Onpage-Optimierung

OnPage-Optimierung: Die perfekt optimierte Webseite

Unternehmenserfolg im Netz ist meist gleichbedeutend mit einer erfolgreichen Online Marketing Strategie. Die Platzierung der Webseite innerhalb der Top-Ergebnisse der Google Suche verheißt dem Seitenbetreiber enorme Besucherzuwächse. Für das Unternehmen, das hinter der Webseite steckt, bedeutet das wiederrum zahlreiche Leads, die letztendlich zu Sales führen können. In SEO-Kreisen gilt die OffPage-Optimierung, die sich um den Linkaufbau kümmert, als die Königsdisziplin. Doch auch die OnPage-Optimierung hat seine Daseinsberechtigung, denn sie bildet die Basis aller SEO-Bemühungen.

Die Onpage-Optimierung steht tief im Schatten der Offpage-Optimierung, denn ihr wird nachgesagt, dass sie doch sehr einfach und schnell umzusetzen ist und letzten Endes relativ wenig Effekt hat. Tatsächlich ist sie einfacher realisiert als die Offpage-Optimierung, denn alle Maßnahmen werden direkt auf der eigenen Webseite umgesetzt. Als Webmaster hat man also die Zügel in der Hand und kann alle Hebel in Bewegung setzen, die für die perfekt optimierte Webseite nötig sind.

Teilbereiche der OnPage-Optimierung

Trotzdem: Während die Offpage-Optimierung sich „allein“ dem Linkaufbau widmet, sind die Onpage-Maßnahmen nicht nur zahlreicher, sondern auch vielseitiger. Und genau deshalb sollte man sie nicht unterschätzen:

  • Technische Umsetzung der Webseite z.B. URL-Struktur und Code/Content Ratio
  • Inhalte der Webseite z.B. Meta-Tags und Überschriften
  • Verknüpfungen zur Offpage-Optimierung her z.B. Social Sharing Buttons
  • Besucherfluss / Seitenstruktur hat Einfluss auf die Bounce Rate, Konversionrate und die Relevanz

Bei der Onpage-Optimierung gilt es also verschiedene Bereiche abzudecken, die allesamt zu einer perfekt optimierten Webseite beitragen. Damit diese Optimierung nicht eine Menge Geld kosten, sollte bereits beim Webdesign an die SEO gedacht werden. Leider ist es heute noch immer gebräuchlich, dass Webdesigner weder Plan noch Interesse an diesem Bereich haben.

Video-Anleitung für strukturelle OnPage-Optimierung

In dreizehn Schritten zur perfekten Onpage-Optimierung

Die Suchmaschinenoptimierung damals und heute unterscheidet sich in einem bestimmten Punkt: Google hat dazugelernt – und zukünftige Updates stellen sicher, dass der Suchmaschinen-Riese noch schlauer wird. Das bedeutet vor allem Folgendes:

  • Onpage-Optimierung bedeutet mehr als nur der Gebrauch von Keywords.
  • Google wertet auch die Qualität der Webseite, indem User-basierte Indikatoren hinzugezogen werden – SEO muss also auch dem Nutzer „gefallen“.
  • Auch die technische Komponente der Webseite muss stimmen.

Während in der Vergangenheit einfach sogenanntes „Keyword Stuffing“ (der übermäßige Gebrauch von Schlüsselwörtern) für die Onpage-SEO gelangt hat und zusätzlich im Rahmen der Offpage-Optimierung zahlreiche „unnatürliche“ Backlinks aufgebaut wurden, um im Ranking zu steigen, sind derartige Maßnahmen heute sogar kontraproduktiv wie das Google Penguin Update zeigt.

Die perfekte Onpage-Optimierung sollte heute dementsprechend Wege gehen, die nicht nur das Ranking verbessern, sondern auch den Google Webmaster-Richtlinien und den Vorstellungen der Besucher entsprechen. Dreizehn Onpage-Faktoren sind dafür besonders wichtig:

1. „Sprechende“ URLs

Die URL-Struktur ist der erste Punkt, die jeder Webmaster für die Onpage-Maßnahmen betrachten sollte. Die Nutzung sogenannter sprechender URLs ist dabei ganz entscheidend für den SEO-Erfolg:

  • Richtig: www.evergreenmedia.at/blog
  • Falsch: www.evergreenmedia.at/p=123

Vor allem die ersten drei bis Worte werden von Google am höchsten gewichtet – entsprechende Keywords können hier also ausschlaggebend sein. Natürlich ist das Thema URL-Struktur sehr umfangreich und wird hier nicht weiter besprochen. Nur kurz:

  • Möglichst flach
  • Möglichst kurz
  • Eine gute Hierarchie ist eine Wunderwaffe

2. Den Seitentitel mit den Keywords beginnen

Der Title Tag ist einer der wichtigsten Onpage-SEO-Elemente. Dieser sollte, wenn möglich, mit den Keywords bestückt sein, um auch hier die Relevanz zu erhöhen.

3. Multimedia-Elemente einbauen

Für den Aufbau des Rankings zieht Google vor allem Shortclicks zurate. Diese können mithilfe von Multimedia, also Bildern und Videos, verhindert werden. Vereinfacht gesagt: Geben Sie dem Besucher, was er erwartet bzw. was er sich wünscht.

4. Themenrelevante Outbound-Links nutzen

Alle Welt spricht immer nur über Backlinks, die auf Ihre Webseite verweisen. Dass aber auch ausgehende Links das Google Ranking beeinflussen können, ist nicht jedem bekannt. Passt die Qualität und Relevanz der verlinkten Seiten also, sind ausgehende Links durchaus nützlich für das Ranking, da Google so dabei geholfen werden kann, das Thema Ihrer Webseite einzugrenzen.

