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Website Relaunch

Website Relaunch: Die ultimative SEO-Checkliste zum erfolgreichen Relaunch

Alle paar Jahre braucht eine Webseite eine Generalüberholung, entweder weil das Design nicht mehr zeitgemäß ist, sich die Ziele geändert haben oder man einen neuen Weg gehen will. Damit der Website Relaunch nicht, wie so oft, in der absoluten Katastrophe endet, bei der es zu einem totalen Sichtbarkeitsverlust kommt, hier meine Anleitung zum erfolgreichen Relaunch aus SEO Sicht.

Ein Webseiten Relaunch ist immer ein großes Risiko aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung. Es kann eine Menge richtig schief gehen und du bezahlst dafür in Form von niedrigeren Besucherzahlen und damit geringeren Umsätzen über das Internet.
Du denkst dir jetzt sicher: „Aber daran denkt doch eh mein Webdesigner.“ Meine Erfahrung: Nein, macht er höchstwahrscheinlich nicht, da er sich im Bereich der SEO nicht auskennt (auch wenn er es gerne behauptet).

Manche dieser Punkte mögen seltsam erscheinen, aber dort draußen in der Praxis gibt es nichts, was es nicht gibt. Und nichts ist selbstverständlich!

Stupid Relaunch

SEO-Projektplan für den Website Relaunch

In diesem Video lernst du, wie du einen erfolgreichen Website Relaunch richtig planst und sicher umsetzt. Ich zeige dir unseren Projektplan, damit du siehst, worauf du in jeder Phase achten solltest und welche Tools du nach Abschluss des Relaunches unbedingt im Auge behalten musst.

In der Regel braucht Google einige Wochen bis sich die Platzierungen nach der Umstellung wieder beruhigen. Aktuelle Aussagen von Gary Illyes zeigen jedoch ein anderes Bild und reflektieren meine eigenen Erfahrungen weit besser. Es kann bis zu drei Monate dauern bis Google einen Umzug oder Relaunch vollständig verdaut hat. Die Dauer ist selbstverständlich abhängig vom Umfang des Relaunches. Je mehr geändert wurde, desto länger braucht der Google Algorithmus für die Re-Evaluierung.

In 9 Schritten nicht vollkommen bei Google abstürzen

Wenn man sich die meisten Webseiten Relaunches ansieht, sind sie nur in den seltensten Fällen wirklich von Erfolg gekrönt. Das hat auch seinen Grund, denn so simpel ist die Geschichte einfach nicht.

Würdest du ohne Postnachsendeauftrag umziehen? Würdest du deine Telefonnummer ändern ohne deinen Kontakten Bescheid zu sagen?

Dann sind wir uns ja einig…

URL Struktur gleich lassen oder 301-Weiterleitungen einrichten

Die URL ist sozusagen deine Adresse und die ändert man nicht mir nichts, dir nichts. Aus diesem Grund sollte bei einem Relaunch wenn möglich die URL-Struktur nicht verändert werden. Das geht natürlich nicht immer…

Solltest du dich aus welchen Gründen auch immer aber dafür entscheiden, die URL-Struktur zu verändern, gibt es einige wichtige Sachen zu beachten.

Es müssen von den alten auf die neuen Webadressen 301-Weiterleitungen eingerichtet werden, damit Suchmaschinen und Besucher nicht ins Leere geschickt werden.

Diese 301-Weiterleitungen sollten thematisch Sinn ergeben. Erstellst du beispielsweise von einer alten Landing Page eine neue Version, dann ist es sinnvoll eine Weiterleitung anzulegen. Es ist jedoch nicht von Vorteil zu einer thematisch unpassenden Seite weiterzuleiten. Zum einen wundern sich Besucher, zum anderen kann es sein, dass Suchmaschinen die Relevanz, Autorität und den „Link Juice“ in diesem Fall nicht weitergeben.

Weiters muss an dieser Stelle unbedingt erwähnt werden, dass jede 301-Weiterleitung einen Dämpfungsfaktor hat und so ein Teil der „Power“ verloren geht. Der Wert mag gering sein, aber trotzdem.

Fazit: Umziehen ohne Nachsendeauftrag ist fahrlässig.

Wichtigste Landing Pages definieren & nach dem Website Relaunch weiterführen

Noch bevor überhaupt mit der neuen Webseite begonnen wird, sollten die wichtigsten Landing Pages des alten Projekts definiert werden. Denn diese „Seiten“ muss es in einer ähnlichen Form wieder geben, sofern man keine Lust hat, ordentlich an Sichtbarkeit einzubüßen.

