SEO-Resultate messen

Wie kann ich als Kunde den SEO-Erfolg messen?

Wer ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen möchte, kommt um monetäre Investitionen nicht herum – ein harter Fakt, der schon vielen Unternehmern das Leben schwer gemacht hat. Wer seine Unternehmensaktivitäten beispielsweise auch im Netz vorantreiben möchte, der sollte hier einen SEO-Dienstleister engagieren. Doch auch dieser kostet Geld – Geld, das vor allem bei KMUs nicht gerade locker sitzt und deshalb gut investiert sein muss. Die Frage, die sich stellt, ist also: Wie kann ich als Kunde, die SEO-Erfolge messen?

Zahlreiche SEO-Agenturen werben im Internet um neue Kunden. Da werden Versprechungen gemacht, wie „in drei Monaten auf Position 1“, die sich im Endeffekt nur als heiße Luft herausstellen. Wer derartige Aussagen macht, sollte aus Kundensicht sofort disqualifiziert werden.

Wie finde ich die beste SEO-Agentur für mich?

Vielmehr braucht es einen seriösen Anbieter, der durch langfristig und nachhaltig ausgelegte Maßnahmen zum Erfolg und damit auf die oberen Plätze innerhalb des Suchmaschinenrankings führt. Aber wie genau finde ich die beste SEO-Agentur? Entscheidend für die Zusammenarbeit mit einer SEO-Firma ist deshalb erst einmal Folgendes:

#1: Welche Qualifikationen kann der SEO-Profi vorweisen?

Seriöse Qualifikationen gibt es in der Branche bisher nicht, auch wenn viele meinen es gäbe sie. Heiße Luft nennen ich das. Nur wer jeden Tag aktiv SEO betreibt, baut sein Wissen stetig aus. Nein, Kundenbesuche zählen nicht dazu.

#2: Welche Referenzen kann der SEO-Profi vorweisen?

Gefährlich, denn teilweise haben die aller schlechtesten SEO-Agenturen die bekanntesten Kunden. Und dann liest man in den Branchennachrichten wieder darüber, dass ein Linknetzwerk aufgedeckt wurde und zahllose Großkunden mit ihren Seiten abgestürzt sind.

#3: Stimmt Ihr Bauchgefühl?

Es geht nicht darum, dass Sie alles verstehen, was der liebe Dienstleister so erzählt. Je individueller und je weniger groß die Versprechungen in den ersten 6 Monaten sind, desto besser. Wichtig ist zudem, dass es sich um einen Experten handelt und nicht um eine Werbeagentur, die Google Optimierung so nebenbei erledigt. Und zu guter Letzt: Lieber wenig Mitarbeiter mit viel Hirn statt viele Mitarbeiter mit wenig Hirn.

In vielen Fällen ist vor allem Punkt 3 entscheidend für eine Zusammenarbeit: Das Bauchgefühl lässt häufig intuitiv zwischen Profis und Fallobst unterscheiden. Kommt es nun zu einem Vertrag, bedeutet das jedoch noch lange nicht, dass der Kunde sich zurücklehnen kann und voll und ganz auf die Arbeit vertrauen sollte, denn:

Ein guter SEO-Dienstleister lässt Sie an den Erfolgen teilhaben – und auch, wenn es in der ersten Zeit aufgrund einer langfristig ausgelegten Strategie nur zu kleineren Erfolgen kommt, so ist es doch notwendig, dass SEO-Berater zeigen, dass sie ihr Geld wert sind.

Transparenz, der Schlüssel für eine gute Zusammenarbeit

Messbar sind Erfolge nur, wenn die geleistete Arbeit nachvollziehbar ist. Transparenz ist also ein ganz entscheidender Faktor. Für Sie also Kunde bedeutet das, dass Sie kleine und große Schritte sowie Tätigkeiten nachvollziehen können müssen. Wenn der Suchmaschinenoptimierer Ihres Vertrauens, also

  • eine Strategie präsentiert,
  • alle Schritte zur Zielerreichung darlegt und
  • vorzeigen kann, was er in „X“ Stunden erledigt hat

dann wissen Sie, dass das investierte Geld, jeden Cent wert war. Wenn es nun um echten Erfolg geht, heißt es einen Schritt weiterzugehen, denn: Um SEO-Erfolg zu messen, sollte ein Grundverständnis für SEO vorhanden sein. So können Sie Erfolge direkt nachvollziehen und verstehen.

