Google Disavow Tool

Google Disavow Tool: 5 Tipps zum Entwerten von Links

Die Platzierung auf den ersten Plätzen der Suchmaschinenergebnisseiten, kurz SERPs, zu bestimmten lukrativen Schlüsselwörtern (Keywords) ist das Ziel jeder erfolgreichen SEO-Strategie. Allerdings sollten sich die Maßnahmen, die für die Zielerreichung ergriffen werden, immer an den Google Webmaster Richtlinien orientieren. Denn vor allem unnatürliches Linkbuilding wird rigoros bestraft – im schlimmsten Falle mit einem Komplettabsturz der Sichtbarkeit. Dann hilft nur noch eine Entwertung dieser unnatürlich entstandenen Links mit dem sogenannten Google Disavow Tool, welches Teil der Google Webmaster Tools ist.

Jeder Webseitenbetreiber – und SEO-Profis sowieso – weiß, dass eine Internetpräsenz nur so erfolgreich ist, wie die Online Marketing Strategie. Dabei stehen vor allem Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung im Vordergrund. Denn Traffic kommt vornehmlich über Suchmaschinen. Und der König unter den Suchmaschinen, und damit auch unter den Trafficlieferanten, ist Google.

Die Google Webmaster Richtlinien

Das bedeutet also, dass die komplette Suchmaschinenoptimierung an die Bedürfnisse von Google angepasst werden sollte. Bei Ergreifung sogenannter Black Hat SEO-Maßnahmen, also Optimierungsmaßnahmen, die gegen die Google Richtlinien verstoßen, ist Google knallhart:

  • Webseiten können im Ranking herabgestuft werden.
  • Webseiten können komplett aus dem Index entfernt werden.

Ist es soweit gekommen, dass Google die härteste aller Maßnahmen ergreift, nämlich die Entfernung aus dem Index, ist guter Rat teuer. Vor allem die Offpage-Optimierung, die sich auf den Linkaufbau konzentriert, ist dabei oft der eigentliche Grund für die Entfernung, denn: Google unterscheidet zwischen natürlichem und unnatürlichem Linkbuilding:

Natürlicher Linkaufbau

Backlinks sind natürlich entstanden, beispielsweise durch hochwertigen Content, der von anderen Webseiten verlinkt wird – Belohnung durch ein verbessertes Ranking. Es hat zwar sehr lange gedauert, dafür wird die Webseite aber auch mit steigenden Rankings belohnt.

Unnatürlicher Linkaufbau

Backlinks wurden gekauft oder auf Plattformen gesetzt, die Google bereits auf dem Schirm hat, beispielsweise Linknetzwerke oder gekaufte Links mit „hartem“ Ankertext – Bestrafung durch Herabstufung.

Das Disavow Tool richtig nutzen

Um eine manuelle Bestrafung (Nachricht in den Google Webmaster Tools) rückgängig zu machen, muss der Webseitenbetreiber nun einen sogenannten „Reconsideration Request“ stellen. Herz dieses Antrags ist dabei die Nutzung des Disavow Tools, ein Werkzeug von Google zur Linkentwertung.

Mit ein wenig Glück gab es keine manuelle Spam-Maßnahme seitens Google, sondern hat „nur“ der Algorithmus eingegriffen oder die Webseite ist von einem Filter wie dem Google Penguin betroffen. In diesem Fall ist kein Reconsideration Request nötig, aber das Linkprofil muss trotzdem aufgeräumt werden, um wieder vorne mitzuspielen.

Nun müssen also Maßnahmen ergriffen werden, die vor allem das unnatürliche Linkbuilding betreffen:

  • Webseiten-Betreiber, von denen Backlinks gekauft wurden, sollten angeschrieben und um Entfernung der Backlinks gebeten werden.
  • Backlinks, die so einfach nicht entfernt werden können, beispielsweise weil der Webmaster der jeweiligen Seite nicht erreicht werden konnte, müssen mit dem Disavow-Tool entwertet werden.

Die korrekte Nutzung des Google Disavow Tools ist dabei ganz entscheidend. Denn in der allgemeinen Panik und Hektik, die in solcher einer Situation entsteht, machen Webseiten-Betreiber oft einige Fehler, die auch auf Grund verschiedener „Mythen“, die im Internet kursieren, begangen werden:

Fehler #1: Webmaster entfernen alle gekauften Links.

