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SEO für Food Blogger: Der ultimative Leitfaden für Einsteiger

Deine Freunde würden alles dafür tun, von dir bekocht zu werden? Du hast noch dazu ein Händchen für Fotografie und willst unter die Food Blogger gehen? Good for you! Allerdings bist du damit nicht allein: Neben Fashion ist Food eins der beliebtesten Blogthemen. Dass dein Food Blog das nächste große Ding wird, ist also nicht gesagt…aber: Mit Food Blog SEO erhöhst du deine Chancen auf Erfolg ganz gewaltig. Wir zeigen dir, was du bei Bildern, Text und Technik beachten musst, wenn es um Food Blogging geht!

Zugegeben, die harte Wahrheit von oben wolltest du wahrscheinlich hier nicht hören – schließlich sind doch Mama, Papa und dein ganzer Freundeskreis begeistert von deinen Kochkünsten? Das mag sein, doch strategisch vorgehen solltest du trotzdem.

Die 3 wichtigsten Komponenten erfolgreicher Food Blogs

Wie bei jedem anderen Themenbereich gilt auch bei erfolgreichen Food Blogs: Ja, der Google-Algorithmus muss deinen Blog mögen. Das passiert jedoch nur, wenn die User deine Seite gut finden. Nutzerfreundlichkeit sieht Google nämlich besonders gern. Und was heißt das konkret für dich? Ganz einfach, dass du dich bei deinem Blog um ein paar große Komponenten kümmern musst:

  1. Content (Text, Bild und Layout)
  2. eine sinnvolle Keyword-Abdeckung
  3. die technische Seite

Eine Kleinigkeit ist so ein SEO-optimierter Food Blog nicht. Damit sich der Aufwand lohnt, solltest du deinen Blog von Anfang an systematisch aufziehen. Falls du dir jetzt denkst, Naja…eh klar?! – Glückwunsch, du bist schon auf dem richtigen Weg. Also los: So ziehst du Bild, Text und Technik am besten auf!

Bildschön: Wie du bei Food Blogs am besten mit Bildern umgehst

Würdest du ein Rezept nachkochen, von dem du nirgends ein Bild finden kannst? Eher nicht, oder? Tatsächlich kann man so ziemlich jedes Gericht so fotografieren oder filmen, dass es spektakulär aussieht. Ja, sogar ein Käsebrot. Dementsprechend unverzichtbar ist es, dass du deinen Food Blog bebilderst. Und zwar nicht irgendwie, sondern richtig.

Beispiel schlechte Food-Blog-Bebilderung
So bitte nicht – appetitlich sieht irgendwie anders aus… (Quelle: chefkoch.de)

Schritt 1: Das perfekte Motiv

Man möchte meinen, das einzig wirklich perfekte Motiv für einen Food Blog-Eintrag ist das fertige Essen. Das ist schließlich dein Köder, mit dem du deine Leser neugierig machen willst. Oder? Nicht ganz!

Wirklich authentisch wirkt ein Rezept erst, wenn der User möglichst genau mitverfolgen kann, wie das Endergebnis eigentlich entsteht.

Zeig deinen Lesern nicht nur das Resultat aus zehn verschiedenen Winkeln. Mach außerdem Fotos während der einzelnen Phasen der Zubereitung oder vielleicht sogar ein bis zwei kurze Video-Anleitungen für komplizierte Schritte.

Wie viele verschiedene Bilder sinnvoll sind, hängt immer vom Schwierigkeitsgrad ab. Für einen gemischten Salat musst du nicht jede halbierte Tomate einzeln ablichten. Wenn du allerdings eine Anleitung für Anfänger zum Thema „das perfekte Steak“ schreiben willst, sieht es schon wieder anders aus: Was darf man sich unter einem Medium-Rare-Steak vorstellen? Woran erkennt man, dass das Steak Well Done ist? Mit einem einzelnen Bild kommst du da nicht weit.

via GIPHY

Übrigens darf in diesen Shots während der Zubereitung gerne auch der Eindruck von „Unordnung“ beim Kochen erkennbar werden. Die Anführungszeichen deshalb, weil du natürlich nicht die Fettspritzer auf dem Herd oder die im Spülbecken gestapelten Töpfe fotografierst, sondern die ästhetische Version des Küchenchaos. Ein paar zufällig wirkende Brotkrümel, ein kleiner Rest Aufstrich am Messer – selbst wenn insgeheim jeder weiß, dass es in der Küche wohl kaum wirklich so ordentlich zugeht, wirkt das doch authentischer als ein völlig steriles Umfeld.

Schritt 2: Das perfekte Foto

Was du für deinen Food Blog am besten fotografierst, haben wir jetzt geklärt. Bleibt nur noch die Frage, wie du es am besten anstellst, dass die Fotos möglichst professionell wirken. Übrigens: Wie Fotograf Jürgen Müller in diesem Interview erklärt, musst du dafür gar nicht unbedingt eine sündteure Kamera kaufen. Wichtig ist vielmehr

  • ein ausgewogenes Spiel von Licht und Schatten
  • ein passender Hintergrund
  • das richtige Stadium im Kochprozess (fertig gegartes Gemüse ist z.B. längst nicht so farbintensiv wie halbgares)
  • die Bildkomposition

Da unsere Spezialität aber SEO ist und nicht Food-Fotografie, verweise ich an dieser Stelle lieber auf das Knowhow von echten Profis. Tipps und eindrucksvolle Beispiele findest du unter anderem bei Rachel Korinek von Expert Photography oder bei Foodtastic. Unterm Strich hilft nur ausprobieren: Welcher Stil, welche Props, welches Licht und welche Bearbeitung passt am besten zu deinem Food Blog?

Schritt 3: Der perfekte Einsatz

Ein Bild, bei dem deinen Lesern das Wasser im Mund zusammenläuft, ist die eine Sache. Der optimale Einsatz dieses Bilds ist wieder eine ganz andere. Das fängt schon mit der Bildformatierung an: Je größer die Bilddatei, desto länger die Ladezeiten…und desto unzufriedener der Google-Algorithmus. Nutze deshalb auf jeden Fall Tools wie TinyPNG zum Komprimieren deiner Fotos.

Wichtig ist außerdem eine aussagekräftige Alt Description für deine Fotos. Wenn auf dem Bild zum Beispiel ein wunderschönes Himbeer-Mascarpone-Dessert zu sehen ist und du für diesen Begriff ranken willst, muss Google das auch verstehen können. Und das geht nur, wenn du den Alt-Text entsprechend wählst. An dieser Stelle könnte dich vielleicht unser Video zur Google-Bildersuche interessieren – gerade beim Thema Food Blogging ein wichtiger Faktor!

Eins noch: Verlass dich auf keinen Fall nur auf ein tolles Titelbild, das den Bereich above the fold dominiert. Das kann sogar kontraproduktiv sein. Ja, User wollen sehen, wie das fertige Gericht aussieht – aber in erster Linie wollen sie eben doch wissen, wie man es zubereitet.

Was der User will, ist und bleibt für Google nun mal oberste Priorität.

Gib deinen Lesern also im unmittelbar sichtbaren Bereich unbedingt eine Möglichkeit, direkt zur Anleitung zu gelangen.

Klartext: Was User auf Food Blogs wirklich lesen wollen

Auf einem Food Blog schreibt man eh nur Rezepte auf, das kann doch nicht so schwer sein? Diesen Gedanken solltest du ganz schnell wieder vergessen. Denn was du brauchst, ist eine ausgeklügelte Mischung aus persönlicher Note und Klartext ohne Schnickschnack. Was heißt jetzt eigentlich „Texten für einen Food Blog“?

Persönlich werden – ja oder nein?

Wenn es unter Food Bloggern eine ungeschriebene Regel zu geben scheint, dann wohl die: Stell deinem Rezept un-be-dingt deine ganze Lebensgeschichte voran. Na gut, das ist vielleicht übertrieben, und doch beginnen die meisten Food Blog-Einträge mit einer persönlichen Geschichte, die manchmal gefühlt bei Adam und Eva anfängt.

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Don’t get me wrong: Eine Einleitung, in der du einen Bezug zu deinem Alltag herstellst, ist per se überhaupt kein Problem. Ganz im Gegenteil, so können deine Leser dich kennenlernen und du holst sie auf einer persönlichen Ebene ab. ABER: Vergiss dabei nicht, dass ein User nicht primär aus Interesse an deiner Person bei dir landet, sondern weil er den Titel des Blogposts interessant findet.

Übersetzt heißt das, dass die Leute möglichst schnell zu deinem Rezept gelangen wollen. Und damit sind wir wieder bei der Grundregel von oben: Wenn deine Einleitung allzu lang ausfällt, brauchst du erst recht einen „zum-Rezept“-Button, der ungeduldige Besucher sofort zur gesuchten Information bringt.

Dein Ziel beim Texten für den Food Blog ist es, verständlich, schnell und umfassend zu informieren.

Wie viel Text für dieses Ziel nötig ist, ist ganz unterschiedlich. So und so gilt nicht der Grundsatz „so viel Text wie möglich“. Apropos brauchen – wie unterscheidest du, was wichtig ist und was weg kann?

Welchen Text braucht dein Food Blog unbedingt?

Damit dein Food Blog aus der Menge hervorstechen kann, muss der User bei dir einen klaren Mehrwert gegenüber anderen Blogs erkennen. In der Blog-Praxis heißt das: Erweitere dein Text-Repertoire und liefere nicht nur gute Rezepte, sondern auch alles, was man zu dem Thema sonst noch wissen will oder sollte:

  • Fass das Gericht über oder direkt unter dem ersten Foto kurz zusammen.

Für welche Gelegenheit eignet es sich? Welchen Vorteil hat man, wenn man es auf deine Art zubereitet? Wo ist der Twist?

  • Beantworte FAQs zu diesem Gericht.

Sammle alle Fragen, die zum Thema oft auftauchen, sodass sich der User nicht extra durch unzählige Foren klicken muss. Welche Zutaten lassen sich (z.B. bei Unverträglichkeiten) wodurch ersetzen? Was sind die Nährwerte? Was kann schiefgehen, d.h. wo muss man besonders aufpassen? Wie sieht es mit dem Temperaturunterschied zwischen Umluft und Ober-/Unterhitze aus? Geht es ohne Grillfunktion genauso?

  • Fordere zum Handeln auf.

Es mag banal klingen, aber wirkungsvoll sind CTAs eben doch. Frag am Ende des Artikels, ob schon jemand das Rezept nachgekocht hat, wie es geworden ist usw. Die Chancen, dass dir ein stolzer User gern von seinem Erfolg erzählt (oder davon, dass er ganz edgy eine Zutat durch eine andere ersetzt hat!), stehen gut.

User zum Handeln auffordern
So viele Möglichkeiten!
  • Kennzeichne Affiliate-Projekte oder Sponsored Content als solchen.

Unbedingt und ausnahmslos immer, am besten schon above the fold. Alles andere wirkt wie Schleichwerbung und ziemlich unsympathisch.

Diese Tipps gibt übrigens auch Casey Markee, Gründer von Media Wyse und Experte für Food Blog SEO. Wenn du ein bisschen Zeit hast, kannst du dir hier ein ausführliches Interview anhören.

In diesem Ratgeber erfährst du noch mehr über das Schreiben von SEO-Texten.

Wie setzt man das am schönsten um?

Ein schöner Text will in schönes Layout verpackt werden. Für Food Blogs bedeutet das, dass du vor allem auf diese Punkte achten solltest:

  • Schreib Absätze, die aus etwa 2-3 knackigen Sätzen bestehen.

Ähnlich beliebt wie endlose Einleitungen scheinen in der Foodie-Szene einzeilige Absätze. Wenn sich dieses Muster durch den ganzen Text zieht, wirkt das allerdings extrem abgehackt. Ja, du sollst die Dinge auf den Punkt bringen, aber den meisten Users kann man durchaus zutrauen, mehrere Sätze direkt nacheinander zu lesen.

  • Setze Fett- und Kursivschreibung ein.

Die Dosis ist hier natürlich der springende Punkt. Du hast es mit vergleichsweise kurzen Absätzen zu tun, es sollte also nicht jedes Wort fett oder kursiv sein. Denn das sieht gar nicht mal so schön aus, oder?

  • Beschreibe Vorgehensweisen kurz und knapp.

Wenn der Ofen auf 250°C vorheizen oder das Nudelwasser kochen muss, kannst du das in einem Satz angeben. Und nein, das ist kein Widerspruch zum ersten Punkt – manche Dinge kann man in wenigen Worten beschreiben. Die Mischung macht’s.

  • Nummeriere die einzelnen Schritte durch.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung ist nicht nur für deine Leser praktisch, sondern auch für Google. Der Algorithmus erkennt in so einem Fall eine gewisse Ordnung in deinem Content, und dadurch einen klaren Mehrwert für den User.

Alles klar soweit? Dann bleibt nur noch eine Frage: Wie findest du eigentlich heraus, welche Inhalte du am besten in deinen Food Blog aufnimmst? Es gibt schließlich in dieser hart umkämpften Nische so einige Themen, mit denen deine Chancen auf eine gute Google-Platzierung von vornherein minimal sind. Um eine kleine Keyword-Recherche kommst du also bei einem Food Blog nicht herum, aber keine Sorge: Das ist gar nicht so kompliziert.

Gesucht, gefunden: Deine Keyword-Abdeckung

Einzigartigkeit lautet der Schlüssel zum Glück, wenn es um kluge Keyword-Abdeckung geht. Wow, was für eine Erkenntnis, denkst du jetzt? Stimmt. Deshalb sparen wir uns weitere Allgemeinposten und schauen uns lieber im Detail an, wie du passende Keywords für deinen Food Blog herausfindest.

Keywords auf Food Blogs – wie geht das und was bringt das?

Stell dir vor, du hast ein unglaublich gutes Rezept für Schoko-Brownies und willst es auf deinem Blog veröffentlichen. Tja, Brownies sind eine tolle Sache – aber das sehen andere Food Blogger genauso. Wenn du zum Beispiel im Keywords Explorer von Ahrefs „schoko brownie“ eingibst, erhältst du dieses Ergebnis:

Keyword Schoko Brownie in Ahrefs
Auf die Formulierung kommt es an!

200 Suchanfragen pro Monat für „schoko brownie“, 250 Anfragen für Rezepte – das ist zwar längst nicht so viel wie bei anderen Food-Themen, aber auch nicht gerade wenig. Bei „low carb schoko brownie“ sieht es allerdings schon ganz anders aus. Klar, das monatliche Suchvolumen ist deutlich niedriger, doch es handelt sich eben um eine sehr viel spezifischere Suchanfrage.

Das kannst du für dich nutzen: Halte dich zunächst an Long-Tail-Keywords. Das sind, grob gesagt, Suchanfragen mit drei Wörtern oder mehr, die in genau dieser Kombination eher selten (manchmal sogar nur ein einziges Mal) gesucht werden. Dementsprechend gibt es hier deutlich weniger Konkurrenz und du kannst auf lange Sicht einiges an Traffic aus solchen spezifischen Keywords herausholen. Such deshalb immer zuerst nach Variationen eines Suchbegriffs, für die du relativ einfach ranken kannst.

Keyword Brownie Rezept einfach in Ahrefs
Simple Variationen können einen großen Unterschied machen.

Du siehst schon: Allein für „brownie rezept einfach“ zu ranken, könnte kompliziert werden. Sobald du aber noch „schoko“ davorstellst, tust du dir damit schon einen großen Gefallen. Es ist eigentlich ein No-Brainer, denn Schoko-Brownies sind nun mal der unumstrittene Klassiker – doch weil der User bei „Brownie“ sofort von Schokolade ausgeht, wird selten explizit danach gesucht. Und trotzdem kannst du dein Rezept mit dieser kleinen Variation viel leichter unterbringen, als wenn du es einfach nur auf „schoko brownie (rezept)“ optimieren würdest.

Wie du deine Keywords sinnvoll einsetzt

Nehmen wir mal an, du hast jetzt ein bisschen Zeit investiert und wichtige (Nischen-)Keywords herausgefiltert. Als nächstes kommt es darauf an, deine Rechercheergebnisse sinnvoll umzusetzen, indem du…

  • …angemessene Kategorien bildest

Überlege dir genau, von welchem Startpunkt der User seine Reise antritt und sortiere deine Beiträge entsprechend ein. Zum Beispiel sucht man eher nicht nach einer Kategorie wie „Apfel“, sondern nach einem Gericht oder einer Mahlzeit mit dieser Zutat („apfelkuchen“, „apfel porridge“). Du bräuchtest also Kategorien wie „Frühstück“, „Snack“, „Gebäck“ usw.

  • …mit passendem Ankertext intern verlinkst

Interne Verlinkungen sind praktisch für den User und noch praktischer für den Google-Algorithmus: So vermittelst du, wo der besonders wichtige Content liegt. Verwende am besten einen Ankertext, der den Content beschreibt, d.h. dem Titel des verlinkten Beitrags möglichst ähnlich ist.

  • …auf Saisonalität achtest

Zu jeder Jahreszeit gibt es bestimmte Obst- und Gemüsesorten, die gerade Saison haben. Wenn du dich danach richtest, förderst du nicht nur umweltfreundliches Kochen, sondern bedienst außerdem die Interessen deiner Leserschaft: Niemand will im August einen wärmenden Eintopf, genauso wie im Dezember wohl niemand nach Rezepten für Wassermeloneneis suchen wird. Richte unbedingt deinen Redaktionsplan nach Saisonalität aus.

So weit, so logisch? Sehr gut, dann sind wir auch schon beim Grande Finale, nämlich der technischen Seite deines Food Blogs!

