. Entscheidend ist deshalb, andere Wege zu gehen. Drei davon sind die Folgenden:

Variante #1: Wenn Ihr Unternehmen nicht unique ist, sollte SIE unique sein

Manchmal muss es gar nicht die Unternehmung, das Produkt oder die Dienstleistung selbst sein, das als USP „genutzt“ wird – häufig können auch Sie selbst als Unternehmer ein Alleinstellungsmerkmal sein. Ihre Arbeit, Ihre Anstrengungen oder gar Ihre Persönlichkeit können Ihrer Firma einen ganz individuellen und einzigartigen Touch verleihen – einen Touch, den es nirgendwo anders gibt.

Entscheidend bei dieser Herangehensweise ist natürlich eine mitreißende Persönlichkeit, die potenziellen Kunden und Partner überzeugt. Wer das schafft, entwickelt eine USP, mit der kein anderes Unternehmen der Welt konkurrieren kann, denn Sie selbst sind nun mal einmalig. Steve Jobs beispielsweise ist jemand, der diese Form von USP genutzt hat, um Apple insbesondere in der Anfangszeit so groß zu machen, wie das Unternehmen heute ist.

Variante #2: Mix it up – Nehmen Sie Altbekanntes und erweitern Sie es um etwas Neues

Wie bereits erwähnt: Manchmal muss das Rad nicht neu erfunden werden, um einen USP zu entwickeln. Häufig gibt es bereits gut durchdachte Produkte, denen nur ein gewisser Feinschliff fehlt.

Häufig lässt sich dieser Feinschliff mit einem Mix aus verschiedenen Herangehensweisen entwickeln. Überlegen Sie dazu, worauf Ihr Kernprodukt abzielt und erweitern Sie es um sinnvolle Ergänzungen, beispielsweise die Integration einer „Social-Media-Komponente“, um Brand Awareness und Reichweite zu verstärken.

Variante #3: Nischenmarkt entdecken – werden Sie Spezialist

Ein großes Problem vieler Unternehmen: Das Produkt ist zu allgemein gefasst. So ist nicht nur die Zielgruppe sehr groß, sondern auch die Konkurrenz – vor allem kleinere oder mittelständische Unternehmen können sich hier sehr schnell verirren. Die Entwicklung einer Expertenstellung zu einem bestimmten Thema ist deshalb ein guter Weg zur Entwicklung der eigenen USP.

Dazu sollte das Thema so eng wie möglich eingegrenzt werden. Selbiges gilt auch für den Käufer- beziehungsweise Kundenkreis. Unternehmer, die auf Ihrem Gebiet zu Spezialisten werden, haben sehr viel weniger Konkurrenz und damit bessere Erfolgsaussichten.

Jede dieser drei Varianten ist ideal, um eine USP zu entwickeln – es muss nicht immer das beste Produkt sein, wichtiger ist es, einzigartig zu sein. Dennoch muss die Qualität natürlich stimmen, denn: Ein schlechtes Produkt mit USP ist noch längst kein Erfolgsgarant.

Erfolg auch ohne USP?

Die USP ist ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor – doch was ist, wenn das Unternehmen, das Produkt oder die Dienstleistung keine USP besitzt? Ist Erfolg deshalb ausgeschlossen? Die Antwort darauf: Erfolg ist dennoch möglich, der große Durchbruch ist jedoch schwer.

Ist das Produkt bereits „fertig“, kann die nachträgliche Implementierung denkbar sein. Vor allem Variante #1 oder Variante #2 sind auch im Nachhinein noch eine Option. Es hängt natürlich von der jeweiligen Leistung ab, ob Modifizierungen möglich sind. Was es jedoch unbedingt zu vermeiden gilt:

Viele Unternehmer beschäftigen sich über Wochen oder Monate mit dem USP, nur um festzustellen, dass die Konkurrenz in der Zwischenzeit genau die USP(s) eingeführt hat, über die Sie nachgedacht haben. Schnelligkeit ist deshalb auch bei der Entwicklung einer USP entscheidend.

Hier finden Sie übrigens 10 gute Beispiele. Manche werden Sie überraschen, sie funktionieren jedoch alle auf ihre ganz eigene Weise. Besonders wichtig: Jede Branche kann aufregend gemacht werden.

Die USP hebt ein Produkt aus der Masse von Anbietern hervor und stellt sie auf ein Podest, das für Konkurrenz unerreichbar ist. Genau das ist das Ziel: Sich abheben, etwas anbieten, das es in der Form nicht gibt, Bedürfnisse stillen, die bisher unbefriedigt sind – das freut potenzielle Kunden und letztendlich auch den Unternehmer. Das Ziel einer erfolgreichen Unternehmung erreichen Gründer und Firmeninhaber deshalb vor allem mit der Entwicklung der USP – dem Grundstein für Erfolg.

