Google SGE (Search Generative Experience), AI Overviews & SEO

Google SGE

Das Wichtigste in Kürze:

  • Was ist Google SGE? Google SGE ist die Erweiterung der Google-Suche mit generativer KI in Form von AI Overviews, um Suchergebnisse oberhalb der organischen Suchergebnisse zusammenzufassen und den Suchprozess zu begleiten. Das Ziel ist es, kommerzielle und informative Userreisen zu verkürzen.
  • Wann kommt Google SGE in Deutschland? Google SGE kann in Europa, einschließlich Deutschland, Österreich und der Schweiz, noch nicht genutzt werden. Es gibt keine konkreten Informationen darüber, wann genau Google SGE in Deutschland verfügbar sein wird. (Stand: Mai 2024).
  • Wie kannst du SGE trotzdem testen bzw. aktivieren? Wenn du SGE testen willst, hier eine Kurzanleitung: Hole dir mit der Hilfe eines VPNs, wie z.B. NordVPN, eine IP-Adresse in den USA, lege ein neues Google-Konto an und aktiviere die Search Generative Experience in Google Labs.
  • Die aktuellsten Nachrichten: Google SGE ist „live“ in den USA, nennt sich AI Overviews und die Veränderung ist halb so wild. Wie von mir vorhergesagt, sind vorrangig einfache Definitions- und ToFu-Keyword betroffen. Die Ergebnisse sind qualitativ minderwertig und bekommen viel negative Presse, wie z.B. in The New York Times und The Verge.
  • Bedeutung für SEO und Unternehmen: B2B, Publisher, Affiliate Marketing und E-Commerce sind unterschiedlich von SGE betroffen. Eine SGE-SWOT-Analyse ist dringend zu empfehlen.

Spätestens seit Microsoft Bings Integration von generativer KI (ChatGPT) in ihre Suche war die große Frage: Wie wird Google reagieren? Wird sich Google von OpenAI und Microsoft abhängen lassen? Ist Google zu groß und zu schwerfällig, um schnell auf solche rasanten Veränderungen reagieren zu können?

Googles erste Antwort auf diese Fragen war der Launch des Chatbots Google Bard. Ihre zweite Antwort ist Google SGE (Search Generative Experience), die auf der Konferenz Google I/O 2023 vorgestellt wurde. Mittlerweile heißt Google Bard nun Google Gemini und ist weit mächtiger geworden.

In diesem Ratgeber erfährst du alles über die Search Generative Experience:

  • Was ist Google SGE?
  • Wie sieht Google SGE aus?
  • Was bedeutet Google SGE für SEO?
  • Und am allerwichtigsten: Wie bereitest du deine Website auf die Search Generative Experience vor?
Noch mehr über KI, SEO und Content-Marketing

Neuigkeiten über Google SGE

Search Generative Experience ist „live“ in den USA

My first impressions of „AI Overviews“ being live:

1) It fires almost always on „What is“ searches.

2) It sporadically fires on mid-complexity searches.

3) Of the many high cost-per-click (CPC) searches I did, it only fired on a few „X software“ searches.

I have the feeling the only reason it did so there is because many sites in this industry have „What is X?“ on their landing pages, whether or not users want that.

Also, the generative result had that exact „What is?“ answer, so it’s probably not cannibalizing commercial searchers.

Of the mid-complexity searches, there’s a chance the layout actually doesn’t impact CTR that much (example: „how to create a style guide“ pictured), it’s just a different form of ranking.

So far, it feels like a superpowered, duplicative quick answer box.

Probably not that significant if this holds.

Ross Hudgens, Siege Media, 14. Mai 2024

Google testet SGE global

This is the first time I’ve come across AI-overviews within normal search results, with the test appearing across various regions from what I can see, ranging from Australia, the US, the UK and India when using a VPN.

Brodie Clark, 22. April 2024

Google hat mit dem Testen der Search Generative Experience im Vereinigten Königreich begonnen.

It said the UK experiment will involve a „small slice“ of UK search traffic, selected from logged-in users.

Hema Budaraju, who helps drive Google’s generative AI efforts in search, told the BBC its new search results will still display links and ads.

Chris Vallance, BBC, 4. April 2024

SGE liefert weiterhin Ergebnisse, die schlechter sind als die Standard-Suchergebnisse.