Die Wichtigkeit ist dabei von unterschiedlichen Kriterien abhängig:

  • Besucheranzahl (prüfen mittels Google Analytics → Akquisition → Alle Zugriffe → Channels → Organic)
  • Google Rankings (prüfen mittels Pro Rank Tracker)
  • Verkäufe / Anfragen / Buchungen (prüfen mittels Google Analytics → Conversions)
  • Eingehende Verlinkungen (prüfen mittels Majestic SEO oder Ahrefs)

Wir reden hier über SEO und deswegen interessieren uns erst einmal nur die organischen Besucher.

Dieser Punkt wird übrigens nicht ohne Grund bereits als Zweites genannt. Werden hier Fehler gemacht, stößt du nicht nur Suchmaschinen (allen voran natürlich Google), sondern auch Besuchern vor den Kopf. No Go!

Fazit: Deine wichtigsten Landing Pages haben höchsten Respekt verdient.

Eingehende Verlinkungen prüfen & anpassen lassen

Ich hatte ja oben das Thema Verlinkungen schon angesprochen. Wenn sich an der URL-Struktur etwas geändert und man dies mit 301-Weiterleitungen „geregelt“ hat, sollten trotzdem die bestehenden eingehenden Verlinkungen auf die neue Adresse angepasst werden.

Die bestehende eingehenden Verlinkungen finden Sie kostenlos über SEOKicks (gratis Konto sehr eingeschränkt) und die Google Search Console, wobei nur kostenpflichtige Tools wie Majestic SEO und Ahrefs einen nahezu vollständigen Überblick geben (100% schafft kein existierendes Tool alleine).

SEOKicks Backlink Checker

Danach müssen eigentlich nur noch die entsprechenden Webmaster per E-Mail gebeten werden, die Verlinkungen anzupassen. Wie gesagt, dies ist nur für die wichtigsten Backlinks zu tun.

Fazit: Mehr „Juice“ durch direkte Verlinkungen ohne Weiterleitung.

Tracking Code nicht vergessen

Immer wieder passiert es: Die neue Seite ist endlich online, keiner schaut für 14 Tage bei den Analytics rein und plötzlich bemerkt irgendjemand, dass man vergessen hat den Tracking Code einzubauen. Das ist vor allem deshalb blöd, weil die Daten am Anfang nach der Umstellung besonders interessant sind.

Fazit: Daten sind Gold wert und sollten dementsprechend behandelt werden.

Bloß nicht „Live“ an der Webseite basteln

Gerne wird einfach mal an der aktiven Webseite gebastelt oder der Wartungsmodus eingeschaltet. Aber warum? Heutzutage ist es keine Kunst eine „Testumgebung“ einzurichten. Dort kann man tun und lassen, was man will, ohne an Konsequenzen denken zu müssen. Besucher und Suchmaschinen werden es Ihnen danken.

Fazit: Basic, ja. Selbstverständlich, leider nein.

Google AdWords Zielseiten anpassen

Hat sich die URL-Struktur geändert, dann müssen sofort beim Webseiten Relaunch die Zielseiten der Google AdWords Anzeigen berichtigt werden. Sonst zahlst du für Klicks, die die Besucher dann ins Leere schicken.

Fazit: Bloß nicht vergessen!

Texte lieber erweitern statt kürzen

Suchmaschinen brauchen auch heute noch Inhalte in Textform, um Relevanz zu erkennen. Es läuft zwar schon viel über Verlinkungen und Erwähnungen, trotzdem sind Texte nicht zu verachten. Deshalb sollten die wichtigsten Landing Pages lieber um Text erweitert, als gekürzt werden.

Natürlich gibt es hier keine gänzlich richtige Antwort: Denn wenn eine Landing Page zuerst 1000 Wörter hat, aber nicht konvertiert und ein schlechtes Nutzerverhalten aufweist, kann es durchaus sinnvoll sein, die Textmenge zu verringern ;)

Fazit: Grundsätzlich richtig, aber eben nicht immer. Der Hausverstand weist den Weg!

Interne Verlinkungsstruktur beibehalten

Relaunch richtig machen

Auch interne Verlinkungen leiten Relevanz, Autorität und Power weiter. Daher haben Änderungen an diesem „Fluss“ spürbare Konsequenzen. Die wichtigsten Landing Pages sollten grundsätzlich mehr verlinkt werden, selbstverständlich immer mit den passenden Ankertexten und aus dem richtigen Umfeld (bevorzugt Fließtext).

