WordPress Ladezeiten optimieren

WordPress Ladezeiten optimieren: Mit 6 Tipps zur schnellen Website

Webseiten sind der Mittelpunkt aller Online-Aktivitäten eines Unternehmens. Für die Umsetzung der Website nutzen viele Unternehmen WordPress, das ursprünglich für Blogs entwickelt wurde, heute aber alle Ansprüche eines modernen Unternehmens decken kann. Vor allem im Hinblick auf Google, die größte und beliebteste Suchmaschine, ist diese Wahl ideal – denn Google liebt den Aufbau von WordPress und rankt WordPress-Webseiten deshalb meist weit vorne in den Suchmaschinenergebnissen. Allerdings gibt es einen Punkt, dem WordPress-Webseitenbetreiber besondere Aufmerksamkeit widmen sollten: Die Ladezeit, denn hier gibt es in fast allen Fällen Optimierungsbedarf.

Die Ladezeite einer Webseite spielt in vielerlei Hinsicht eine wichtige Rolle. Vor allem im Hinblick auf die zwei Zielgruppen einer Internetseite:

  • Besucher, die die Webseite aufrufen, erwarten einen reibungslosen Ablauf. Das bedeutet nicht nur, dass alle Webseiten aufrufbar sind, sondern auch, dass sich die Webseite und alle Unterseiten schnell öffnen – und zwar ohne lange Ladezeiten.
  • Google bzw. dessen Crawler durchsuchen die Webseite nach Inhalten, um die Relevanz einer Webseite zu bestimmten Schlüsselworten bewerten zu können. Internetseiten, deren Ladezeiten einen bestimmten Zeitrahmen überschreiten, werden in den Suchergebnissen weiter hinten eingestuft als schnelle Webseiten.

Lange Ladezeiten könnten also unter Umständen alle Anstrengungen, die hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung einer Webseite unternommen wurden, zunichtemache.

Konversionsrate leidet unter langen Ladezeiten

Für Webseiten ist das Ranking in den Suchmaschinenergebnissen ein ganz entscheidender Punkt. Denn nur, wenn genügend Besucher, den Weg zur Internetseite finden, kann es zu einer sogenannten Konversion kommen. Eine Konversion bedeutet hierbei, dass Besucher eine bestimmte Aktion ausführen, die letzten Endes zu einem Umsatz für das Unternehmen führt beziehungsweise führen kann. Eine Konversion ist also beispielsweise:

  • Ein Kauf im Webshop
  • Das Absenden einer Mail über das Kontaktformular
  • Die Anmeldung für den Firmennewsletter

Sollte nun ein potenzieller Kunde, den Weg auf die Webseite gefunden haben, kann die Conversion Rate durch lange Ladezeiten nachgiebig beeinflusst werden – und zwar im negativen Sinne. So zeigen Studien größer Webseiten von Amazon und Google Folgendes:

  • Amazon: ein Prozent weniger Umsatz bei einer Ladezeit-Verlängerung um nur 0,1 Sekunden.
  • Google: zwanzig Prozent weniger Einnahmen bei einer Ladezeit-Verlängerung von 0,5 Sekunden.

Hierbei handelt es sich natürlich um Multi-Milliarden-Euro-Unternehmen, dennoch bleiben die Relationen in etwa dieselben: Bruchteile von Sekunden entscheiden über eine Conversion und damit über den monatlichen Umsatz. Für Unternehmen gilt es also, die Ladezeiten der WordPress-Seite so gering, wie möglich zu halten.

Sieben Tipps für kürzere WordPress Ladezeiten

Damit sich die eigene Unternehmenswebseite in den Suchmaschinenergebnissen behaupten kann und die Conversion Rate auf einem konstant hohen Level bleibt, ist die Ladezeit also ganz entscheidend. Um also die WordPress-Webseite zu optimieren, gilt es die folgenden sieben Tipps umzusetzen, denn dann klappt es auch mit der Ladezeit:

Server bzw. Webspace

Gerade bei Unternehmen spielt die Kostenreduktion eine wichtige Rolle. Allerdings sollte das nicht für den Webspace der Unternehmenswebseite gelten. Günstige Hosting-Pakete bedeuten, dass die Webseite mit vielen anderen auf einem Server liegt. Performance-Probleme – besonders bei Bandbreite-hungrigen „Nachbarn“ – sind vorprogrammiert.

Idealerweise sollte der Webspace ausreichende CPU-Zeiten und Arbeitsspeichergrößen garantieren, um auch zu Peakzeiten konstant schnelle Verbindungen zu garantieren – denn das verringert auch die Ladezeiten der Webseiten-Besucher. Idealerweise suchen Sie sich einen Hoster, der auf WordPress spezialisiert ist wie beispielsweise WPengine.