Eine Frage der Technik: Die Basics für Food Blogger

Du kannst es lieben oder hassen, ganz kommst du um die SEO-Hintergrundarbeit allerdings nicht herum. In der Praxis heißt das, dass du diese Bereiche im Auge behalten bzw. sorgfältig umsetzen solltest:

  • Meta Descriptions / Snippets
  • Sitemap
  • Backlinks
  • Plugins

Falls du deinen Food Blog auf WordPress startest, gibt es ein paar klassische Plugins, mit denen du dir eine Menge Aufwand sparen kannst. Dazu zählen Yoast SEO oder The SEO Framework, der Sitemap Generator, WP Tasty, WP Recipe Maker oder EasyRecipe.

Zugegeben, das Thema WordPress SEO ist zu umfangreich, als dass es wir es hier vollständig erklären könnten. Wenn du es genauer wissen willst, schau dir am besten unsere Videos zu Yoast SEO und perfekten Snippets an!

Ein Food Blog kann eine sehr emotionale Angelegenheit sein. Essen ist ein Thema, das zwangsläufig jeden betrifft – ohne geht es nun mal nicht, und deshalb gibt es eine Menge Menschen, die aus ihren täglichen Mahlzeiten echte Highlights machen wollen. Daneben gibt es die, die einfach nur gesund, gut und günstig kochen (lernen) wollen. Dann gibt es die, die am liebsten jeden Tag etwas Neues probieren. Und die, die lieber auf Nummer Sicher gehen und immer wieder die Klassiker kochen…

Tja, allen wirst du es mit deinem Food Blog nie recht machen können. Wenn du aber deine Nische gefunden hast und nicht nur das Thema Essen mit viel Liebe behandelst, sondern auch die SEO für deinen Blog, bist du auf dem besten Weg zum Food Blog Fame. Viel Erfolg – und wenn du zwischendurch mal jemandem zum Probeessen einladen willst, sagen wir sicher auch nicht Nein!

Content Creators und Zielgruppen

Briefing für Webtexter: So bekommst du den perfekten SEO-Text geliefert

Stell dir vor, du suchst neue Laufschuhe und gehst ins Sportgeschäft. Dort fragt dich ein Verkäufer, wie er helfen kann…und erzählt dir dann alles Mögliche über ein neues Pflegespray für Winterstiefel. Tja, der gute Mann hätte seine Zielgruppe komplett verfehlt, und das ist ein absolutes No-Go – auch für Online-Texte. Deshalb erfährst du hier alles über Zielgruppen, Buyer Personas und wie das mit richtig, richtig gutem Content zusammenhängt!

Na gut, das Beispiel von oben ist (hoffentlich) so nie passiert. Trotzdem kennst du selbst bestimmt diese Inhalte, bei denen du dich fragst: Für wen soll das bitte gemacht sein?? Content Creation ist eben doch kein Kinderspiel…

Wer, was und wieso überhaupt? Content Creation 101

 

Content creators

Gib’s zu: Du hast bestimmt auch schon mal innerlich die Augen verdreht, wenn sich jemand als „Content Creator“ vorgestellt hat.

Halb so schlimm, vergeben und vergessen – wahrscheinlich hast du einfach noch niemanden getroffen, der dir den Sinn hinter dieser Tätigkeit erklären kann. Und den muss man verstehen, bevor man maßgeschneiderte, sinnvolle Inhalte schreiben kann. Also los!

Warum eigentlich Webtexter?

Webtexter schreiben Texte fürs Web. No shit, Sherlock. Aber braucht es dafür im Unternehmen tatsächlich eine Person, die nur das tut? Wie schwierig kann es sein, ein paar Wörter zu schreiben, die die Besucher deiner Seite voll überzeugen (und zwar so sehr, dass sie immer wieder zu dir zurückkommen)?

Tja, die Sache ist die: Einen wirklich guten Webtext schreibt man nicht „einfach so“ – besonders in Zeiten, in denen viele User durch Clickbait-Artikel schon negative Erwartungshaltungen mitbringen. Mal schnell nebenher texten, das funktioniert nicht. Sonst landest du blitzschnell bei Thin Content oder Duplicate Content. Ein Beispiel, wie es richtig geht, findest du im Video:

Nur zur Orientierung: Hinter unseren Texten stecken je nach Thema und Umfang in der Regel mindestens 5-6 Stunden, aber gut und gern auch mal ein ganzer Arbeitstag. Was bitteschön machen die den ganzen Tag, fragst du dich? Ganz einfach:

  • einlesen
  • den Text strukturieren
  • Infos sammeln
  • schreiben

Aber bevor all das passiert, kommt einer der wichtigsten Schritte überhaupt: die Zielgruppe festlegen!

Warum eigentlich Zielgruppen?

Grob gesagt, zählen zu einer Zielgruppe mehrere fiktive Menschen, die alle gewisse Charakteristika teilen. Anhand dieser Merkmale vermutest du, dass sie großes Interesse an deiner Leistung bzw. deinem Produkt haben könnten. Genau deshalb richtest du dich nicht einfach an alle Menschen weltweit (falls doch, viel Glück damit), sondern nur an eine vergleichsweise kleine Gruppe.

Zielgruppe vs Buyer Persona

Nein, das ist nicht das Gleiche…

Die Zielgruppe ist allerdings keine einzige graue Masse, deren Mitglieder alle absolut gleich sind. Sie besteht vielmehr aus unterschiedlichen Buyer Personas. Das ist, wie der Name schon verrät, nichts anderes als ein fancy Begriff für modellhafte bzw. repräsentative Einzelpersonen, die deine Kunden werden sollen.

Achtung: „Zielgruppe“ heißt nicht „Berufsgruppe“, „Durchschnittsalter“ etc. Das sind Teilbereiche und gemeinsame Eigenschaften, aber noch lang keine aussagekräftigen Zielgruppen. Die Menschen, die eine Zielgruppe ausmachen, sind keine eindimensionalen Roboter, sondern (um es mal besonders poetisch zu sagen) vielschichtige Persönlichkeiten. Und schon sind wir am Ende unseres Theorie-Crashkurses – Zeit für ein bisschen Action!

Die perfekte Zielgruppe

Wie du deine Zielgruppe festlegst, hat alles damit zu tun, wie du deinen Content gestaltest. So offensichtlich das klingen mag: Dieses Prinzip ist nicht rein auf Online-Content beschränkt. Nehmen wir nur mal die BILD im Vergleich mit der Süddeutschen Zeitung – nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch ein himmelweiter Unterschied, der bei der jeweils anderen Zielgruppe niemals funktionieren würde. Aber zurück zur Content Creation für Webtexter: Wie geht das denn jetzt konkret?

Maßarbeit: Die Zielgruppe festlegen

„Wir wollen junge Menschen ansprechen!“ Wer meint, mit diesem Satz die Zielgruppe schon perfekt eingegrenzt zu haben, hat ein kleines Problem: Es werden viel Zeit und Geld für Content draufgehen, und doch wird der Aufwand nicht wirklich viel bringen. Wie denn auch? „Junge Menschen“, das kann alles und nichts aussagen. Theoretisch ist schon ein Baby ein „junger Mensch“.

Das Alter ist nur einer von vielen, vielen Faktoren, die bei der Target Audience eine Rolle spielen. Deshalb sollte dein erster Schritt sein, zumindest die folgenden Kriterien festzulegen:

  • Demografischer Hintergrund

Das heißt: Alter, Herkunft, Größe des Haushalts, Familienstand, religiöse Einstellung, … Diese Angaben lassen sich meist noch einigermaßen leicht eingrenzen, weil man recht genaue Vorstellungen oder sogar schon erste Daten von Umfragen hat.

  • Sozioökonomischer Hintergrund

Was verdient deine Zielgruppe? Welche Ausbildung und welche Werte hat sie? Was ist der aktuelle Berufsstand?

  • Psychografischer Hintergrund

Spätestens jetzt wird’s emotional: Welche Motivation bringt ein User mit? Ist er neugierig? Will er die eigene Produktivität steigern? Hat er vielleicht ein schlechtes Gewissen und will hören, dass alles nur halb so wild ist? Will er in seiner eigenen Meinung bestätigt werden bzw. sucht er Anerkennung? Und, ganz wichtig: Welche Anliegen, Sorgen und Wünsche bringt er mit? Anders gesagt, what’s the problem?

  • Kaufverhalten

Ach ja, das liebe Geld: Wie sensibel ist der User, was Preise betrifft? Wie zufrieden ist er mit bereits gekauften Produkten? Welche Reichweite hat er als (zufriedener) Käufer? Und welches Nutzerverhalten zeigt er eigentlich – Smartphone-Surfen oder Zugriff via Desktop?

Das sind noch längst nicht alle Fragen, die zu deinen ersten Überlegungen zählen sollten, sondern nur das absolute Grundgerüst. Je mehr Details dir einfallen, desto besser. Tob dich auf einer Mind Map aus, geh nach draußen und sprich dir Notizen aufs Smartphone, mach einen Purzelbaum oder zieh zum Nachdenken deine blauen Glückssocken an – mit anderen Worten, tu alles, um deine Zielgruppe für dich greifbar zu machen.

Zielgruppenfindung à la Don Draper – warum nicht? (Giphy)

Achtung: Das heißt nicht, dass du jedes beliebige Merkmal in deine Liste aufnehmen sollst. Wichtig sind nur Zielgruppen-Eigenschaften, die für dich tatsächlich relevant sind. Auf die kommst du einerseits durch gründliches Nachdenken und andererseits durch Umfragewerte, die du idealerweise zu einem früheren Zeitpunkt schon gesammelt hast.

Witzbold, denkst du dir jetzt, woher soll ich die denn jetzt bitte nehmen? Immer mit der Ruhe: Eigene Umfrageergebnisse sind zwar super, aber im Zweifelsfall kannst du dir einfach anschauen, was die Kunden von der Konkurrenz ausmacht.

Beispiel 1: Deine Target Audience

Um das Ganze mal ein bisschen anschaulicher zu machen, hier ein kleines Beispiel. Gehen wir davon aus, dass zu unserer Zielgruppe unter anderem eine StudentInnen-WG gehört:

  • Elli, 24, studiert Biologie und Sport auf Lehramt und verdient in ihrem Nebenjob jeden Monat 300 Euro.
  • Sarah, 19, studiert Informatik und hat noch keinen Nebenjob. Sie wird von ihren Eltern unterstützt.
  • Markus, 21, studiert Kommunikationswissenschaften. Je nachdem, wie viel Trinkgeld er beim Kellnern kriegt, hat er pro Monat 400-500 Euro zur Verfügung.

Die drei haben ein Problem: Ihre Waschmaschine ist kaputt. Das Budget ist nicht gerade üppig, aber keiner hat Lust, die Wäsche immer in den Waschsalon um die Ecke zu bringen. Die neue Waschmaschine soll also möglichst günstig sein, findet Sarah, wichtig ist nur eine gute Umweltbilanz. Zur Not steuern ihre Eltern etwas bei.

Elli hat schon oft genug billige Haushaltsgeräte gekauft. Sie will lieber mehr ausgeben und dafür eine Waschmaschine mit längerer Lebensdauer, nicht zuletzt, weil in einem 3-Personen-Haushalt doch relativ viel gewaschen wird. Markus ist hin- und hergerissen, denn er kann sich nicht jeden Monat auf ein gleichbleibendes Gehalt verlassen.

Die Wäscheberge türmen sich, die Stimmung ist zunehmend angespannt und es muss eher heute als morgen eine Entscheidung fallen. Ach ja: Die WG hat kein Auto zur Verfügung, am praktischsten wäre deshalb eine Lieferung direkt nach Hause…

Google-Suche für 'waschmaschine kaufen'

Brand Searches, Tipps, Hersteller – so könnten die Interessen unserer Buyer Personas aussehen

Dieses Szenario ist fiktiv und doch so oder so ähnlich bestimmt schon hundertmal passiert. Das erkennt man allein schon an einer ersten Google-Suche, wie du sie oben siehst. An dieser Stelle ist es übrigens deutlich von Vorteil, wenn du schon eine Ahnung davon hast, wie du Suchintentionen herausfiltern kannst:

Zurück zu unserer WG, wo wir zunächst einmal festhalten können: Es geht um ein gemeinsames dringendes Problem und sehr unterschiedliche Ansichten. Was die drei brauchen, ist:

  • eine No-Nonsense-Beratung mit allen Vor- und Nachteilen
  • einen Vergleich unterschiedlicher Modelle
  • eine Auflistung der Folgekosten
  • Tipps, wie man eine Waschmaschine pflegen sollte

Und damit kratzen wir übrigens erst an der Oberfläche.

It’s getting personal: Die Buyer Persona

So you’ve got a target audience! Jetzt geht der eigentliche Spaß aber erst so richtig los, denn du willst wissen, wer die Menschen hinter den doch ziemlich anonymen „Personen“ in der Zielgruppe sind. Du brauchst also einen fiktiven (!) prototypischen Kunden oder, um es in Marketingsprache auszudrücken, eine Buyer Persona.

Eigentlich brauchst du sogar mehr als eine Buyer Persona, denn wir gehen ja davon aus, dass deine Zielgruppe aus mehreren Individuen besteht. Zwei bis drei Buyer Personas solltest du dir auf jeden Fall zurechtlegen. Gleichzeitig gilt allerdings: Qualität vor Quantität.

Eine Buyer Persona ist fiktiv, aber deshalb nicht weniger aussagekräftig. Bleib also nicht zu sehr an der Oberfläche. Notiere dir zum Beispiel…

  • den Namen
  • die Wohnsituation
  • den Lifestyle und damit (u.a.) zusammenhängend…
  • …die Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit
  • was die Person für deine Marke darstellen könnte (Kunde? Mundpropaganda?)
  • den Familienstand und die Größe des Freundeskreises
  • Hobbies

Das ist nur eine kleine Auswahl. Für eine Buyer Persona, die du dir problemlos als echten Menschen vorstellen könntest, hilft es oft schon, sich ein entsprechendes Bild zu suchen. Ob bei Google, Unsplash, Fotolia oder anderswo: Ein Foto, das deiner Vorstellung von dieser Person entspricht, findest du mit ein paar Klicks.

Bild einer Buyer Persona

Gestatten: Sarah!
Quelle: Unsplash

Wenn es dir hilft, kannst du zur Übung auch zuerst versuchen, Charaktere in einer Fernsehserie auf Buyer Personas herunterzubrechen. Michael King von Moz macht das am Beispiel der Schlümpfe und unterteilt dabei so:

  • Segmente – gleiche Eigenschaften im Gesamtbild wie etwa Wohnort
  • Kohorten – gleiche (Erfahrungs-)Werte, z.B. Generationenzugehörigkeit
  • Personas – spezifische Archetypen mit individuellem Charakter

Wenn Zeichentrick nicht dein Ding ist, machst du das eben mit Game of Thrones, Sherlock, den Zombies in The Walking Dead – was dir eben hilft, die Einteilung anschaulicher zu machen.

Details bei Buyer Personas

Es gibt keine Details? Shame!

Das klingt vielleicht komisch und nach Spielerei, aber probier es einfach mal aus. Muss ja keiner wissen, und für dich ist es garantiert aufschlussreich.

Beispiel 2: Deine Buyer Personas

Zurück zu unserer waschmaschinenlosen WG. Wenn du deinen Job gründlich machen willst, erstellst du jetzt natürlich für alle drei einen Hintergrund.

Das heißt, du lernst jede/n von ihnen noch näher kennen. In Ellis Fall könnte das dann so aussehen:

  • Alter: 24
  • Beschäftigung: Studentin
  • Nebenjob: Lehrerin in einem Nachhilfestudio plus private Nachhilfestunden
  • Wohnsituation: Wohngemeinschaft in einer mittelgroßen Stadt mit durchschnittlichen Lebenshaltungskosten
  • Beziehungsstatus: ledig
  • Monatsnettoeinkommen: 300 Euro, plus/minus schwankende Einnahmen von 60-80 Euro aus der privaten Nachhilfe. Die Zusatzeinnahmen versucht Elli zu sparen.
  • Einstellungen: Qualität statt Quantität, langfristiger Nutzen, überlegte Kaufentscheidungen, Unabhängigkeit von den Eltern
  • Kaufverhalten: gezwungenermaßen preissensibel und deshalb eher Online-Bestellungen, da hier bessere Preise zu finden sind. Elli ist kein Fan von Ratenzahlungen; sie will keine Schulden machen.
  • Potential: eher einmalige Kundin, dafür aber bei Zufriedenheit gute Bewertung und ggf. Weiterempfehlung

Diese Liste kannst du noch beliebig lang weiterführen. Wichtig ist dabei, dass du dich nicht zu sehr mitreißen lässt – manche Eigenschaften sind dann eben doch irrelevant. Du siehst schon, schnell-schnell geht das nicht.

Und was heißt das fürs Texten?

Lange Rede, kurzer Sinn: Du brauchst die Zielgruppe und entsprechende Buyer Personas, um den Text perfekt abstimmen zu können. Das fängt schon mit der Ansprache an. Wenn du dich an Elli, Sarah und Markus wendest, würde das „Sie“ eher befremdlich wirken. Im Gegensatz dazu wären ihre Eltern vermutlich nicht gerade begeistert von einem saloppen „Du“.

Das Gleiche in Grün gilt für den Schreibstil. Die eine Zielgruppe wird es völlig in Ordnung finden, wenn du ein bisschen rotzig-salopp schreibst und gelegentlich ein paar Anglizismen einstreust. Die andere fände so einen Stil unseriös und wäre verzweifelt auf der Suche nach möglichst komplizierten Schachtelsätzen. (Okay, fast niemand liest im Internet gerne kompliziert. You get the point.)

Das heißt: Sprachliche Variationen, die zur Zielgruppe passen, sind nicht optional. Sie sind Pflicht.