Wenn eine bedeutungsvolle Landing Page nach dem Relaunch weniger interne Verlinkungen erhält, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie auch zu einem gewissen Maße Rankings bei Google verliert.

Fazit: Die wertvollsten Unterseiten brauchen die meisten und besten internen Verlinkungen.

Vor dem Launch: Eine clevere & ansprechende 404-Seite einrichten

Gibt es die eingegebene URL-Adresse nicht (typisch nach einem Website Relaunch), landen Besucher auf einer 404-Seite. Diese sollte so gestaltet sein, dass Besucher nicht gleich die Hoffnung verlieren und abspringen, sondern auf deiner Seite bleiben.

Wie du eine solche 404-Seite richtig gestaltest? Hier einige brilliante Beispiele.

Fazit: Hilf dem Benutzer zu finden, was er oder sie sucht

Nach dem Website Relaunch: Google Search Console & Server Logs im Auge behalten

Sogar wenn deine neue Webseite endlich online ist und die Welt nicht sofort zusammenbricht, sind deine schlaflosen Nächte nicht vorbei. In den nächsten Wochen müssen deine Adleraugen auf die Google Search Console, genauer auf Crawling Fehler und die Server Logs gerichtet sein.

Entdeckst du Probleme wie 404s, muss schnellstmöglich ein passender 301-Redirect eingerichtet werden, um mögliche Rankingabstürze zu vermeiden.

Zu guter Letzt noch eine kleine Anmerkung von mir: Bei einem erfolgreichen Webseiten Redesign / Website Relaunch kommt es auf die richtige Vorbereitung an. So kann die Büchse der Pandora meist geschlossen bleiben. Die übelsten Relaunches, die ich persönlich miterlebt habe, wurden in 99% der Fälle durch Ungeduld ausgelöst.

So einfach kann ein erfolgreicher Webseiten Relaunch aus Sicht der Google Optimierung sein. Mit dieser Anleitung sparst du dir eine Menge Geld, Zeit und Nerven. Vergiss nicht: Missglückte Redesigns können die gesamte SEO-Kampagne in Gefahr bringen. Außer Spesen nichts gewesen. Experten-Tipp: Lass dir beim Website Relaunch Zeit, knallharte Deadlines sind in diesem Fall nur für Dummköpfe. Ganz wie Blizzard sagen würde: It’s done when it’s done.

Seitenstruktur SEO eCommerce

Suchmaschinenoptimierte Navigation: 4 Tipps für Online-Shops

Ein ganz entscheidender Teil jeder SEO-Strategie bildet die Navigation, die auf die Bedürfnisse der Suchmaschinen und Nutzer abgestimmt ist. Eine Navigation ist immer doch aber eigentlich immer gleich? Nicht unbedingt, denn vier kleine Tipps, die beim Aufbau der Webseiten-Navigation einer eCommerce-Seite beachtet werden sollen, machen die Orientierung noch einfacher – für Besucher und für Suchmaschinen.

Welche Faktoren spielen bei der Webseiten-Bewertung und der darauf aufbauenden Generierung der Suchmaschinenergebnisse eine Rolle? Diese Frage stellen sich viele Webseitenbetreiber. Einige Faktoren sind dabei allseits bekannt, beispielsweise:

Bestimmte Maßnahmen zur OnPage-Optimierung fallen dabei unter den Tisch – und das zu unrecht. Denn auch sie helfen dabei, die Webseite perfekt zu optimieren. Eine dieser Maßnahmen: Der Aufbau einer suchmaschinenoptimierten Navigation – und dafür sind vier Tipps entscheidend.

Tipp #1: die universale Navigation

Grundsätzlich befindet sich die Navigationsleiste auf jeder Seite und Unterseite oben oder links und beinhaltet die wichtigsten Bereiche einer Webseite. Für eine Unternehmensseite könnten das beispielsweise die folgenden Navigationspunkte sein:

  • Startseite
  • Leistungen / Produkte
  • Über uns
  • Kontakt
  • Impressum

Da interne Verlinkung zeigt, wie wichtig eine Seite ist, ranken diese Navigationspunkte in den Suchmaschinenergebnissen meist besser als Elemente, die sich tiefer in der Navigationsstruktur befinden, denn sie erhalten von jeder Seite einen (internen) Backlink. Um herauszufinden, welche Seiten in der universalen Navigation auftauchen sollten, können Sie Google Analytics zurate ziehen:

  • Welche Suchbegriffe nutzen Ihre Besucher, bevor sie auf Ihre Webseite gelangen?
  • Welche Suchbegriffe werden für die webseiten-interne Suche genutzt?
  • Welche Unterseiten werden am häufigsten besucht?
  • Auf welchen Seiten verlassen die Besucher Ihre Webseite am häufigsten?

