Google Mobile Friendly Update

Schnell unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet nach wichtigen Informationen suchen – das ist mittlerweile Alltag, da die unterschiedlichsten Mobilgeräte zu ständigen Begleitern zählen. Aber nicht jede Seite im Internet ist auf die Nutzung abseits vom Desktop-PC abgestimmt.

Ob eine Website optimal für mobile Geräte geeignet ist, wird von Google seit April 2015 als weiterer Ranking-Faktor herangezogen. Durch das Google Mobile Friendly Update sollen die Suchergebnisse noch besser auf das jeweilige Gerät abgestimmt werden. Websites, die nicht als „mobile-friendly“ eingestuft werden – sprich nicht für die Nutzung auf mobilen Geräten optimiert sind – haben bei der Suche das Nachsehen.

Unterschiedliche Mobilgeräte: So unterscheidet die Suchmaschine

Spricht der Suchmaschinengigant von Mobilgeräten, unterscheidet er diese in unterschiedliche Kategorien. Ob „mobile-friendly“ dabei eine wichtige Rolle spielt oder nicht, hängt allein von der Art des Geräts ab:

  • Smartphones: Insbesondere Betriebssysteme wie Android, iOS (iPhone) oder Windows werden durch den neuen Ranking-Faktor beeinflusst.
  • Tablets: Fallen für Google eher unter die Kategorie eines Desktop-Computers.
  • Multimedia-Phones: Nur bedingt zur Unterstützung von HTML-5 Standards fähig, daher weniger betroffen.
  • Feature Phone: Keine Unterstützung für standardmäßiges HTML

Für Google gelten somit in erster Linie Smartphones als Mobilgeräte, deren Suchergebnisse durch den Faktor Mobile-Friendliness beeinflusst werden. Weniger hingegen sind Tablets betroffen, mit denen die Suchmaschine ähnlich wie mit einem Computer verfährt.

Dennoch wird Google auch weiterhin lediglich über einen einheitlichen Suchindex verfügen. Lediglich zwischen Desktop-Suche und Smartphone-Suche wird dabei unterschieden, was zu unterschiedlichen Ergebnissen führt.

Warum ist„mobile-friendly“ für Google überhaupt von Interesse?

Zwar wird die Suchfunktion häufig immer noch über den Desktop-PC genutzt, aber auch die Verwendung über das Smartphone hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Unterwegs im Internet surfen – um Langeweile zu bekämpfen oder Informationen zu suchen – ist für viele unverzichtbar.

Auch die Nutzung von Google spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle. Der neue Mobile-Rankingfaktor optimiert das Nutzererlebnis auf dem Smartphone durch Ergebnisse, die „zum Gerät passen“ und keine unnötigen Hürden beim Aufruf aufstellen.

Da der mobile Suchtraffic in den kommenden Jahren immer größer werden wird und Desktop-PCs bald nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, ist es umso wichtiger, die Suchergebnisse entsprechend einzugrenzen, denn: Nicht jede Website bietet für Mobilenutzer einen vollständigen und übersichtlichen Zugriff.

Was macht eine mobilfreundliche Website aus?

Seitenbetreiber fragen sich nun natürlich, welche Kriterien die Mobilfreundlichkeit ihrer Seite beeinflussen. Die Antwort darauf ist nicht in wenigen Sätzen zu beantworten. Vielmehr gilt es, einen ganzen Katalog an wichtigen Punkten zu beachten, der zu einer mobile-friendly Einstufung führt.

Wer die eigene Webseite neu baut, sollte die folgenden Punkte direkt integrieren – ein Muss ist ein kompletter Neustart jedoch nicht. Auch eine nachträgliche Optimierung der Seite kann schnell Abhilfe schaffen. Wichtig ist dabei, die folgenden Punkte umzusetzen:

  • Seitentexte müssen ohne Zoom-Funktion lesbar sein.
  • Integrierte Links müssen so platziert sein, dass sich diese problemlos antippen und öffnen lassen.
  • Die angezeigten Inhalte sollten sich an die Bildschirmgröße anpassen, um ein horizontales Scrollen zu vermeiden.
  • Auf Software wie Flash sollte verzichtet werden.

Mit dem Mobile Friendly Update geht Google einen wichtigen Schritt auf die Smartphone Nutzer zu, die die Suchmaschine heute ebenso häufig nutzen, wie Desktop-PC Anwender. Wichtig ist die Kenntnis über diese Änderung natürlich vor allem für „alte“ Webseiten, die nun unbedingt Handanlegen müssen, um nicht in den Suchergebnissen abzustürzen und wichtigen mobilen Traffic auf die eigene Präsenz zu lenken.

Aktualisiert am 02.12.2015