Suchmaschinenoptimierung (SEO)

SEO-Content-Strategie

SEO Content für die gesamte Customer Journey: So hilfst du dem Nutzer bei jedem Schritt!

Content Marketing, Content Creation, „Content is king“: Wenn jemand mit solchen Stichworten um sich wirft und dann dazu eigentlich nur sagen kann, „Naja, Content ist schon wichtig!“…dann hat diese Person nicht allzu viel Ahnung vom Thema. Denn Content an sich kann alles oder nichts sein, genauso wie eine SEO-Content-Strategie gut oder eben absolut sinnlos sein kann.

Du willst wissen, wie eine wirklich effiziente Content-Strategie aussieht und was das mit SEO 2019 zu tun hat? Dann bist du hier genau richtig!

Egal ob Onlineshop, Lifestyleblog oder ein völlig anderes Projekt – wer eine Internetseite betreut, will gefunden werden, und damit dieser Wunsch Realität werden kann, ist Suchmaschinenoptimierung ein Muss. Denn wie sollen die User auf deiner Seite landen, wenn die irgendwo auf Platz 99 der Google-Suchergebnisse herumdümpelt? Eben. (Nicht umsonst gibt es den klassischen SEO-Witz, dass man nach einem Mord die Leiche am besten auf Seite 2 versteckt.)

Was muss mein Content können?

Was macht also den ultimativen Content aus, mit dem du still und heimlich an der Konkurrenz vorbeiziehen kannst? Ganz einfach: Deine Inhalte müssen einerseits den Usern gefallen und andererseits den Suchmaschinen-Bots von Google, denn nur wenn diese den Content als besonders relevant und zugänglich bewerten, kann er ein gutes Ranking erzielen.

Mehr darüber, was Google aus Nutzersignalen eigentlich so macht, erfährst du im Video:

TL;DR: Perfekter Content ist sofort bei Google auffindbar, d.h. suchmaschinenoptimiert, und macht außerdem die User wunschlos glücklich. Dein Content muss also übersichtlich, umfassend und informativ sein. Und solche Inhalte entstehen nicht von selbst: Was du dafür kennen musst, ist die User Journey und was sich daraus machen lässt!

Die perfekte User Journey

Die User Journey ist nichts anderes als der Weg von der Google-Suchanfrage bis zum Endergebnis. Eigentlich beginnt die Reise schon vorher, nämlich streng genommen an dem Punkt, wo das erste Mal Interesse am Thema entsteht. Je konkreter du dich in diesen Weg hineindenken kannst, desto besser für deine Content-Strategie. Für sinnvolle, zielgerichtete Content-Erstellung solltest du dich also im Wesentlichen mit vier Dingen beschäftigen:

  1. der Buyer Persona
  2. der Customer Journey Map
  3. den Keywords
  4. der Content-Optimierung

Weil wir hier aber nicht nur mit fancy Begriffen um uns werfen wollen, reden wir jetzt Klartext: Wie kann man die einzelnen Punkte in der Content-Strategie umsetzen?

Schritt 1: Die Buyer Persona

Um deine Zielgruppe möglichst genau einschränken zu können, musst du natürlich nicht jeden User einzeln anschreiben und nach der kompletten Lebensgeschichte fragen. Aber: Du solltest unbedingt versuchen, so viele Details wie möglich über dein Zielpublikum herauszufinden. Erstelle fürs Erste am besten eine fiktive Buyer Persona:

  • Woher kommt die Person, die auf deiner Seite landet?
  • Was ist die Motivation hinter der Suchanfrage? Will der User Informationen (informational), etwas kaufen (transactional) oder mit nur einem Klick direkt auf einer spezifischen Seite landen (navigational)?
  • Welchen persönlichen Hintergrund hat die Person, welche Gefühle verbindet sie mit der Suchanfrage und was denkt sie bisher über das Thema?

Mit anderen Worten: Bei der Buyer Persona geht es darum, sich in den User hineinzudenken. Egal, ob die Person fiktiv ist, ob du Daten zur Hilfe nimmst, die du (z.B. über Facebook Insights oder Seitenstatistiken) schon gesammelt hast, oder ob du beide Faktoren kombinierst – je genauer du dich damit beschäftigst, wonach ein User konkret sucht, desto perfekter kann dein Content werden.

Erfolgskriterien für SEO-Content

Was User wirklich wollen…

Es ist ein bisschen wie mit Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenken: Sympathiepunkte sammelst du nicht mit Last-Minute-Verzweiflungskäufen, sondern mit Geschenken, die genau zu den Interessen der Person passen und zeigen, dass du dir deine Gedanken darüber gemacht hast.

Du solltest also wissen, was die Buyer Persona auszeichnet, welche Erwartungen du dementsprechend erfüllen musst und was der User als enttäuschend empfinden würde

Nur wenn du all diese Faktoren bedenkst, kannst du realistisch einschätzen, an welchem Punkt der User Journey es vielleicht kritisch werden könnte.

Dass jemand auf deiner Internetseite landet, ist schließlich noch lange keine Garantie, dass eine Conversion stattfindet und das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist. Wenn du zum Beispiel einen Onlineshop betreibst, es Probleme bei der Auslieferung gibt und der enttäuschte Kunde eine Mail an den Kundenservice schreibt, die dann nur unzureichend beantwortet wird, sind das gleich zwei Probleme, um die du dich dringend kümmern solltest.

Schritt 2: Die Customer Journey Map

Die User Journey bzw. Customer Journey meint ganz einfach alle Schritte, die der User durchläuft, bevor er auf deine Seite kommt und wie er sich verhält, sobald er erst mal da ist. Wäre schön, wenn man sich dabei an immer gleichen Abläufen orientieren könnte – allerdings ist die Customer Journey kein linearer Prozess.

Es kann durchaus sein, dass der User der Reihe nach alles tut, so wie du es vorhergesehen hast. Kann sein, muss aber nicht, denn genauso gut kann es passieren, dass der User an irgendeinem Punkt abbricht und entweder gar nicht mehr oder später wieder zurückkehrt.

Teil deiner Content-Strategie muss es deshalb sein, alle potenziellen Abbruchpunkte zu identifizieren und den User dort abzuholen, wo er vielleicht wieder in die Handlungskette einsteigt. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren, bietet sich die Methode an, die Kerry Bodine in diesem Video vorstellt.

Ihre Strategie ist zwar mittlerweile schon ein paar Jahre alt, aber deshalb nicht weniger effektiv:  Bodine schlägt vor, die User Journey mithilfe von Post-Its zu visualisieren, indem man einzelne Schritte der User Journey aufschreibt, aneinanderhängt und markiert, wo eventuell Probleme auftreten könnten. Bunte Zettel aufkleben, seriously? Ja! Probier’s aus – du tust dir damit für den nächsten Schritt einen großen Gefallen (und ganz im Ernst, wem machen Post-Its keinen Spaß?).

Schritt 3: Die Keywords

Ohne passende Keywords steht es schlecht um deine Content-Strategie. Du willst schließlich zu einem bestimmten Thema erstklassigen Content liefern, der dank SEO und inhaltlicher Vollständigkeit dauerhaft gut ranken kann. Viel Spaß an alle, die das ganz ohne (Main) Keywords versuchen wollen.

Im dritten Schritt geht es deshalb darum, die einzelnen Abschnitte der Customer Journey mit entsprechenden Keywords aufzufangen. Ein simples Beispiel: Deine Buyer Persona macht gern Outdoor-Sport und sucht zu diesem Zweck nach einer neuen Jacke. Tja, aber Outdoorjacken für Männer oder Frauen gibt es viele – es muss also ein (Material-)Vergleich her, vielleicht kombiniert mit einem Testbericht. Mögliche Keywords wären dann „Outdoorjacke Vergleich“ oder „Outdoorjacke Test“.