Das ist zumindest dann der Fall, wenn du willst, dass die Leser sich ernstgenommen und verstanden fühlen. Je genauer du das Vorwissen deiner Zielgruppe in deinen Content einfließen lassen kannst und je besser du dadurch ihre Erwartungshaltung triffst, desto wertvoller für die Resonanz deiner Inhalte.

Abwechslung beim Content

Tja, ein langweiliges Layout hat Folgen.

Übrigens heißt das außerdem, dass neben dem eigentlichen Text auch das Layout eine große Rolle spielt. Bei gigantischen Textblöcken im Internet denkt sich wirklich niemand, „Wow, geil!“. Erst recht nicht, wenn der Textblock auf dem Smartphone angezeigt wird und dadurch noch größer wirkt.

Deine Inhalte müssen übersichtlich gestaltet sein, Punkt. Aufzählungslisten, Bilder, Grafiken, hier und da vielleicht ein Meme: Möglichkeiten gibt es viele. Und es ist ja nicht so, als würden WordPress und Co. in dieser Hinsicht keine Spielereien zulassen.

TL;DR: Die wichtigsten Do’s & Dont’s zu Zielgruppen

Falls du den Text bis hierher nur überflogen hast und dich immer noch fragst, was du daraus jetzt mitnehmen sollst: Bitteschön, hier die wichtigsten Do’s und Dont’s im Schnelldurchlauf!

PLEASE DO:

  • Investiere Zeit. Schlampige Arbeit und Ratespiele beim Erstellen von Zielgruppen/Buyer Personas/Texten rächen sich irgendwann, z.B. in schlechten Konversionsraten, mangelndem Engagement etc.
  • Sprich die Leser in deinen Texten aktiv an. Aktive Konstruktionen mit „Du“ bzw. „Sie“ sind fast immer besser als Passivsätze.
  • Sei empathisch und schätze realistisch ein, was deine Zielgruppe erwartet. Eher emotionales Storytelling? Einen informativen, ausführlichen Hands-On-Guide? Einen Produkttest? Wenn sie das bei dir nicht findet, dann eben in einem Konkurrenzartikel. Du bist nicht der einzige Anbieter da draußen.
  • Werte die Performance aus. Inwiefern stimmen die Informationen über reelle Kunden/Seitenbesucher mit der Zielgruppe überein, die du im Vorfeld festgelegt hast?

PLEASE DON’T:

  • Schreib nie, nie, nie ausschließlich werbende Verkaufstexte. Das fällt sofort auf und wirkt unsympathisch. Wer mit Werbung zugedröhnt werden will, schaltet den Fernseher ein.
  • Schneide die Zielgruppe nicht so zu, wie du sie selbst gern hättest. Bleib realistisch und gesteh dir ein, wo vielleicht Probleme liegen könnten. Die muss nämlich nicht dein Zielpublikum lösen, sondern du.
  • Verlass dich beim Erstellen der Zielgruppe nicht nur auf irgendwelche Studien, die du vielleicht bei der Recherche findest. Studien können hilfreich sein, keine Frage. Gleichzeitig gibt es eben auch viele „wissenschaftliche“ Erkenntnisse, bei denen in erster Linie der Auftraggeber von den Resultaten profitiert. Und wenn 9 von 10 befragten Personen dieses und jenes Produkt loben, sind das zwar theoretisch 90 Prozent, aber keine aussagekräftige Stichprobe.
  • Investiere auch in die eigentliche Textarbeit genug Zeit. Erstelle einzigartigen (!) Content, statt irgendwo abzuschreiben. Spicken funktioniert vielleicht in der Schule, aber nicht vor dem Google-Algorithmus. Der entdeckt Duplicate Content früher oder später immer.

Eigentlich sollten all diese Punkte selbstverständlich sein. Wenn du dich mal durch ein paar beliebige Unternehmensblogs etc. klickst, wirst du allerdings schnell merken: Ist es nicht. Aus eigener Erfahrung können wir aber sagen, dass sich der Aufwand lohnt.

Also: Investiere lieber eine Stunde zu viel als zu wenig in deine Zielgruppenrecherche, Content-Marketing-Strategie, Contentplanung und natürlich die wunderbaren Inhalte, die du für sie erstellst. Und weil man bekanntlich nie auslernt, bleibt jetzt nur noch eine Frage: Hast du selbst ein paar erstklassige Tipps zum Thema, die du gerne teilen willst? Wir würden uns freuen!

Tangential Content

Was ist Tangential Content und wie hilft mir diese Content-Strategie?

„Ach, du hast dieses und jenes Problem? Rein zufällig ließe sich das mit unserem Produkt lösen!“ So lässt sich ein Großteil des Contents zusammenfassen, den viele Unternehmen scheinbar immer noch für absolut unschlagbar halten. Wer allerdings partout bei dieser Strategie bleibt, wird auf Dauer nicht mit jenen Konkurrenten mithalten können, die schon Tangential Content für sich entdeckt haben.

Was das ist, wie Tangential Content funktioniert und warum diese Content-Marketing-Strategie deine Brand hundertmal sympathischer macht, erfährst du hier!

Was ist Tangential Content?

Wer in Mathe aufgepasst hat, weiß: Eine Tangente ist (um es mal mit Wikipedias Worten auszudrücken) „eine Gerade, die eine Kurve an einem bestimmten Punkt berührt“. Genau darum geht es letztlich bei Tangential Content: Berührungspunkte. Und zwar keine mathematischen, sondern inhaltliche.

Am Thema vorbeireden – was soll das bringen?

Mit Tangential Content sind Inhalte gemeint, die nur indirekt mit einem Thema zu tun haben. Wenn man so will, könnte man sagen, Tangential Content schrammt mit voller Absicht am eigentlichen Verkaufsaspekt vorbei.

Was das soll? Ganz einfach: Der User stellt automatisch eine Verbindung zwischen einem nützlichen/informativen/unterhaltsamen Inhalt und der Marke her – nicht etwa, weil er offensiv mit Werbung zugedröhnt worden ist, sondern weil er für sich einen Mehrwert in dem Content gefunden hat. Wie Kerry Jones von Moz erklärt, lassen sich durch diese Art von Content leichter Backlinks und Social Shares gewinnen. Einen kleinen Crashkurs zum Thema Backlinks gibt’s hier:

How to do Tangential Content: ein paar Beispiele

Die Kunst hinter Tangential Content ist es, sich selbst eben nicht allzu offensiv zu vermarkten. Denn Fakt ist nun mal: Niemand mag Angeber. Das kennst du bestimmt auch von dir selbst: Welchen Grund solltest du haben, einem Anbieter sofort zu glauben, dass er der beste in seinem Gebiet ist? Dieses Versprechen macht jeder, aber als Neukunde hast du keine Ahnung, was wirklich dahintersteckt.

Wenn du auf der anderen Seite des Spielfelds stehst und selbst die Person bist, die ein breiteres Zielpublikum erreichen will, musst du also erst mal das Vertrauen der potenziellen Kunden gewinnen. Und das funktioniert am besten, wenn du ihnen völlig werbefrei einen Mehrwert bietest, zum Beispiel:

  • Ein Händler für Holzmöbel verrät, wie man welche Holzsorte am besten mit der restlichen Einrichtung kombiniert oder wie man die Oberflächen pflegen kann. Dir als Konsument bringt das viel mehr als einfach nur zu lesen: „Wow, unsere Möbel sind einfach unschlagbar!“

Beispiel Tangential Content

So kann Tangential Content aussehen.

  • Ein Immobilienmakler gibt Tipps, wie du deine Wohnung einbruchsicherer gestalten kannst oder welche Must-See-Geheimtipps es in einer bestimmten Umgebung gibt.
  • Ein Anbieter für Kreditkarten bringt einen Beitrag über die beliebtesten Festivals oder Konzerte im Sommer. Die Tickets für solche Events bezahlen schließlich viele (junge) Leute mit der Kreditkarte – et voilà, schon wird eine ganz neue Zielgruppe angesprochen.

Um eine Sache gleich klarzustellen: Wenn du mit Tangential Content beginnst, wird das nicht automatisch von heute auf morgen deine Umsatzzahlen in die Höhe treiben. Darum geht es gar nicht. Aha, und worum dann? Das schauen wir uns gleich noch genauer an, vorher aber kurz zur Frage, was eigentlich gegen den guten alten Branded Content spricht…

Was gibt es bitte gegen Branded Content einzuwenden?

Naja, es ist nicht so, dass Branded Content pauschal schlecht ist. Gleichzeitig sind Inhalte, die sich vor allem mit der Marke bzw. einem Produkt befassen, eben auch nicht das Nonplusultra. Doch wir wollen ja nicht grundlos bashen – hier mal ein paar konkrete Beispiele, wo die Schwachstellen von Branded Content liegen.

Branded/Sponsored Content wirkt nicht authentisch.

Ja, es tut weh, sich das einzugestehen, aber: Advertorials sind leicht als solche zu erkennen. Und sie werden sehr viel weniger wertgeschätzt als Inhalte, die tatsächlich einen Mehrwert bieten und die Suchintention umfassend bedienen. Mehr zum Thema Suchintention erfährst du hier:

Wenn die Hauptaussage eines Posts ist, „Wow, XY ist zufällig ganz toll,“ ist das nicht gerade überzeugend und längst nicht so subtil, wie die Marketingabteilung dahinter vielleicht glaubt.

Branded Content macht Linkaufbau mühsam.

Keine Zielseite ist scharf darauf, Content zu veröffentlichen, der allzu offensichtlich werblich ist. Oder hättest du als Publisher Lust, ständig mit extrem werblichem Content in Verbindung gebracht zu werden? Für das Backlink-Portfolio sind solche Inhalte also nicht gerade das Gelbe vom Ei.

Branded Content stellt die Content Creators vor eine Herausforderung.

Je öfter man über ein Thema schreiben muss (und das natürlich möglichst enthusiastisch!), desto wahrscheinlicher ist es, dass irgendwann die Schreibblockade kommt. Früher oder später ist alle Begeisterung aufgebraucht. Dann wird der Content mit jeder Wiederholung wie die Pasta, die man schon den dritten Tag in Folge aufwärmt: langweilig, ohne Substanz und unbefriedigend. You can do better.

Branded Content oder Tangential Content

Die Frage aller Fragen…

Also nie wieder Branded Content?

Falls du jetzt den Eindruck bekommen hast, dass markenbezogener Inhalt mit werblicher Tendenz so ziemlich die größte Content-Sünde ist, die du dir leisten kannst: Nein, so ist es natürlich auch wieder nicht. Der Content darf sich auf jeden Fall mit deiner Marke bzw. deinem Produkt befassen – aber eben im richtigen Ausmaß.

Zusammengefasst:

  • Schreib nicht einfach permanent darüber, wie unglaublich deine Marke ist, nur damit du etwas hast, das du posten kannst.
  • Konzentriere dich auf sinnvollen Content, idealerweise eine Mischung aus Branded und Tangential Content.
  • Ein gewisser Prozentsatz deiner Content-Strategie sollte sich immer um Tangential Topics drehen.

Was du letztendlich willst, ist die User erreichen und ihr Interesse wecken. Was du nicht willst, ist willkürlicher Content, für den die Leute nur ein müdes Schulterzucken übrighaben. Und damit sind wir schon wieder zurück bei der Frage, was eigentlich der große Vorteil von Tangential Content ist!

Was bringt Tangential Content?

In der Pilotfolge von Mad Men verkündet Werbeprofi Don Draper: „Advertising is based on one thing: happiness.“ Und nicht viel anderes steckt hinter Tangential Content: Diese Inhalte funktionieren genau deshalb so gut, weil sie auf emotionaler Ebene einen Nerv treffen.

Zugegeben, es geht dabei nicht immer um Glücksgefühle, aber doch darum, gewisse Reaktionen zu erzeugen. Wenn man mal ein bisschen um die Ecke denkt, merkt man schnell: So ziemlich jedes Thema kann emotionalisiert werden. Irgendwelche Probleme oder Wünsche bringt der User immer mit – die Kunst von Tangential Content ist es, auf diese Bedürfnisse einzugehen. Und das hat einige Vorteile:

  • Vertrauen

Indem du zeigst, dass du auf inhaltlicher Ebene mehr draufhast als sture Werbephrasen und stattdessen regelmäßig auch hilfreiche Ratschläge oder Einblicke gibst, wirst du zur vertrauenswürdigen Informationsquelle. Vertrauen ist die Grundlage für jedes gute Kundenverhältnis – und ein Schlüsselfaktor im E-A-T Score von Google.

  • Backlinks

Wenn z.B. ein Blogger deinen Gastbeitrag als interessant für die eigene Zielgruppe einschätzt, hast du viel bessere Chancen, dass diese Person deinen Content publiziert. Im Idealfall bekommst du so Backlinks von Seiten, die der Google-Algorithmus als besonders relevant bewertet und reitest dadurch gleich mit auf der Erfolgswelle.

  • Reichweite

Durch Tangential Content erreichst du ganz neue Zielgruppen und nicht mehr „nur“ das Publikum, das du dir in deiner Nische eh schon aufgebaut hast. Das heißt: Theoretisch kannst du damit auch Leute ansprechen, die noch nie von dir gehört haben oder von sich aus nie mit deinem Angebot in Kontakt kommen würden.

Ganz wichtig ist außerdem: Mit Tangential Content bist du der Konkurrenz einen Schritt voraus. Überraschend viele Marketer scheuen nämlich immer noch davor zurück, allzu weit von der eigenen Content-Linie abzuweichen. Ein Tipp am Rande: Mach dich am besten auch mal über das Prinzip Content-Gap-Analyse schlau!

Wenn du deine Sache gut machst und deinen Tangential Content fleißig weiterverbreitest, machst du mit deiner Content-Marketing-Strategie also schon einen ziemlich großen Satz nach vorn.

Tangential Content: Step by step

Vielleicht denkst du dir jetzt, dass du in diesem Artikel bisher noch kaum konkrete Tipps entdeckt hast, wie du eigentlich beim Erstellen solcher Inhalte vorgehen sollst. In diesem Sinne: Zeit, das zu ändern! Hier die 4 wichtigsten Tipps für cleveren Tangential Content:

  1. Lege deine Personas fest.

Eine Buyer Persona ist nichts anderes als ein idealer Kunde, wie du ihn dir vorstellst. Diese fiktive Persönlichkeit ist die Schablone, nach der du deinen Tangential Content zuschneidest: Welche Bedürfnisse hat sie? Wo kannst du sie abholen? Wofür interessiert sie sich und wofür eben nicht?

  1. Vergiss den Gedanken „Das hat nichts mit uns zu tun“.

Think outside the box, das sagt sich immer so leicht. Es ist und bleibt jedoch eine der wichtigsten Regeln für kreativen, spannenden Tangential Content. Die allermeisten Themen lassen sich irgendwie so umbauen, dass sie für eine breite Zielgruppe interessant werden. Idealerweise kannst du sie sogar mit tagesaktuellem Geschehen in Verbindung bringen. Insgesamt willst du Emotionen erzeugen, die eine positive Resonanz haben – und klar, der zündende Einfall dafür kommt oft nicht von heute auf morgen, aber es gibt ihn ganz bestimmt.

  1. Teste die Resonanz deines Tangential Contents.

Bevor du versuchst, Links aufzubauen, solltest du erst einmal testen, wie dein Content überhaupt ankommt. Mit einer Sponsored-Content-Anzeige bei Facebook ist zum Beispiel nicht viel verloren und du merkst schnell, ob es noch Optimierungsbedarf gibt oder dein Thema leider doch nicht so gut war, wie du vielleicht gedacht hast.

  1. Überlege dir, wer Interesse haben könnte, dich als Gastautor anzunehmen.

Du bist dir ziemlich sicher, dass dein Tangential Content Potential hat? Dann ist es höchste Zeit, Linkaufbau zu betreiben. Trau dich und sprich auch Menschen in Nischen an, in denen du dich bisher noch überhaupt nicht bewegt hast. Mehr Tipps zu Linkbuilding gibt’s im Video:

Wie gesagt: Es geht hier nicht um die sichere, aber langweilige Standardroute, sondern um den vielversprechenden, abenteuerlichen Umweg.

Also, wie könnte das an einem konkreten Beispiel aussehen? Nehmen wir mal das Immobilienmaklerbüro, das wir vorher schon erwähnt hatten und schauen uns an, in welche Richtung Tangential Content hier gehen könnte.

Wie geht Tangential Content? Ein Beispiel

Wohnen bzw. Mieten ist ein Thema, das gezwungenermaßen so ziemlich jeden etwas angeht. Als Tangential-Content-Anfänger könnten sich unsere Makler deshalb zunächst einfach an ein breites Publikum wenden und eine ganz klassische Sorge aufgreifen: Was, wenn in mein Haus/meine Wohnung eingebrochen wird?

Womit ist dem User am meisten geholfen?

Das Einbruchsszenario ist eine Sorge, die das Maklerbüro als Content-Anbieter ernstnehmen sollte und sich dadurch als vertrauenswürdig zeigen kann. Es wird also ein Ratgeber für den Unternehmensblog verfasst, wie man die eigenen vier Wände vor Einbrechern schützt.

Wenn man tatsächlich „Tipps gegen Einbruch“ googelt, fällt übrigens direkt ein Beispiel ins Auge: Neben der Polizei selbst gibt außerdem der Stromanbieter E.on Sicherheitstipps und hat es damit zum Zeitpunkt, an dem der Screenshot entstanden ist, immerhin auf Platz 5 der organischen Suchergebnisse geschafft. Nicht schlecht, was Sichtbarkeit betrifft. Und hättest du automatisch eine Brücke zwischen „Stromanbieter“ und „Sicherheit für zuhause“ geschlagen? Eben.