Ein guter SEO-Dienstleister präsentiert alle Daten auf einen Blick

Um als Kunde Erfolge messen zu können, sind regelmäßige Reportings seitens Ihres Dienstleisters absolute Pflicht. In der SEO-Branche wird immer wieder über Praktiken berichtet, bei denen die Maßnahmen nicht zusammengefasst und bei Nachfragen seitens des Kunden keine Aussagen über die erfolgten Aktionen gegeben werden können – hier dürfen Sie sicher sein:

Es ist nichts passiert, da ein seriöser Dienstleister immer den Überblick behält und Sie auch ungefragt und in regelmäßigen Abständen auf dem Laufenden hält, beispielsweise durch Reportings, die Sie

  • wöchentlich,
  • monatlich oder auch
  • alle zwei Monate

erhalten. In diesen Reportings sollten verschiedene Kennzahlen und Daten enthalten sein, die Ihnen die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse erleichtert. Dazu gehören folgende Dinge:

Dokumentation der Arbeit

Jeder Arbeitsschritt sollte penibel dokumentiert sein, nur so können Sie nachvollziehen, welche Maßnahmen ergriffen wurden, wie viel des Budgets oder des Zeitkontingents für diese eine spezielle Aufgabe genutzt wurde und welche „Baustellen“ noch nicht angegangen wurden. Sie müssen auf einen Blick sehen können, ob:

Denn jede dieser Maßnahmen kostet Sie Geld und damit einen Teil Ihres Budgets – und nur, wenn das Budget sinnvoll investiert wurde, kann dies auch als Erfolg verbucht werden.

Umfangreiche Datenaufbereitung

Insbesondere am Anfang der Zusammenarbeit machen sich meist keine Ranking-Veränderungen bemerkbar. Umso wichtiger ist es, alle relevanten Daten zu dokumentieren, um Ihnen als Kunde zeigen zu können, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde. Umfangreiche Datenerhebungen sind deshalb um so wichtiger:

  • Welche Backlinks wurden wo platziert?
  • Wie hoch ist die Absprungrate?
  • Welche sozialen Signale, beispielsweise Facebook-Likes, Retweets von Twitter oder +1 bei Google+ konnten generiert werden?

Es gibt zahlreiche Daten, die bei der Suchmaschinenoptimierung eine Rolle spielen. Auch hier ist die SEO-Firma in der Pflicht, Sie über deren Relevanz aufzuklären und die erfolgten Aktionen auf diesen Gebieten zu kennzeichnen. Ist hier wenig bis gar nichts passiert, sollten Sie zumindest hellhörig werden.

Aktueller Ranking-Status – nach Keywords sortiert

SEO-Erfolg bedeutet Ranking-Erfolg, das ist bekannt. Je besser das Ranking wird, desto erfolgreicher waren die Maßnahmen. Ein Reporting beinhaltet deshalb immer den aktuellen Status und die Veränderungen gegenüber dem vorherigen Zeitraum. So lassen sich Erfolge schnell erkennen – und zwar auf einen Blick.

Um Ihnen die Erfolgskontrolle möglichst einfach zu machen, sollte das Reporting nach Keywords aufgeteilt werden, um die Nachvollziehbarkeit zu erhöhen. Schnell lassen sich so erfolgreiche Maßnahmen identifizieren.

Vertrauen Sie einem Profi und lassen Sie ihm Zeit

Erfolgsmessung ist für den Kunden umso einfacher, je mehr die Materie bekannt ist. Problematisch ist dabei vor allem die Tatsache, dass nachhaltige Suchmaschinenoptimierung eine langfristige Investition ist und damit auch Zeit benötigt, um zu wirken.

Konnte Ihr SEO-Dienstleister durch hilfreiche Reportings und umfangreiche Daten punkten, so schenken Sie ihm das Vertrauen, indem Sie ihm die notwendige Zeit geben, um das Ranking Ihrer Unternehmenswebseite zu optimieren. Da Geld investiert wurde, wünschen sich viele Kunden, dass die Erfolge schnell sichtbar werden – so funktioniert die Geschichte leider nicht.

Viel wichtiger als schlagartige Top-1-Rankings sind positive Trends. Im Laufe der Zusammenarbeit erhalten Sie Ihre SEO-Reportings – dort werden Veränderungen sichtbar, wenn auch in kleinen Schritten:

  • Ist Ihre Webseite zu Keyword #1 zu Anfang der Zusammenarbeit noch jenseits der Suchergebnisseite zehn, kann ein Monat danach vielleicht schon ein Top-50-Ranking erzielt werden.
  • Einen weiteren Monat später klettert Ihre Webseite noch einmal zehn Plätze nach oben.
  • Und noch etwas später sind Sie schon unter den Top-20.

Erste Traffic-Zuwächse machen sich bemerkbar, sodass bei einer weiteren Zusammenarbeit weitere noch stärkere Erfolge sichtbar werden.

Die Erfolgsmessung aus Kundensicht ist einfach, wenn das Verständnis dafür, dass erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung nachhaltig und langfristig ausgelegt sein muss, vorhanden ist. Ihr SEO-Profi nimmt Ihnen dabei viel Arbeit ab, indem er umfangreiche Reportings anfertigt und diese verständlich aufbereitet. Erkennen Sie einen positiven Trend nach oben? Dann ist Ihr SEO-Profi der Richtige.