Google says SGE is an opt-in experiment. But Google already blew past its expected end last December, and it hasn’t offered any update on when it will come to search for everyone. It’s possible that Google doesn’t think SGE is accurate or fast or profitable enough and that it will end up changing it dramatically.

They are wise to go slow, even if it makes Google look as though it’s behind in the AI race. The rival search engine Bing from Microsoft made a similar AI overhaul in February 2023, but its AI is still best known for going off the rails.

Geoffrey A. Fowler, The Washington Post, 1. April 2024

Google erwägt, für KI-gestützte Suche Gebühren zu erheben.

Google is considering charging for new “premium” features powered by generative artificial intelligence, in what would be the biggest ever shake-up of its search business.

Madhumita Murgia, Financial Times, 3. April 2024

Launch und Rollout von Google SGE um den 14. Mai 2024 (nicht bestätigt)

Google has still not completely solved these issues, but they are under enough pressure internally and externally to be ready to launch anyway.

While Google has announced a small beta, it is now internally planning a full launch just after I/O, which will be on May 14th this year. (Edit: this is the current planned date, but it can still shift later. )

Eli Schwartz, 28. März 2024

Google testet SGE-KI-Übersichten für eine Teilmenge von US-Nutzern.

Google is now testing AI overviews in the main Google Search results, even if you have not opted into the Google Search Generative Experience labs feature. Google said this is an experience on a “subset of queries, on a small percentage of search traffic in the U.S.,” a Google spokesperson told Search Engine Land.

Barry Schwartz, Search Engine Land, 22. März 2024

Google Ads soll nahtlos in SGE integriert werden.

There could be even more possibilities in the future. Imagine seamlessly integrating ads into the AI-powered overview. In my example, I could see helpful ads for activities in the island descriptions, hotel options, and more. We could serve existing ads categories better, and significantly expand the categories where ads would be helpful.

Vidhya Srinivasan, Google, März 2024

Was ist Google SGE (Search Generative Experience)?

Google SGE, also die Integration von generativer KI in die Google-Suchergebnisse, wurde auf Googles Entwicklerkonferenz I/O 2023 zum ersten Mal vorgestellt.

Inzwischen können weltweit mehr als 120 Länder über Googles Search Lab auf die Beta-Version zugreifen, wodurch wir bereits um einiges mehr über die Funktionsweise der Search Generative Experience erfahren haben.

Für alle außerhalb der USA, die noch keinen Zugriff auf die Beta-Version haben, sind das Layout und einige Funktionen bereits im Video A look at what’s next for AI and Google Search zu sehen.

Erster Einblick in die Google SGE
Ein erster Blick auf das Layout der Search Generative Experience aus dem Google I/O-Video.

Aktuelle Screenshots von Google SGE

Hier ein paar aktuelle Screenshots von unterschiedlichen Suchanfragen (aufgenommen am 18.04.2024):

Suchanfrage „what is seo“ (informativ)

Google SGE: What is SEO

Suchanfrage „what is the best ebike“ (Produktrecherche)

Google SGE: What is the best ebike

Suchanfrage „buy container home“ (kommerziell)

Google SGE: Buy Container Home

Suchanfrage „restaurants near me“ (lokal)

Google SGE: Restaurants near me

Wann kommt Google SGE nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz?

An dieser Stelle sollte ich anmerken, dass es wahrscheinlich noch einige Zeit dauern wird, bis wir die Funktionen, die auf der Google I/O vorgestellt wurden, tatsächlich in der normalen Suche sehen werden.

Wie lange wir genau auf die SGE warten werden, kann ich natürlich nicht sagen. Es kann aber durchaus sein, dass wir dieses Jahr in der deutschen Google-Suche noch nichts von der generativen KI-Integration sehen werden.

Wie kannst du in Deutschland, Österreich und in der Schweiz SGE aktivieren und testen?

  1. Hol dir ein VPN, wie z.B. NordVPN.
  2. Stelle einen Standort ein, an dem Google SGE in Google Labs verfügbar ist, z.B. USA.
  3. Lege ein neues Google-Konto an.
  4. Besuche Google Labs und aktiviere „Search powered by generative AI“.
  5. Teste SGE nach Herzenslust. Vergiss nicht: Bei Google.de geht SGE natürlich trotzdem nicht.

