Interne Verlinkung für SEO

interne verlinkung

Meist wird das Thema interne Verlinkung ein wenig belächelt, dabei ist es heutzutage eine der wenigen sicheren Methoden, harte Ankertexte (Money-Keyword-Links) zu setzen. Außerdem hat man vollständige Kontrolle über die Links und kann sie nach Belieben ändern.

Hier bekommst du einen Überblick, was interne Verlinkungen sind und wie du sie geschickt einsetzt, um deiner Seite einen SEO-Boost zu verleihen.

Video-Tutorial: Ranking optimieren durch interne Verlinkung

Im Video findest du auf einen Blick alles, was du als Anfänger*in über interne Links und ihr SEO-Potenzial wissen musst:

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Interne Verlinkung verstehen

Das Internet ist im Grunde genommen ein großes Netz aus Links, die Webseiten miteinander verknüpft.

Über die Eingabe der URL, beispielsweise www.evergreenmedia.at, gelangt der Nutzer auf eine Webseite. Von dort leitet die Navigation von einer Seite zur nächsten – so der generelle Aufbau einer Webseite.

Um die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu erhöhen, sind zusätzliche interne Verlinkungen, die beispielsweise direkt im Text der Webseite zu finden sind, ideal. Denn sie vereinfachen nicht nur das Navigieren auf der Webseite, sondern verhelfen zu besseren Rankings in den Suchmaschinenergebnissen.

Nochmals zur Veranschaulichung:

  • interne Verlinkung:

Website A verweist auf eine Unterseite von Website A.

  • externe Verlinkung:

Website A verweist auf Website B.

Beim internen Verlinken findet also „nur“ eine Verlinkung innerhalb der Domain statt.

Wer sich bereits mit Suchmaschinenoptimierung auseinandergesetzt hat, ist dabei sicherlich auf das Schlagwort „Link Juice“ gestoßen – vor allem im Zusammenhang mit externer Verlinkung beziehungsweise dem sogenannten Linkbuilding:

Das Vertrauen in eine Website steigt mit eingehenden Backlinks von anderen Websites. Sie vererben einen Teil ihres Vertrauens auf die Seite, auf die sie verlinken, und steigern somit indirekt das Vertrauen (Link Juice) der Website B, denn: Wenn Website A auf Website B verlinkt, wertet Google das als Plus.

Wie aber verhält sich dies bei der internen Verlinkung?

Oft wird die interne Verlinkung vernachlässigt, da man ihr nachsagt, sie habe wenig Einfluss auf die Platzierung in Suchmaschinenergebnissen – doch das ist so nicht richtig.

Im Gegenteil: Auch interne Links vererben Link Juice. Sie sorgen zwar nicht für mehr Autorität, aber haben Auswirkungen auf die Verteilung der vorhandenen Autorität innerhalb der Domain.

Zudem: Bei interner Verlinkung brauchst du nicht auf Google Updates wie „Penguin“ zu achten und sondern kannst dich in Sachen Ankertext-Optimierung voll austoben:

  • Der Linktext, also das Wort, mit dem verlinkt wird, kann frei gewählt werden: Der Nutzer weiß sofort, wo der Link hinführt und Google erachtet diese Unterseite bei der Generierung der Suchergebnisse als relevant.
  • Das Penguin Update filtert Webseiten, die bestimmte hartumkämpfte Keywords zu oft als Ankertext nutzen, aus den Suchergebnissen – das gilt allerdings nur für externe Verlinkungen!

Wikipedia: Best Practice Beispiel für interne Verlinkung

Wikipedia hat eine unglaublich hohe Reichweite in der organischen Google-Suche und taucht gefühlt bei fast jeder Suche in den Top 3 auf. Die Frage nach dem „Warum“ ist schnell geklärt. Neben (meist) vertrauenswürdigem und gut strukturiertem Content verlinkt Wikipedia in jedem einzelnen Artikel auf viele weitere relevante Artikel:

  1. Im Content eines Artikels taucht beispielsweise das Wort Suchmaschinenoptimierung auf.
  2. Dieses Wort wird direkt auf die Wikipedia-Artikelseite „Suchmaschinenoptimierung“ verlinkt.
  3. Nun sind zwei Seiten miteinander verlinkt (interne Verlinkung) – Artikelseite A vererbt Link Juice („Ranking Power“) auf Artikelseite B.

Zum Abschluss noch eine Checkliste, wie der perfekte interne Link aussehen sollte:

  • Der Link befindet sich möglichst am Anfang des Webseitentexts.
  • Der Link findet sich in einem Fließtext.
  • Die Linkfarbe hebt sich vom Rest des Textes ab – idealerweise im bekannten „Link-Blau“.
  • Der Linktext lässt klar erkennen, wohin die Seite verlinkt.
  • Der Link konkurriert mit wenigen anderen Links – es ist fast schon „ein Muss“, auf den Link zu klicken.

Eine durchdachte interne Verlinkung ist also ein ganz entscheidender Teil der SEO-Strategie und ein absolutes Basic, um in den Suchergebnisseiten möglichst weit nach oben zu wandern.

Head of IT

Georg ist Experte für technische SEO und Performance-Optimierung.

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