Die Antworten auf diese Fragen sollten gleichzeitig zu Punkten Ihrer universalen Navigation werden, wenn möglich.

Tipp #2: Dropdown-Menüs

Dropdown-Menüs sind mit Vorsicht zu genießen, da heutzutage viele Nutzer mit einem Tablet oder Smartphone surfen. In puncto Barrierefreiheit ist ein Dropdown-Menü deshalb zu vermeiden, wenn keine separate Mobile-Seite oder alternative Navigationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Wenn Sie doch ein Dropdown-Menü verwenden, ist die Einbindung des Menüs in den HTML-Code entscheidend – nur so kann Google das Menü auch auslesen. Eine Begrenzung auf 100 Links pro Seite ist zusätzlich ratsam, um eine optimale Indexierung zu erreichen. Die 100 Links pro Seite sollten als Anhaltspunkt gesehen werden. Die Zahl ist keinesfalls in Stein geschrieben.

Tipp #3: Navigationsseiten

Navigationsseiten sind ideal, um eine ganze Breite an Keywords unterzubringen, die noch sehr allgemein sind und ein großes Thema umfassen. Auf den Navigationsseiten gilt es das Thema möglichst gründlich abzudecken, da Google spätestens seit dem Google Hummingbird Themenseiten liebt. Wie genau?

Sagen wir unsere Navigationsseite dreht sich um Dankeskarten und dies ist der Hauptsuchbegriff. Auf dieser Seite befindet sich ein längerer Text + Verlinkungen zu Unterkategorien wie Vintage Style oder Blümchen Style oder ganz anders: Dankeskarten Hochzeit, Dankeskarten Geburt, suw. Das Ziel sollte es sein eine geniale Themenseite daraus zu machen, welche gleich für das ganze Spektrum rankt wie beispielsweise Dankkarten, Danksagungskarten, Karten Danke usw.

Das selbe macht man dann idealerweise auch mit den Unterkategorienseiten. Auf diese Art und Weise kann beim Linkaufbau der gesamte Fokus auf eine Seite gelegt werden. Auch bei der Konversionsratenoptimierung dreht sich alles um eine einzige Seite. Was also nicht? Unterseiten für jedes verdammte Keyword. Google versteht Synonyme und liebt Themenseiten. Mehr ist dazu nicht zu sagen…

Tipp #4: Produktseiten

Hat sich der Webseitenbesucher von der Startseite über die Navigationsseiten bis zur eigentlichen Produktseite durchgeklickt, ist noch lange nicht Schluss. Denn von der Produktseite muss der Nutzer auch wieder zurückfinden – und nur, wenn der Rückweg „ausgeschildert“ ist, ist auch Google zufrieden. Man unterscheidet hierbei zwischen zwei Formen von Verlinkung:

  1. Vertikale Verlinkung = Verlinkung zwischen Kategorie A und Produkt 1
  2. Horizontale Verlinkung = Verlinkung zwischen Produkt 1 und Produkt 2

Bei der vertikalen Verlinkung spielt vor allem das Zauberwort „Breadcrumbs“, zu deutsch: Brotkrumen, eine Rolle. Sie dienen zu Orientierung und zeigen die Navigationsstruktur der Webseite auf, beispielsweise:


Produkte --> Kategorie A --> Produktgruppe 1 --> Produkt X

Das erleichtert nicht nur Nutzern die Navigation, sondern auch den Suchmaschinen. Bei der horizontalen Verlinkung, also die Verlinkung zwischen zwei Produkten, kann die Verlinkung über folgende Funktionen erfolgen:

  • Produkte, die andere Kunden zusätzlich zu Produkt A, gekauft haben, werden angezeigt
  • Kaufempfehlungen, die zum Kaufverhalten oder den bisher angesehenen Produkten passen
  • Produkte aus ähnlichen Kategorien, mit hohen beziehungsweise höheren Kaufbewertungen

Diese vier Tipps für eine suchmaschinenoptimierte Navigation im Bereich eCommerce sind ideal, um Google & Co. das Crawlen zu erleichtern. Allerdings ist die Webseiten-Navigation nur ideal, wenn Mensch und Maschine zufrieden sind. Ausführliche A/B Tests sind deshalb unbedingt erforderlich, um wirklich die perfekte suchmaschinen- und benutzerfreundlichste Navigation zu entwickeln.