Webdesign ohne Suchmaschinenoptimierung

Webdesign ohne Suchmaschinenoptimierung? Das wird teuer

Unternehmen stecken viel Geld in die Firmenwebseite, denn sie gilt als die virtuelle Tür zu den eigenen Produkten und Dienstleistungen – da soll der erste Eindruck natürlich stimmen. Ohne eine entsprechende SEO-Strategie ist jedoch auch die schönste Website nutzlos, denn: wozu ein schickes Design, wenn keine Besucher kommen? Suchmaschinenoptimierung und Webdesign sind zwei verschiedene Dinge, gehören jedoch untrennbar zusammen.

Die Konzeption einer Unternehmenswebseite ist ein langwieriger und komplizierter Prozess, der idealerweise mit einem professionellen Partner realisiert werden sollte. Dabei gilt es, auf verschiedene Dinge zu achten:

  • Das Corporate Design sollte sich in der Webseite wiederfinden.
  • Content, wie Texte und Bildmaterial müssen bereitliegen.
  • Die Benutzerfreundlichkeit der Webseite sollte (durch entsprechende Testläufe) sichergestellt werden.

Doch damit ist die Planung noch längst nicht abgeschlossen, denn: „Reale“ Menschen, wie Kunden oder Geschäftspartner, sind nicht die Einzigen, die die Webseite besuchen – auch die Suchmaschine Google will zufriedengestellt werden, um ein besseres Google Ranking und damit mehr Besucher zu ermöglichen.

Die Kriterien, die dafür wichtig sind, sollten deshalb schon während der Planung berücksichtigt werden, um eine Integration und Umsetzung zu vereinfachen. So können auch Kosten für SEO und Webdesign eingespart werden.

Erst Design, dann SEO: warum das meist nicht der richtige Weg ist

Natürlich sollte eine Webseite in erster Linie die menschlichen Besucher überzeugen. Das Design der Webseite ist deshalb ein ganz entscheidender Faktor, der für den Erfolg der Online-Präsenz wichtig ist. Dennoch, Unternehmen, die den Gesichtspunkt SEO gleich in das Design und die Programmierung miteinfließen lassen, können Zeit und Geld sparen:

  • Unsaubere Quellcodes sind im Nachhinein nur unter großem Aufwand zu korrigieren.
  • „Falsche“ CMS-Entscheidungen können bereits von vornherein zu einem suboptimalen Ranking führen.
  • Wurden Standard-Templates genutzt, kann es sein, dass bestimmte Standardeinstellungen gegen das Ranking arbeiten.

All diese Punkte greifen tief in die Potenziale der Onpage-Optimierung ein und können die Webseite im schlimmsten Fall ins unternehmerische Abseits stellen. Nun könnten die Betreiber der Webseite auf folgenden Gedanken kommen – OnPage-Optimierung vernachlässigen und stattdessen auf die OffPage-Optimierung setzen. Richtig ist, dass die Offpage-Optimierung sehr viel größere Impulse für das Ranking setzen kann, beispielsweise durch:

Backlinks

Backlinks von anderen Webseiten haben starken Einfluss auf die Positionierung innerhalb der Suchergebnisse. Je näher das Thema und je größer der Einfluss der verlinkenden Webseite, desto größer ist der Einfluss des Backlinks.

Backlinks erreichen Seitenbetreiber beispielsweise durch die Platzierung von Gastartikeln oder besonders hochwertigen eigenen Content, auf die andere Webseitenbetreiber gerne verlinken. Aber auch selbst kann man Hand anlegen… Hier finden Sie 10 kostenlose Linkquellen auf einen Blick.

Signale aus sozialen Netzwerken

Facebook, Google+ oder Twitter werden höchstwahrscheinlich in Zukunft das Ranking einer Webseite durch Erwähnungen, wie Likes, +1, Retweets und andere Signale beeinflussen. Qualitativ hochwertige Präsenzen sind deshalb auch ein Teil der Offpage-Optimierung, um die Anzahl der „Social Signals“ zu erhöhen. Social Media SEO nennen wir das Ganze.