Automatische Vervollständigung der Suchanfrage

Die automatische Suchverfeinerung ist ein Indiz, wohin die Customer Journey gehen könnte.

Das A und O ist hier die Keyword-Recherche. Nutze passende SEO-Tools, um entsprechende Main und Secondary Keywords festzulegen. Mit anderen Worten: Finde heraus, für welche Keywords gute Ranking-Chancen bestehen und für welche Begriffe deine Konkurrenten ranken.

Bleib dabei realistisch und fang statt mit hart umkämpften, riesigen Keywords erst mal klein an, indem du dich auf weniger schwierige Keywords konzentrierst! Der absolute Sweet Spot: Keywords mit hohem Suchvolumen und geringer Schwierigkeit, auch wenn es die natürlich nicht immer gibt.

Schritt 4: Content zuschneiden und optimieren

Jetzt erst sind wir bei dem Schritt, den man schnell mal mit „Content“ verbindet, nämlich der eigentlichen Schreib- und Gestaltungsarbeit. Damit ist aber (surprise, surprise) nicht gemeint, einfach drauflos zu tippen: SEO-Texte schreiben ist eine Kunst für sich!

Denn wie schon gesagt: Du willst ja Inhalte erstellen, die genau die Suchintention der User treffen. Das heißt, es geht darum, in einem Content Piece so vollständig wie möglich alle wichtigen Subthemen zum Suchbegriff abzudecken. Wie das am besten geht, siehst du hier im Video:

Dein wunderschöner, maßgeschneiderter, technisch optimierter Content ist endlich online? Glückwunsch! An diesem Punkt hört die Arbeit aber nicht auf. Ganz im Gegenteil: Zu einer guten SEO-Content-Strategie gehört es auch, konstant die Inhalte im Blick zu behalten, die bereits veröffentlicht wurden.

Das heißt: Dranbleiben! Such zum Beispiel nach „Content-Leichen“: Welche Posts sind längst nicht mehr relevant? Welche Informationen stimmen vielleicht schon gar nicht mehr? Kurz gesagt, welchen Seiten mangelt es ganz gewaltig an Relevanz und wo könntest du aktuelle SEO-Trends umsetzen? Genau dort setzt du an und überarbeitest den Content entweder so, dass er wieder aktuell ist, oder löscht ihn ganz. Ja, auch wenn’s weh tut!

Nice to know: Wie du bei der Content-Strategie Zeit sparst

Klingt nach viel Arbeit, so eine Content-Strategie, die auch aus SEO-Sicht sinnvoll ist? Tja, es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, das läuft einfach so nebenher. Allerdings muss man es sich nicht unnötig schwer machen. Hier ein paar Tipps, wie du deinen Content so planen und gestalten kannst, dass du dir langfristig einiges an Zeit sparst:

Content Layering einplanen

Vernetze die einzelnen Inhalte untereinander. Das ist einerseits für die User angenehm, denn so kannst du einfach auf weiterführende Artikel verweisen, statt andauernd Exkurse einlegen zu müssen und dabei schlimmstenfalls komplett vom eigentlichen Thema abzuschweifen.

Andererseits zeugt eine sinnvolle interne Verlinkung von Relevanz, Vollständigkeit und inhaltlichem Knowhow. Ach ja, und: Cleveres Verlinken erspart dir langes Suchen à la „Wir hatten doch mal irgendwo…“, wenn du den Beitrag später aktualisierst.

Systematisch optimieren

Die inhaltliche Ebene ist bei jeder Art Content wichtig, keine Frage. Eine genauso große Rolle spielt aber die technische Komponente: Mit kurzen Ladezeiten, verschiedenen Medientypen zur Auflockerung (Videos, Infografiken, …), suchmaschinenoptimierten Titeln und glaubwürdigen Quellen lässt sich in der Regel schon einiges erreichen. Wenn du dann noch gezielt nach Contentlücken bei der Konkurrenz suchst und diese Gaps selbst abdeckst, hast du alles richtig gemacht.

Achtung: Gib immer das Datum der letzten Aktualisierung an. Es ist keine Schande, eine Seite zu bearbeiten und sie dadurch auf den neuesten Stand zu bringen. Ganz im Gegenteil – für User ist die Aktualität eine wichtige Information. Oder würdest du dich auf einen Beitrag verlassen wollen, um den sich das letzte Mal vor 8 Jahren jemand gekümmert hat?

EAT-Score beachten

Die Kombination aus Expertenwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (Trustworthiness), also der EAT-Score, ist nicht zu unterschätzen: Je besser dein Content in diesen Bereichen laut Google-Algorithmus abschneidet, desto positiver kann sich das auf das Ranking einer Seite auswirken. Kurz und knapp gesagt: Content ist das Herzstück im Qualitätsranking. Und diese Tatsache solltest du nutzen.

Für mehr Infos zu Google E-A-T bitte hier entlang:

Hand aufs Herz: Die wichtigsten Fragen

Klar, es ist noch kein Content-Meister vom Himmel gefallen, aber wer sich ungefähr an die vier Schritte hält, startet schon von einer wesentlich besseren Position ins Rennen als Content-Freestyler, die wahllos irgendetwas schreiben und posten. Zur Sicherheit solltest du dir aber bei jedem (und wirklich jedem!) Inhalt, der auf Keyword-Basis erstellt und einem Abschnitt der User Journey zugeordnet wird, ein paar wichtige Fragen stellen:

  • Wird der User mit deiner Marke guten Content assoziieren, vielleicht auch deine Beiträge teilen und immer wieder zu deiner Seite zurückkehren?
  • Oder ist dein Content am Ende nur ein weiterer Beitrag, der willkürlich angeklickt und überflogen wird, bevor man doch lieber woanders weitersucht?
  • Deckst du alle wichtigen Subthemen ab, die deine Konkurrenten vielleicht noch vernachlässigen? Hast du wirklich jede Frage beantwortet oder doch nur umformuliert, was es eh schon gibt?
  • Werden irgendwo Fragen aufgeworfen, die dann doch nicht beantwortet werden? Anders gesagt: Hast du wirklich alle leeren Phrasen ausgemerzt und alle Versprechen gehalten?
  • Passt der Content sprachlich und inhaltlich zur Zielgruppe oder ist er viel zu schwer verständlich bzw. zu banal?
  • Ist der Content übersichtlich aufbereitet, d.h. inklusive Absätze, Auflistungen, Bildern etc.? Das wird umso wichtiger, je länger der Beitrag ist!
  • Hat der Text ein gut zugängliches Layout, d.h. eine Alt-Description, Farbkontraste für gute Lesbarkeit etc.?

Ein bisschen allgemeines Gerede hier, ein paar Grafiken und Bildchen da – das stellen sich viele Leute unter „Content“ vor. Aber genau das sollte es nicht sein. Google nutzt man, um sich über ein Thema zu informieren oder etwas zu kaufen, nicht, um sich mit Allgemeinposten abspeisen zu lassen.

Eben dieses Bedürfnis muss dein Content bestmöglich bedienen. Klar, du musst keine Pyjamaparty mit den Usern veranstalten oder einen BFF-Urlaub buchen – aber im übertragenen Sinne solltest du als Content-Anbieter wie ein guter Freund handeln: immer mit einem offenen Ohr und guten Ratschlägen da sein, statt einen Egotrip nach dem anderen durchzuziehen und nur das beizutragen, was du für interessant hältst. Klingt cheesy, ist aber so.