Markenbildung Strategie

Branding: Erfolgreiche Markenbildung in 5 Schritten

Das Geheimrezept für eine erfolgreiche Unternehmung liegt darin begründet, das Unternehmen selbst zu einer Marke zu machen. Sucht der Kunde nach einer bestimmten Dienstleistung oder nach einem Produkt sollte sofort diese eine Firma in den Sinn kommen. Aber wie schafft es eine Unternehmung dorthin? Das Zauberwort lautet: „Branding“ bzw. Markenbildung – und zwar richtig.

Ein Unternehmer hat es nicht leicht: Die Konkurrenz ist hart. Der Markt noch härter. Und potenzielle Kunden wissen ganz genau, was sie wollen. Wer hier auf der Stelle tritt, hat schon verloren. Grundsätzlich gibt es nur drei Richtungen, in die sich ein Unternehmen entwickeln kann:

  • Das Unternehmen setzt von vornherein auf die falsche Strategie – und ist damit am Ende bevor, es überhaupt Fahrt aufnimmt.
  • Das Unternehmen ist eines von vielen – die Pleite bleibt aus, genau wie der große Erfolg.
  • Das Unternehmen bricht mit konventionellen Methoden und geht neue Wege – eine neue Marke ist geboren.

Ganz klar: Weg #3 ist der, den jeder Unternehmer anstreben sollte. Es geht darum, neue Wege zu gehen, Altbekanntes neu zu betrachten, es weiterzuentwickeln und sich mit neuen Ideen, einen Namen zu machen – das ist Branding, die Entstehung einer Marke. Leider ist das nicht immer so einfach, denn die Markenbildung ist eine Menge Arbeit.

3 Wege, wie Branding nicht funktioniert

Zugegeben: Auf Pfaden zu wandeln, die andere schon breit getreten haben, ist gemütlich. Die Zutaten dafür sind schon vorhanden, denn die Konkurrenz macht es vor – die Frage, die sich hier stellt, ist „braucht der Kunde wirklich noch ein Unternehmen, das genau das tut, was andere schon seit Jahren tun?“.

Warum sollte der Kunde ausgerechnet mein Produkt kaufen? Was macht mich besser? Die Antwort: eigentlich nichts. Und damit beginnt die Misere: Das Unternehmen geht in der grauen Masse unter – hüten Sie sich also davor, zu einem der folgenden „Unternehmer-Typen“ zu werden:

#1: „Die Klischee-Schleuder“

Der Kunde ist schlau und erkennt sofort, wenn das, was Sie über Ihre Marke erzählen, nichts als reine Klischees sind – wenn alles nur „awesome“ und „brillant“, „innovativ“ und „unique“ ist, heißt das noch gar nichts. Die Fakten entscheiden, Klischees braucht niemand. Auch nicht der Kunde.

#2: Der „Copycat“

„Wenn Unternehmen X mit dem, was sie tun erfolgreich ist, dann kann ich das auch“ – leider falsch. Wer andere kopiert ist nicht neu, nicht anders. Und warum sollte man jemandem Aufmerksamkeit schenken, der genau das tut, was andere auch tun? Ihre potenziellen Kunden beeindruckt das jedenfalls nicht.

#3: Der „Mama-knows-best-Unternehmer“

Freunde oder Familie können eine erste Anlaufstelle sein, um zu erfragen, ob die Idee einer Unternehmung Früchte tragen kann. Aber reicht das? Sind diese Meinungen wirklich „echt“? Würde Ihre Mutter es Ihnen sagen, wenn Ihre Idee absolut daneben wäre? Mütter, Väter und gute Freunde sind wertvolle Unterstützer, aber sie eignen sich nicht dazu, Marktforschung zu betreiben.

Diese drei Unternehmer werden es nie schaffen, eine Marke aufzubauen, die Menschen nicht egal ist. Sind diese Stolpersteine verinnerlicht, kann der Unternehmer dazu übergehen, die Marke aufzubauen – und zwar in fünf Schritten.

Fünf Schritte zur Markenbildung

Wie Branding nicht funktioniert haben Sie im ersten Teil dieses Artikels erfahren. Konnten Sie sich darin wiederfinden, ist noch nicht aller Tage Abend – denn es gibt ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Dort finden Sie sie: Ihre Marke.

Um aus dem Dunkeln hervorzutreten, brauchen Sie nur wenige Schritte gehen – genau genommen fünf Schritte, die mit einer sehr genauen Analyse Ihrer Unternehmung, Ihrer Produkte und Dienstleistungen und damit Ihrer Marke einhergehen:

Schritt 1: Think big!