Im Weiteren erkläre ich genauer, was die Search Generative Experience ist und was sie für SEO bedeutet. Sieh dir am besten als Einleitung dieses Video an, in dem ich über meine erste Reaktion auf SGE spreche:

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Google SGE vs. Google Bard (Gemini): Was ist der Unterschied?

Bei „Google und generative KI“ denken viele wahrscheinlich erst einmal an Google Bard, Googles „Antwort“ auf ChatGPT. Allerdings sind SGE und Google Bard nicht identisch, auch wenn beide Anwendungen auf Googles Large Language Model PaLM 2 basieren.

Google Bard ist ein Chatbot, der User*innen wie ChatGPT bei verschiedenen Aufgaben helfen kann und so programmiert wurde, dass er eine gewisse „Persönlichkeit“ zeigt.

SGE dagegen bezeichnet die Integration von generativer KI in Google Search – also direkt auf der Suchergebnisseite für Suchen, bei denen Suchende nicht explizit nach KI-Antworten suchen.

Bei SGE geht es Google um möglichst akkurate Antworten, was auch heißt, dass die Antworten der in SGE integrierten KI weniger flüssig und „menschlich“ wirken als die von Bard oder ChatGPT.

Laut Googles Dokument „A new way to search with generative AI – An overview of SGE” war es eine bewusste Entscheidung, dieser generativen KI keine Persönlichkeit zu geben, was sie von Google Bard unterscheidet.

Wie funktioniert SGE?

Erste Berichte von Beta-Tester*innen zeigen uns, wie die Search Generative Experience in der Praxis aussieht.

Interessant ist, dass in manchen Suchanfragen automatisch KI-generierte Ergebnisse angezeigt werden, während bei andere Suchanfragen nur ein Button erscheint, durch den ein AI Snapshot generiert werden kann. Und wieder andere Anfragen haben überhaupt keine generative KI-Integration.

Typische Zero-Click-Anfragen wie „Wetter heute“ oder „Übersetze“, die mit SERP-Features beantwortet werden können, scheinen ebenfalls keine KI-Ergebnisse zu erhalten. Allerdings erscheint auch in Ergebnissen ohne KI-Integration eine neue Funktion, „Converse“, direkt unter der Suchleiste, durch die eine Konversation mit der KI gestartet werden kann.

Generell führt die Google Search Generative Experience drei wichtige neue Elemente in den SERPs ein:

  • AI Snapshot
  • Conversational Mode
  • Vertical Experiences

1. AI Snapshot

Der AI Snapshot fasst für jede Suchanfrage Informationen aus mehreren Quellen zusammen, um Suchenden so schnell wie möglich eine Antwort zu liefern. Diese soll mehr Aspekte einer Suchanfrage beantworten, als es für ein einzelnes organisches Suchergebnis möglich wäre.

Außerdem integriert Google immer mehr Videos und Bilder in diese Suchergebnisse, um sie so nützlich wie möglich zu machen.

Wir können annehmen, dass für diese Antworten generative KI mit Retrieval Augmented Generation (also, sehr vereinfacht, die Kombination von Sprachmodellen mit externen Datenquellen) erweitert wird, um Halluzinationen der KI und Fehlinformationen so gut wie möglich zu vermeiden.

Neben der Textantwort zeigt der Snapshot ein Link-Karussell, aus dem die Antworten gezogen wurden. Dieses Element wird für SEO sehr relevant werden, aber wir können im Moment noch nicht sagen, welche Faktoren ein Ergebnis in diesem Karussell aufscheinen lassen.

Diese Ergebnisse scheinen sich auch nicht immer mit den organischen Top-Ergebnissen zu überschneiden.

Außerdem befindet sich über dem Link-Karussell ein Button, mit dem User*innen in einer erweiterten Ansicht der Antwort Satz für Satz sehen können, woher die Informationen im Snapshot kommen:

2. Conversational Mode

SGE erlaubt User*innen, ihre Suchreise wie ein Gespräch zu gestalten:

Am Ende des AI Snapshots befindet sich eine Eingabefunktion für weiterführende Fragen (plus ein paar Vorschläge für weitere Fragen). Dabei wird die ursprüngliche Frage miteinbezogen, sodass man als Fragende*r nicht noch einmal den Kontext erklären muss.