Nicht immer ist eine Entfernung nötig, denn verboten sind erkaufte Links beispielsweise nur, wenn der Link nicht mit dem Attribut „nofollow“ gekennzeichnet ist. Links ohne nofollow-Attribut wiederrum sollten geprüft, und wenn es sich lohnt und wenn das möglich ist, mit einem nofollow-Attribut ausgestattet werden, um von Google „ignoriert“ zu werden.

Fehler #2: Webmaster entfernen alle minderwertigen Links.

Minderwertige Links bringen nur wenig „Linkjuice“, weil die verlinkende Webseite selbst einen niedrigen PageRank oder nur wenig Authority besitzt. Allerdings lohnt sich auch hier eine Betrachtung der Links: Könnten manche dieser Links in Zukunft vielleicht doch an Wert gewinnen? Sind diese Links auf natürlichem Wege entstanden? Macht die verlinkende Seite einen seriösen Eindruck? Wenn ja, sollten diese nicht entfernt werden.

Fehler #3: Webmaster entfernen nur Links mit „harten“ Ankertexten.

Meist sind vor allem Links, die mit einem Keyword-Anchortext versehen sind, ein Dorn in Googles Augen. Doch bedeutet das, dass Links mit dem Marken- oder Unternehmensnamen „Okay“ sind? Leider nein. Webseitenbetreiber sollten deshalb auch Links mit markenbezogenen Ankertexten prüfen und diese entfernen lassen, wenn kein Mehrwert für die Leser der verlinken Seite besteht.

Fehler #4: Webmaster nutzen automatisierte Tools.

Es gibt ein paar Tools, die das Linkprofil einer Webseite vollautomatisch durchsuchen und bereinigen. Allerdings sind derartige Hilfsprogramme nicht komplett in der Lage zwischen „guten“ und „schlechten“ Links zu unterscheiden und machen damit mehr kaputt, als sie eigentlich helfen.

Ein gutes Beispiel ist Link Detox. Das Tool nimmt einem eine Menge Arbeit ab, keine Frage, aber die Regeln sind alles andere als vollständig oder auf jede Situation zutreffend. So kommt es ständig zu „false positives“. Nur ein absoluter Profi kann hier mit viel Geduld wirklich etwas Sinnvolles auf die Beine stellen.

Fehler #5: Webmaster sollten das Disavow Tool nicht nutzen.

Unfassbar, aber manche vermeintlichen SEO-Profis schlagen vor, das Disavow Tool nicht zu nutzen, da dies einem Schuldbekenntnis gleichkommt. Tatsächlich ist jedoch das Disavow-Tool ideal, um Links zu entfernen, die von negativ behafteten Webseiten kommen oder durch ungewollte Verlinkung entstanden sind.

Das Disavow Tool wird also nicht nur für ein Reconsideration Request genutzt, sondern auch davor oder danach. Sogar „Negative SEO“ kann damit abgewehrt werden. Wir von Evergreen Media gebrauchen es vor allem für Link Risk Management. Wird ein Link als potenziell gefährlich eingestuft, wird er sofort entwertet, noch bevor es zu negativen Auswirkungen kommt.

Google ist ein wichtiger Partner für den Online-Erfolg. Webseiten-Betreiber sollten also immer nur solche Maßnahmen, zur On- und Offpage-Optimierung ergreifen, die Google „erlaubt“ – dann wird auch die (korrekte) Nutzung des Disavow Tools und der Stress, der durch eine Google Abstrafung entsteht, gar nicht erst zum Thema werden. Wenn es allerdings zu einer Abstrafung kommt, hilft die Kenntnis über häufig begangene Fehler bei der Nutzung des Disavow Tools dabei, einen erfolgreichen Reconsideration Request zu stellen oder einer algorythmischen Penalty zu entkommen.

Google Updates Algorithmus

Google und Ninjas: Wie Google Updates & Algorithmus verschleiert

Google ist der Platzhirsch auf dem Suchmaschinenmarkt – und das bedeutet, dass die Funktionsweise beziehungsweise der Algorithmus der Suchmaschine, der entscheidet, welche Webseiten auf welcher Position zu bestimmten Sucheingaben (Keywords) erscheint, eines der größten Geheimnisse dieser Erde ist. Wer weiß, wie der Algorithmus funktioniert, hat für immer ausgesorgt. Damit das jedoch nicht passiert und Webseitenbetreiber ihre Internetpräsenzen und den Content laufend optimieren, tut Google alles dafür, dass sowohl der Algorithmus als auch Updates bzw. Filter wie Penguin und Panda, die die Kriterien weiter verfeinern, nicht ans Tageslicht kommen.