Mit einer Vision fängt alles an. Wer eine Marke aufbauen will, muss in großen Dimensionen denken. Verabschieden Sie sich vom „kleine Brötchen backen“ und stellen Sie den Schalter auf Turbo. Nur wenn Sie an Ihr Unternehmen glauben, tut es auch Ihre Kundschaft.

Diesen Schalter umzulegen ist nicht immer ganz einfach. Deshalb sollten Sie sich Notizen machen. Schreiben Sie auf, wie Sie groß, größer, am größten werden und Ihre Konkurrenz hinter sich lassen können.

Schritt 2: Seien Sie unabhängig

Kleine Unternehmungen haben hier einen entscheidenden Vorteil: Entscheidungen können schnell und unabhängig von irgendwelchen Gremien oder einem Komitee getroffen werden. Ein schlanker Entscheidungsweg ist wichtig, um Neuerungen schneller oder überhaupt durchzubringen.

Die Zeit, die damit verbracht wird, die Idee in der eigenen Unternehmung durchzubringen, sollte lieber damit verbracht werden, um Kunden davon zu überzeugen. Wege, die an kraftraubenden Gremien vorführen, sind also ganz entscheidend für die Markenbildung.

Schritt 3: Seien Sie anders

Ein ganz entscheidender Schritt, denn nur, wer anders ist, ist auch erfolgreich. Denken Sie in verschiedene Richtungen und vor allem unkonventionell – die Menschen lieben Neues. Suchen Sie sich Nischen und schreiben Sie sich zumindest drei Dinge auf, die Sie von Ihrer Konkurrenz unterscheiden sollten. Dann klappt es auch mit dem Branding.

Schritt 4: Seien Sie nicht der „Katzen-Video-Typ“

Promotion für Ihre Marke ist ganz entscheidend. Doch nicht jede Maßnahme ist zielführend – zumindest nicht auf den ersten Blick. Viele Unternehmen spingen auf den berühmt-berüchtigten Katzen-Video-Zug auf. Das bringt Ihnen viele Klicks und Likes – Herzlichen Glückwunsch, Sie sind nun das Unternehmen, das immer die lustigen Katzen-Videos auf Facebook und YouTube einstellt. Aber was Sie eigentlich tun, das weiß niemand.

Schreiben Sie sich auf, welche Promo-Aktionen wirklich zur Etablierung Ihrer Marke führen – und streichen Sie alles, was sich in Ihrem Kopf „lustig“, „niedlich“ oder „dämlich“ anhört und nichts mit Ihrer Marke zu tun hat.

Schritt 5: Seien Sie schnell und agieren sie proaktiv

Dank Internet und sozialen Medien verbreiten sich Neuigkeiten wie ein Lauffeuer. Wer hier schnell reagiert, kann Ereignisse zu seinen Gunsten nutzen. Für die Markenbildung ist deshalb eine möglichst kurze Reaktionszeit erforderlich. Wer proaktiv agiert, ist sogar noch besser aufgestellt, denn Trends „vorauszusagen“, macht Ihr Unternehmen zum Vorreiter – und zu einer Marke.

Branding ist ein heißes Thema, wenn es um den Unternehmenserfolg geht. Es reicht nicht, sich hinter den Großen zu verstecken – die Unternehmung muss selbst groß sein oder es werden. Die vorgestellten fünf Schritte führen an die Markenbildung heran und zeigen, welche Strategien zum Erfolg führen. Der Weg ist lang – wenn das Branding allerding erfolgreich war, liegt endlich eine Marke vor, die die Menschen interessiert. Und das wird sich vor allem in den Unternehmenskennzahlen wiederspiegeln.

Infografiken selber erstellen

Infografik selbst erstellen: 5 mächtige Werkzeuge

Zahlen, Daten und Fakten sind langweilig – bis vor einigen Jahren würden wohl 9 von 10 Menschen dieser Meinung zu stimmen. Das hat sich mit den beliebten Infografiken aber schlagartig geändert. Die Aufbereitung von Statistiken ist auf einmal „in“ und kann sich dank sozialer Netzwerke, wie Facebook und Co. sogar zu einem viralen Lauffeuer entwickeln. Für die Entwicklung solcher Infografiken gibt es mittlerweile verschiedene Tools, die auch für Nicht-Designer geeignet sind.

Das Auge isst mit, das war schon immer so. Kein Wunder, dass langweilige Statistiken, Diagramme und Tabellen wenig Enthusiasmus hervorriefen. Infografiken gehen hier einen anderen Weg: Sie kombinieren statistische Daten mit ansprechendem Design und schaffen damit endlich eine Möglichkeit, um (potenzielle) Kunden nicht zu langweilen, sondern zu begeistern. Dafür muss die Infografik aber einiges mitbringen:

  • Korrekte Daten, Zahlen und Fakten
  • Ein ansprechendes Design
  • Die Möglichkeit, die Infografik (viral) weiterzuverbreiten.