3. Vertical Experiences

Mit Vertical Experiences soll SGE Vertical Searches neu gestalten. Mithilfe von Googles Shopping Graph werden genau auf die Suchanfrage passende Angebote zusammengetragen.

Das Besondere hier ist, dass die Informationen, die mitgeliefert werden, nicht nur von der Produktseite kommen, sondern auch aus Reviews und anderen Inhalten, die dem Shopping Graph zur Verfügung stehen.

In der Keynote-Präsentation von Google wurde außerdem gezeigt, dass für einzelne Produkte verschiedene Anbieter verglichen werden können:

Auch Local Searches, eine weitere Art von Vertical Experiences, sollen mit der SGE bessere Antworten generieren. In der I/O-Präsentation wurde z. B. gezeigt, dass die KI verschiedene Restaurants miteinander vergleichen kann.

Google ist sich der Risiken bewusst

Google hat als eines der größten Unternehmen der Welt weniger Bewegungsspielraum als ein Start-up wie OpenAI.

Das Vertrauen seiner Nutzer*innen ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Google-Suche, und damit können sie sich die Art von PR-Desaster, die Fehlinformationen in der Suche auslösen würden, nicht leisten.

Die Führungsriege des Unternehmens ist sich dessen sehr wohl bewusst. Laut The Verge beschreiben mehrere Executives von Google ihre Herangehensweise als „bold and responsible“ (unerschrocken und verantwortungsbewusst).

Außerdem wurde beim Training des KI-Modells ein besonderer Fokus auf Korrektheit statt „natürlicher“ Textgeneration gelegt, wie aus ihrem „An overview of SGE“-Dokument hervorgeht.

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Was bedeutet Google SGE für SEO und Unternehmen?

Mit der SGE setzt Google einen wichtigen Schritt in Richtung eines langfristigen Ziels: Von einer Suchmaschine zu einer Antwortmaschine zu werden.

Wir wissen im Moment natürlich noch nicht, wie genau die Version von SGE, die tatsächlich ausgerollt wird, aussehen wird, aber wir können ein paar Vermutungen aufstellen:

  • Die Integration von generativer KI könnte Google besser darin machen, Long-Tail-Suchanfragen zu beantworten. Keywords werden wahrscheinlich länger, wenn User*innen sich daran gewöhnen, längere und detailliertere Fragen zu stellen.
  • Die Ankündigung von SGE so kurz nach einem Update von Google E-E-A-T legt nahe, dass E-E-A-T-Signale bei der Search Generative Experience besonders wichtig werden. Mit der Einführung von Perspectives wird ebenfalls deutlich, wie wichtig nachweisbares Fachwissen oder persönliche Erfahrung für SEO in Zukunft sein werden.
  • Google wird sehr vorsichtig sein, um Falschinformationen zu vermeiden. Das heißt, etablierte Marken werden es einfacher haben, in den AI Snapshots aufzuscheinen, weniger etablierte Marken werden stärker auf Autoritätsaufbau und OffPage-Optimierung setzen müssen.
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Wie verändert die Search Generative Experience SEO?

SGE verschärft ein Problem, mit dem wir uns im SEO schon lange beschäftigen: Die organischen Ergebnisse werden immer weiter nach unten verschoben und dadurch für Suchende weniger sichtbar. Das bedeutet weniger Klicks für die Top-Rankings.

Bisher waren vor allem SERP-Features für diese Entwicklung verantwortlich wie Featured Snippets, Local Snack Packs und Ähnliches. Jetzt kommt noch die KI hinzu bzw. ersetzt vorhandene SERP-Funktionen.

Für SEO heißt das, dass einfacherer Definitions- und FAQ-Content in den meisten Bereichen nicht mehr für nennenswerten Traffic sorgen wird.

SEOs sollten sich beim Content-Marketing lieber auf komplexere Suchanfragen mit weniger eindeutigen Antworten konzentrieren, die sich nicht schnell beantworten lassen, sondern Informationstiefe benötigen.