Suchmaschinenoptimierung ist der beste Weg, um das Ranking der eigenen Website zu verbessern. Dazu gehören verschiedene Maßnahmen und Techniken, die grundsätzlich in zwei Bereiche aufgeteilt sind:

  • OnPage-Optimierung: alle Maßnahmen, die die Struktur und den Content der Webseite selbst betreffen.
  • OffPage-Optimierung: alle Maßnahmen, die abseits der Webseite stattfinden und hauptsächlich das Linkbuilding meinen.

Mit der Zeit konnten SEO-Profis einige Kriterien identifizieren, die für das Ranking der Webseite relevant sind. Allerdings geht Google immer wieder dagegen an und verändert beziehungsweise optimiert den Algorithmus durch Updates.

Diese umfassen dann eine Veränderung der Gewichtung einzelner Kriterien oder schmeißt den bisherigen Algorithmus und die Bedeutung bisheriger SEO-Kriterien komplett über den Haufen. Das hat dann zur Folge, dass die Strategie komplett umstrukturiert werden muss.

Wie genau funktioniert der Google Algorithmus?

Die Frage nach der genauen Funktionsweise des Google Algorithmus ist genauso schwer zu beantworten, wie die Frage nach dem Sinn des Lebens. Es ist einfach unmöglich, die genaue Funktionsweise zu identifizieren, auch wenn einige Kriterien, wie beispielsweise die Wichtigkeit des Linkaufbaus, bestens bekannt sind. Außerdem Google ist ein Meister in der Disziplin der Verschleierung und nutzt verschiedene Verwirrungstechniken, um das Geheimnis des Algorithmus zu schützen:

Du weißt nie, was kommt

Google kündigt Updates an, gibt ihnen aber keinen Namen – und verschleiert damit Sinn, Zweck und Wichtigkeit des Updates. So hatte das Penguin Update, eines der gefürchtetsten Updates (mit Panda zusammen) aller Zeiten, erst überhaupt keinen Namen.

Angriff an mehreren Fronten

Innerhalb eines Updates ändert Google meist mehrere Faktoren, die sowohl Onpage- als auch Offpage-Optimierung betreffen. Was genau geändert wurde und wie die Änderungen im Ranking zustandekommen, ist dann nur noch schwer zu sagen.

Google überrollt dich mit seiner Kraft

Mehrere Updates innerhalb einer Woche, die sich dann auch noch überschneiden, machen jede Nachvollziehbarkeit zunichte – was gerade passiert, kann selbst ein Experte nicht mehr erkennen.

Updates nach Feierabend

Viele Updates erfolgen dann, wenn der Standard-Arbeitstag oder die –Woche vorüber ist – Änderungen sind dann nur noch schwer abzufangen, da sie bereits über das Wochenende „gewirkt“ haben.

Fürchte dich vor Google

Wie aus dem Nichts veröffentlicht Google Warnungen, um Verwirrung zu stiften.

Google verteilt News nur häppchenweise und über verschiedene Channels

Das, was Google preisgibt, wird über verschiedene Webseiten und Portale verteilt. Und jede Quelle bekommt nur einen Teil der Infos, sodass letztendlich niemand mehr weiß, was wirklich stimmt – Verwirrung par excellence.

Maßnahmen wirken nur zeitverzögert

Alles was der SEO-Profi und Webseitenbetreiber optimiert, hat keinen sofortigen Effekt. Erst nach Tagen, Wochen oder Monaten ist eine Änderung sichtbar – doch auf welche der bisherigen Maßnahmen diese Verbesserung oder Verschlechterung begründet ist, ist schwer bis gar nicht nachzuvollziehen.

Google hat also zahlreiche Taktiken entwickelt, um die Manipulation der Suchergebnisse zu erschweren. Als Grund nennt die Suchmaschine ihr Bestreben, nur die besten Webseiten möglichst weit oben zu ranken und so die Suchmaschinenergebnisse zu optimieren.

Google ist wie ein Ninja: Niemand weiß, wann das nächste Update kommt, was es tut und wie darauf am besten reagiert werden kann. Selbst in der Zeit dazwischen ist niemand sicher, denn Optimierungsmaßnahmen wirken erst mit der Zeit – und so kann wieder viel schief gehen. Ein guter Weg ist deshalb immer eine langfristig geplante SEO-Taktik, die grundsätzlich auf bekannte Maßnahmen / Best Practices setzt und sich mit der Zeit weiterentwickelt.