Alles unter einen Hut zu bringen ist nicht immer einfach und war bis vor Kurzem noch mit erheblichen Kosten verbunden. Diese Kosten lohnen zwar, sind aber vor allem von kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht zu stemmen.

Die neuen kostenlosen oder zumindest preisgünstigen Infografik-Plattformen, die dem Nutzer nun verschiedene Werkzeuge in die Hand geben, um eigene Infografiken zu basteln, sind deshalb. Die folgenden fünf Infografik-Tools gehören dabei zu den Besten.

Fünf Infografik-Tools für Statistiken, die begeistern

Kleine und mittelständische Unternehmen haben mit den zahlreichen Infografik-Tools die Möglichkeit Ihre Daten ansprechend aufzubereiten, ohne einen Designer beschäftigen zu müssen. Diese kommen zwar nicht ganz an individuelle erstellte Infografiken heran, zeigen aber, dass es nicht immer ein prall gefülltes Portmonee braucht, um in diesen Markt vorzustoßen:

Infogr.am

http://infogr.am/

Infogr.am ist unser Favorit. Es ist komplett kostenlos und gibt dem Nutzer mächtige Tools in die Hand, die zur ersten eigenen Infografik führen, ohne auch nur einen Cent auszugeben. Alles, was die Infografik benötigt, ist ein wenig Einarbeitungszeit, Daten und Spaß an der Sache. Zu den Funktionen von Infogr.am gehören:

  • Mehr als 30 verschiedene Diagrammtypen
  • Ein eingebautes Tabellen-Programm; der Nutzer kann aber auch XLS beziehungsweise XLSX und CSV-Dateien aus Microsoft Excel importieren.
  • Downloadmöglichkeit der finalen Infografik als PDF oder PNG
  • Sharen der Infografik auf Twitter, Pinterest und Facebook
  • Verschlüsseln der Infografik per Passwort.
  • Einbindung der Infografik in einer Webseite.

InfoActive

https://infoactive.co/

InfoActive ist das wohl innovativste Infografik-Tool dieser Liste. Denn die Fertigstellung der Grafik ist erst der Anfang: Die Daten können „live“ verändert werden – im Hinblick darauf, dass Daten sich von heute auf morgen schlagartig ändern können, ist das ein wunderbares Feature. Zwar ist InfoActive noch in der Beta-Phase, die Funktionen können trotzdem überzeugen:

  • InfoActive ist kostenlos.
  • Die Infografiken sind responsive und passen sich deshalb der Bildschirmgröße des Betrachters an.
  • Die Infografiken sind interaktiv.
  • Eine Share-Funktion ist ebenfalls eingebaut.

Piktochart

http://piktochart.com/

Piktochart kommt mit einem starken WYSIWYG-Editor daher, der den Zeitaufwand der Erstellung einer Infografik auf ein Minimum reduziert – das kostet allerdings auch 29 US-Dollar im Monat. Dafür bekommt der Nutzer jedoch eine Menge geboten:

  • Mehr als 100 Themes stehen zur Auswahl.
  • Der Editor ist leicht und angenehm zu bedienen.
  • Die Infografiken können über soziale Netzwerke geshared werden.
  • Die Infografiken können in Webseiten eingebettet werden.
  • Die Infografiken können als printfähige PDFs und PNGs heruntergeladen werden.

Easel.ly

http://www.easel.ly/

Ebenfalls in der Beta-Phase befindet sich Easel.ly. Hier findet der Nutzer einen tollen Editor, der die Nutzung von Objekten per Drag & Drop-Prinzip ermöglicht:

  • Easel.ly ist kostenlos.
  • Noch stehen nur 10 Themes zur Auswahl.
  • Objekte, die in die Infografiken eingefügt werden stammen aus verschiedenen Kategorien, wie Menschen, Tiere, Icons oder Natur.
  • Infografiken können über soziale Netzwerke geshared und auf Webseiten eingebettet werden.

Many Eyes V2

http://www-958.ibm.com/software/analytics/manyeyes/

Ein klassisches Infografik-Tool ist Many Eyes V2 zwar nicht, dennoch kann es für die Aufbereitung von Daten interessant sein. Hier werden die Fakten in verschiedenen Formen „visualisiert“ statt in einer Infografik aufbereitet. Für eine schnelle anschauliche Präsentation der Daten ist das aber manchmal gar nicht so schlecht – zudem ist Many Eyes V2 kostenlos.