Versuche, für deine Content-Strategie die richtige Balance zu finden, also eine Aufteilung der Beiträge in…

  • …jetzt relevant und auf ein primäres Ziel zugeschnitten
  • …vielleicht später einmal für den User nützlich
  • …grundsätzlich interessanter Content (die Grenzen zum vorherigen Punkt sind hier fließend)

Und jetzt nochmal auf einen Blick: Was gehört zu einer SEO-tauglichen Content-Strategie?

Recap: Die wichtigsten Schritte

Idealerweise hast du an dieser Stelle schon alles gelesen, was wir bisher geschrieben haben. Wenn nicht, auch kein Problem – hier im Schnelldurchlauf die drei Schritte, die du kennen (und natürlich umsetzen) solltest:

  1. Customer Journey Map erstellen, in der die jeweiligen Phasen berücksichtigt werden: Awareness – Consideration – Conversion – Loyalty
  2. Die Punkte identifizieren, an denen der User eine bestimmte Art von Suchanfrage oder -intention hat (informational, navigational oder transactional)
  3. Keywordlisten für jeden Punkt mit einer der spezifischen Intentionen bestimmen

Achtung: Es reicht nicht, die Customer Journey Map einfach mit dem Sales Funnel gleichzusetzen. Der ist nämlich deutlich geschäftsfokussierter. Bei der Customer Journey geht es vielmehr darum, auf konkrete Bedürfnisse einer Buyer Persona oder bereits existierender Kunden/User einzugehen.

Abgesehen davon spielen natürlich nicht nur interne, sondern auch externe Verlinkungen eine Rolle, und zwar nicht irgendwelche. Überlege, bei wem du (gute!) Backlinks für welche Art Content kriegen kannst – und ob Gastartikel zu einem bestimmten Keyword überhaupt interessant für die jeweilige Zielseite sind. Wenn das Keyword praktisch kein Suchvolumen hat, warum sollte jemand den Gastbeitrag veröffentlichen?

Ob du deine Content-Strategie nun angehst wie wir oder nicht: Unter den Tisch fallen sollte sie auf keinen Fall. Denn egal, ob jemand online oder offline auf dein Angebot aufmerksam wird – nachdem das Interesse am Thema geweckt ist, beginnt die User Journey in der Regel mit einer Google-Suche. Und damit du hier so schnell wie möglich auffindbar bist, muss eine Content-Strategie immer mit einer SEO-Strategie verknüpft sein. So einfach ist das. 

SMX München 2017

SMX München: Meine 7 Must-See SEO-Vorträge bei der Search Marketing Expo in München

Seit vielen vielen Jahren werde ich dieses Jahr zum ersten Mal wieder eine SEO-Konferenz besuchen, genauer gesagt, die SMX in München. Wie unsere regelmäßigen Leser bereits wissen, bin ich grundsätzlich eher wenig begeistert von all diesen Veranstaltungen, Gurus und großen Agenturen: Zu viel Gerede und Posen, zu wenig Ergebnisse und Skills. Warum wir dieses Jahr zur Search Marketing Expo in München gehen und jeder SEO-Interessierte in ein Ticket investieren sollte, verrate ich dir in diesem Beitrag.

Schuld daran, dass ich kein Freund von fanatischen White Hat SEOs bin, ist meine Vorgeschichte. Als ich 2009 mit SEO und Affiliate-Marketing anfing, geriet ich blitzschnell auf die „schiefe“ Bahn (mehr dazu hier). Auch heute bin ich noch der Meinung, dass man nur ein wirklich guter SEO werden kann, wenn man sich mit Black Hat SEO auskennt bzw. sich regelmäßig mit Google Spammern austauscht.

Warum? Die ganzen White Hats haben einfach viel zu viel Respekt vorm Google Algorithmus und hören sich selbst viel zu gerne über ihre Theorien philosophieren. Ich will keine Namen nennen, aber wenn ich mir einige der beliebtesten deutschsprachigen SEO-Blogs so zu Gemüte führe, denke ich mir, dass die Autoren in ihrem ganzen Leben noch nie etwas bei Google gerankt haben. :D

Black Hats sind einfach geil

Der klassische Black Hat SEO denkt meist, dass die anderen nur reden und nie etwas testen. Generell ist er davon überzeugt, die anderen hätten keine Ahnung. Nicht anders war meine Einstellung zu diesem Thema! Um mein damaliges Mindset zu verstehen, verweise ich auf den Beitrag „Confessions Of A Google Spammer“ von Jeff Deutsch.

Nun aber genug zu meiner Geschichte: Warum fahren wir dieses Jahr zur SMX München?

Ganz einfach: Weil das Lineup und die Themen richtig geil sind und, weil ich der Meinung bin, dass die SEO-Branche langsam erwachsen wird. Ich selbst bin zwar noch immer ein Grey Hat SEO und das wird sich in diesem Leben wahrscheinlich auch nicht mehr ändern, aber ich denke jetzt in Sachen Suchmaschinenoptimierung langfristig und nachhaltig.

Worauf ich mich am meisten bei der SMX München freue

Ganz klar auf Rand Fishkin, Dan Petrovic und Tom Anthony. Von unseren europäischen Vertretern bin ich zwar weniger begeistert, nichtsdestotrotz freue ich mich zumindest auf Agenturen wie 121WATT und luna park. Auch auf John Müller (obwohl ich nicht wirklich an Googles eigene Informationen glaube) bin ich gespannt.

Meine Must-see Vorträge (sortiert):

  • „Großartige Inhalte“ sind nicht genug: Warum mancher Content auf der Gewinnerseite steht und anderer Content unbemerkt in der Dunkelheit herumkrebst. Rand Fishkin, Wizard of Moz, Moz
  • Der Beginn einer neuen Aera: Anleitung für SEO Split-Testing. Tom Anthony, Head of R&D, Distilled
  • Suchresultate brauchen mehr Menschlichkeit, oder: warum kaufen wir eigentlich? Wil Reynolds, Founder & Director of Digital Strategy, SEER Interactive
  • Künstliche Intelligenz: Lasst die Maschinen übernehmen und konzentriert euch auf das Wesentliche! Dan Petrovic, Director, DEJAN SEO
  • Think Big, Act Big: Holt euch die BIG Links. Lisa Myers, CEO & Founder, Verve Search
  • Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit: Schluss mit hartnäckigen SEO Mythen. John Müller, Webmaster Trends Analyst, Google
  • Der Aufstieg der Relevanzfaktoren und das Ende der Ranking Faktoren. Marcus Tober, CTO und Gründer, Searchmetrics GmbH

Warum habe ich gerade diese SEO-Vorträge ausgewählt?

Der Google Algorithmus entwickelt sich in einem mörderischen Tempo. Vor allem die Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz (RankBrain) in Bezug auf z.B. die Interpretation der Suchintention, das Verstehen von Suchanfragen, Google Featured Snippets, Nutzerverhalten (CTR), und und und…, lassen Old School SEO Knowledge langsam immer unwichtiger werden.

Wer am Ball bleiben will, muss die „bequeme“ SEO hinter sich lassen und sich wirklich Gedanken darübermachen, was Nutzer sehen wollen. Langsam sind die Zeiten von Affiliate-Projekten, die mit mittelmäßigen Texten von Text Brokern, aber einem exzellenten Linkprofil, die SERPs beherrschen vorbei. Der User (nicht Content) steht im Mittelpunkt.

Auch sollen die ganzen SEO-Mythen und Legenden endlich sterben. Dann müssen sich die ganzen Gurus zwar eine neue Berufung suchen, aber… kein Mitleid. Suchmaschinenoptimierung muss auf Fakten und konkreten Daten basieren. Somit sind regelmäßige und richtig durchgeführte Tests (Split-Testing) essentiell für den langfristigen SEO-Erfolg.