Außerdem sollten alle, bei denen es noch an den SEO-Grundlagen fehlt, möglichst schnell versuchen aufzuholen: Vor allem reichhaltige strukturierte Daten werden für E-Commerce noch wichtiger werden.

Du willst dein Grundlagen-Wissen auffrischen oder vertiefen? Dann lerne alles, was du wissen musst, in unserem kostenlosen SEO-Kurs!

Schau dir dieses Video an, um genauer zu erfahren, was SEO-Manager*innen in dieser neuen KI- und SGE-Welt können müssen:

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Welche Geschäftsmodelle sind am meisten betroffen?

Nicht alle Unternehmen werden von SGE gleich stark betroffen sein. Die meisten Produkte, die etwa B2B-Unternehmen anbieten, sind schlicht und ergreifend mit einem zu langen und komplexen Recherche- und Entscheidungsprozess verbunden, als dass die KI hier wirklich Einfluss haben wird.

Allerdings gibt es drei Geschäftsmodelle, die von Googles Search Generative Experience besonders betroffen sein werden:

Publisher

Wer viele einfache Fragen auf seiner Website beantwortet und Ad-Klicks oder Impressionen zur Monetarisierung verwendet, wird mit massiven Einbußen rechnen müssen. Das relativiert sich dank dem Perspektiven-Feature dann, wenn du in einer sehr spezifischen Nische agierst.

Affiliate Marketing

Die Einführung der Vertical Experiences in der SGE wird Affiliates einen ziemlichen Schlag versetzen. Nischenspezialisierung und echte Leidenschaft für deinen Bereich könnten hier aber zumindest ein wenig Abhilfe schaffen.

E-Commerce

Für E-Commerce-Unternehmen ist SGE ein absoluter Gamechanger, aber durchaus im positiven Sinn. Google nutzt seinen Shopping Graph, um das Online-Shopping-Erlebnis in der Search Generative Experience auf ein komplett neues Level zu heben.

Googles Shopping Graph ist ein Datensatz mit mehr als 35 Milliarden Produktangeboten, der Produkte, Verkäufer, Marken, Bewertungen und Bestände enthält und in dem stündlich mehr als 1,8 Milliarden Einträge aktualisiert werden.

In diesem Video tauchen Kevin Indig, Eli Schwartz und ich noch tiefer in das Thema „SGE und die Zukunft von SEO“ ein:

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Zahlen, Daten und Statistiken über SGE

Studien

Mittlerweile gibt es 6 Studien zur Search Generative Experience in Google Labs:

  • SE Ranking hat 100.000 Keywords mit verschiedenen Suchintention und Suchvolumen aus 20 Nischen für die Region USA (New York) analysiert.
  • Onely und ZipTie, die Unternehmen von Bartosz Góralewicz und Tomek Rudzki, führten eine Studie über mehrere Monate durch und crawlten alle zwei Wochen 15.000 bis 20.000 Keywords.
  • Authoritas untersuchte 1.000 kommerzielle Keywords auf dem Desktop in den USA. Sie taten dies nur einmal, im Dezember 2023.
  • iPullRank analysierte 91.000 Keywords im Oktober 2023.
  • Brightedge verwendete den BrightEdge Generative Parser (BGP), um täglich im November und Dezember 2023 SGE-Ergebnisse zu überwachen.
  • Peak Ace analysierte ca. 900 transaktionalen Keywords mit „Hotel“-Bezug.

Wichtigste Einblicke

Die 10 wichtigsten Einblicke aus der größten Studie (SE Ranking) im Schnelldurchlauf:

  • Häufigkeit: 64% der analysierten Suchanfragen liefern entweder eine SGE-Antwort oder einen Generieren-Button.
  • Textlänge des SGE-Snippets: Die durchschnittliche Textlänge des SGE-Snippets beträgt ungefähr 3.485 Zeichen.
  • Links im SGE-Snippet: Die häufigste Anzahl von Links in der SGE-Antwort nach der Erweiterung sind 8 Links.
  • Verlinkung der Top 10: 85,5% der SGE-Snippets verlinken auf eine oder mehrere Domains aus den Top-10 organischen Ergebnissen.
  • Sichtbarste Domains: quora.com, local.google.com (Google Maps) und en.wikipedia.org sind die am häufigsten verlinkten Domains in SGE.
  • Featured Snippets: SGE-Snippets, die Text enthalten, erscheinen in den SERPs neben hervorgehobenen Snippets ungefähr 25% der Zeit.
  • Google Ads: In 27% der Fälle waren keine Anzeigen zusammen mit SGE-Snippets zu finden. In 73% der Fälle waren Anzeigen vorhanden.
  • Google Shopping: Anzeigen oben auf der SERP begleiten SGE-Snippets öfter als Einkaufsanzeigen, aber Einkaufsanzeigen erscheinen tendenziell über dem SGE-Snippet.