Wer es schafft Zahlen und Daten anschaulich aufzubereiten, der kann damit nicht nur Gleichgesinnte aus derselben Branche überraschen, sondern dies auch als Kommunikationselement mit den eigenen Kunden nutzen. Die fünf vorgestellten Tools helfen Unternehmen mit kleinem Budget dabei, ein Stück vom Infografik-Kuchen abzuschneiden und so die Kraft der Infografiken für die eigenen Unternehmenszwecke zu nutzen.

Empfehlungsmarketing

Empfehlungsmarketing: Der ultimative Guide

Kundenempfehlungen gehören zu den Grundpfeilern jeder Akquise-Strategie – zumindest sollten sie das. Viele Unternehmen überlassen sie jedoch immer noch dem Zufall. Ein großer Fehler, denn Empfehlungsmarketing kann dazu führen, dass die Anzahl der Anfragen explodiert. Grund genug also, sich dem Thema ein wenig näher auseinanderzusetzen.

Empfehlungsmarketing, also das Management von Kundenempfehlungen, gehört zu den effektivsten Methoden, um das eigene Auftragsvolumen zu erhöhen, denn: Die Empfehlung eines Freundes, von Bekannten und Kollegen – also Menschen, die man persönlich kennt – trägt ganz entscheidend zur Auswahl einer Dienstleistung oder eines Produkts bei:

  • Menschen vertrauen der Empfehlung eines Bekannten eher als den Aussagen eines Unternehmens.
  • Anfragen oder Käufe finden sehr viel eher statt, wenn Menschen aus dem Bekanntenkreis, den Verkäufer weiterempfehlen.
  • Menschen empfehlen jedoch nicht immer automatisch weiter – manchmal brauchen sie ein wenig „Nachhilfe“.

Empfehlungen kommen meist nur dann zustande, wenn explizit nach einer Empfehlung gefragt wird – und dann muss sich der Gefragte auch noch an das jeweilige Unternehmen erinnern. Unternehmen, die Empfehlungsmarketing betreiben, um die Empfehlungsrate zu erhöhen, können also gleich doppelt gewinnen:

  • Das Unternehmen wird auf Nachfragen weiterempfohlen, weil der Kunde sich besser erinnert.
  • Das Unternehmen wird auch ohne Nachfragen weiterempfohlen, weil effektives Empfehlungsmarketing betrieben wird.

So wird schnell klar, dass Empfehlungsmarketing spätestens jetzt zu einem festen Bestandteil der Unternehmens- und Akquise-Strategie werden sollte. Hierfür gibt es einige Voraussetzungen, die effektives Empfehlungsmarketing begünstigen.

Die wichtigste Regel des Empfehlungsmarketings

Seien Sie empfehlenswert

Menschen, die eine Empfehlung aussprechen, setzen sich für ein Unternehmen ein – und damit „riskieren“ sie ihre eigene Reputation und Glaubwürdigkeit, um es ein wenig überspitzt zu formulieren. Mit der Empfehlung legen sie Ihren Bekannten, Freunden und Kollegen eine Dienstleistung oder ein Produkt ans Herz.

Wird der Empfehlungsempfänger enttäuscht, könnte er dafür denjenigen verantwortlich machen, der das jeweilige Unternehmen empfohlen hat. Im Umkehrschluss bedeutet das: Menschen empfehlen nur weiter, wenn Sie von der Qualität überzeugt sind – und das führt zur wichtigsten Regel des Empfehlungsmarketing:

Seien Sie der Beste.

Die Qualität Ihrer Produkte oder Dienstleistungen ist der Grundpfeiler für jede Maßnahme des Empfehlungsmarketings. Sind Ihre Erzeugnisse von schlechter Qualität, wird keine Kunde eine Empfehlung aussprechen – warum auch, denn er war selbst nicht zufrieden. Sind Ihre bestehenden Kunden zufrieden, ist das also die beste Voraussetzung für erfolgreiches Empfehlungsmarketing.

Empfehlungsmarketing klassisch – Werden Sie offline aktiv

Um zu verstehen, wie Empfehlungsmarketing am besten funktioniert, empfiehlt es sich zuerst einmal den ganz klassischen Weg zu gehen. Das bedeutet also: Sprechen Sie mit den Menschen und nutzen Sie diese Möglichkeit, um sich weiterempfehlen zu lassen beziehungsweise Informationen darüber zu sammeln, wie, wann und weshalb jemand Sie weiterempfehlen würde. Grundsätzlich haben Sie dafür verschiedene Möglichkeiten:

Führen Sie Gespräche zum Thema „Empfehlen“

Unternehmer, die es schaffen in Gesprächen auf das Thema Empfehlen zu schwenken, können automatisch Empfehlungen abgreifen – Sätze wie „Kennen Sie jemanden, für den unser Angebot interessant ist“ funktionieren wunderbar. Entweder Ihr Gesprächspartner empfiehlt Sie direkt weiter oder Sie erhalten einen wichtigen Kontakt – beides ist viel wert.