Das war’s. Mehr gibt es über die Search Marketing Expo München eigentlich nicht zu sagen. Unbedingt vorbeischauen! Übrigens: Mit dem Code EVERGREENSMX gibt es 15% Rabatt auf die Tickets (wir sind kein Affiliate, sondern nur Blog-Partner).

Intent-Optimierung

Intent Optimization: Bessere Rankings durch perfekte Übereinstimmung mit der Suchintention

Content is King. Eine der verbreitetsten Online Marketing Weisheiten überhaupt, und eine der falschesten Aussagen noch dazu. Denn Google ist Content ziemlich egal. Google will einzig und allein den Nutzer zufriedenstellen und damit Geld verdienen. Die Suchergebnisse sind also keinesfalls eine Rangliste der besten Inhalte, sondern eine Rangliste von Inhalten, die Nutzer in der Regel am meisten zufriedenstellen. Egal ob Sie den Resultaten zustimmen oder nicht, das ist der Gedanke dahinter und das langfristige Ziel von Google. Hier lernen Sie, wie man einzelne Seiten perfekt auf die Suchintention ausrichtet. Kurz gesagt: Intent-Optimierung, engl. Search Intent Optimization.

Der typische SEO-Prozess sieht folgendermaßen aus:

  • Es wird nach Keywords passend zur Nische recherchiert.
  • Es werden lukrative Suchbegriffe ausgewählt.
  • Es werden Seiten mit Inhalten rund um diese Suchbegriffe und Themen produziert.
  • Es werden ein paar Backlinks zu diesen Seiten aufgebaut.
  • Traffic kommt (oder nicht).
  • Das Projekt ist profitabel (oder nicht).
  • Fertig.

Das offensichtliche Problem an diesem Ansatz ist, dass viel Zufall im Spiel ist:

Wer steht bei diesem Prozess bisweilen nicht im Mittelpunkt?

Intent Optimization

Der Nutzer sollte im Mittelpunkt stehen, nicht die Suchmaschinenoptimierung – Quelle: gif-finder.com

Der Nutzer und dessen Suchintention. Wenn unsere Hypothese stimmt, dass Google die beste Nutzererfahrung liefern will, dann ist also dieser Ansatz so noch nicht ausgereift.

Klassische SEO + Intent-Optimierung

Der obige Prozess per se ist nicht falsch, aber eben nicht vollständig. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen eindeutig, dass Nutzersignale immer wichtiger für alle Suchmaschinen, also nicht nur für Google, werden.

Nicht nur das: Die Arbeit eines Google Quality Raters (nutzen übrigens großteils mobile Endgeräte) dreht sich einzig und allein darum wie gut ein Ergebnis mit der Suchintention übereinstimmt. Sogar wenn eine Seite 10 mal mehr Autorität hat, gewinnt die relevantere Seite im Quality Rating. Diese Daten werden dem Algorithmus gefüttert. Es ist also klar, wohin die Reise in den nächsten Jahren gehen wird. Wieso gegen den Strom schwimmen, wenn man sich diesen Umstand zu Nutze machen kann?

Diese Faktoren werden in Zukunft noch wichtiger werden:

  • Mobile Friendliness
  • Datenschutz oder ganz einfach HTTPS
  • Performance und Ladezeiten
  • Usability
  • Wahrgenommene Qualität
  • Vertrauenswürdigkeit

Und diese Faktoren auch:

  • Übereinstimmung mit der Suchintention: Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Seite genau das liefert, wonach der Nutzer sucht.
  • Klickdaten aus den Suchergebnissen, Pogo-Sticking: Daten darüber, welche Resultate tatsächlich und besonders gerne geklickt werden.
  • Aufgabenerfüllung: Der Nutzer hat ein Ziel oder eine Aufgabe, welche er erfüllen will. Kann er die Aufgabe mit diesem Ergebnis abschließen?

„Wie Besucher die Webseite nutzen“ – Optimierung

Mit dem klassischen SEO-Prozess haben Sie es geschafft Traffic zu generieren. Hut ab, viele scheitern bereits an diesem Punkt. Google hat also das Thema Ihres Projektes erfasst – egal ob richtig oder falsch – und schickt Ihnen Besucher.

Das heißt, Sie sammeln echte Nutzerdaten und können diese als Entscheidungsgrundlage für weitere Optimierungen verwenden. Mit ziemlicher Sicherheit werden Sie feststellen, dass eine Diskrepanz besteht zwischen den Besuchern für die Sie die Seite erstellt haben und den Usern die Sie tatsächlich bekommen.

Schließen Sie diese Lücke, indem Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Was fehlt auf meiner Seite, um die richtigen Besucher anzuziehen? Wie kann ich noch weitere Suchintentionen erfüllen, um das Thema besser abzudecken?
  • Wie gut passt mein SERP-Schnipsel (mit Video) zu meiner gewünschten Suchintention und sekundären Suchintentionen?
  • Würden die richtigen Besucher auf meiner Seite ihr Ziel (Information, Kauf, Anfrage, etc.) damit erreichen?

Search Intent Optimization Schritt für Schritt

1. Bestimmen Sie Seiten mit schlechter Performance

Ich empfehle Ihnen sich zuerst einmal auf die Seiten mit schlechter Performance zu konzentrieren. Damit sind Seiten gemeint, welche man selbst für hochwertig hält, aber trotz Backlinks und Optimierung wenig Einstiegs-Traffic bringen und/oder viele Impressionen, aber wenig Klicks erhalten.

Am einfachsten findet man solche Pages / URLs mit der Google Search Console. Unter Suchanfragen > Suchanalyse werden einem traumhafte Klickdaten frisch von Google geliefert. Achtung: Heiß und fettig!

Kleiner Tipp am Rande: Zeiträume auf 90 Tage einstellen, um einen möglichst vollständigen Überblick zu erhalten.

Search Intent Optimization 1. Schritt

1.) Seiten auswählen 2.) Zeiträume auf 90 Tage setzen 3. ) URL zur Analyse anklicken

2. Finden Sie Nichtübereinstimmungen mit der Suchintention

Als nächstes wollen Sie herausfinden, für welche Keywords die Page / URL in den Suchergebnissen aufscheint.

Sobald man eine „Problem-Seite“ gefunden hat, klickt man auf die URL und wählt bei den Radio-Buttons Suchanfragen aus. Jetzt sehen Sie genau bei welchen Suchbegriffen die URL angezeigt wird.

Keywords, die mit Ihrem Angebot nichts zu tun haben, können Sie gekonnt ignorieren. Sie deuten aber daraufhin, dass Ihre Inhalte nicht eindeutig zeigen, was Sie bieten.

Uns geht es vorrangig um Keywords, welche passen oder nah dran sind. Hierbei suchen wir nach Suchbegriffen mit vielen Impressionen, aber wenig Klicks.

Intent-Optimierung 2. Schritt

4.) Auf Suchanfragen klicken 5.) Keywords mit vielen Impressionen, aber wenig Klicks entdecken

3. Optimieren Sie für die Nutzerintention

Sie wissen nun, wie Nutzer auf die jeweilige Seite stoßen. Der nächste Schritt ist es, die Seite perfekt auf die primäre und eine oder mehrere sekundäre Intentionen zu optimieren. Sie wollen um jeden Preis verdeutlichen, was Ihr Ergebnis beinhaltet. Das geht am Besten an den folgenden „Stellen“:

Sie sollten durch die Keywords für die Ihre Seite gefunden wird relativ viel über die unterschiedlichen Suchintentionen gelernt haben. Auch ist Ihnen nun glasklar, ob und wie gut Google Ihre Inhalte versteht. Ich wiederhole: Das ist Gold wert.