5. Keyword innerhalb der ersten 100 Wörter nutzen

Innerhalb des Contents sollte das Haupt-Keyword bereits unter den ersten 100 Wörtern zu finden sein, denn: So erkennt Google einfacher, dass der Webseiten-Artikel dieses Schlüsselwort vorrangig behandelt.

6. H1-Seitentitel nutzen

Der H1-Tag ist der Headline-Tag und sollte dementsprechend für den Titel des Postings verwendet werden. Prüfen Sie, ob dies – wie bei vielen WordPress-Themes – automatisch geschieht. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie dies unbedingt ändern. Achten Sie zudem darauf, dass es auf Ihrer Seite nur einen H1-Tag gibt.

7. Ladezeiten minimieren

Als Faustregel gilt hier: Keine (Unter-)Seite sollte mehr als vier Sekunden benötigen, um vollständig zu laden. Zeigen Tests, dass die Seitenladezeit länger ist, sollten Sie Maßnahmen ergreifen, die die Ladezeit reduzieren, beispielsweise durch das Komprimieren von Bildern oder der Wechsel zu einem neuen Hoster wie WPEngine.

Für Google zählt zwar eigentlich nur, wann der erste Bit vom Server übertragen wird, aber eine langsame Internetseite führt zu Frustration beim Nutzer und damit zu einer hohen Absprungrate / Shortclicks.

8. Title modifizieren

Versuchen Sie Ihre Seiten-Title zu modifizieren, indem Sie sie um verschiedene „Zusatzwörter“ erweitern. Lautet Ihr Seiten-Title beispielsweise „Schuhe kaufen“, könnten Sie diesen um die Worte „günstig“ oder „online“ erweitern – so können Sie auch den Traffic der sogenannten Long-Tail-Versionen Ihrer Keywords auf Ihre Seite leiten.

Wichtig: Longtail Keywords konvertieren häufig besser und sind daher lukrativere Suchbegriffe.

9. Social Sharing Buttons nutzen

Soziale Netzwerke spielen vor allem im Jahr 2013 eine ganz entscheidende Rolle für Ihr Ranking. Vereinfachen Sie Ihren Besuchern, das Teilen, Liken, Retweeten und das Vergeben eines „+1“ durch entsprechende Social Sharing Buttons. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Social Media SEO.

Social Signals verhelfen Ihnen zwar nicht direkt zu tollen Rankings, sie sorgen jedoch für mehr Sichtbarkeit im Netz. Möglicherweise erreichen Sie so einen Influencer, der über Ihre Seite schreibt und zusätzlich noch einen Backlinks setzt.

10. Umfangreichen Content einbauen

Je länger der Artikel, desto höher der SEO-Impact. Laut aktuellen Studien sind Artikel mit einer Länge von 1.500 Wörtern für hart umkämpfte Keywords ideal. Es soll nicht behauptet werden, dass dies ein Muss ist, da die Studien durch Webseiten wie Wikipedia verfälscht werden, aber mehr kann auf jeden Fall nicht schaden.

Selbstverständlich geht es wie immer darum, was der Besucher erwartet und was das Ziel der Seite ist. Wir wollen ja meist etwas verkaufen und nicht wie Wikipedia nur informieren.

11. Bounce-Rate minimieren

Die Bounce-Rate ist, wie unter Punkt 3 beschrieben, ein Indikator für die Qualität der Webseite und dementsprechend wichtig für das Ranking. Verlassen Besucher Ihre Webseite wieder sehr schnell, sollten Sie vermehrt interne Links einsetzen und Content mit Mehrwert verfassen, der User länger auf Ihrer Webseite hält.

12. LSI Keywords nutzen

LSI Keywords steht für „Latent Semantic Indexing Keyword“ und meint ein Keyword, dass Ihrem Hauptkeyword ähnelt beziehungsweise dasselbe Thema behandelt. Die Nutzung von LSI Keywords kann somit weiteren Traffic erschließen, der vorher außer Acht gelassen wurde. Um themenrelevante Keywords zu erkennen, können Sie das Google AdWords Tool nutzen, das Ihnen, ausgehend von Ihrem Hauptkeyword, weitere Keywords oder Keyword-Kombinationen vorschlägt.

Werkzeuge wie SEOLyze helfen Ihnen dabei Ihre Inhalte in dieser Hinsicht perfekt zu optimieren.

13. Inhalte „above the fold“

Das Google Page Layout Algorithm Update bestraft Webseiten, die zu wenig Inhalte im direkt sichtbaren Bereich haben. Das heißt, wer gut ranken und trotzdem Geld verdienen will, muss einen guten Mix aus Werbung und Inhalten finden.

Diese dreizehn Punkte machen deutlich: Die Onpage-Optimierung ist nicht zu unterschätzen und kann in Ihren Umfängen durchaus mit der Offpage-SEO mithalten. Da auch hier eine laufende Optimierung notwendig ist, braucht die perfekt Onpage-optimierte Webseite ein festes Budget oder ein festes Zeitkontingent, um alle Bereiche optimal abdecken zu können. Aber: Der Aufwand lohnt und äußert sich in einem besseren Ranking.

Alexander Rus

Alexander Rus

Geschäftsführer at Evergreen Media AR GmbH
Seit 2009 ist Alexander besessen von Suchmaschinenoptimierung und brach für seine neu gefundene Leidenschaft sogar sein Informatikstudium im 6. Semester ab. Bis 2012 beschäftigte er sich ausschließlich mit seinen eigenen Affiliate-Projekten. Alexander hasst Gerede ohne Tests, glaubt nur an harte Zahlen und liest in seiner Freizeit gerne die Patentanmeldungen von Suchmaschinen. Das wichtigste Buch für seinen Werdegang ist "The Fountainhead" von Ayn Rand.
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