Screenshot mit Beispiel

Ein Stromanbieter gibt Sicherheitstipps? Warum nicht!

Umso professioneller und glaubwürdiger ist es natürlich, wenn in deinem Artikel Experten zitiert werden können. Weil außerdem nicht jeder Leser bereit sein wird, spontan in eine Sicherheitshaustür zu investieren, sollten unbedingt auch Tipps dabei sein, die leicht umzusetzen sind und nicht die Welt kosten.

Wo macht sich der Content am besten?

Sobald unsere Makler zufrieden mit dem Content sind, können sie anfangen, Anfragen auszusenden. Sie könnten es zum Beispiel bei einem Reisebüro versuchen, was natürlich am besten funktioniert, wenn gerade Urlaubshochsaison ist und den Leuten klar wird, dass ihre Wohnung jetzt doch für einige Zeit leer bleiben wird…

Welche Alternativen könnte man anbieten?

Und was, wenn der Chefetage im Maklerbüro oder dem Reisebüro, das den Artikel veröffentlichen soll, das Thema Einbruch zu negativ wäre? Dann müsste eben ein anderer Twist her, zum Beispiel eine Checkliste mit Tipps, wann und ob man die eigene Wohnung als Airbnb untervermieten darf. Oder welche Rechte und Pflichten man hat, wenn man eine Ferienwohnung mietet. Oder, oder, oder.

Und wie hängt das mit dem eigentlichen Service zusammen?

All diese Inhalte hätten zwar nicht unmittelbar mit dem Job eines Immobilienmaklers zu tun, aber eben doch mit dem Thema Wohnen. Es wäre damit kein unmittelbar werblicher und trotzdem thematisch verwandter sowie für den User nützlicher Content. Anders gesagt: Artikel, die theoretisch eine ziemlich gute Reichweite erzielen könnten, weil du einen Mehrwert bietest und die wichtigsten Keywords abdeckst (Stichwort: Keyword-Recherche). Mehr dazu im Video!

Achtung: Unser Beispiel hier ist natürlich extrem vereinfacht dargestellt. Das fängt schon mit der Tatsache an, dass „ein breites Publikum“, das sich „Sorgen um einen Einbruch“ macht, keine ernstzunehmende Zielgruppe ist. Aber es geht hier auch eher darum klarzustellen, wie Tangential Content funktioniert und was du theoretisch daraus machen kannst: ziemlich viel!

 Also überleg dir am besten noch heute deine nächsten Tangential Topics und erzähl uns gerne hier, welche Erfahrungen du schon gemacht hast!

Ratgeber im Content Marketing

Ratgeber für Content-Marketing: 11 Tipps für nichtkommerzielle Inhalte als Content-Strategie

Kennst du diese Leute, denen man von einem Problem erzählt und darauf eine Antwort bekommt, die absolut nichts mit dem Thema zu tun hat? Klar, wer nicht. Und das kannst du dir als Content Creator für deine Content-Strategie zunutze machen: Versetze dich in den Leser hinein und gib ihm erstklassige Ratgeber!

Überlege genau, was er gerade von dir braucht – und was eben nicht. Da ist es theoretisch schon, das Erfolgsrezept für einen Ratgeber, den User lieben werden. In der Praxis gehört allerdings noch einiges mehr dazu, deshalb hier die 11 wichtigsten Do’s und Dont’s für gelungene Ratgeber!

Was muss ein Ratgeber können?

Ein Ratgeber gibt Rat, so lautet der erste heiße Tipp vieler Beiträge zum Thema. Sicher, diese Aussage ist nicht falsch, aber: „Rat geben“ kann ziemlich viel bedeuten. Wenn dein Onkel Thomas vom Hundertsten ins Tausendste kommt und dir Geschichten von früher erzählt, nur um irgendwann bei „Was ich dir damit sagen will…“ anzukommen, ist auch das ein Rat.

Don'ts bei Ratgeber-Content

Sei weder Onkel Thomas noch Grandpa Simpson…

Anders gesagt: Sei nicht Onkel Thomas. Sei cool, und cool heißt in dem Fall ganz einfach hilfreich. Wenn ein User auf einen Ratgeber-Artikel klickt, erwartet er sich eine leicht verständliche Problemlösung bzw. Informationen, die für ihn gerade relevant sind. Er erwartet sich keine Story, die bei Adam und Eva anfängt.

Content-Marketing-Profi Julia McCoy fasst das so zusammen: „Audiences want the most amount of information in the easiest and most digestible way possible.“ Eigentlich ziemlich logisch, oder?

 

Dein Job als Verfasser eines Ratgebers ist es also, die wichtigsten Informationen in ein Content Piece zu verpacken, das so hilfreich und simpel wie möglich ist. Damit das gelingt, musst du die Erwartungshaltung deiner Zielgruppe richtig einschätzen können. Das heißt unter anderem: Du musst wissen, was die Suchintention ist. Wie du die herausfinden kannst, erfährst du im Video!

Nur wenn du weißt, woher der User kommt und wo er eigentlich hinwill, kannst du Maßarbeit leisten. Soweit der theoretische Unterbau, jetzt geht’s an die Details: Bühne frei für ein paar wichtige Grundregeln!

Die 8 Do’s für einen perfekten Ratgeber

Vielleicht hast du gerade wenig Zeit, vielleicht keine Lust auf einen langen Text – fair enough. Für alle, die es eilig haben, hier im Schnelldurchlauf acht Dinge, die du beim Schreiben eines Ratgebers unbedingt beachten solltest:

  1. Liefere konkrete Informationen.
  2. Schreib verständlich.
  3. Nimm die sprachliche Ebene ernst.
  4. Sorge für ein übersichtliches Layout.
  5. Wähle das richtige Content-Format.
  6. Halte, was du versprichst.
  7. Nutze Tools, und zwar richtig.
  8. Sorge dafür, dass der Ratgeber schnell verfügbar ist.

Falls du es doch gern ein bisschen genauer hättest: Umso besser, es gibt nämlich noch eine ganze Menge zu den einzelnen Punkten zu sagen.

1.      Liefere konkrete Informationen

Was sich der Leser deines Ratgebers nicht erwartet, ist werbliche Wortschinderei. Allgemeinposten und leere Phrasen solltest du ganz schnell wieder vergessen, du willst schließlich einen verlässlichen Eindruck hinterlassen. Denk immer daran, dass es bei Ratgeber-Texten um ein reales Szenario geht, nicht um hypothetische Idealfälle und perfektes PR-Wording.

Dementsprechend schreibst du also nicht irgendetwas, nur um eine bestimmte Wortzahl zu erreichen. Deine erste Überlegung sollte vielmehr sein, für wen du schreibst. Nur so kannst du Ratgeber schreiben, die zu Evergreen Content werden.

Bei diesem Artikel zum Beispiel gehe ich nicht davon aus, dass ihn jemand liest, der ein Blumenbeet anlegen und sich in der Garten-Bubble ein paar heiße Tipps holen will (gut so, denn mein Daumen ist eindeutig nicht „Evergreen“). Stattdessen nehme ich an, dass meine Leserschaft entweder aus angehenden Content Creators oder Menschen aus dem Marketingbereich besteht, die ihre Skills verbessern wollen. Und genau danach muss ich mich richten.

Achtung: Mit „konkreten Informationen“ ist nicht zwingend gemeint, dass dein Ratgeber so kurz wie möglich sein muss. Das siehst du schon an unseren eigenen Ratgebern – kurz sind die definitiv nicht. Trotzdem funktioniert unser Ratgeber-Content bestens, eben weil er viele Tipps aus der Praxis enthält und übersichtlich gestaltet ist. Wenn du wiederum Wörter sparen willst wie ein Weltmeister, leider darunter die Verständlichkeit. Und auf die bist du ohne Wenn und Aber angewiesen.

2.      Schreib verständlich.

Es ist fast schon ein Dauerbrenner für alle, die regelmäßig Texte schreiben: das gute alte Hamburger Verständlichkeitskonzept. Der Kerngedanke dahinter ist, dass Leser oft einen Text nur deshalb nicht verstehen, weil er zu kompliziert formuliert ist.

Zugegeben, in der Linguistik hagelt es immer wieder Kritik an diesem Modell. Was genau kritisiert wird, kannst du im verlinkten Wikipedia-Eintrag nachlesen, hier nur so viel: Trotz kritischer Stimmen ist es eindeutig so, dass die Verständlichkeit eines Textes wesentlich von der Vorarbeit abhängt. Einen verständlichen Text kannst du nur schreiben, wenn du die Textkompetenz der Leser richtig einschätzt.

Für dich als Content Creator heißt das: Du musst nicht Sprachwissenschaft studiert haben, um gute Ratgeber zu schreiben. Was du brauchst, ist ganz einfach ein bisschen Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, empathisch zu schreiben. Noch nicht überzeugt? Dann dürfte dich vielleicht der Zusammenhang zwischen Linguistik und gutem Content interessieren – oder unser Video!

3.      Nimm die sprachliche Ebene ernst.

Wie oben schon gesagt: Ein guter Ratgeber muss digestible sein. Je länger also dein Artikel, desto wichtiger ist es, dass er präzise formuliert und „leicht verdaulich“ ist:

  • Verabschiede dich von Schachtelsätzen.

Einfache Formulierungen sind besser

 

Du und der Schachtelsatz, ihr könnt natürlich Freunde bleiben. Zumindest beim Online-Texten geht ihr aber ab jetzt getrennte Wege! Allein schon wegen der mobilen Ansicht: Stell dir vor, du liest etwas auf dem Smartphone und ein Satz nimmt fast den ganzen Screen ein. Der ultimative Leseanreiz? Sicher nicht.

 

  • Verwende Aktivkonstruktionen.

Passivsätze wirken distanziert und umständlich. Oder hättest du hier lieber gelesen: „Es sollten Aktivkonstruktionen verwendet werden“?

  • Cut the fluff.

Füllwörter sind wie Schachtelsätze – im richtigen Kontext schön, aber nichts für Texte im Internet.

  • Stelle Fragen, wie sie der User auch hat.

Beantworte sie nicht irgendwann, sondern sofort.

  • Sei sparsam mit Fremdwörtern.

Aha, soll ich also dummen Content schreiben? Nein. Der durchschnittliche User will allerdings keine Doktorarbeit lesen, sondern einfache Lösungsvorschläge für simple Alltagsprobleme bzw. -fragen. Wenn du mit komplexen Begriffen um dich wirfst, stellst du hohe Erwartungen an deine Leser. Frag dich immer zuerst, ob das angemessen ist.

  • Kürze deinen Ratgeber, und zwar rigoros (siehe Punkt 3).

Ja, selbst wenn du in einen Satz ganz besonders verliebt bist. Bei William Faulkner heißt es: „In writing, you must kill all your darlings.“ Das gilt für literarische Werke und erst recht für Online-Texte.

Kürzen und korrigieren, das ist doch reiner Perfektionismus? Von wegen: Im Durchschnitt lesen die Leute nur ca. 28 Prozent aller Wörter auf einer Seite. Der Artikel, in dem diese Zahl erwähnt wird, ist zwar von 2015, aber gestiegen dürfte dieser Prozentsatz in den letzten Jahren wohl kaum sein.

TL;DR: Sprachliche Korrektheit macht viel aus, denn Fehler sind unprofessionell und stören den Lesefluss.

Wenn das jetzt nach nerviger Deutschlehrerin klingt, hilft vielleicht ein kleines Beispiel: Würdest, du ohne Probleme lesen können wen dieser Text, dass heißt als Ratgeber nur in so einem Stil, geschrieben worden wäre? Ich glaube, wir verstehen uns.

4.      Sorge für ein übersichtliches Layout.

Die Sprache ist eine Sache, das Design eine andere. Dein Ratgeber kann noch so verständlich und informativ sein – wenn er aus reinen Textblöcken besteht, ist das für den Leser vor allem mühsam. Ausführliche Beispiele und Tipps zum Thema findest du im Video:

Lockere deinen Text auf, zum Beispiel mit

  • Listen
  • Tabellen
  • Bilder
  • GIFs
  • Videos
  • Slideshows
  • Infografiken
  • Boxen mit Merksätzen

Übertreiben musst du es natürlich dabei nicht: Wenn dein Ratgeber aus 600 Wörtern besteht und trotzdem sechs Infografiken und GIFs eingebaut sind, ist das für den Leser genauso anstrengend wie ein 6.000-Wörter-Ratgeber ganz ohne Bilder.

Das gilt auch für gefettete Wörter. Hervorgehoben sollten nur die Kernaussagen in einem Abschnitt sein, alles andere wirkt unruhig. Vor allem in der Mobilansicht – die nicht gerade unwichtig ist, Stichwort Mobile First – erscheint es ziemlich aufdringlich, wenn einem vom Bildschirm ein fast vollständig gefetteter Absatz entgegenspringt. Da könntest du gleich alles in Großbuchstaben schreiben (bitte nicht).

5.      Wähle das richtige Content-Format

Um der Verwirrung vorzubeugen: Ja, ein Ratgeber ist an sich schon ein Content-Format. Abgesehen davon ist mit Format zudem die äußere Form gemeint. Hier hast du theoretisch eine große Auswahl, nur passt eben nicht jedes Content-Format automatisch zu jedem Ratgeber. So geht’s zum Beispiel richtig:

Beispiel, wie ein How-To-Ratgeber aussehen kann

So kann eine How-To-Anleitung aussehen.

  • Interviews und Expertenzitate: How-To-Ratgeber
  • Infografiken und Diagramme: Ratgeber mit Statistiken/vielen Zahlen
  • E-Books oder Whitepaper: sehr umfangreiche Ratgeber zu komplexen Themen
  • Bildergalerien: Tipps/Anleitungen, z.B. DIY-Tutorials
  • Erfahrungsbericht: Produkttest als Ratgeber

Das ist nur eine kleine Auswahl. Welches Format sich am besten eignet, hängt ganz davon ab, welches Thema du behandelst, wen du erreichen willst und wie kreativ du bist.

6.      Halte, was du versprichst.

Wenn dieser Tipp für dich sowieso selbstverständlich ist: Glückwunsch, damit hast du vielen anderen Ratgeber-Verfassern schon einiges voraus. Clickbaits sind ein absolutes No-Go und trotzdem gefühlt überall zu finden. Tja, mit einer Überschrift à la „Mit diesem Trick musst du nie wieder arbeiten!“ kriegst du vielleicht Klicks, aber auch eine gewaltige Absprungrate.

User wollen das lesen, was du ihnen in der Überschrift und im Teaser versprichst.

Vorsicht mit Cliffhangern und Clickbaits

Im Durchschnitt entscheiden schon die ersten zehn Worte in der Einleitung darüber, ob jemand auf deiner Seite bleibt oder nicht. Anteasern heißt also, dass du auf eine interessante Art offen und ehrlich vermittelst, worum es im Ratgeber geht. Klingt vielleicht einfach, ist es aber nicht unbedingt – kurze, knackige Texte sind viel kniffliger zu schreiben als lange.

 

Möglichst bald nach deiner sexy Einleitung musst du jedenfalls genau diese angekündigten Inhalte bringen. Cliffhanger und ausschweifende Spannungsbögen funktionieren in Game of Thrones oder Harry Potter, aber nie in einem Online-Ratgeber. Wenn du die versprochenen Antworten nicht so schnell und so leicht zugänglich wie möglich lieferst, hast du deine Chance vertan.

Anders gesagt: Erwarte vom User nicht, dass er dein Angebot über alles andere stellt. Beim ersten Klick ist dein Ratgeber wie ein Tinder-Match – wenn der Content uninteressant ist, hat der User genug andere Optionen. Du bist auf ihn als (konvertierenden) Lead angewiesen, er allerdings ganz sicher nicht auf dich.

7.      Nutze Tools, und zwar richtig.

Für einen guten Text brauchst du Einfühlungsvermögen, und dafür gibt es kein Tool. Für alles andere gibt es…nicht MasterCard, sondern ein paar wichtige Hilfsmittel. Verlass dich bloß nicht auf den Gedanken, dass der Content schon irgendwie passen wird.

Überprüfe aktiv mit SEO-Tools, wie der Text abschneidet:

  • Stimmt die Keyworddichte?
  • Hast du die Suchintention getroffen und alle Subthemen abgedeckt?
  • Sind deine Zwischenüberschriften passend formuliert?
  • Stimmen der Schwierigkeitsgrad und die Textlänge?

Diese und andere Faktoren kannst du schon untersuchen, bevor der Ratgeber online geht. Genauso solltest du aber im Anschluss die Performance überwachen und den Content optimieren, wenn Bedarf besteht. Dass du das letzte Wort getippt hast, heißt schließlich nicht, dass der Ratgeber für alle Ewigkeit perfekt und unantastbar ist. Worauf du beim Schreiben noch achten solltest, erfährst du übrigens im Ratgeber zum Thema SEO-Texte schreiben oder in diesem Video:

8.      Sorge dafür, dass der Ratgeber schnell verfügbar ist.

Wenn dein Ratgeber wirklich gut ist, will ihn der User im Idealfall mit anderen teilen. Der erste Schritt sind deshalb Social-Share-Buttons am Anfang oder Ende des Texts. Indem du den Ratgeber als PDF oder E-Book zum Download bereitstellst oder ein Kontaktformular für Nachfragen einbindest, sorgst du außerdem dafür, dass dein Content besonders leicht zugänglich ist.

Je mehr Komfort und Service du den Usern bieten kannst, desto besser für dich. Ach ja: Überlege dir einen einprägsamen Titel für den Ratgeber. So kann der User im Zweifelsfall mit einer Google-Suche nach diesem Titel schnell zum Text zurückfinden.