Bitten Sie Kunden aktiv um Empfehlungen

Dies ist keinesfalls ein Zeichen von Verzweiflung – im Gegenteil: Sie zeigen, dass Sie von Ihrer Arbeit überzeugt sind. Das zeugt von Selbstbewusstsein und Verständnis für die eigene Qualität – Kunden, die aktiv darauf angesprochen weiterzuempfehlen, tun dies in den meisten Fällen auch.

Die „zwei-statt-eins-Methode“

Diese „Technik“ lässt sich in vielen verschiedenen Situationen anwenden, um nicht nur den aktuellen Gesprächspartner anzusprechen, sondern auch Menschen in seinem unmittelbaren Umfeld: Verteilen Sie beispielsweise zwei Visitenkarten mit dem Hinweis, dass die Zweite gerne weitergegeben werden kann, oder verschicken Sie statt eines Gutscheins gleich zwei – geteilte Freude ist bekanntlich doppelte Freude.

Die „Best-Practice-Methode“

Bestimmt gibt es die eine oder andere Erfolgsgeschichte, die auf Ihre Dienstleistungen oder Produkte zurückzuführen ist. Erzählen Sie davon – und schließen Sie damit ab, dass dieser Kunde durch eine Empfehlung zu Ihnen kam. Das bleibt unbewusst im Gedächtnis und die Empfehlungsrate steigt weiter.

Schauen Sie über den Tellerrand hinaus – und überraschen Sie

Manchmal braucht es unkonventionelle Mittel, um im Gespräch zu bleiben. Wer eine Empfehlung ausspricht und dabei nicht nur über das eigentliche Angebot, sondern auch die eine oder andere nette „Zusatzaktion“ erwähnen kann, hat mehr Gesprächsstoff – die Empfehlung wird so noch ein Stück intensiver.

Machen Sie Kunden zu Werbeboten

Mit kleinen smarten Aufklebern mit Ihrem Logo oder Slogan, Kugelschreiber oder Ansteckpins, machen Sie Kunden zu „Empfehlern“, denn die Nutzung dieser Werbematerialien wirkt wie ein unbewusstes Testimonial.

Empfehlungsmarketing im Netz – so steigern Sie Ihre Weiterempfehlungsrate online

Die Maßnahmen des Empfehlungsmarketings, die offline ergriffen wurden, sollten die Empfehlungsrate bis hierhin schon maßgeblich gesteigert haben. Allerdings ist damit nur die Hälfte des Potenzials ausgeschöpft –im Internet lässt sich das Empfehlungsmarketing perfektionieren.

Bieten Sie kostenlosen informativen Content

Branchenspezifische Fachbeiträge festigen Ihre Expertenstellung. Dazu können Sie beispielsweise informative Artikel verfassen und diese in Ihrem Blog veröffentlichen oder sich damit an Fachportale wenden, um dort ebenfalls eine Veröffentlichung anzustreben. Hochwertiger Content wird gerne weiterverteilt – eine klare Empfehlung für Ihr Unternehmen.

Social Media als Empfehlungsmarketing-Tool

Ähnlich wie der Punkt zuvor sind aktive Social Media Präsenzen bei Facebook, Google+ oder Twitter, auf denen Sie informative Beiträge posten können, ein wunderbares Mittel, um die eigenen Beiträge weiterverbreiten zu lassen. Die Dynamik des Social Webs lässt sich also auch ideal als Channel für das Empfehlungsmarketing nutzen.

Social Web Empfehlungen und Testimonials

Auch im Social Web haben Sie die Möglichkeit Ihre Kunden dazu einzuladen, Sie weiterzuempfehlen – idealerweise mit Content, der direkt aus der Kunden-Feder stammt. Diesen können Sie auf Ihrer Facebook-Fanpage veröffentlichen oder als Blogartikel hochladen. Auch Testimonials, die eine Zusammenfassung der Zusammenarbeit beschreiben, können Sie auf Ihrer Webseite zugänglich machen, um so auch Andere von der Qualität Ihrer Arbeit zu überzeugen.

Projekte und Referenzen veröffentlichen

Besonders erfolgreiche Projekte können unter den eigenen Referenzen auf der Webseite veröffentlicht werden, um so die erfolgreiche Zusammenarbeit mit bestehenden Kunden anzupreisen. Auch die Veröffentlichung einer Pressemitteilung könnte infrage kommen – wird diese dann auch von Fachmedien veröffentlicht, ist das die wohl beste Empfehlung für Ihre Unternehmung.