Die Offpage-Optimierung ist nicht umsonst die Königsdisziplin der SEO. Das große Aber kommt jedoch noch: Die Onpage-Optimierung legt den Grundstein jeder Optimierungsstrategie. Stimmt sie nicht, so ist auch jede Offpage-Optimierung nur halb so effektiv – wenn überhaupt.

Das Problem ist einfach die „schlechte“ Programmierung der Webseite, die Google Crawler unter Umständen ausschließt, wichtiges Potenzial ungenutzt lässt und zahlreiche weitere SEO-Fehler begeht.

Eine gleichzeitige Konzeption unter den Gesichtspunkten SEO und Webdesign ist deshalb der ideale Weg – allerdings bedeutet das noch lange nicht, dass alles verloren ist, wenn das Webdesign ohne SEO-Hintergedanken erfolgt ist.

Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist: SEO-Kriterien, die Webseiten-Betreiber prüfen sollten

Oftmals werden Webseiten schön designt und online gestellt, nur um dann festzustellen: Die Zugriffszahlen sind im Keller und innerhalb der ersten Suchmaschinenergebnisseiten (SERPs) von Google & Co. taucht die Internetpräsenz auch nicht auf.

Klar ist nun: Ein SEO-Profi muss her, der das Kind aus dem Brunnen holt. Die SEO einer Webseite ist dabei ebenso kompliziert und langwierig, wie das Design selbst. Die Erfolge, die damit erzielt werden können, sprechen jedoch für sich:

  • Bessere Google Rankings (mehr Sichtbarkeit online)
  • Mehr Webseiten-Zugriffe
  • Höhere Conversion Rates (Käufe, Kontaktaufnahmen etc.)

Um dies zu erreichen, schaut sich der SEO-Dienstleister das Gerüst hinter der Webseite an und nimmt entsprechende Optimierungen vor – einige davon sind schnell umgesetzt, andere brauchen viel Zeit:

  • Meta-Tags: Die Meta-Tags werden von Suchmaschinen ausgelesen und sollten deshalb individuell für die Webseite geschrieben werden und entsprechende Keywords enthalten.
  • Bilder und Grafiken: Alles, was nicht in Worten beschrieben ist, kann von Suchmaschinen nicht ausgelesen werden – entsprechende Dateinamen, alt- und title-Attribute und umliegender Text für Bilder schaffen hier Abhilfe.
  • Quellcode: Unsaubere Quellcodes können bereits den Zugriff der sogenannten Google Crawler, die die Webseite durchsuchen und deren Relevanz zu einem bestimmten Thema bewerten, verhindern bzw. verschlechtern. Entsprechende Optimierungen und Entfernung von Barrieren sind für den Erfolg im Internet ganz entscheidend.

Vor allem der letzte Punkt ist der wohl kritischste Schritt während des Optimierungsprozesses – und gleichzeitig der umfangreichste. Je weniger SEO beim Design und der Konzeption ein Thema war, desto schwerer wird die anschließende Optimierung.

SEO ohne ansprechendes Webdesign, ansprechendes Webdesign ohne SEO: In beiden Fällen werden Webseiten-Betreiber keinen Spaß an Ihrer Internetpräsenz haben, da immer etwas fehlt – entweder die Besucher, die über Google auf die Webseite finden sollen oder ein packendes Erscheinungsbild, das die Besucher davon überzeugt, was die Unternehmung anbietet. SEO und Webdesign gehören deshalb eng miteinander verknüpft, und das idealerweise schon während der Konzeption der Webseite – Online-Erfolge lassen so nicht mehr lange auf sich warten.

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Alexander Rus

Geschäftsführer bei Evergreen Media AR GmbH
Seit 2009 bin ich besessen von Online Marketing und besonders Suchmaschinenoptimierung hat es mir angetan. Bis 2012 habe ich mich ausschließlich mit meinen eigenen Webprojekten, vorrangig Affiliate Marketing, beschäftigt. Ich liebe WordPress, hasse Gerede ohne Tests, bin kaffeesüchtig und ein richtiger SEO-Nerd, der in seiner Freizeit sogar die Patentanmeldungen von Suchmaschinen liest.
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