Die 3 Don’ts: Wie du deinen Ratgeber garantiert ruinierst

Jetzt weißt du also, wie du es richtig machen kannst. Falls du deinen Ratgeber aber gern ordentlich gegen die Wand fahren willst und dich fragst, wie du es garantiert nicht richtig machst: Lies weiter!

1.      Schummel dich mit Duplicate Content durch.

Eine Sünde, die weder der Google-Algorithmus noch der Leser verzeiht, ist Copy-Paste. Wenn du einfach die Texte von anderen Seiten kopierst und nur das Layout ein bisschen änderst, fällt das sofort auf. Es macht übrigens keinen Unterschied, ob du von deinem eigenen Blog abschreibst oder die Arbeit einer anderen Person klaust – Duplicate Content bleibt es so und so.

Zitieren heißt das Zauberwort, und das ist sogar ausdrücklich erwünscht: Gute Quellen machen deinen Ratgeber vertrauenswürdiger. Wichtig ist nur, dass du trotzdem originell bleibst und die Informationen, die du zitierst, nach wie vor korrekt sind.

Wenn du einfach abschreibst, ohne den Inhalt zu überprüfen, kann es nämlich passieren, dass die Informationen längst nicht mehr aktuell sind. Verwende bei der Google-Suche deshalb am besten auch mal das Tool, das nur die neuesten Ergebnisse anzeigt:

Sucheinstellungen bei Google

Aktuelle Beiträge finden ist nicht schwer, wenn man die Google-Tools kennt.

2.      Mach den Ratgeber zur Doktorarbeit.

Wie oben schon gesagt: Ein Ratgeber im Internet muss kein wissenschaftlicher Durchbruch sein. Damit rechnet der User nicht. Ganz im Gegenteil – mit hochgestochenen Formulierungen und langen Sätzen wirst du niemanden beeindrucken, sondern eher abschrecken.

Umständliche Sprache führt leider oft zu vagen, verschwommenen Aussagen. Das ist zu 100 Prozent nicht das, was du mit einem Ratgeber erreichen willst. Der Trick ist es, die feine Grenze zwischen oberflächlichem Gerede und too much information zu finden. Fakt ist: Ab einem gewissen Schwierigkeitsgrad springt der User ab.

3.      Verstecke deinen Ratgeber.

Am einfachsten verlierst du potenzielle Leser, indem du den Ratgeber möglichst schwer zugänglich machst. Fünf Popup-Banner, die man erst wegklicken muss, dazu möglichst viele grelle Farben und vielleicht noch eine Newsletter-Anmeldung, bevor man bis zum Text durchgedrungen ist: Würdest du dir das antun, nur um zu einem x-beliebigen Ratgeber zu kommen? Eben. Positive Nutzersignale generieren geht eindeutig anders – mehr dazu im Video!

Ein guter Ratgeber entsteht nicht in einer halben Stunde und indem du einfach das kopierst, was andere schon geschrieben haben. Du wirst auch nicht gleich beim ersten Versuch den perfekten Ratgeber-Content produzieren, sondern erst mal deine eigene Erfolgsformel finden müssen. Ein Template, das für ausnahmslos jeden Inhalt und jede Branche funktioniert, gibt es nämlich nicht. Wäre ja langweilig. Und weil Übung bekanntlich den Meister macht: Viel Erfolg beim Verfassen deiner Ratgeber – wir freuen uns über Erfahrungsberichte aus der Praxis!

SEO-Content-Strategie

SEO Content für die gesamte Customer Journey: So hilfst du dem Nutzer bei jedem Schritt!

Content Marketing, Content Creation, „Content is king“: Wenn jemand mit solchen Stichworten um sich wirft und dann dazu eigentlich nur sagen kann, „Naja, Content ist schon wichtig!“…dann hat diese Person nicht allzu viel Ahnung vom Thema. Denn Content an sich kann alles oder nichts sein, genauso wie eine SEO-Content-Strategie gut oder eben absolut sinnlos sein kann.

Du willst wissen, wie eine wirklich effiziente Content-Strategie aussieht und was das mit SEO 2019 zu tun hat? Dann bist du hier genau richtig!

Egal ob Onlineshop, Lifestyleblog oder ein völlig anderes Projekt – wer eine Internetseite betreut, will gefunden werden, und damit dieser Wunsch Realität werden kann, ist Suchmaschinenoptimierung ein Muss. Denn wie sollen die User auf deiner Seite landen, wenn die irgendwo auf Platz 99 der Google-Suchergebnisse herumdümpelt? Eben. (Nicht umsonst gibt es den klassischen SEO-Witz, dass man nach einem Mord die Leiche am besten auf Seite 2 versteckt.)

Was muss mein Content können?

Was macht also den ultimativen Content aus, mit dem du still und heimlich an der Konkurrenz vorbeiziehen kannst? Ganz einfach: Deine Inhalte müssen einerseits den Usern gefallen und andererseits den Suchmaschinen-Bots von Google, denn nur wenn diese den Content als besonders relevant und zugänglich bewerten, kann er ein gutes Ranking erzielen.

Mehr darüber, was Google aus Nutzersignalen eigentlich so macht, erfährst du im Video:

TL;DR: Perfekter Content ist sofort bei Google auffindbar, d.h. suchmaschinenoptimiert, und macht außerdem die User wunschlos glücklich. Dein Content muss also übersichtlich, umfassend und informativ sein. Und solche Inhalte entstehen nicht von selbst: Was du dafür kennen musst, ist die User Journey und was sich daraus machen lässt!

Die perfekte User Journey

Die User Journey ist nichts anderes als der Weg von der Google-Suchanfrage bis zum Endergebnis. Eigentlich beginnt die Reise schon vorher, nämlich streng genommen an dem Punkt, wo das erste Mal Interesse am Thema entsteht. Je konkreter du dich in diesen Weg hineindenken kannst, desto besser für deine Content-Strategie. Für sinnvolle, zielgerichtete Content-Erstellung solltest du dich also im Wesentlichen mit vier Dingen beschäftigen:

  1. der Buyer Persona
  2. der Customer Journey Map
  3. den Keywords
  4. der Content-Optimierung

Weil wir hier aber nicht nur mit fancy Begriffen um uns werfen wollen, reden wir jetzt Klartext: Wie kann man die einzelnen Punkte in der Content-Strategie umsetzen?

Schritt 1: Die Buyer Persona

Um deine Zielgruppe möglichst genau einschränken zu können, musst du natürlich nicht jeden User einzeln anschreiben und nach der kompletten Lebensgeschichte fragen. Aber: Du solltest unbedingt versuchen, so viele Details wie möglich über dein Zielpublikum herauszufinden. Erstelle fürs Erste am besten eine fiktive Buyer Persona:

  • Woher kommt die Person, die auf deiner Seite landet?
  • Was ist die Motivation hinter der Suchanfrage? Will der User Informationen (informational), etwas kaufen (transactional) oder mit nur einem Klick direkt auf einer spezifischen Seite landen (navigational)?
  • Welchen persönlichen Hintergrund hat die Person, welche Gefühle verbindet sie mit der Suchanfrage und was denkt sie bisher über das Thema?

Mit anderen Worten: Bei der Buyer Persona geht es darum, sich in den User hineinzudenken. Egal, ob die Person fiktiv ist, ob du Daten zur Hilfe nimmst, die du (z.B. über Facebook Insights oder Seitenstatistiken) schon gesammelt hast, oder ob du beide Faktoren kombinierst – je genauer du dich damit beschäftigst, wonach ein User konkret sucht, desto perfekter kann dein Content werden.

Erfolgskriterien für SEO-Content

Was User wirklich wollen…

Es ist ein bisschen wie mit Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenken: Sympathiepunkte sammelst du nicht mit Last-Minute-Verzweiflungskäufen, sondern mit Geschenken, die genau zu den Interessen der Person passen und zeigen, dass du dir deine Gedanken darüber gemacht hast.

Du solltest also wissen, was die Buyer Persona auszeichnet, welche Erwartungen du dementsprechend erfüllen musst und was der User als enttäuschend empfinden würde

Nur wenn du all diese Faktoren bedenkst, kannst du realistisch einschätzen, an welchem Punkt der User Journey es vielleicht kritisch werden könnte.

Dass jemand auf deiner Internetseite landet, ist schließlich noch lange keine Garantie, dass eine Conversion stattfindet und das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist. Wenn du zum Beispiel einen Onlineshop betreibst, es Probleme bei der Auslieferung gibt und der enttäuschte Kunde eine Mail an den Kundenservice schreibt, die dann nur unzureichend beantwortet wird, sind das gleich zwei Probleme, um die du dich dringend kümmern solltest.

Schritt 2: Die Customer Journey Map

Die User Journey bzw. Customer Journey meint ganz einfach alle Schritte, die der User durchläuft, bevor er auf deine Seite kommt und wie er sich verhält, sobald er erst mal da ist. Wäre schön, wenn man sich dabei an immer gleichen Abläufen orientieren könnte – allerdings ist die Customer Journey kein linearer Prozess.

Es kann durchaus sein, dass der User der Reihe nach alles tut, so wie du es vorhergesehen hast. Kann sein, muss aber nicht, denn genauso gut kann es passieren, dass der User an irgendeinem Punkt abbricht und entweder gar nicht mehr oder später wieder zurückkehrt.

Teil deiner Content-Strategie muss es deshalb sein, alle potenziellen Abbruchpunkte zu identifizieren und den User dort abzuholen, wo er vielleicht wieder in die Handlungskette einsteigt. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren, bietet sich die Methode an, die Kerry Bodine in diesem Video vorstellt.

Ihre Strategie ist zwar mittlerweile schon ein paar Jahre alt, aber deshalb nicht weniger effektiv:  Bodine schlägt vor, die User Journey mithilfe von Post-Its zu visualisieren, indem man einzelne Schritte der User Journey aufschreibt, aneinanderhängt und markiert, wo eventuell Probleme auftreten könnten. Bunte Zettel aufkleben, seriously? Ja! Probier’s aus – du tust dir damit für den nächsten Schritt einen großen Gefallen (und ganz im Ernst, wem machen Post-Its keinen Spaß?).

Schritt 3: Die Keywords

Ohne passende Keywords steht es schlecht um deine Content-Strategie. Du willst schließlich zu einem bestimmten Thema erstklassigen Content liefern, der dank SEO und inhaltlicher Vollständigkeit dauerhaft gut ranken kann. Viel Spaß an alle, die das ganz ohne (Main) Keywords versuchen wollen.

Im dritten Schritt geht es deshalb darum, die einzelnen Abschnitte der Customer Journey mit entsprechenden Keywords aufzufangen. Ein simples Beispiel: Deine Buyer Persona macht gern Outdoor-Sport und sucht zu diesem Zweck nach einer neuen Jacke. Tja, aber Outdoorjacken für Männer oder Frauen gibt es viele – es muss also ein (Material-)Vergleich her, vielleicht kombiniert mit einem Testbericht. Mögliche Keywords wären dann „Outdoorjacke Vergleich“ oder „Outdoorjacke Test“.

Automatische Vervollständigung der Suchanfrage

Die automatische Suchverfeinerung ist ein Indiz, wohin die Customer Journey gehen könnte.

Das A und O ist hier die Keyword-Recherche. Nutze passende SEO-Tools, um entsprechende Main und Secondary Keywords festzulegen. Mit anderen Worten: Finde heraus, für welche Keywords gute Ranking-Chancen bestehen und für welche Begriffe deine Konkurrenten ranken.

Bleib dabei realistisch und fang statt mit hart umkämpften, riesigen Keywords erst mal klein an, indem du dich auf weniger schwierige Keywords konzentrierst! Der absolute Sweet Spot: Keywords mit hohem Suchvolumen und geringer Schwierigkeit, auch wenn es die natürlich nicht immer gibt.

Schritt 4: Content zuschneiden und optimieren

Jetzt erst sind wir bei dem Schritt, den man schnell mal mit „Content“ verbindet, nämlich der eigentlichen Schreib- und Gestaltungsarbeit. Damit ist aber (surprise, surprise) nicht gemeint, einfach drauflos zu tippen: SEO-Texte schreiben ist eine Kunst für sich!

Denn wie schon gesagt: Du willst ja Inhalte erstellen, die genau die Suchintention der User treffen. Das heißt, es geht darum, in einem Content Piece so vollständig wie möglich alle wichtigen Subthemen zum Suchbegriff abzudecken. Wie das am besten geht, siehst du hier im Video:

Dein wunderschöner, maßgeschneiderter, technisch optimierter Content ist endlich online? Glückwunsch! An diesem Punkt hört die Arbeit aber nicht auf. Ganz im Gegenteil: Zu einer guten SEO-Content-Strategie gehört es auch, konstant die Inhalte im Blick zu behalten, die bereits veröffentlicht wurden.

Das heißt: Dranbleiben! Such zum Beispiel nach „Content-Leichen“: Welche Posts sind längst nicht mehr relevant? Welche Informationen stimmen vielleicht schon gar nicht mehr? Kurz gesagt, welchen Seiten mangelt es ganz gewaltig an Relevanz und wo könntest du aktuelle SEO-Trends umsetzen? Genau dort setzt du an und überarbeitest den Content entweder so, dass er wieder aktuell ist, oder löscht ihn ganz. Ja, auch wenn’s weh tut!

Nice to know: Wie du bei der Content-Strategie Zeit sparst

Klingt nach viel Arbeit, so eine Content-Strategie, die auch aus SEO-Sicht sinnvoll ist? Tja, es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, das läuft einfach so nebenher. Allerdings muss man es sich nicht unnötig schwer machen. Hier ein paar Tipps, wie du deinen Content so planen und gestalten kannst, dass du dir langfristig einiges an Zeit sparst:

Content Layering einplanen

Vernetze die einzelnen Inhalte untereinander. Das ist einerseits für die User angenehm, denn so kannst du einfach auf weiterführende Artikel verweisen, statt andauernd Exkurse einlegen zu müssen und dabei schlimmstenfalls komplett vom eigentlichen Thema abzuschweifen.

Andererseits zeugt eine sinnvolle interne Verlinkung von Relevanz, Vollständigkeit und inhaltlichem Knowhow. Ach ja, und: Cleveres Verlinken erspart dir langes Suchen à la „Wir hatten doch mal irgendwo…“, wenn du den Beitrag später aktualisierst.

Systematisch optimieren

Die inhaltliche Ebene ist bei jeder Art Content wichtig, keine Frage. Eine genauso große Rolle spielt aber die technische Komponente: Mit kurzen Ladezeiten, verschiedenen Medientypen zur Auflockerung (Videos, Infografiken, …), suchmaschinenoptimierten Titeln und glaubwürdigen Quellen lässt sich in der Regel schon einiges erreichen. Wenn du dann noch gezielt nach Contentlücken bei der Konkurrenz suchst und diese Gaps selbst abdeckst, hast du alles richtig gemacht.

Achtung: Gib immer das Datum der letzten Aktualisierung an. Es ist keine Schande, eine Seite zu bearbeiten und sie dadurch auf den neuesten Stand zu bringen. Ganz im Gegenteil – für User ist die Aktualität eine wichtige Information. Oder würdest du dich auf einen Beitrag verlassen wollen, um den sich das letzte Mal vor 8 Jahren jemand gekümmert hat?

EAT-Score beachten

Die Kombination aus Expertenwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit (Trustworthiness), also der EAT-Score, ist nicht zu unterschätzen: Je besser dein Content in diesen Bereichen laut Google-Algorithmus abschneidet, desto positiver kann sich das auf das Ranking einer Seite auswirken. Kurz und knapp gesagt: Content ist das Herzstück im Qualitätsranking. Und diese Tatsache solltest du nutzen.

Für mehr Infos zu Google E-A-T bitte hier entlang:

Hand aufs Herz: Die wichtigsten Fragen

Klar, es ist noch kein Content-Meister vom Himmel gefallen, aber wer sich ungefähr an die vier Schritte hält, startet schon von einer wesentlich besseren Position ins Rennen als Content-Freestyler, die wahllos irgendetwas schreiben und posten. Zur Sicherheit solltest du dir aber bei jedem (und wirklich jedem!) Inhalt, der auf Keyword-Basis erstellt und einem Abschnitt der User Journey zugeordnet wird, ein paar wichtige Fragen stellen:

  • Wird der User mit deiner Marke guten Content assoziieren, vielleicht auch deine Beiträge teilen und immer wieder zu deiner Seite zurückkehren?
  • Oder ist dein Content am Ende nur ein weiterer Beitrag, der willkürlich angeklickt und überflogen wird, bevor man doch lieber woanders weitersucht?
  • Deckst du alle wichtigen Subthemen ab, die deine Konkurrenten vielleicht noch vernachlässigen? Hast du wirklich jede Frage beantwortet oder doch nur umformuliert, was es eh schon gibt?
  • Werden irgendwo Fragen aufgeworfen, die dann doch nicht beantwortet werden? Anders gesagt: Hast du wirklich alle leeren Phrasen ausgemerzt und alle Versprechen gehalten?
  • Passt der Content sprachlich und inhaltlich zur Zielgruppe oder ist er viel zu schwer verständlich bzw. zu banal?
  • Ist der Content übersichtlich aufbereitet, d.h. inklusive Absätze, Auflistungen, Bildern etc.? Das wird umso wichtiger, je länger der Beitrag ist!
  • Hat der Text ein gut zugängliches Layout, d.h. eine Alt-Description, Farbkontraste für gute Lesbarkeit etc.?

Ein bisschen allgemeines Gerede hier, ein paar Grafiken und Bildchen da – das stellen sich viele Leute unter „Content“ vor. Aber genau das sollte es nicht sein. Google nutzt man, um sich über ein Thema zu informieren oder etwas zu kaufen, nicht, um sich mit Allgemeinposten abspeisen zu lassen.