Die Kombination aus Offline- und Online-Maßnahmen für das Empfehlungsmarketing bestimmt letztendlich über Erfolg oder Misserfolg. Wichtig ist dabei, den Erfolg der einzelnen Maßnahmen immer wieder zu evaluieren und die Strategie gegebenenfalls anzupassen, denn: Manche Aktionen sind erfolgreicher als andere. Konzentrieren Sie sich auf genau diese, dann wird die Empfehlungsrate stetig steigen – genau wie Ihr Auftragsvolumen.

User Experience

Gib dem User, was er sucht oder stirb!

Mit der Etablierung des Internets und den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, wenden sich viele Unternehmen von klassischen Marketingmaßnahmen ab und nutzen immer mehr das sogenannte Internet Marketing, bei dem die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, eine große Rolle spielt. Seit Kurzem sind SEO-Profis und Webseitenbetreiber dabei vor allem einer neuen Herausforderung ausgesetzt: Die Zufriedenheit der Nutzer mit den präsentierten Suchergebnissen lässt Google neue Maßnahmen und Kennzahlen heranziehen, die nur noch wenig mit „herkömmlicher“ SEO zu tun haben.

Zahlen sind alles, was zählt – das gilt vor allem für Unternehmer. Nur, wenn die Unternehmung gute Zahlen präsentieren kann, lohnt sich die Aufrechterhaltung. Kundenzuwächse, Umsatzzahlen, hohe Gewinne – all das ist entscheidend, weshalb die Optimierung dieser Zahlen immer Vorrang hat und immer neue Wege gesucht werden, um diese Optimierung voranzutreiben. Eine optimale SEO-Strategie ist dafür ein ganz ausschlaggebender Faktor.

Allerdings sind bisherige SEO-Maßnahmen, die sich rein auf die Optimierung innerhalb der natürlichen Suchergebnisse konzentrieren, nicht mehr ausreichend. Denn Google verfolgt mit seinem Such-Algorithmus und dessen laufender Optimierung vor allem einen Zweck: Die Zufriedenheit der Nutzer mit den Suchergebnissen – und daraus ergibt sich ein Problem für Webseitenbetreiber:

  • Herkömmliche SEO reicht nicht mehr aus.
  • Die Aktionen der User wirken auch auf das Ranking ein.
  • Webseiten-Content und sogar das Aussehen der Webseiten wirkt sich auf das Ranking aus.

Vor allem der letzte Punkt könnte hier Verwirrung auslösen: „War das nicht schon immer so“, könnten Sie sich fragen. Die Antwort ist gleichzeitig ja und nein, denn hierbei geht es nicht um Keyword-optimierten Content, der dazu beiträgt, die Themenrelevanz zu erhöhen, sondern um Suchanfragen-abhängigen Content, der das präsentiert, was die Nutzer suchen.

So testet Google Qualität

Google ist darin bestrebt, die Suchergebnisse auf die Nutzerbedürfnisse zu optimieren. Dabei spielt die Themenrelevanz der jeweiligen Webseite natürlich eine ganz entscheidende Rolle. Da die Inhalte selbst jedoch nicht durch den Google-Algorithmus ausgewertet werden können, zieht Google einen weiteren Indikator heran: die Zufriedenheit der User.

Hierfür werden die Suchergebnisse regelmäßig durchgemischt. Nutzer A bekommt so Domain A an erster Stelle angezeigt, während bei Nutzer B Domain B auf Position 1 sieht. Gemessen werden dann nicht etwa die Klickzahlen – Google nutzt die Kennziffer der sogenannten „Shortclicks“, um Nutzeranfragen und die präsentierten Suchergebnisse zu bewerten. Shortclicks bezeichnen folgendes Phänomen:

  • Der Nutzer gibt einen Begriff in die Google Suche ein.
  • Daraufhin wirft Google verschiedene Suchergebnisse aus.
  • Der User klickt nun ein Ergebnis an.
  • In wenigen Sekunden entscheidet der Nutzer, dass diese Webseite nicht relevant ist, beispielsweise weil sie nicht wirklich das bietet, was er sucht, und verlässt die Seite wieder.

Dieser minimale Zeitraum zwischen Anklicken und Verlassen der Seite (ohne sich weitere Unterseiten anzuschauen), beschreibt einen sogenannten Shortclick. Als Webseitenbetreiber bleiben Ihnen also nur wenige Sekunden, um zu überzeugen. Schaffen Sie das nicht, haben Sie einen weiteren Shortclick auf Ihrem Konto – und dieser ist Gift für das Ranking, unabhängig davon, wie gut alle anderen SEO-Maßnahmen sind.

Zufriedenheit erhöhen: Shortclicks vermeiden

Google ordnet die Userzufriedenheit als den entscheidenden Faktor für die Suchergebnisaufstellung ein und zieht für die Bewertung die Kennziffer der Shortclicks heran. Für Sie als Webseitenbetreiber bedeutet das also, dass die Zufriedenheit der Besucher ebenfalls in Ihre SEO-Strategie mitaufgenommen werden muss, um Ihr Ranking positiv zu beeinflussen – jeder Shortclick, den Sie vermeiden können, ist ein Gewinn für Ihre SEO-Bemühungen.