Der SERP-Schnipsel sollte nun so optimiert werden, dass er mehrere Suchintentionen umfasst und damit mehr Klicks generiert werden. Damit aber nicht genug…

Wenn der Nutzer auf der Seite landet, muss ihm so schnell wie möglich klar gemacht werden, dass er an der richtigen Adresse ist. Sie allein können sein Problem lösen. Weiter geht es mit…

4. Vereinfachen Sie den Weg zur Problemlösung

Stellen Sie sich vor: Ein Nutzer sucht nach „steuerberater innsbruck“. Sie wollen, dass Ihre Kanzlei für diesen Suchbegriff auf Platz 1 steht. Deckt sich das mit der Suchintention?

Wohl eher nicht. Denn der Nutzer sucht wahrscheinlich nach einer Liste oder Übersicht, damit er sich mit mehreren Steuerberatern treffen kann, um sich ein Bild von jedem Einzelnen zu machen. Deswegen stehen bei solchen Suchanfragen häufig Firmenverzeichnisse oder Bewertungsportale vorne. Sie decken sich perfekt mit der Intention des Suchenden.

In diesem Schritt wollen Sie die Problemlösung so leicht, offensichtlich und schnell wie möglich für den Besucher gestalten.

Stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Hat der Nutzer nachdem er auf meiner Seite war sein Problem gelöst oder muss er eine weitere Suche bei Google starten?
  • Wie leicht ist der Weg zur Problemlösung?
  • Mache ich jeden einzelnen Schritt offensichtlich oder setze ich zu viel voraus?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, haben Sie diesen Schritt abgeschlossen. Danach stehen die Chancen gut, dass Sie mit ein wenig SEO sehr gut ranken werden.

5. Senden Sie die neue Version an den Index

Weil Sie sich jetzt so ungemein angestrengt haben, wollen Sie schnelle Ergebnisse sehen. Das geht, indem Sie die aktualisierte Seite in der Google Search Console neu an den Index senden.

Intent-Optimierung 3. Schritt

1.) URL eingeben 2.) Abrufen und Rendern klicken 3.) An den Index senden klicken

Die neue Version wird üblicherweise binnen Minuten, spätestens jedoch innerhalb eines Tages in den Suchergebnissen aufscheinen. Wenn man auf diese Vorgehensweise verzichtet kann es durchaus sein, dass es einige Tage dauert bis Google die Seite neu crawled und die Version im Index aufscheint.

6. Messen, anpassen und iterieren

Jetzt heißt es Alt mit Neu zu vergleichen. Das macht in der Regel nach zwei bis vier Wochen Sinn. Dabei gilt es folgende Daten ins Auge zu fassen:

  • Klicks
  • Klickrate
  • Impressionen
  • Platzierungen
  • Time on Page
  • Micro Conversions (Zwischenschritt zur Conversion)
  • Macro Conversions (Haupt-Conversion)

Natürlich gibt es noch weitere Werte mit denen Sie „Engagement“ messen können. Hier müssen Sie einfach logisch mitdenken. Die genannten Punkte sind nur Beispiele.

Mit ziemlicher Sicherheit wird der erste Versuch nicht den großen Erfolg bringen. Darum geht es auch nicht, denn SEO ist ein langfristiger Prozess. Auch Intent Optimization gehört zu diesem Prozess. Regelmäßige Iterationen liefern dann früher oder später die gewünschten Ergebnisse. Inhalte, die genau die Suchintention treffen, sind was Google den Nutzer liefern will. Google selbst stellt dafür die nötigen Informationen bereit. Am Ende werden Sie nicht nur mehr verkaufen, sondern Google wird die Mitarbeit auch mit mehr Traffic belohnen.

Linkaufbau neue Domain

SEO für eine neue Domain: Ohne diese veralteten Praktiken

Viele Besucher und damit hoffentlich einhergehende Conversions machen den Erfolg einer Webseite aus. Vor allem am Anfang kommt dieser Traffic vornehmlich über Suchmaschinen zustande, da Ihre Marke vermutlich noch unbekannt ist. Für neue Domains gilt es deshalb, dass das Maximum aus Google und Co. herauszuholen. Und dazu benötigen Sie eine durchdachte SEO-Strategie, die vor allem auf natürliches Linkbuilding setzt. Um diese Grundsatzdiskussion zwischen natürlichem und unnatürlichem Linkbuilding ein wenig praktischer zu gestalten, haben wir Ihnen vier Praktiken zusammengestellt, die in der Vergangenheit gut funktionierten, heute allerdings mehr als überholt sind – lassen Sie also lieber die Finger davon.

Die Onpage-Optimierung einer Webseite ist relativ leicht umgesetzt, da Sie alle Maßnahmen direkt auf Ihrer eigenen Seite stattfinden. Offpage-Optimierung wiederrum ist sehr viel aufwendiger, da es hier, um Verlinkungen geht – und zwar Links, die von anderen Webseiten auf Ihre Internetpräsenz linken. Warum andere Webseiten das tun sollten?

  • Präsentieren Sie hochwertigen Content.
  • Schaffen Sie Anreize, damit eine Verlinkung sich lohnt.
  • Bieten Sie Kooperationen an.

Es gibt viele Wege, die zum Ziel führen. Und dann gibt es noch Wege, die SCHEINBAR zum Ziel führen, letztendlich jedoch mehr schaden, als Sie denken. Gemeint sind dabei Verlinkungstaktiken, die von Google entweder ignoriert oder sogar rigoros bestraft werden.

Was damals funktionierte, funktioniert auch heute noch?

Als alter Hase im SEO-Geschäft ist man der Gefahr ausgesetzt zu denken, dass frühere Maßnahmen auch heute noch den erhofften Erfolg bringen. Tatsächlich ist es aber so, dass viele dieser Taktiken nicht mehr zeitgemäß sind, denn:

  • Der Google-Algorithmus „lernt dazu“.
  • Insbesondere das Linkbuilding unterliegt heute strengen Auflagen, die in den Google Webmaster Richtlinien definiert sind.
  • Abstrafungen oder Verbannung aus dem Index passieren sehr viel schneller als früher.

Jeder SEO-Profi kennt die Google Webmaster Richtlinien und weiß auch, dass der Google Algorithmus durch Updates ständig verbessert wird. Ein paar der Kriterien, die dazu führen, dass eine Webseite besser gerankt wird, sind bekannt. Andere wiederrum hütet Google wie seinen Augapfel.

Das A und O der Suchmaschinenoptimierung ist jedoch nach wie vor das Linkbuilding. Um genau zu sein: Natürliches Linkbuilding, denn nur diese Form des Linkaufbaus bringt langfristig gute Rankings und verhilft der neuen Webseite zum Erfolg. Damit Sie mit Ihrer neuen Webseite direkt durchstarten können, verraten wir Ihnen, welche Praktiken Sie auf keinen Fall nutzen sollten.

Meiden Sie diese SEO-Praktiken!

Platzhalterseiten

Platzhalterseiten nach dem Motto „Hier entsteht unserer Webseite“ waren früher eine gern genutzte Maßnahme, um der neuen Domain einen „Altersbonus“ zu verschaffen. Denn das Alter einer Domain spielte für deren Relevanz eine große Rolle. Allerdings ist das heute nicht mehr der Fall. Heute empfiehlt Google neuen Webseiten folgende Strategie:

  • Erstellen Sie eine neue Webseite.
  • Basteln Sie im Hintergrund daran.
  • Erstellen Sie eine Platzhalterseite.
  • NEU: Füllen Sie diese Platzhalterseite mit Inhalten – das ist der große Unterschied zu früher. Ein bis zwei Absätze mit hochwertigem themenrelevantem Content signalisiert Google, dass Ihre Webseite nicht nur ein Platzhalter ist. Sobald Ihre Webseite komplett online geht, ist Ihre Webseite quasi vorab bewertet und steigt damit in den Suchmaschinenergebnissen sehr viel höher ein.