Eben dieses Bedürfnis muss dein Content bestmöglich bedienen. Klar, du musst keine Pyjamaparty mit den Usern veranstalten oder einen BFF-Urlaub buchen – aber im übertragenen Sinne solltest du als Content-Anbieter wie ein guter Freund handeln: immer mit einem offenen Ohr und guten Ratschlägen da sein, statt einen Egotrip nach dem anderen durchzuziehen und nur das beizutragen, was du für interessant hältst. Klingt cheesy, ist aber so.

Versuche, für deine Content-Strategie die richtige Balance zu finden, also eine Aufteilung der Beiträge in…

  • …jetzt relevant und auf ein primäres Ziel zugeschnitten
  • …vielleicht später einmal für den User nützlich
  • …grundsätzlich interessanter Content (die Grenzen zum vorherigen Punkt sind hier fließend)

Und jetzt nochmal auf einen Blick: Was gehört zu einer SEO-tauglichen Content-Strategie?

Recap: Die wichtigsten Schritte

Idealerweise hast du an dieser Stelle schon alles gelesen, was wir bisher geschrieben haben. Wenn nicht, auch kein Problem – hier im Schnelldurchlauf die drei Schritte, die du kennen (und natürlich umsetzen) solltest:

  1. Customer Journey Map erstellen, in der die jeweiligen Phasen berücksichtigt werden: Awareness – Consideration – Conversion – Loyalty
  2. Die Punkte identifizieren, an denen der User eine bestimmte Art von Suchanfrage oder -intention hat (informational, navigational oder transactional)
  3. Keywordlisten für jeden Punkt mit einer der spezifischen Intentionen bestimmen

Achtung: Es reicht nicht, die Customer Journey Map einfach mit dem Sales Funnel gleichzusetzen. Der ist nämlich deutlich geschäftsfokussierter. Bei der Customer Journey geht es vielmehr darum, auf konkrete Bedürfnisse einer Buyer Persona oder bereits existierender Kunden/User einzugehen.

Abgesehen davon spielen natürlich nicht nur interne, sondern auch externe Verlinkungen eine Rolle, und zwar nicht irgendwelche. Überlege, bei wem du (gute!) Backlinks für welche Art Content kriegen kannst – und ob Gastartikel zu einem bestimmten Keyword überhaupt interessant für die jeweilige Zielseite sind. Wenn das Keyword praktisch kein Suchvolumen hat, warum sollte jemand den Gastbeitrag veröffentlichen?

Ob du deine Content-Strategie nun angehst wie wir oder nicht: Unter den Tisch fallen sollte sie auf keinen Fall. Denn egal, ob jemand online oder offline auf dein Angebot aufmerksam wird – nachdem das Interesse am Thema geweckt ist, beginnt die User Journey in der Regel mit einer Google-Suche. Und damit du hier so schnell wie möglich auffindbar bist, muss eine Content-Strategie immer mit einer SEO-Strategie verknüpft sein. So einfach ist das. 

Die 6 wichtigsten Google Alerts für Online-Marketing & SEO

Google bietet so viele hilfreiche Werkzeuge an, dass man schnell die Übersicht verliert bzw. manche einfach vergisst einzusetzen. Schon zu Beginn meiner Online Marketing Karriere (2009) war ich absolut begeistert von den Möglichkeiten, die das sehr simple Google Alerts bietet. Heute zeige ich dir, welche Google Alerts besonders wichtig für erfolgreiche SEO sind.

Was ist Google Alerts überhaupt? Mit dem kostenlosen Tool ist es möglich Inhalte im Web mit der ganzen Power von Google inkl. Suchparameter zu verfolgen.

Google Alerts & SEO: Die Videoanleitung

Die wichtigsten Google Suchoperatoren verstehen

In diesem Video zeige ich dir die fünf wichtigsten Google Suchoperatoren für Suchmaschinenoptimierung und wie du diese richtig anwendest. Google Suchbefehle helfen dir bei der Präzisierung deiner Suchanfragen. So sparst du dir eine Menge Zeit und Zeit ist ja bekanntlich Geld. :)

Die folgenden Suchoperatoren werden im Video vorgestellt:

  • site-Operator
  • negation
  • genau passend
  • inurl-Operator
  • intitle-Operator

Die Kenntnisse aus dem Video helfen dir dabei, bessere Google Alerts einzurichten.

Weiter geht es mit sechs Google Alerts, die wir für all unsere Kundenwebseiten und eigenen Affiliate-Projekte aufsetzen.

6 Google Alerts, die Ihr Leben vereinfachen

Es gibt zahllose interessante Einsatzmöglichkeiten, aber heute beschäftigen wir uns mit den Wichtigsten für Suchmaschinenoptimierung.

Google AlertBeispielZiel
Citations"Firmenname" -site:firmendomain.comErwähnungen sofort im Netz entdecken
Konkurrenzüberwachung"Firmename der Konkurrenz" -site:konkurrenzdomain.comKonkurrenz stets im Auge behalten
Namentliche Erwähnung"Vor- und Nachname" + Geschäftsbereich -site:firmendomain.comErwähnungen in Gastbeiträgen oder Interviews verfolgen
Verteilung von Inhalten"Name und Bezeichnung des Inhaltes" + Art des InhaltesNachverfolgung von verbreiteten Inhalten
Gastbeiträgesite: .domainendung "autor werden" ThemenbereichMögliche Zielseiten für Gastartikel finden
Webseiten-Securitysite:firmendomain.com viagra OR online casino OR treppenlifte OR diätpillenVerlinkungen auf potentiellen Spam-Seiten sofort erkennen

Unternehmensnennungen

Du solltest unbedingt deine Marke im Auge behalten. Mit dem richtigen Google Alert bekommst du jedes Mal, wenn dein Unternehmen irgendwo im Internet erwähnt wird, eine E-Mail-Benachrichtigung.

Unternehmensnennung

Beispiele:

"Evergreen Media AR GmbH" -site:evergreenmedia.at
"Evergreen Media" -site:evergreenmedia.at
evergreenmedia.at -site:evergreenmedia.at

Erklärung:
Das Setzen unter Anführungsstriche sorgt dafür, dass ausschließlich nach exakt dieser Zeichenfolge gesucht wird. Mit dem site-Operator bekommt man alle indexierten Seiten einer Domain zurück. Durch den Minus-Operator sage ich Google, dass es mir genau diese Ergebnisse nicht zeigen soll. Ich will ja in diesem Fall keine Ergebnisse von meiner eigenen Firmenseite geliefert bekommen. :)

Wozu?
So kannst du dich an der Diskussion über deine Marke beteiligen bzw. potenzielle Shitstorms frühzeitig abwenden. Weiters: Vor allem im deutschsprachigen Raum wird ungern verlinkt, weil man extreme Panik vor Google Abstrafungen und dem Verlust von Link Juice hat (fast krankhaft). Deswegen wird man dein Unternehmen häufig lediglich namentlich erwähnen.

Mittels Google Alerts entdeckst du solche Erwähnungen sofort, kannst in Kontakt treten und möglicherweise um eine Verlinkung bitten.

Konkurrenz

Natürlich willst du nicht nur deine eigene Marke im Auge behalten, sondern auch deine wichtigsten Konkurrenten.

Beispiele:

"Bauernfänger SEO" -site:bauernfaengerseo.com
bauernfaengerseo.com -site:bauernfaengerseo.com

Wozu?
So erkennst du es sofort, wenn deine Konkurrenten etwas im Schilde führen z.B. eine aktive Linkaufbau-Kampagne starten, in Zeitungsberichten erwähnt werden oder aggressives Content-Marketing betreiben. Mit den frischen Daten von Google Alerts entgeht dir wirklich gar nichts.

Namentliche Erwähnung

Wenn du wie ich Gastbeiträge schreibst oder gar Interviews gibst, dann macht es durchaus Sinn den eigenen Namen zu überwachen.

Beispiele:

"Alexander Rus" + online marketing -site:evergreenmedia.at

Erklärung:
Mein Name soll genau so vorkommen, denn sonst bekomme ich jede Menge Resultate von Menschen aus Russland mit Namen Alexander. Ergebnisse von meiner Seite sind durch den negierten site-Operator wiederum ausgeschlossen. Außerdem will ich nur Ergebnisse im Zusammenhang mit „online marketing“.

Wozu?
Damit kannst du dich an jeder Diskussion um deine Person beteiligen und vielleicht ein paar saftige Backlinks abstauben. Im Vordergrund steht aber, dass nichts „hinter deinem Rücken“ geschieht.

Verteilung von Inhalten

Sie haben eine wunderschöne Infografik erstellen lassen à la „Bedeutung von lokaler SEO in deutschsprachigen Ländern“ und eine SEO-Agentur mit dem Seeding beauftragt.

Beispiele:

"Bedeutung von lokaler SEO in deutschsprachigen Ländern" + Infografik

Wozu?
Du siehst genau, wo deine Infografik veröffentlicht wurde und kannst dort kommentieren, mit dem Webmaster Kontakt aufnehmen oder um eine Verlinkung bitten. Auf diese Art und Weise holst du das Maximum aus der Content-Marketing-Kampagne heraus.

Möglichkeiten für Gastbeiträge finden

Auch wenn der böse Matt Cutts gemeint hat, dass Gastbeiträge verboten sind, ist es offensichtlich, dass er damit die Manipulationsversuche gemeint hat: Tausende automatisierte Gastbeiträge. In Wirklichkeit sind jedoch hochwertige Gastbeiträge wohl die beste Möglichkeit an Reichweite, Bekanntheit und gute Backlinks heranzukommen.

Beispiele:

site:.at "autor werden" seo
site:.at "gastbeitrag schreiben" seo

Erklärung:
Es sollen nur .at Domains in Frage kommen, welche die genaue Zeichenfolge „autor werden“ beinhalten und auf denen das Wort SEO irgendwo vorkommt.

Wozu?
Einfach irgendwelche Webmaster anzuschreiben, ist nicht nur unhöflich, sondern außerdem noch richtig zeitaufwendig. Deswegen lassen wir Google Alerts die Arbeit machen. :)

Webseiten-Security

Jaja, die lieben Hacker & Spammer. Immer wieder versuchen sie es und hin und wieder klappt es auch. Google Alerts hilft dabei Probleme schnell zu erkennen, sodass in vielen Fällen Google Abstrafungen verhindert werden können.

Beispiele:

site:evergreenmedia.at viagra OR online casino OR treppenlifte OR diätpillen

Erklärung:
Wir wollen nur unsere eigene Seite überwachen und setzen daher auf den site-Operator. Dann listen wir die typischen Spambegriffe getrennt durch OR (oder), denn jeder einzelne stellt ein Problem dar.

Wozu?
Am liebsten werden Verlinkungen in den Footer gesetzt oder sogar ganze Spam-Unterseiten in die Webseite eingebaut. Auf diesen Unterseiten findest du dann ganze Online-Apotheken mit illegalen Generika.

Sobald Google merkt, dass deine Webseite kompromittiert wurde, dauert es nicht lange und deine Webseite sinkt in den Rankings und bekommt z.B. die altbekannte „Diese Webseite könnte Ihren Computer beschädigen.“ Kennzeichnung oder etwas Ähnliches à la „Diese Webseite könnte kompromittiert sein.“.

So erstellen Sie einen Google Alert

Google Alerts SEO

Häufigkeit: Wie oft willst du über Neuigkeiten benachrichtigt werden?

Quellen: Welche Quellen sollen überwacht werden? Idealerweise automatisch einstellen und so alles durchsuchen lassen.

Sprache: In meinem Fall Deutsch.

Region: Regionale Beschränkung kann Sinn machen, in meinem Fall jedoch nicht.

Anzahl: Entweder man bekommt alles ungefiltert oder Google sortiert schon ein wenig vor. Mehr dazu später…

Senden an: Ich verwende eigentlich nur Benachrichtigungen per E-Mail, ansonsten gibt es aber auch die Möglichkeit die Resultate als RSS-Feed zu erhalten.

Google Alert Vorschau

Qualität der eigenen Inhalte von Google bewerten lassen

Ich bin der Meinung, dass es nicht ganz so funktioniert wie Matthew Woodward meint, aber trotzdem hier die Theorie. Man erstellt den folgenden Alert:


site:evergreenmedia.at

…und stellt ein, es sollen nur die relevantesten Ergebnisse (in der englischen Version heißt es „best results“) angezeigt werden. Bekomme ich nun nach dem Publizieren eines neuen Artikels eine Benachrichtigung, bedeutet dies, dass Google der Beitrag besonders gefällt.

Wie gesagt, ich glaube nicht daran, aber vielleicht ist etwas dran. ;)

Endlose Möglichkeiten

Mit Sicherheit gibt es noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten für Google Alerts. Die hier erläuterten sind wirklich nur die Google Alerts, welche ich persönlich für mich und meine Kunden in der Praxis verwende. Über Anmerkungen, Tipps und Tricks würde ich mich in den Kommentaren sehr freuen!

Wie du siehst, ist Google Alerts ein richtig mächtiges Tool, um den Überblick über dein Unternehmen und deine Person im Web zu behalten. Sogar als Laie hat man innerhalb von 20 Minuten alle wichtigen Alerts aufgesetzt. Damit ist die Geschichte dann auch erledigt. Jetzt heißt es auf die ersten Benachrichtigungen warten. Sollten dir die Resultate missfallen, muss nachjustiert werden. Dazu hier eine schöne Liste an Suchparametern.

Website Relaunch

Website Relaunch: Die ultimative SEO-Checkliste zum erfolgreichen Relaunch

Alle paar Jahre braucht eine Webseite eine Generalüberholung, entweder weil das Design nicht mehr zeitgemäß ist, sich die Ziele geändert haben oder man einen neuen Weg gehen will. Damit der Website Relaunch nicht, wie so oft, in der absoluten Katastrophe endet, bei der es zu einem totalen Sichtbarkeitsverlust kommt, hier meine Anleitung zum erfolgreichen Relaunch aus SEO Sicht.

Ein Webseiten Relaunch ist immer ein großes Risiko aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung. Es kann eine Menge richtig schief gehen und du bezahlst dafür in Form von niedrigeren Besucherzahlen und damit geringeren Umsätzen über das Internet.

Du denkst dir jetzt sicher: „Aber daran denkt doch eh mein Webdesigner.“ Meine Erfahrung: Nein, macht er höchstwahrscheinlich nicht, da er sich im Bereich der SEO nicht auskennt (auch wenn er es gerne behauptet).

Manche dieser Punkte mögen seltsam erscheinen, aber dort draußen in der Praxis gibt es nichts, was es nicht gibt. Und nichts ist selbstverständlich!

Stupid Relaunch

SEO-Projektplan für den Website Relaunch

In diesem Video lernst du, wie du einen erfolgreichen Website Relaunch richtig planst und sicher umsetzt. Ich zeige dir unseren Projektplan, damit du siehst, worauf du in jeder Phase achten solltest und welche Tools du nach Abschluss des Relaunches unbedingt im Auge behalten musst.

In der Regel braucht Google einige Wochen bis sich die Platzierungen nach der Umstellung wieder beruhigen. Aktuelle Aussagen von Gary Illyes zeigen jedoch ein anderes Bild und reflektieren meine eigenen Erfahrungen weit besser. Es kann bis zu drei Monate dauern bis Google einen Umzug oder Relaunch vollständig verdaut hat. Die Dauer ist selbstverständlich abhängig vom Umfang des Relaunches. Je mehr geändert wurde, desto länger braucht der Google Algorithmus für die Re-Evaluierung.

In 9 Schritten nicht vollkommen bei Google abstürzen

Wenn man sich die meisten Webseiten Relaunches ansieht, sind sie nur in den seltensten Fällen wirklich von Erfolg gekrönt. Das hat auch seinen Grund, denn so simpel ist die Geschichte einfach nicht.

Würdest du ohne Postnachsendeauftrag umziehen? Würdest du deine Telefonnummer ändern ohne deinen Kontakten Bescheid zu sagen?

Dann sind wir uns ja einig…

URL Struktur gleich lassen oder 301-Weiterleitungen einrichten

Die URL ist sozusagen deine Adresse und die ändert man nicht mir nichts, dir nichts. Aus diesem Grund sollte bei einem Relaunch wenn möglich die URL-Struktur nicht verändert werden. Das geht natürlich nicht immer…

Solltest du dich aus welchen Gründen auch immer aber dafür entscheiden, die URL-Struktur zu verändern, gibt es einige wichtige Sachen zu beachten.

Es müssen von den alten auf die neuen Webadressen 301-Weiterleitungen eingerichtet werden, damit Suchmaschinen und Besucher nicht ins Leere geschickt werden.

Diese 301-Weiterleitungen sollten thematisch Sinn ergeben. Erstellst du beispielsweise von einer alten Landing Page eine neue Version, dann ist es sinnvoll eine Weiterleitung anzulegen. Es ist jedoch nicht von Vorteil zu einer thematisch unpassenden Seite weiterzuleiten. Zum einen wundern sich Besucher, zum anderen kann es sein, dass Suchmaschinen die Relevanz, Autorität und den „Link Juice“ in diesem Fall nicht weitergeben.

Weiters muss an dieser Stelle unbedingt erwähnt werden, dass jede 301-Weiterleitung einen Dämpfungsfaktor hat und so ein Teil der „Power“ verloren geht. Der Wert mag gering sein, aber trotzdem.

Fazit: Umziehen ohne Nachsendeauftrag ist fahrlässig.