Plugins

WordPress wird durch Plugins um zahlreiche nützliche Funktionen erweitert – einer der Gründe, warum immer mehr Unternehmenswebseiten auf WordPress setzen. Allerdings sind diese Plugins teilweise für die langen Ladezeiten verantwortlich, da sie schlecht umgesetzt wurden. Das ist zwar selten der Fall, aber bei unbekannten Plugins kommt das vor.

Ein großes Problem ist dabei die Tatsache, dass zu viele Datenbank-Zugriffe erfolgen und die Ladezeiten sich somit verlängern. Das Plugin SQL-Query überprüft die Anzahl der Zugriffe beispielsweise, sodass das Übeltäter-Plugin schnell identifiziert ist.

Themes

Ein weiteres Plus von WordPress: die zahlreichen Designvorlagen, sogenannte „Themes“. Allerdings gibt es auch hier – vor allem bei kostenlosen Vorlagen – das Performance-Problem. Hat man bei einem neuen Theme also mit langen Ladezeiten zu kämpfen, lohnt sich eventuell ein Wechsel. Empfehlenswert aus Sicht der Performance sind Themes von StudioPress mit dem Genesis Framework. Das Unternehmen wird beraten von Yoast.

Bilder

Fotos und Graphiken verschönern die Webseite und lockern Fließtexte auf. Allerdings sollten diese Bilddateien vorher für das Web optimiert werden. Ein Foto, das direkt aus der Digitalkamera kommt, ist in dieser Form zu groß, um direkt in die Webseite eingebunden zu werden. Lange Ladezeiten sind vorprogrammiert.

Um dieses Problem zu umgehen, bieten WordPress-Plugins wie WP-Smush.it ihre Dienste an. Sie optimieren die Bildgröße, um so die Ladezeiten zu verkürzen. Ein herkömmliches Fotobearbeitungsprogramm, beispielsweise Photoshop tut jedoch ähnliche Dienste.

Alternativ können Sie Ihre Bilder auch mit den folgenden Online-Diensten verkleinern: JPEGmini für JPG Dateien und TinyPNG für PNG Dateien.

Skripte

Auch Skripte, zum Beispiel CSS oder JavaScript, können die Ladezeiten verlängern. Sind diese unbedingt notwendig, sollten Sie komprimiert werden (Tipp: W3 Total Cache oder WP Super Cache).

Datenbank

Jede WordPress-Installation arbeitet mit einer Datenbank. Mit der Zeit kann diese langsam werden, weshalb sich regelmäßige Checkups anbieten, beispielsweise mit dem WordPress-Plugin WP Optimize.

Content Delivery Network

Ein Content Delivery Network sorgt dafür, dass Ihre Daten immer von einem nahegelegenen Server ausgeliefert werden. Unser bevorzugter Anbieter ist MaxCDN, wobei das Hosting von WPengine bereits ein CDN inkludiert.

WordPress bringt viele Features mit, die die Nutzer sehr schätzen. Allerdings könnte gerade hier der Grund für lange Ladezeiten liegen. Es gilt also diese sieben Tipps einmal auf Herz und Nieren zu prüfen, um die Ladezeiten zu optimieren.

Lange Ladezeiten sind Gift für jedes Suchmaschinenranking und – viel schwerwiegender – für die Conversion Rate. Eine Optimierung beziehungsweise eine Überprüfung der verursachenden Faktoren ist deshalb ein Muss. Denn sind die Bremsen erst einmal aus dem Weg geräumt, kann die Unternehmenswebseite wieder Fahrt aufnehmen.

Alexander Rus

Alexander Rus

Geschäftsführer at Evergreen Media AR GmbH
Seit 2009 bin ich besessen von Online Marketing und besonders Suchmaschinenoptimierung hat es mir angetan. Bis 2012 habe ich mich ausschließlich mit meinen eigenen Webprojekten, vorrangig Affiliate Marketing, beschäftigt. Ich liebe WordPress, hasse Gerede ohne Tests, bin kaffeesüchtig und ein richtiger SEO-Nerd, der in seiner Freizeit sogar die Patentanmeldungen von Suchmaschinen liest.
2 Kommentare
  1. Klaus
    Klaus says:

    Für die Bildoptimierung (Größe verändere ich vorab manuell mit PS) verwende ich Optimus von Hr. Müller – das finde ich mehr als Klasse. Und wenn man schon bei diesem gelandet ist lohnt sich ein Blick auch auf Lazy Load so das Bilder erst dann geladen werden wenn Sie im sichtbaren Bereich sind.

    Beide Maßnahmen gehören mittlerweile zu meiner Standardausrüstung – leider verschleudere ich den Gewinn mit zu vielen Plugins, aber das löse ich auch irgendwann.

    Gruss Klaus

    Antworten
  2. Andreas Herrmann
    Andreas Herrmann says:

    Ich setze auf Plugins welche die WordPress Ladezeiten reduzieren. WP Rocket, aber auch Performance Cache sind gute Ladenzeitenoptimierer. Über weitere, andere Empfehlungen würde ich mich freuen.

    Antworten

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