Webkataloge

Webkataloge sind Linksammlungen zu interessanten Webseiten – zumindest war das der eigentliche Zweck der Webkataloge. Mittlerweile gibt es nur noch wenige gepflegte Webkataloge, was zur Folge hat, dass Google diesen Links so gut wie keine Aufmerksamkeit mehr schenkt.

Noch schlimmer wird es, wenn Google solch einen Webkatalog aufgrund von Linkspamming abstraft, denn dann ist auch Ihre Webseite davon betroffen. Mit Glück wird der Link nur entwertet. Mit Pech ist der Link giftig und schadet Ihren Rankings.

Trotzdem es gibt auch heute noch einige qualitativ hochwertige Webkataloge bei denen sich eine Eintragung lohnt, aber potenzielle Kandidaten sollten sorgfältig ausgewählt werden. Beispiele finden Sie in unserem Beitrag „10 Webkataloge aus Österreich und Deutschland ohne Backlinkpflicht„.

Money-Keyword-Ankertexte

Insbesondere seit dem Google Penguin Update ist klar: Eine „Überoptimierung“ zu bestimmten so genannten „Money-Keywords“ oder sogar Linkspamming wird rigoros abgestraft. Wer mit einer Herabstufung um 50 Plätze davon kommt, ist dabei noch gut bedient.

Ganz schlecht sieht es jedoch bei einer Entfernung der Webseite aus dem Google Index aus (passiert eigentlich nie durch Spam-Links). Dann hilft nur noch ein Entwerten und Entfernen der Links in Kombination mit einem sogenannten Reconsideration Request, um wieder in den Index aufgenommen zu werden – und das kann dauern.

Duplicate Content

Die Aussage, dass Duplicate Content (also doppelte Inhalte) schlecht für das Ranking ist, ist nicht neu. Aber die Bedeutung ist dafür heutzutage um so wichtiger, denn auch hier spielen vergangene Updates (Google Panda) eine große Rolle. Google sagt es ja auch selbst: Nur guter Content, also Content, der den Usern gefällt und von dem positive User-Signale ausgehen, hilft dem Ranking einer Webseite.

Ist dieser Content nicht unique, werden vermutlich auch die positiven User-Signale ausbleiben. Vor allem bei Produktbeschreibungen für einen Online-Shop ist die Einhaltung dieser Regel schwer. Versuchen Sie trotzdem zumindest ein wenig anders zu sein, als andere Shops. Falls Sie viele einzigartige Produktbeschreibungen brauchen, setzen Sie auf Crowdsourcing-Anbieter wie Clickworker.

Eine neue Webseite ist nie sofort auf Platz 1 der Google-Suchergebnisse. SEO ist eher eine langfristig ausgelegte Maßnahme, dessen Erfolge sich nach und nach einstellen. „Man kann nicht heute Apfelbäume pflanzen und schon im nächsten Jahr die Früchte ernten.“ – Berthold Beitz. Wichtig ist deshalb, Maßnahmen zu ergreifen, die natürliches Linkbuilding vorantreiben, und Maßnahmen, die veraltete sind, auszusparen. Nur so ist maximale Effektivität gewährleistet.

SEO neue Webseite

SEO Checkliste für eine neue Homepage

Für einen frischgebackenen Webseiten-Betreiber steht ein großer Berg an Aufgaben an. Und jede davon sollte perfekt gelöst werden, um die neue Internetpräsenz erfolgreich zu machen, denn die Konkurrenz ist groß. Jede Webseite will mehr Besucher, mehr Aufmerksamkeit und mehr Umsätze generieren als die Wettbewerber. Dafür ist vor allem eine ganz bestimmte Maßnahme nötig: die Suchmaschinenoptimierung. Denn Aufmerksamkeit generiert eine neue Webseite zu allererst über eine optimale Platzierung in den Suchmaschinenergebnissen von Google. Das Ziel ist also, mindestens einen Platz auf der ersten Ergebnisseite, wenn nicht sogar eine Top 3-Platzierung. Die Frage ist demnach, welche Maßnahmen zu solch einer Platzierung führen? Unsere SEO-Checkliste hilft weiter.

Suchmaschinenoptimierung ist der Motor für den Start einer erfolgreichen Webseite, denn nur so kommt der unbezahlbare Traffic über Google zustande, der so wichtig ist, um neue Besucher und vielleicht sogar neue Kunden zu gewinnen.

Die zwei Gesichter von SEO

Dabei gilt es, zwischen zwei Maßnahmen zu unterscheiden:

OnPage-Optimierung

Die Begriffe beschreiben deren Aufgabe schon von selbst: Die OnPage-Optimierung beschäftigt sich mit Optimierungsmaßnahmen auf der Webseite. Als Webseitenbetreiber sollten Sie also sicherstellen, dass Google Ihre Präsenz optimal und barrierefrei untersuchen kann, um die Relevanz Ihrer Webseite zu bestimmten Themen beziehungsweise Keywords zu bewerten. Denn nur so werden Sie auch innerhalb der Suchmaschinenergebnisse gefunden werden.

OffPage-Optimierung

Die OffPage-Optimierung wiederrum konzentriert sich auf Maßnahmen abseits Ihrer Internetpräsenz. Der Google Algorithmus bewertet dabei ebenfalls die Relevanz Ihrer Webseite zu einem bestimmten Thema, allerdings mit dem Unterschied, dass hier Bewertungskriterien zurate gezogen werden, die nicht direkt auf der Webseite umsetzbar sind – die Rede ist hier von Backlinks, die andere Webseiten im World Wide Web auf Ihre Webseite setzen.

Je mehr qualitativ hochwertige und natürlich entstandene Links Ihre Webseite besitzt, desto relevanter ist Ihre Webseite. Natürlicher Linkaufbau ist hier das Zauberwort – unnatürliches Linkbuilding können Sie als Webseiten-Betreiber hingegen überhaupt nicht gebrauchen:

Natürlicher Linkaufbau

Links entstehen aufgrund der Tatsache, dass Sie hochwertige Inhalte produzieren, der anderen Webseiten eine Verlinkung wert ist. Die Links sind weder gekauft noch übermäßig über minderwertige Webkataloge oder Social-Bookmarking-Seiten entstanden.

Unnatürlicher Linkaufbau

Links entstehen durch Käufe ohne entsprechende Kennzeichnung oder Link-Spamming in Verzeichnissen, Katalogen oder anderen Link-Sammelsurien, die keinerlei Mehrwert oder sonstige Themenrelevanz besitzen. Derartiges Verhalten wird von Google bestraft, da es ein Verstoß gegen die Google Webmaster Richtlinien ist – entweder durch Herabstufung im Ranking oder durch die komplette Entfernung der Webseite aus dem Google Index (sehr selten wegen Link-Vergehen).

Die Frage ist also welche Punkte muss der Webseiten-Betreiber, der mit einer neuen Online-Präsenz an den Start gehen möchte, beachten, um die Webseite in den Suchmaschinenergebnissen zu pushen, ohne gegen die Webmaster Richtlinien zu verstoßen. Zur Beantwortung dieser Fragen haben wir Ihnen zwei Checklisten zusammengestellt – sowohl für die Onpage- als auch Offpage-Optimierung.