Wichtigste Landing Pages definieren & nach dem Website Relaunch weiterführen

Noch bevor überhaupt mit der neuen Webseite begonnen wird, sollten die wichtigsten Landing Pages des alten Projekts definiert werden. Denn diese „Seiten“ muss es in einer ähnlichen Form wieder geben, sofern man keine Lust hat, ordentlich an Sichtbarkeit einzubüßen.

Die Wichtigkeit ist dabei von unterschiedlichen Kriterien abhängig:

  • Besucheranzahl (prüfen mittels Google Analytics → Akquisition → Alle Zugriffe → Channels → Organic)
  • Google Rankings (prüfen mittels Pro Rank Tracker)
  • Verkäufe / Anfragen / Buchungen (prüfen mittels Google Analytics → Conversions)
  • Eingehende Verlinkungen (prüfen mittels Majestic SEO oder Ahrefs)

Wir reden hier über SEO und deswegen interessieren uns erst einmal nur die organischen Besucher.

Dieser Punkt wird übrigens nicht ohne Grund bereits als Zweites genannt. Werden hier Fehler gemacht, stößt du nicht nur Suchmaschinen (allen voran natürlich Google), sondern auch Besuchern vor den Kopf. No Go!

Fazit: Deine wichtigsten Landing Pages haben höchsten Respekt verdient.

Eingehende Verlinkungen prüfen & anpassen lassen

Ich hatte ja oben das Thema Verlinkungen schon angesprochen. Wenn sich an der URL-Struktur etwas geändert und man dies mit 301-Weiterleitungen „geregelt“ hat, sollten trotzdem die bestehenden eingehenden Verlinkungen auf die neue Adresse angepasst werden.

Die bestehende eingehenden Verlinkungen finden Sie kostenlos über SEOKicks (gratis Konto sehr eingeschränkt) und die Google Search Console, wobei nur kostenpflichtige Tools wie Majestic SEO und Ahrefs einen nahezu vollständigen Überblick geben (100% schafft kein existierendes Tool alleine).

SEOKicks Backlink Checker

Danach müssen eigentlich nur noch die entsprechenden Webmaster per E-Mail gebeten werden, die Verlinkungen anzupassen. Wie gesagt, dies ist nur für die wichtigsten Backlinks zu tun.

Fazit: Mehr „Juice“ durch direkte Verlinkungen ohne Weiterleitung.

Tracking Code nicht vergessen

Immer wieder passiert es: Die neue Seite ist endlich online, keiner schaut für 14 Tage bei den Analytics rein und plötzlich bemerkt irgendjemand, dass man vergessen hat den Tracking Code einzubauen. Das ist vor allem deshalb blöd, weil die Daten am Anfang nach der Umstellung besonders interessant sind.

Fazit: Daten sind Gold wert und sollten dementsprechend behandelt werden.

Bloß nicht „Live“ an der Webseite basteln

Gerne wird einfach mal an der aktiven Webseite gebastelt oder der Wartungsmodus eingeschaltet. Aber warum? Heutzutage ist es keine Kunst eine „Testumgebung“ einzurichten. Dort kann man tun und lassen, was man will, ohne an Konsequenzen denken zu müssen. Besucher und Suchmaschinen werden es Ihnen danken.

Fazit: Basic, ja. Selbstverständlich, leider nein.

Google AdWords Zielseiten anpassen

Hat sich die URL-Struktur geändert, dann müssen sofort beim Webseiten Relaunch die Zielseiten der Google AdWords Anzeigen berichtigt werden. Sonst zahlst du für Klicks, die die Besucher dann ins Leere schicken.

Fazit: Bloß nicht vergessen!

Texte lieber erweitern statt kürzen

Suchmaschinen brauchen auch heute noch Inhalte in Textform, um Relevanz zu erkennen. Es läuft zwar schon viel über Verlinkungen und Erwähnungen, trotzdem sind Texte nicht zu verachten. Deshalb sollten die wichtigsten Landing Pages lieber um Text erweitert, als gekürzt werden.

Natürlich gibt es hier keine gänzlich richtige Antwort: Denn wenn eine Landing Page zuerst 1000 Wörter hat, aber nicht konvertiert und ein schlechtes Nutzerverhalten aufweist, kann es durchaus sinnvoll sein, die Textmenge zu verringern ;)

Fazit: Grundsätzlich richtig, aber eben nicht immer. Der Hausverstand weist den Weg!

Interne Verlinkungsstruktur beibehalten

Relaunch richtig machen

Auch interne Verlinkungen leiten Relevanz, Autorität und Power weiter. Daher haben Änderungen an diesem „Fluss“ spürbare Konsequenzen. Die wichtigsten Landing Pages sollten grundsätzlich mehr verlinkt werden, selbstverständlich immer mit den passenden Ankertexten und aus dem richtigen Umfeld (bevorzugt Fließtext).

Wenn eine bedeutungsvolle Landing Page nach dem Relaunch weniger interne Verlinkungen erhält, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auch zu einem gewissen Maße Rankings bei Google verliert.

Fazit: Die wertvollsten Unterseiten brauchen die meisten und besten internen Verlinkungen.

Vor dem Launch: Eine clevere & ansprechende 404-Seite einrichten

Gibt es die eingegebene URL-Adresse nicht (typisch nach einem Website Relaunch), landen Besucher auf einer 404-Seite. Diese sollte so gestaltet sein, dass Besucher nicht gleich die Hoffnung verlieren und abspringen, sondern auf deiner Seite bleiben.

Wie du eine solche 404-Seite richtig gestaltest? Hier einige brilliante Beispiele.

Fazit: Hilf dem Benutzer zu finden, was er oder sie sucht

Nach dem Website Relaunch: Google Search Console & Server Logs im Auge behalten

Sogar wenn deine neue Webseite endlich online ist und die Welt nicht sofort zusammenbricht, sind deine schlaflosen Nächte nicht vorbei. In den nächsten Wochen müssen deine Adleraugen auf die Google Search Console, genauer auf Crawling Fehler und die Server Logs gerichtet sein.

Entdeckst du Probleme wie 404s, muss schnellstmöglich ein passender 301-Redirect eingerichtet werden, um mögliche Rankingabstürze zu vermeiden.

Zu guter Letzt noch eine kleine Anmerkung von mir: Bei einem erfolgreichen Webseiten Redesign / Website Relaunch kommt es auf die richtige Vorbereitung an. So kann die Büchse der Pandora meist geschlossen bleiben. Die übelsten Relaunches, die ich persönlich miterlebt habe, wurden in 99% der Fälle durch Ungeduld ausgelöst.

So einfach kann ein erfolgreicher Webseiten Relaunch aus Sicht der Google Optimierung sein. Mit dieser Anleitung sparst du dir eine Menge Geld, Zeit und Nerven. Vergiss nicht: Missglückte Redesigns können die gesamte SEO-Kampagne in Gefahr bringen. Außer Spesen nichts gewesen. Experten-Tipp: Lass dir beim Website Relaunch Zeit, knallharte Deadlines sind in diesem Fall nur für Dummköpfe. Ganz wie Blizzard sagen würde: It’s done when it’s done.

High-End Linkaufbau Gastartikel

High-End Linkaufbau über Gastartikel: So schnappst du dir die besten Backlinks durch Outreach

Wie wichtig hochwertige Backlinks für den eigenen Webauftritt sind, ist mittlerweile unumstritten. Doch nicht jedes Unternehmen nimmt es damit so genau und verzichtet entweder komplett auf den Linkaufbau oder investiert lieber einmalig in ein dubioses Linkpaket ohne sich dabei über die Konsequenzen im Klaren zu sein. Warum relevante Backlinks für deine Webseite so wichtig sind, du lieber auf verlockende Backlink-Packages verzichten solltest und vor allem, WIE du zu hochwertigen Links kommst, lernst du jetzt.

Nicht selten landen bei uns interessante Anfragen im Posteingang, bei denen wir erst auf dem zweiten Blick erkennen, warum händeringend nach Hilfe gesucht wird. Bei genauerer Betrachtung des Linksprofils kommen Spam-Links vom Feinsten zum Vorschein. Eine tickende Zeitbombe, denn sobald das nächste Penguin Update ausrollt ist die logische Konsequenz, dass sich die Webseite aus den SERPs verabschiedet – und zwar nachhaltig. Vor allem bei Onlineshops ist das der absolute Super Gau.

Was das für eine seriöse SEO-Agentur bedeutet? In erster Linie geht es um Schadensbegrenzung. Das heißt nach und nach Spam-Links zu entwerten und im Gegenzug hochwertige Backlinks aufzubauen. Eines ist klar: Das geht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein langwieriger Prozess bei dem Geduld gefragt ist! Damit das erst gar nicht notwendig ist, ist wichtig, dass du lernst, wie man hochwertige Backlinks aufbaut.

Hier ist unser gesamter Outreach-Prozess Schritt für Schritt und im Detail erklärt:

  1. So findest du das perfekte Thema für deinen Gastartikel
  2. So findest du die perfekten Zielseiten für deine Gastbeiträge
  3. So schreibst du die perfekte Outreach-E-Mail

…und hier auch noch als Video :D

Hochwertige Backlinks und wie du dazu kommst

Bei Backlinks sind vor allem folgende Faktoren wichtig: Die Quelle muss seriös sein, möglichst viel Autorität besitzen und genau zu meinem Produkt bzw. Dienstleitung passen. Wenn du beispielsweise Gesundheitsprodukte verkaufst und bei einem bekannten Gesundheitsportal einen themenrelevanten Gastbeitrag platzieren darfst, dann hast du sozusagen den Jackpot geknackt. Am Anfang des Linkaufbaus steht also die Recherche:

  • Überlege dir ein Thema, das zu deiner Website passt.
  • Recherchiere nach ähnlichen Themen und skizziere ein kurzes Inhaltsverzeichnis.
  • Überlege dir, bei welchen Blogs das Thema publiziert werden könnte.
  • Suche bei Google (richtige Länder Endung) gezielt nach diesen Blogs.

Du willst über Rückenschmerzen schreiben? Dann sucht nach Gesundheitsblogs, Medizinblogs, etc. Notiere dir die jeweiligen Seiten inklusive Kontaktdaten (direkter Ansprechpartner) und halte alles in einer einfachen Excel Übersicht fest. Diese Liste sollte folgende Felder beinhalten:

  • Zielwebseite
  • Beispiellink eines Beitrages, der deiner Idee möglichst ähnelt
  • Kontaktperson
  • E-Mail
  • Anfragedatum
  • Beitragstitel
  • Bemerkung

Der ultimative Guide für hochwertige Gastartikelanfragen

Sobald du deine Liste fertiggestellt hast, geht es ans Eingemachte: das Anschreiben. Im Folgenden lernst du den heiligen Gral aller Gastbeitragsanfragen kennen. Eine Methode, mit der wir mindestens 20 Prozent positive Rückmeldungen bekommen. Und das nicht einmalig, sondern aus diesem Netzwerk profitieren wir nachhaltig. Denn wer einmal mit einem Gastartikel zufrieden ist, wird sehr wahrscheinlich auch einen zweiten und dritten akzeptieren.
Sehen wir uns nun der Reihe nach die wichtigsten Elemente einer hochwertigen Gastartikelanfrage an. Als erstes erfolgt die Ansprache:

Ansprache-Gastbeitrag

Die Ansprache der Zielperson sollte immer persönlich erfolgen

Sprich bei einer Gastbeitragsanfrage die Zielperson immer mit Namen an und bleibe förmlich. Das ist in 90% aller Fälle am besten, außer du schreibst beispielsweise über Spielzeug und kontaktierst einen Eltern-Blog, bei dem die Leser mit „Du“ angesprochen werden. Hier kommt es oft besser, persönlich zu schreiben und sich selbst mit seinem Vornamen vorzustellen.

Neben der direkten Ansprache braucht es auch eine kurze Einleitung über dich (siehe oben). Übrigens, im Betreff musst du natürlich den genauen Grund eurer Kontaktaufnahme nennen „Beitrag für Ihren Blog“.

Personalisieren ist die halbe Miete

Wenn du keinen Bezug zur Linkquelle nimmst, dann kannst du davon ausgehen, dass deine Anfrage in der Tonne landet. Nimm dir ein wenig Zeit und schau dir die Zielseite genau an. Erst dann kannst du folgenden Absatz in eure Anfrage einfügen.

Identifikation Linkquelle

Besonders wichtig ist es, sich mit der Linkquelle genau auseinanderzusetzen

Ich habe als Titel für meinen Artikel „Die X besten Entspannungsübungen bei stressbedingten Rückenschmerzen“ gewählt. Bei meiner Recherche bin ich auf deren Artikel über die größten Mythen bei Rückenschmerzen gestoßen, ein idealer Anker also für meine Anfrage. Gemischt mit einer persönlichen Note von mir sorge ich für die ersten Symphatiepunkte.

Im nächsten Schritt gehe ich noch weiter und schlage meinem Kontakt passend dazu ein weiteres interessantes Thema vor. Da ich weiß, dass sie über Rückenschmerzen schreiben, wird mein Thema ebenfalls ihr Interesse wecken. Als Eye-Catcher hebe ich das Thema fett hervor.

Konkretisiere den Inhalt deines Themas

Sehr wahrscheinlich ist dein Gegenüber kein Profi, wenn es um Rückenschmerzen geht. Er ist viel eher Redakteur oder Marketing bzw. Pressemitarbeiter. Du musst ihm das Thema also „verkaufen“ und dazu reicht eine kurze Zusammenfassung des Inhalts:

Thema konkretisieren

Mit einer kurzen Übersicht des Inhalts kann sich der Ansprechpartner ein besseres Bild machen.

Wie du siehst, ich breche den Inhalt kurz und knapp herunter, sodass man sich unter dem Titel tatsächlich etwas vorstellen kann. Und wieder steigt die Wahrscheinlichkeit einer positiven Rückmeldung um ein paar Prozent. ;) Im nächsten Schritt darfst du auch mal ein bisschen prahlen!

Zeig, was du drauf hast

Soweit so gut. Aber woher weiß mein Ansprechpartner, dass ich hochwertige Beiträge schreiben kann? Sofern du bereits gute Artikel veröffentlicht hast, kannst du sie jetzt auspacken. Das Ganze heißt „Social Proof“ und erfüllt den Zweck, dass wir unser Gegenüber von der Hochwertigkeit unserer Artikel überzeugen. Er wird ihn nicht lesen, aber er wird sehen, dass wir stilistisch hochwertig schreiben und keine Werbebeiträge an den Mann bringen wollen. Denn das wäre ein absolutes No-Go!

Beim Social Proof wählst du maximal drei erfolgreiche Artikel aus. Hier nimmst du natürlich die crème de la crème eurer Gastbeiträge. Im besten Fall sind es thematisch ähnliche Quellen und Beiträge, auf die du tatsächlich Stolz sein kannst. Nennst du hier unseriöse Seiten, war alles umsonst!

Der letzte Akt – Die Verabschiedung

Damit ist unsere Gastbeitragsanfrage auch schon fast fertig. Jetzt geht es im Endeffekt nur noch darum für einen runden Abschluss zu sorgen.

Zusammenfassung Signatur

Mit der Signatur macht man sich transparent und seriös

Ein letztes Mal personalisieren wir unsere Anfrage, indem wir die Zielseite namentlich nennen. Wir verweisen darauf, dass wir werbefrei schreiben und der Inhalt ausschließlich für sie gedacht ist. Wer will schon duplicate content?

Es folgt eine freundliche Verabschiedung inklusive Signatur. Dadurch beweisen wir Seriosität und schaffen letzte Zweifel aus der Welt. Im allerletzten Schritt musst du die Anfrage noch mindestens zweimal Korrekturlesen und bestenfalls auch einem Kollegen zeigen. Er wird begeistert sein und hätte er eine eigene Webseite, würde er für euren Gastbeitrag wahrscheinlich sogar bezahlen! ;) Übrigens, mit dieser hochwertigen Anfrage ist das sogar keine Seltenheit. Wobei du natürlich dafür kein Geld nimmst, sondern mit dem hochwertigen Backlink all eure Ziele erreicht habt!

Gastbeitragsanfragen müssen nicht unangenehm sein. Mit dieser Anfrage sind die Zeiten vorbei, in denen man 99% Absagen erteilt bekommt und sich vielleicht auch noch blöd anmachen lassen muss. Wenn du dich an diese Vorgaben hältst, wirst du sehen, dass Linkaufbau sogar Spaß machen kann und wahres „Suchtpotenzial“ hat. Solange du dir für deine Anfragen ausreichend Zeit nimmst und deinem Ansprechpartner Respekt zollst, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Und jetzt geh hinaus und schnapp dir die besten Backlinks! :)

Linkaufbau für Online-Shops

Linkaufbau für Online-Shops: Die ultimative Anleitung für E-Commerce Linkbuilding

Wie du als Online-Shop Betreiber wahrscheinlich weißt – organischer Traffic von Google ist überlebensnotwendig. Mehr Traffic über die richtigen Keywords hat in der Regel direkten Einfluss auf deinen Umsatz. Vor allem hochwertige Backlinks haben einen massiven Stellenwert bei den Google Rankings. Deshalb beschäftigen wir uns heute mit dem Thema „Linkaufbau für Online-Shops“. Ja, Online-Shop-SEO ist kein Zuckerschlecken…

Was zunächst einfach klingt, erweist sich in der Praxis als schwierig. Denn die wenigsten Webmaster wollen auf kommerzielle Projekte verlinken, geschweige denn auf einen Online-Shop. Besonders im deutschsprachigen Raum kann dir deshalb die Gewinnung von qualitativ hochwertigen Backlinks für deinen Shop Probleme bereiten. Es herrscht die große „Verlinkungsangst“. Im Folgenden verraten wir dir einige Linkaufbau-Strategien, um natürlich und auch manuell Backlinks zu akquirieren.