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Alexander Rus

Geschäftsführer bei Evergreen Media AR GmbH
Seit 2009 bin ich besessen von Online Marketing und besonders Suchmaschinenoptimierung hat es mir angetan. Bis 2012 habe ich mich ausschließlich mit meinen eigenen Webprojekten, vorrangig Affiliate Marketing, beschäftigt. Ich liebe WordPress, hasse Gerede ohne Tests, bin kaffeesüchtig und ein richtiger SEO-Nerd, der in seiner Freizeit sogar die Patentanmeldungen von Suchmaschinen liest.
4 Antworten
  1. Frank
    Frank says:

    Ich finde es teilweise erschreckend, was einige „Kollegen“ an Reports anbieten. Ein derzeitiger Kunde bekam von seinem „SEO“ lediglich nach wochenlangem Betteln ein Excel auf dem die gelegten Links aufgeführt waren. Keine Reports über anderweitige Maßnahmen – wenn denn welche stattgefunden haben?! Berechnet wurden die dagegen schon… 😀

    Antworten
    • Alexander Rus
      Alexander Rus says:

      Hallo Frank,

      ist ganz normal, dass es bei SEO-Agenturen so läuft: Kunde unterschreibt Vertrag und damit ist der Kundenkontakt auch schon erledigt. Da viele Maßnahmen eher schäbiger Natur sind, gibt es kein Reporting…

      Meiner Meinung nach sind aber auch standardisierte Reports wie aus Sistrix und Xovi für Kunden nicht aussagekräftig. Ich bevorzuge “handgemachte” Reports + Erklärungen je nach Knowhow des Kunden. Wenn schon so viel Geld für SEO ausgegeben wird, dann darf die Transparenz nicht fehlen.

      Danke für deinen Kommentar!

      Viele Grüße aus Innsbruck,

      Alex

      Antworten
  2. Manu
    Manu says:

    Ich bezweifle, dass irgendeine Agentur bei uns jemals einen Report für einen Kunden angefertigt hat. Wenn ich das bei uns so sehe, da werden dem Kunden hunderte Euro im Monat aus der Tasche gezogen, eine Adwords-Kampagne aufgesetzt und das Geld dafür beim Fenster hinausgeworfen bevor es überhaupt organisch geschweige denn Onpage passt. Es wird einfach irgendwas versucht zu optimieren ohne dessen Auswirkung zu kennen und den Erfolg zu messen. Dem Kunden wird dann einfach gesagt: “Ja es sind jetzt mehr Besucher auf der Homepage” und das wars. Da kann ich auch gleich 500l Wasser in einen Kübel mit Löcher leeren.

    Kannst Du uns einen beispielhaften Report – im Sinne der Transparenz – zeigen? 🙂 Mich würde nur mal interessieren was da so drin steht bzw. woher Du die Daten bekommst und ob es “einfache” Wege gibt, an solche Daten zu kommen. Schade, dass die Webmaster-Tools da nichts bereitstellen, ich hätte mir da mehr erwartet (CSV-Export oder API). Der Link zu Searchmetrics spuckt einen 404 aus.

    (PS: Warum entspricht der Title-Tag dieses Beitrags und der einiger weiterer nicht der üblichen Konvention? ^^)

    Antworten
    • Alexander Rus
      Alexander Rus says:

      Hallo Manu,

      so bin frisch aus dem Urlaub zurück 🙂

      Dass ist ja generell das Problem bei SEO-Agenturen… Sie sehen sich rein als Traffic-Lieferant und kümmern sich wenig bis gar nicht darum, ob der Traffic konvertiert (Anfragen, Verkäufe, Signups). Meiner Meinung nach ist die Dienstleistung damit unvollständig, denn so bräuchte man eine zusätzliche Agentur für Conversion-Optimierung (gibt nur sehr wenige) + die SEO-Agentur hätte eigentlich bereits alle nötigen Informationen.

      Ich veröffentliche hier ungern unsere Reportings, weil ich nicht will, dass jemand unseren Ansatz kopiert. Aber: Ich kann dir natürlich schreiben, was so ungefähr enthalten ist:

      • Gesetzte, natürliche entstandene Backlinks
      • Erledigte Aufgaben: Was wurde diesen Monat gemacht?
      • Ranking-Report: Konkrete Platzierungen bei Google
      • Ranking-Verteilung: In welcher Phase befinden wir uns?
      • Sichtbarkeit: Gesundheitszustand der Domain
      • Action Plan für den nächsten Monat: Nächste Maßnahmen
      • Kurz & bündig: Zusammenfassung für Geschäftsführer

      Wir schicken keine Standard-Reports von irgendeinem beliebigen Tool, da die meisten Kunden nicht mit der Materie vertraut sind und so nichts damit anfangen können. Wir destillieren stattdessen die wichtigsten Infos und verfassen dann ein individuelles Reporting.

      Viele Grüße aus Innsbruck,

      Alex

      Antworten

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