Im folgenden Video fasse ich die Studien kurz zusammen und liefere dir in unter 11 Minuten alles Wissenswerte über Google SGE zum jetzigen Zeitpunkt.

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Fragen und Antworten

Wie oft erscheinen SGE-Antworten in der Suche?

SE Ranking fand SGE-Inhalte, einschließlich des „Generieren“-Buttons, in fast 64% der SERPs für die analysierten Suchanfragen.

Wie lang ist der durchschnittliche Text in SGE-Antworten?

Der am häufigsten vorkommende Textlängenbereich im SGE-Snippet lag laut SE Ranking zwischen 3.044 und 4.646 Zeichen. Die durchschnittliche Textlänge betrug ungefähr 3.485 Zeichen.

SE Ranking hat überprüft, ob Google in seinen SGE-Antworten auf Top-10-Domains verweist. Von den 18.455 Überprüfungen (SERPs, die eine SGE-Antwort mit Text enthalten), stellte man in 15.786 Fällen (85,5%) fest, dass die SGE-Snippets auf mindestens eine Domain aus den Top-10 organischen Ergebnissen verlinkten.

Welche Websites sind besonders oft in SGE-Snippets enthalten?

Hier sind die Top 5 verlinkten Websites laut SE Ranking:

  • Quora.com, das 3.701 Mal verlinkt wurde
  • Local.google.com, das 2.356 Mal verlinkt wurde
  • En.wikipedia.org, das 2.124 Mal verlinkt wurde
  • Investopedia.com, das 1.636 Mal verlinkt wurde
  • Linkedin.com, das 1.244 Mal verlinkt wurde

Wenn ein SGE-Snippet mit Text vorhanden war, erschienen hervorgehobene Snippets 23,03% der Zeit (4.251 Mal von 18.455 Fällen).

Wie kannst du dich auf SGE vorbereiten?

Grundlegende Google-SGE-Checkliste

Wie können wir uns optimal auf Google SGE vorbereiten und dabei sogar profitieren, selbst wenn es nie offiziell eingeführt wird?

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Google-SGE-Checkliste für Fortgeschrittene

In dieser Episode decken wir auf, wie wahrlich einzigartige Inhalte, persönliche Erfahrungen und digitale PR deiner Marke helfen, in einer Welt der KI-erweiterten Suchmaschinen hervorzustehen. Lerne, wie du mit eigener Forschung, authentischen Einblicken und einem starken Markenbuzz den Unterschied machst:

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5 SEO-Strategien für Google SGE

1. SGE ersetzt die Suche nicht, sondern erweitert sie

Zentrale Elemente der Google-Suche wie E-E-A-T und Rankingfaktoren bleiben auch weiterhin bestehen. Das bedeutet, dass du dich auch weiterhin mit den Grundlagen von SEO beschäftigen musst.

Je besser deine Website heute schon optimiert ist, umso bessere Chancen hast du in der SGE.

Was die meisten generell nicht verstehen:

Sprachmodelle und darauf basierende Chatbots brauchen aufgrund ihrer Funktionsweise immer eine Suchfunktion, um relevante und aktuelle Antworten zu liefern. Deswegen nutzt auch ChatGPT die Bing Suche. SEO wird also nicht weniger relevant, sondern gewinnt an einer neuen Sparte, nämlich an Sprachmodelloptimierung, engl. LLMO (gerne auch AEO, GEO oder AIO genannt).

Wer eine hohe Auffindbarkeit in Suchmaschinen genießt, wird diese Sichtbarkeit auf Chatbots übertragen.