Onpage-Optimierung in 7 Schritten

Wer ein Haus baut, fängt mit dem Fundament an, nicht mit der dritten Etage – dasselbe gilt auch für die SEO-Strategie. Zuerst einmal muss die Basis stehen, die Sie mit der folgenden Checkliste für die Onpage-Optimierung schaffen:

  • Optimieren Sie alle Titles und Descriptions.
  • Optimieren Sie die Navigation beziehungsweise stellen Sie sicher, dass sie intuitiv zu handhaben ist.
  • Optimieren Sie die Seitenstruktur, indem Sie sich die Frage stellen, ob die Gliederung logisch ist. Informationsarchitektur ist SEHR wichtig.
  • Nicht alle Seiten beziehungsweise Unterseiten sind passend für die SEO – setzen Sie diese auf „noindex,follow“. Das gilt auch für Seiten, die noch unfertig sind.
  • Melden Sie Ihre Webseite bei den Google Webmaster Tools an.
  • Melden Sie Ihre Webseite bei Google Analytics an.
  • Optimieren Sie die Ladezeit, beispielsweise in dem Sie Caching und ein Content Delivery Network einsetzen.

Überprüfen Sie diese Punkte vor der Live-Schaltung Ihrer Webseite, denn ohne von Anfang an einen Mehrwert zu besitzen, hat es Ihre neue Webseite schwer.

Offpage-Optimierung in 5 Schritten

Der Linkaufbau ist der schwerste Teil der Suchmaschinenoptimierung, denn hierbei geht es um die Aufmerksamkeit Ihrer Webseite. Sie müssen wissen, wer die Botschaft Ihrer Webseite weiterverbreiten kann, um qualitativ hochwertige Backlinks zu erhalten, die Ihre Webseite in puncto Suchmaschinen-Traffic und Besucheraufkommen vorantreiben:

  • Welche Menschen, Plattformen, Magazine oder Webseiten könnten für einen potenziellen Backlink infrage kommen?
  • Gibt es auf Ihrer Webseite überhaupt Content, der einen Backlink wert ist?
  • Schreiben Sie eine Pressemitteilung, die den Presse-Codex berücksichtigt, um auch von professionellen Journalisten wahrgenommen zu werden.
  • Machen Sie Social Media SEO, indem Sie eine eigene Facebook Fanpage, einen Twitter-Channel, eine G+-Seite und optional eine Pinterest-Wall einrichten und diese auch auf Ihrer Webseite verlinken. LinkedIn wäre auch nicht schlecht, falls es sich um ein „echtes“ Unternehmen handelt.
  • Richten Sie einen Newsletter ein und informieren Sie über Neuerungen (und vermeiden Sie Newsletter ohne interessante Inhalte).

Vor allem die ersten beiden Fragen sind essentiell für Ihren Linkaufbau. Denn wenn Sie nicht wissen, welche Zielgruppe für eine Verlinkung infrage kommt beziehungsweise nicht präsentieren können, welche Inhalte Ihrer Webseite eine Verlinkung wert sind, glauben Sie selbst nicht stark genug an eine Verlinkung – und dann werden es „die Anderen“ auch nicht tun.

Präsentieren Sie sich deshalb mit einer interessanten Geschichte, ehrlichen Daten und Fakten und bereiten Sie sich ausreichend auf potenzielle Influencer vor. Die Quintessenz ist also: Sie müssen etwas bieten, um verlinkt zu werden.

Eine umfangreiche Vorbereitung wird vor allem bei der Suchmaschinenoptimierung belohnt. Webseiten-Betreiber, die die Webseite optimal auf die Google-Bedürfnisse einstellen, interessanten und hochwertigen Content für eine Verlinkung anbieten und gleichzeitig optimal auf alle anderen SEO-Eventualitäten vorbereit sind, werden auch mit einem ganz neuen Projekt erfolgreich sein. Denn wie im echten Leben ist eine gute Vorbereitung auch bei der SEO die halbe Miete.

erste Ankertext zählt

Nur der erste Ankertext zählt: Geheimnisse rund um Links und Nofollow

Das Setzen von Links ist ein ganz entscheidender Teil der SEO-Strategie – das gilt sowohl für interne Verlinkung als auch das externe Linkbuilding. Sie werten Webseiten und deren Unterseiten im Suchmaschinenranking auf und platzieren sie im Bezug auf bestimmte Keywords in den Ergebnissen weiter vorne. Je relevanter und stärker die Webseite ist desto höher ist der Einfluss auf das Ranking. In diesem Zusammenhang spielt natürlich auch die Ankertext-Optimierung eine Rolle. Auch wenn SEO-Profis sich nicht immer darüber einig sind, wie genau Ankertexte von Google ausgewertet werden…

Jeder Hyperlink, der auf eine bestimmte Webseite verweist, wird mit einem Ankertext versehen. Soll beispielsweise auf https://www.evergreenmedia.at verwiesen werden, könnte der Ankertext „Evergreen Media“ sein. Das Ergebnis dieses Links und Ankertexts: Evergreen Media. Google tut nun Folgendes:

  • Der Ankertext wird ausgelesen.
  • Die Webseite wird ausgelesen.
  • Die Relevanz der Webseite Evergreen Media bezüglich des Keywords Evergreen Media wird als hoch gewertet, da der Ankertext ideal passt.

Dies ist natürlich ein sehr vereinfachtes Beispiel – die grundsätzliche Funktionsweise ist jedoch klar. Nun stellt sich aber folgende Frage: Wie werden mehrere Links mit verschiedenen Ankertexten auf derselben Webseite gewertet?

Welcher Ankertext zählt bei mehreren Verlinkungen?

Beim Linkaufbau könnte man natürlich versuchen mehrere Backlinks mit zum Thema passenden Backlinks von einer Seite zu bekommen, um das eigene Ranking zu verbessern. Ein Beispiel dazu:

Webseite A verlinkt Webseite B drei Mal.

  • Ankertext 1 = Kleidung
  • Ankertext 2 = Oberteile
  • Ankertext 3 = T-Shirts

Es wird immer auf dieselbe URL verlinkt.

Nun könnte der Webseitenbetreiber B annehmen, dass sich das Ranking für alle drei Keywords verbessert. Doch das ist nicht richtig, denn: Google wertet nur den ersten Ankertext, in diesem Fall also Kleidung. Oberteile und T-Shirts werden nicht berücksichtigt.

Nun könnte man es einfach dabei belassen, allerdings ist das gerade dann schade, wenn die anderen Ankertexte, ideal zur Webseite passen, um so das Ranking zu verbessern. Die Lösung heißt: Ankerlinks beziehungsweise Sprungmarken.

Wer Sprungmarken richtig gebraucht, bekommt von Google in den Suchergebnisse zusätzliche Links zu den jeweils passenden Textabschnitten. Es gibt jedoch einen noch viel interessanteren Vorteil…

Mit Sprungmarken berücksichtigt Google alle Ankertexte

Eine Sprungmarke ist eine Markierung innerhalb einer Webseite, die einen neuen Themenabschnitt bezeichnet. Für oben erwähntes Beispiel könnte dies beispielsweise die Sprungmarke „Oberteile“ sein. Der Link, der mit dem Ankertext Oberteile verbunden ist, weißt nun immer noch auf Webseite B, allerdings mit der Sprungmarke Oberteile. Der HTML-Code für die beiden Links könnte dann beispielsweise so aussehen:


Link 1: Kleidung
Link 2 mit Sprungmarke: Oberteile

Der Link „Oberteile“ bleibt so nicht mehr unberücksichtigt und gibt den Ankertext Oberteile weiter. Dass dies funktioniert, lässt sich zum einen ganz einfach testen und zum anderen ist es einfach logisch, denn: Google bewertet Links nach Relevanz. Und da es hier einen Abschnitt beziehungsweise sogar eine Sprungmarke gibt, ist ein Link mit entsprechendem Ankertext relevant für die Suchergebnisse zu diesem Keyword.

Ist rel=“nofollow“ auch eine Lösung?