Nicht kommerziellen, User-Driven Content auf der gleichen Domain veröffentlichen

Nicht kommerzielle Inhalte SEO

Im Lexikon von LaModula finden Nutzer tonnenweise Schlaftipps und können sich in Ruhe über Schlafoptimierung informieren.

Google will die bestmögliche Nutzererfahrung liefern. Viele Keywords sind zwar im weiteren Verlauf der Search Journey kommerziell, aber als Zwischenschritt mit einem informativen Ergebnis besser bedient. Lediglich mit Shop-Kategorienseiten wirst du daher mit deiner Seite nicht ranken können.

Da heute die Suchintention für Google ein fast schon entscheidender Ranking-Faktor ist, solltest du auf deiner Domain auch nicht-kommerzielle Inhalte bieten, welche (im Zusammenhang mit dem eigenen Angebot) auf das Problem der User eingehen. Entscheidend ist aber, dass du den Content auf derselben Domain des Shops publizierst. Ein klares „Nein“ also zu Subdomains und anderen Domains.

Wieso? Nur so kann auch der Shop von den Link- und Nutzersignalen dieser Inhalte profitieren. Ansonsten splittest du die Domain Authority und Relevanz auf, wodurch keine Synergien entstehen.

Auf das Vergleichsbedürfnis der User eingehen

Internet-Shopper lieben es zu vergleichen: Preise, Eigenschaften, Shops usw. Dieses Bedürfnis ist nicht zu vermeiden. Damit die User aber nicht unterschiedliche Shops vergleichen, sondern bei deinem einkaufen, solltest du ihnen die Möglichkeit geben, direkt bei dir zu vergleichen.

Ein Praxisbeispiel:

Ein Online-Shop vertreibt Mobiltelefone. Es ist gerade eine neue Generation erschienen. Man könnte beispielsweise die unterschiedlichen Modelle vergleichen und genau erklären, welches Modell sich für welchen Anwender eignet. So kann man auf einen Schlag alle „vergleichen“ und „test“ Keywords abdecken.

Außerdem produziert man damit Inhalte, die wahrlich einen Mehrwert bieten und das auch noch mit einer einzigartigen Perspektive. Die Chance, die eine oder andere natürliche Verlinkung einzuheimsen, ist mehr als groß. Zusätzlich hebt man sich von der Konkurrenz ab, die in der Praxis oft viel zu träge ist, um gute bzw. brandaktuelle Inhalte zu schaffen.

Kleine, hilfreiche Tools kostenlos zur Verfügung stellen

Kostenlose Tools Linkbait

AkkuLine hat mit einem kleinen aber feinen Tool zur Überprüfung des Notebook-Akkus zahllose Backlinks von starken Portalen generiert.

In vielen Nischen bietet sich die Gelegenheit mit kleinen, simplen Online-Tools überaus positiv aufzufallen. Ja, dafür musst du kreativ werden und deine User wirklich gut kennen, aber ansonsten beschränkt sich der Programmier-Aufwand in der Regel auf einige wenige Stunden. Schon hast du ein Link Asset auf deiner Webseite, dass Backlinks magisch anzieht.

Ein Praxisbeispiel:

Hierzu gibt es das Praxisbeispiel eines bekannten deutschen Akku Online-Shops, der ein sehr simples, aber gut funktionierendes Tool zum Testen des Notebook-Akkus zur Verfügung stellt. Über die Jahre hat das Tool massenhaft Backlinks von renommierten Portalen (Beispiel), Foren und Frage-Antwort-Seiten bekommen und so die Autorität der gesamten Domain gesteigert. Die Investition hat sich also mehr als gelohnt.

Clevere Linkbaits produzieren und sie richtig promoten

Infografik als Linkbait

Mit einer Infografik über die iPhone-Akkulaufzeit konnte sich C. Moosbrugger einen follow-Backlink von winfuture beschaffen

Oben haben wir uns schon über einen klassischen Linkbait „das Online-Tool“ unterhalten. Was aber kannst du tun, wenn ein solches Tool in deiner Nische keinen Sinn macht? Klassische Beispiele für weitere Linkbaits sind beispielsweise:

  • Infografiken
  • Wissenschaftliche Studien
  • Interessante, spannende Daten
  • Umfangreiche Schritt-für-Schritt-Ratgeber

Hast du den Linkbait erstellt, fängt deine Arbeit allerdings erst an. Als Online-Shop-Betreiber hast du nicht die Zeit abzuwarten und zu hoffen, dass deine Linkaufbau-Strategie Früchte trägt. Jetzt musst du in die Offensive gehen, Influencer aus deiner Branche anschreiben und sie über dein Werk informieren.

Unter SEOs nennt sich dieser Prozess „Outreach„, bedeutet aber nichts Anderes als geschickt E-Mails zu schreiben. Die Kunst dabei: Du willst nicht als Backlink-Bettler rüberkommen, weil die E-Mails sonst ungelesen im Papierkorb landen. Wie du den Outreach im Idealfall angehst, zeigt dieser Linkbuilding-Guide.

Mehr zum Thema Guest Posting:

  1. So findest du das perfekte Thema für deinen Gastartikel
  2. So findest du die perfekten Zielseiten für deine Gastbeiträge
  3. So schreibst du die perfekte Outreach-E-Mail

…und hier das Thema auch noch als Video :D

Ein Teil der Community sein

Viele Shopbetreiber sind in ihrer Nische totale Außenseiter. Sie beteiligen sich weder an Foren, schreiben nicht für Fachmagazine, noch beantworten sie Fragen auf Frage-Antwort-Seiten. Dabei besteht genau hier eine Unmenge an SEO-Potenzial.

Fakt: Die Anzahl der Suchanfragen nach einer „Marke“ (Brand Searches) korrelieren schockierend gut mit Rankings bei Google! Wenn du allerdings „ein Außenseiter“ bist und deine Platzierungen bei Google durch den Kauf von Backlinks erzwingen willst, ohne dass deine Marke bekannt und beliebt ist, wird die Freude nur kurz währen. Google’s Algorithmus wird nämlich immer intelligenter und lernt schnell, welche Marken die User sehen wollen. Anhand von Nutzersignalen und Klickraten erkennt Google, wer gefragt ist und wer nicht.

Genau deswegen musst du ein Teil deiner Community sein. Nein, auf Messen präsent zu sein, reicht heutzutage leider nicht mehr aus. Nur wenn du wirklich einen Mehrwert bieten und nicht nur verkaufen willst, wirst du langfristig bei Google oben stehen.

Bonus-Tipp: gutefrage.net als alternative Traffic-Quelle

GuteFrage.net als alternative Traffic-Quelle

Wer sich auf der Frage &Antwort-Webseite gutefrage.net geschickt anstellt, kann jede Menge Traffic auf seinen Online-Shop leiten. Ganz ohne Google!

Gutefrage.net ist eines der größten Frage-Antwort-Portale im deutschsprachigen Raum. Eine Vielzahl der Fragen-Unterseiten rankt bei Google auf der ersten Seite und bekommt so tonnenweise Traffic. Mit einem SEO-Tool wie Ahrefs + Excel kannst du schnell und einfach High-Traffic Unterseiten heraussuchen, die zu deinen Produkten passen.

Dann kommt aber der schwierige Part, denn logischerweise sieht die Redaktion von gutefrage.net Selbstpromotion mit Backlinks gar nicht gerne. Deswegen empfehle ich dir den folgenden Ablauf:

  • Regelmäßig Fragen passend zur Nische beantworten ohne einen Backlink zu setzen
  • High-Traffic Fragen heraussuchen
  • Inhalte auf der eigenen Webseite publizieren, die die Frage perfekt beantworten und NICHT kommerziell sind
  • Link in einer wirklich hochwertigen Antwort verpackt setzen

Wer meint auf diese Vorgehensweise verzichten zu können und stattdessen eine „Abkürzung“ zu nehmen, den muss ich leider enttäuschen! Dann wird das Konto früher oder… noch früher gelöscht und die ganze Arbeit war umsonst. Außerdem gibt es dann noch eine Lifetime-Verbannung obendrauf! Aus SEO-Sicht bringen diese Backlinks übrigens wenig, weil sie mit dem Linkattribut nofollow versehen sind, aber dafür kann man eine schöne und vor allem kostenlose alternative Traffic-Quelle aufbauen, die unabhängiger von Google macht.

SEO für Online-Shops: Die ultimative Anleitung als Video

Heutzutage lautet das Spiel nicht mehr: Wie kann ich Google manipulieren, sodass ich vorne ranke? Nein, die Devise lautet: Wie kann ich meiner Zielgruppe die bestmögliche Erfahrung an jedem Punkt der Search Journey bieten? So können Kaufentscheidungen schon frühzeitig beeinflusst und eine Beziehung mit dem User aufbaut werden. Dann spielt es nicht unbedingt eine Rolle, ob du für das Money Keyword auf Platz Nummer 1 rankst, denn der User wird auch auf Platz sechs auf dein Ergebnis klicken oder sogar nach „deiner Marke + Produkt“ suchen.

Gastartikel anfragen

Die perfekte Gastartikel-Anfrage: Be A Gentleman!

Warum Gastartikelanfragen letzten Endes so häufig scheitern, kann verschiedene Ursachen haben. Entweder man schlägt ein Thema vor, das eigentlich so gar nicht zum ausgewählten Blog passt oder investiert kaum Zeit in die Zielseitenrecherche. Oft machen Blogger nämlich gar keinen Hehl daraus, dass Gastartikelanfragen unerwünscht sind. In diesem Fall würde man also sich und dem jeweiligen Blogger viel Zeit und Arbeit ersparen, indem man erst gar nicht anfragt. Wenn man sich allerdings ein gutes Thema überlegt und ideale Zielseiten recherchiert hat, dann fehlt eigentlich nur noch die perfekte Gastartikelanfrage. Dies ist der abschließende Beitrag zu unserer Blogartikel-Reihe „High-End Linkaufbau über Gastartikel

Bevor wir tiefer in diese Materie eintauchen, vorab noch ein guter Tipp von mir: Missbrauche Blogger nicht als Werbeträger, denn sollte das auch nur ansatzweise so rüberkommen, kann ich dir versichern, dass deine Anfrage floppen wird. Noch schlimmer ist es, wenn du die komplette Blogroll eines Influencers anschreibst, um Zeit bei der Recherche zu sparen. Schickst du allen zeitgleich eine ähnliche Anfrage wirst du Spott und Hohn, aber definitiv keine Backlinks ernten.

Dein Ziel sollte es vielmehr sein ein Netzwerk aufzubauen, von dem du nachhaltig profitierst und das du entsprechend pflegst. Blogger Relations lautet das Zauberwort (oder auch gerade modern: Private Influencer Network).

Schaffe eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten

Bei Gastartikelanfragen spielt eine Fähigkeit eine ganz entscheidende Rolle, nämlich Empathie. Versetz dich in die Lage deines Gegenübers und überlege dir, was du an seiner Stelle hören bzw. nicht hören willst. Du solltest dir zudem nicht nur über deinen eigenen Nutzen, den Backlink, im Klaren sein, sondern auch Argumente parat haben, welchen Benefit die Kooperation für deinen Partner hat. Nur dann wirst du auf offene Ohren stoßen.

Du musst mit deiner Anfrage also einen konkreten Mehrwert für den Blogger bieten. Beispielsweise in Form

  • eines extrem hochwertigen Artikels über ein super spannendes Thema,
  • einer Erwähnung des Bloggers auf deinen Social Media Kanälen,
  • einer Möglichkeit ebenfalls einen Gastbeitrag zu veröffentlichen (Achtung: Kein Linktausch, sondern beispielsweise auf einem anderen Blog, den du betreibst),
  • oder du bietest eine finanzielle Entschädigung für den Link.

Welchen Nutzen du deinem potenziellen Partner bieten willst, bleibt einzig und alleine dir überlassen. Hier kannst du natürlich kreativ sein. Hotels beispielsweise laden Influencer gerne auch in der Nebensaison ein, damit sie danach eine schöne Rezension mit überzeugenden Inhalten samt Verlinkung schreiben. Andere wiederum bieten Produkt Samples oder ähnliches.

Linkaufbau mit Gastartikeln ist nicht gratis

Für Gastartikel bezahlen oder nicht

Das Ziel sollte es sein, ohne finanzielle Mittel erfolgreich Gastartikel zu akquirieren. In manchen Branchen ist dies jedoch nahezu unmöglich. Im zweiten Schritt ist es dann durchaus sinnvoll den Aufwand finanziell zu entschädigen.

Da wären wir auch schon beim richtigem Thema: dem lieben Geld! Ein weiterer Fehler, den viele Firmen gerne bei ihren Linkaufbau Bemühungen machen, ist, dass sie ohne Budget planen. Natürlich gibt es auch Gratis-Gastbeiträge, aber das ist mittlerweile eher die Ausnahme als die Regel. Ein themenrelevanter, hochwertiger Link darf gut und gerne 200 bis 1.000 Euro kosten. Mehr würde ich persönlich allerdings nicht für einen Link ausgeben. Hier kommt es aber ganz klar auf dein Budget und deine Prioritäten an.

Wir schreiben übrigens in unserer Anfrage nicht „Wir bezahlen auch für den Link“, sondern „Gerne sind wir bereit Ihren Aufwand finanziell zu entschädigen“. Abgesehen vom Preis, den Blogger für die Einbindung veranschlagen, darfst du natürlich auch deine Arbeitszeit für Recherchen, Anfragen und insbesondere das Texten bzw. die Texte nicht vergessen.

Der Ton macht die Musik

Kommen wir zur eigentlichen Anfrage. Ich vergleiche eine schlechte Gastbeitragsanfrage gerne mit einem schlechten Anmachspruch: Die Erfolgsquote ist leider verschwindend gering und sollte es wider Erwarten doch einmal klappen, ist es wahrscheinlich nur eine einmalige Sache. ;)

Ganz egal um welche E-Mail-Anfrage es sich handelt, der Ton macht die Musik. Zeig demjenigen, dass du dich mit seinem Blog beschäftigt hast, du dich für seine Arbeit interessierst, du seine Artikel spannend findest oder dir das Design seiner Webseite gefällt. Natürlich solltest du es damit nicht übertreiben, aber eine kleine, nette Anmerkung hie und da kann nicht schaden.

Schreibe denjenigen außerdem immer mit seinem Namen an, sei höflich und achte auf deinen Stil sowie die korrekte Rechtschreibung.
Solltest du trotzdem eine Absage kassieren, bleib stets freundlich und sachlich. Nicht selten meldet sich jemand ein paar Monate später von selbst und fragt, ob das Angebot noch steht!

Die perfekte Synergie aus Recherche, Thema und Anfrage

Bei einer guten Gastartikelanfrage kommt es aber nicht nur auf die formalen Kriterien an, sondern auch auf einen roten Faden. Passen das Thema, die Auswahl des Blogs und die Anfrage zusammen, dann wirst du Erfolg haben. Wenn allerdings einer dieser Faktoren nicht passt, dann wirst du höchstwahrscheinlich scheitern.

So sieht eine gute Anfrage aus

Nachdem wir uns bis jetzt ausführlich mit der Theorie befasst haben, schauen wir uns die besprochenen Fakten nochmal genau anhand einer fiktiven Gastartikelanfrage an. Diese würde in unserem Fall in etwa so aussehen:

Gastartikelanfrage Muster

Achte auf eine persönliche Anrede, Rechtschreibung, Stil, Freundlichkeit und biete einen Mehrwert.

Wie du siehst, ist die Anfrage relativ lang. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass Blogger auf diese Informationen großen Wert legen. Außerdem hebst du dich damit von der Masse ab. Viele Blogger berichten beispielsweise, dass sie mehrere Anfragen am Tag (!) erhalten. Für lesefaulere Kontakte heben wir die wichtigsten Passagen fett heraus, damit sie den Text besser „scannen“ können.

AktionZielBeispiel
Persönliche Anspracheerhöhte Antwortratepersönliche Anrede
Kurze Vorstellungschafft SympathieName und Projekt vorstellen
Personalisierenzeigt Interesseauf Blog/Blogbeitrag näher eingehen und Relevanz zum Gastbeitrags-Thema herstellen
Themenrelevanz herstellenbeweist gute Recherchearbeitrelevantes Thema vorschlagen
Inhalt kurz schildernschafft gleiches VerständnisInhalt des Gastartikels grob aufzeigen
Social Proofmacht einen guten Eindruckbereits (gute) veröffentlichte Gastartikel anführen
Mehrwert bietenüberzeugt durch MehrwertDomain nochmals erwähnen, Werbefreiheit betonen
Signaturzeugt von SeriösitätSignatur inklusive Adresse und Firmenlogo

Hier ist der gesamte Outreach-Prozess Schritt für Schritt erklärt:

  1. So findest du das perfekte Thema für deinen Gastartikel
  2. So findest du die perfekten Zielseiten für deine Gastbeiträge
  3. So schreibest du die perfekte Outreach-E-Mail

…und hier auch noch einmal als kurzes und knackiges Video ;)

DIE perfekte Gastartikel-Anfrage gibt es eigentlich gar nicht, denn es kommt immer auf die individuelle Situation und das jeweilige Projekt an. Wichtig ist aber definitiv, dass du dich an die genannten Punkte hältst und ein roter Faden in deiner Anfrage ersichtlich ist. Außerdem ist es in gewisser Weise auch ein Glücksfaktor, ob du eine positive Rückmeldung bekommst. Wenn du jemanden mit einer „perfekten“ Anfrage kontaktierst, der allerdings einen miesen Tag hatte, hast du einfach nur Pech gehabt. Mit unserer Anleitung wirst du aber definitiv viele Erfolge feiern und viele saftige Links für dein Projekt abstauben! :)