Mehr dazu lernst du in diesem Video:

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2. Werde eine wichtige Quelle für deine Nische

Schaffe dir mit einzigartig hilfreichem Content mit Information Gain, hohem E-E-A-T und einer hohen Domain-Autorität eine gute Basis, um im Karussell der AI Snapshots aufzuscheinen und von der KI zitiert zu werden.

So wirst du außerdem auch zur Quelle anderer Websites und Content Creators in deiner Branche.

3. Konzentriere dich auf deiner Website auf Zufriedenheit und Zielerreichung

Mit weniger Traffic musst du mehr aus dem machen, den du bekommst.

Das bedeutet einerseits ein stärkerer Fokus auf UX und Conversion-Rate-Optimierung. Wenn du deine Website außerdem mit deinem eigenen Knowledge Graph zur ersten Anlaufstelle für deine Nische machen kannst, hast du einen massiven Vorsprung.

4. ToFu-Content ist passé, MoFu und BoFu nicht

Wer schon seit Jahren nachhaltige SEO betreibt und auf Content setzt, der potenzielle Käufer*innen in der Mitte oder am Boden des Content-Marketing-Funnels abholt, der wird vielleicht Rückgänge im Traffic, aber kaum beim Umsatz feststellen.

5. Baue ein Content-Marketing-Ökosystem

Content auf deiner eigenen Website ist ein zentrales Fundament für erfolgreiches Content-Marketing, aber wenn du nur auf Traffic von Suchmaschinen setzt, dann bist du in einer anfälligen Position für große Veränderungen wie SGE.

Etabliere dein Unternehmen auf ausgewählten, für deine Branche relevanten Channels (nicht 10 Channels halbherzig, sondern 2 bis 3 Channels mit Herzblut), um Umwälzungen auf einem dieser Kanäle einfacher zu überstehen.

Lerne in unserem ausführlichen Ratgeber alles, was du für erfolgreiches Content-Marketing wissen musst!

Die Regeln ändern sich, aber das Spiel bleibt

Google sieht sich einer schwierigen Aufgabe gegenüber: Wie kann das Unternehmen die Welle des KI-Hypes reiten und seine eigenen herausragenden Sprachmodelle ideal positionieren, ohne die organische Suche, auf der ein großer Teil von Googles Markenstärke basiert, und sein Kerngeschäft, den Verkauf von Google Ads, zu gefährden?

Die Search Generative Experience könnte die Lösung für dieses Problem sein – ein positiver Schritt in eine KI-unterstützte Zukunft sowohl für Suchende als auch für Unternehmen.

Die Search Generative Experience wird SEO als Disziplin nicht zerstören, sondern nur massiv verändern. SEO ist tot. Lang lebe SEO. Schließlich brauchen Google und generative KI auch weiterhin neuen Content, einzigartige Perspektiven und Wissen von echten Expert*innen.

SEO wird nicht einfacher, aber wer Googles User*innen tatsächlich hilfreiche Inhalte zur Verfügung stellt, wird auch weiterhin von dem wichtigsten Traffic-Channel des Internets profitieren.

Du willst auch in einer KI- und SGE-Welt qualifizierten Traffic von Google anziehen?

Wir helfen dir, die hilfreichste Marke in deiner Branche zu werden!

Häufig gestellte Fragen zu Google SGE

Google SGE (Search Generative Experience) ist die geplante Integration von generativer KI in die Google-Suchergebnisse, die auf der Konferenz Google I/O 2023 vorgestellt wurde.

In der SGE wird KI für drei Bereiche verwendet: AI Snapshots (automatisch erstellte Antworten auf Suchanfragen), Conversational Mode (eine Chat-Funktion, um die Suche zu verfeinern oder zu erweitern) und Vertical Experiences (genau auf die Suche passende Shopping-Angebote).

Im Moment ist die Search Generative Experience in mehr als 120 Ländern als experimentelles Feature auf Google Labs zugänglich. Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören nicht dazu.

Du kannst einen VPN-Server, z.B. NordVPN, nutzen, um eine amerikanische IP-Adresse zu bekommen. Dann erstellst du dir ein amerikanisches Google-Konto und kannst die durch generative KI erweiterte Google-Suche ausprobieren.

Founder, CEO

Alexander ist Gründer der Agentur und SEO-besessen seit 2009.

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