Falls der erste auftauchende Link zwar als Link bestehen, aber nicht von Google gewertet werden soll, könnte natürlich einfach das nofollow-Attribut angewandt werden, oder? So einfach ist es leider nicht, denn der Google Algorithmus arbeitet nach einer bestimmten Reihenfolge:

  1. Erst werden alle doppelten Links entfernt.
  2. Dann wird das nofollow Attribut angewandt.

Das würde bedeuten, dass Link 2 und 3 „ausgeblendet“ werden und nur Link 1 in Betracht gezogen wird. Da dieser Link aber nun mit dem nofollow-Attribut ausgezeichnet wurde, bedeutet das: Es wird kein einziger Link gewertet. Das nofollow-Attribut ist also keine Lösung. nofollow ist wie ein schwarzes Loch für Link Juice und sollte daher NICHT für PageRank-Sculpting eingesetzt werden.

Eine mehrfache Verlinkung ist also eine relativ komplizierte Angelegenheit, mit Sprungmarken jedoch wunderbar zu lösen. Da diese Art der Verlinkung eine sehr hohe Themenrelevanz ermöglicht, ist dies wohl auch im Hinblick auf den Suchmaschinenriesen Google die beste Lösung, wenn mehrere Links von einer Webseite zur nächsten platziert werden sollen.

Verzögerungen Ranking

Ranking Verzögerungen: Wie reagiert Google auf SEO-Maßnahmen?

Eine gut durchdachte SEO-Strategie befasst sich mit allen möglichen Maßnahmen, die die Webseite auf den Seiten der Suchergebnisse, kurz „SERPs“ (engl. für Search Engine Result Pages), möglichst weit nach oben, idealerweise auf Platz 1 bringen. Doch manchmal ist es schwer zu erkennen, welche Maßnahmen auch wirklich den gewünschten Effekt bringen, denn Filter und Verzögerungen machen eine Nachvollziehbarkeit nahezu unmöglich. Ist das wirklich so?

Suchmaschinenoptimierung ist eine Kombination aus Onpage- und Offpage-Optimierungsmaßnahmen. Keyword-Recherche und die darauf abgestimmte Optimierung der Webseiten-Texte und Meta-Tags, Linkaufbau und viele weitere Möglichkeiten helfen das Google Ranking der Webseiten zu verbessern.

Mit der richtigen Strategie kann die Webseite so vom grauen Einheitsbrei auf den hinteren SERPs ganz nach vorne wandern. Doch welche Maßnahmen sind wirklich erfolgreich? Diese Frage ist schwer zu beantworten, denn die SERPs scheinen sehr verzögert auf Veränderungen des Linkprofils und der Webseite zu reagieren – zumindest lassen einige Beobachtungen darauf schließen.

Wir sollten Top 20 ranken. Was ist da los?

Das Verzögerungsphänomen scheint immer gleich abzulaufen. Um dies ein wenig anschaulicher zu erklären, nutzen wir ein Beispiel mit folgenden Rahmendaten:

  • Es soll eine Rankingverbesserung eines Blogartikels erfolgen.
  • Der Artikel wird auf bestimmte Keywords optimiert.
  • Weitere SEO-Maßnahmen, beispielsweise Backlink-Platzierungen, werden nicht ergriffen.
  • Die SERPs der Suchmaschine Google dienen als Erfolgsmessung.

Im Vorfeld wird das Keyword selbstverständlich hinsichtlich Suchvolumen und Konkurrenz analysiert, um den potenziellen Erfolg zu bewerten. Unsere Annahme: Die Seite sollte innerhalb kürzester Zeit zumindest auf der zweiten Seite der SERPs erscheinen, da die Konkurrenz sehr gering ist. Doch auch, wenn die Webseite bereits indexiert ist, wird keine Top 100-Platzierung erreicht. Nun folgt das eigentliche Phänomen:

Trotz der Tatsache, dass keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden, wandert der Artikel nach rund 2 Wochen „automatisch“ in die Top 100. Weitere zwei Wochen später ist der Artikel bereits in den angestrebten Top 20 – und noch etwas später sogar in den Top 10. Doch, was ist hier passiert? Warum wandert der Artikel stetig nach oben, obwohl keine weiteren Maßnahmen getroffen wurden? Braucht Google mehr Zeit um die Relevanz zu bewerten?

Für Kunden ist diese Ungewissheit schwierig, weshalb es als SEO-Consultant wichtig ist die Erwartungen an die SEO realistisch darzustellen.

Verzögerungen in den SERPs: Die möglichen Ursachen

Grundsätzlich lässt sich eine verzögerte Wirkung in den SERPs für alle Arten von Keywords beobachten, das heißt für

  • Nischen-Keywords: Suchbegriffe mit wenig Konkurrenz und mittlerem Trafficpotenzial
  • Money-Keywords: Suchbegriffe mit großer Konkurrenz und hohem Trafficpotenzial

Die Frage nach den Ursachen und Gründen interessiert nun natürlich jeden Webseitenbetreiber und SEO-Anfänger bis –Profi. Denn diese mögliche Verzögerung macht es schwer, SEO-Maßnahmen zeitnah zu bewerten, da deren Auswirkungen erst verzögert eintreten.

Die Ursachen dafür könnten unterschiedlich sein. Am ehesten scheinen wohl diese zwei möglichen Ursachen dafür verantwortlich zu sein:

  1. Google bremst neue Seiten und Änderungen an existierenden Seiten grundsätzlich aus.
  2. Der Google Algorithmus benötigt eine gewisse Zeit, um Änderungen an der Relevanz auszuwerten und diese Veränderungen in den SERPS zu berücksichtigen.

Oft wird auch vermutet, dass es sich bei den SERPS um eine Momentaufnahme handelt und diese nur bei Updates aktualisiert werden. Da der Google Algorithmus allerdings dynamisch ist, scheint dies nicht wirklich realistisch.

Eine zusätzliche wichtige Information: Das „Verzögerungsphänomen“ tritt erst seit einiger Zeit auf und betrifft in manchen Fällen auch die Indexierung neuer Seiten. Das, was vorher in wenigen Sekunden erfolgte, braucht oft ein paar Tage.

Auf Verzögerungen reagieren: Die richtigen Schritte & Mindsets

Die Riege der Suchmaschinenoptimierer scheint diese Beobachtungen zu bestätigen, doch Ausnahmen bestätigen wie immer Regel, weshalb auch nicht mit einhundertprozentiger Sicherheit bestätigt werden kann, dass immer und bei jedem Keyword und Inhalt eine Verzögerung auftritt. Doch um zumindest darauf vorbereitet zu sein, sollten SEO-Maßnahmen noch langfristiger als zuvor ausgelegt werden:

  • SEO-Maßnahmen benötigen Zeit um sich „zu entfalten“, Geduld ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.
  • Es kann durchaus sein, dass Änderungen erst einmal einen Absturz in den SERPS bedeuten – nur um sich dann wieder zu erholen und besser zu ranken.
  • Zusätzlicher Linkaufbau kann zu weiteren Schwankungen führen – für die Verbesserung des Rankings ist er dennoch unabdingbar.
  • Maßnahmen sollten alle ein bis zwei Wochen untersucht werden, um die Verzögerungen ausreichend zu berücksichtigen.
  • Verschiedene Maßnahmen sollten (wenn möglich) zeitverzögert durchgeführt werden, um den Erfolg möglichst spezifisch zurückführen und bewerten zu können.
  • Clevere Suchmaschinenoptimierer führen ein detailiertes Logbuch zu jeder URL, um alles wirklich nachzuvollziehen können

Natürlich machen derartige Verzögerungen die Bewertung der SEO-Maßnahmen schwer, da der Zusammenhang scheinbar fehlt. Doch die Kenntnis darüber, dass es Verzögerungen geben kann, bedeutet, bereits einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung – und damit wieder zu erfolgreichen SEO-Maßnahmen.