Für die entsprechenden Maßnahmen ist ein Punkt essentiell: Die Suche beziehungsweise die Entscheidung, ob eine Webseite das bietet, was der Nutzer sucht, wird nicht nur in wenigen Sekunden(-Bruchteilen), sondern auch unbewusst entschieden. Das bedeutet, dass nicht nur der Content selbst, sondern auch „das erste Gefühl“ entscheidend ist. Darauf aufbauend sollten Sie Ihre Maßnahmen planen.

Unterschied zwischen „was der User sucht“ und „was der User findet“

Zeit ist kostbar – das gilt auch für User, die eine Google Suche starten. Letztendlich ist also jeder Klick zu viel nervenaufreibend und jede Sekunde auf einer Webseite, die nicht das bietet, was der Suchende sucht, vergeudete Zeit. Das bedeutet für den Webseitenbetreiber wiederrum, dass er sicherstellen sollte, dass die Sucheingabe auch zum Thema der Webseite passt. Ein Beispiel:

  • Die Sucheingabe eines Nutzers lautet „Armbanduhr kaufen“
  • Domain A auf Platz 1 der Suchergebnisse wird angeklickt.
  • Domain A zeigt aber nur einen (informativen) Text mit Tipps zu Armbanduhren – keine Kaufmöglichkeit
  • Der User verlässt Domain A.

Dies ist ein typisches Beispiel für einen Shortclick. Der User ist auf der Suche nach einem Shop – nicht nach einem schönen informativen Text zum Thema „Was man beim Armbanduhren-Kauf beachten sollte“. Das Verlassen der Seite geschieht dabei, ohne nachzudenken und in wenigen (Milli-)Sekunden.

Vor allem bei allgemeinen Suchanfragen – für unser Beispiel wäre hier die Suchanfrage „Uhr“ passend – spielt auch die Suchintention eine Rolle. Was sucht der Nutzer genau, wenn er „Uhr“ eingibt? Informationen? Einen Shop? Die aktuelle Uhrzeit? Darüber sollten Sie sich als Webseitenbetreiber Gedanken machen – und dementsprechend alle Suchintentionen ideal abdecken. Nicht Content ist King, sondern User entscheiden, was hochwertig ist.

Das Auge isst mit: Professionalität ist (auch) eine Frage des Designs

Jeder Webseitenbesuch muss auch etwas für das Auge bieten. Ein altbackendes Design ist in manchen Fällen abschreckend und kann für den User gleichbedeutend mit „nicht relevant“ sein. Dabei geht aber nicht nur darum, dass die Webseite „gut aussieht“, sondern vor allem um bestimmte Merkmale, die jeder Internetnutzer mit Qualität gleichsetzt, weil Sie von großen Onlinemedien auf eine bestimmte Art und Weise umgesetzt und präsentiert werden, beispielsweise:

  • Das Logo sitzt oben links.
  • Die Navigation befindet sich horizontal über dem Content.
  • Text-Inhalte sind durch Autor (beziehungsweise dessen Kürzel), Datum und Uhrzeit gekennzeichnet und mit Zwischenüberschriften formatiert.
  • Bilder sind durch Quellenangabe und Bildunterschrift ergänzt.

Webseiten, die von diesen Merkmalen abweichen, könnten als qualitativ minderwertig gewertet werden – die Folge: ein Shortclick, auch wenn der Inhalt vielleicht durchaus hochwertig ist. Ein ansprechendes und hochwertiges Design ist insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass Google zusätzlich manuelle Bewertungen von Google Mitarbeitern zurate zieht, ein ganz entscheidendes Qualitätskriterium – denn auch die Google-Mitarbeiter sind „nur“ Menschen.

Fällt der erste Eindruck positiv aus, widmet sich der Besucher den eigentlichen Inhalten. Allerdings nur, wenn die Seitenladezeit Ihnen keinen Schritt durch die Rechnung macht, denn: je länger die Seite lädt, desto eher klickt der Suchende auf den „Zurück-Button“, der wieder zu den Suchergebnissen führt.

Shortclicks sind der Todfeind jedes Google Rankings. Neben den Maßnahmen der eigentlichen SEO-Strategie sind also Maßnahmen für eine Maximierung der Seitenbesuchsdauer und der Reduzierung von Shortclicks ganz entscheidend für den Erfolg. Versetzen Sie sich dabei immer in die Lage Ihrer Besucher und stellen Sie sich dabei die Frage: Finde ich auf meiner Webseite wirklich das, was der erste Eindruck vermittelt?