Google Universal Search

Google Universal Search ist ein Oberbegriff für sämtliche Medien und Inhalte, die Google neben den eigentlichen Suchergebnissen – beispielsweise in Form von Videos, Shopping oder News – zusätzlich anzeigt. Auf welche Elemente sich die Suchmaschine dabei ganz besonders konzentriert, wird regelmäßig in der Searchmetrics-Studie festgehalten, die zur Pflichtlektüre jedes SEO-Profis gehört.

Ziele von Universal Search

Die Erweiterung der Suchergebnisse, auch Blended Search genannt, ist bei Google seit 2007 aktiv. Hierbei werden klassische Suchergebnisse (also Webseiten-Links) mit zusätzlichen Ergebnissen ergänzt, beispielsweise aus den Bereichen Shopping, Bilder, Videos oder Maps.

Google verfolgt mit der Erweiterung der Suchergebnisse ein einfaches Ziel: Dem Nutzer der Suchmaschine sollen noch bessere und relevantere Ergebnisse vorgelegt werden, die eine erneute Suche und abgeänderte Suchwörter – mangels relevanter Inhalte – ersparen.

Der Suchbegriff muss somit nicht erneut spezifiziert oder umformuliert werden, um die gewünschten Inhalte zu erhalten. Ein Beispiel:

  • Ein Nutzer sucht nach einem Musikvideo.
  • Er tippt den Namen des Songs bei Google ein.
  • Neben einem Link zur Bandwebseite tauchen auch das Video bei YouTube und ein iTunes-Eintrag auf, um das Video direkt abzuspielen beziehungsweise den Song zu kaufen.

Durch die Universal Search Elemente wird das Ergebnisangebot erweitert und optimiert und somit noch exakter auf die Erwartungen der Nutzer zugeschnitten. Der Suchende kann anschließend unter diversen Medien zum Thema wählen (aktuelle News oder informative Videos) oder gleich auf individuelle Shoppingangebote zugreifen.

Google Universal Search 2015

Seit dem Jahr 2009 werden die Google Suchergebnisse und somit auch die Entwicklung der Universal-Search Elemente von einer laufenden Searchmetrics-Studie festgehalten. So will man die Entwicklung der Suchmaschine genau verfolgen und zugleich Änderungen am Suchalgorithmus leichter feststellen können.

Seit dem Start von Universal Search hat sich hier viel getan, wie ein genauer Blick auf die 2015er-Studie zeigt:

Drei Viertel aller Suchergebnisse weisen ein zusätzliches Search Medium auf

Somit ist die Anzahl der Zusatzelemente, die bei einer Suchanfrage angezeigt werden, momentan auf einem konstanten Level – das war in den letzten Jahren nicht so, denn: 2015 ist das erste Jahr, indem sich die Anzahl nicht verändert hat.

Youtube Videos sind die beliebtesten Video-Elemente

Neun von zehn Videos, die beim Universal Search auftauchen, zeigen Ergebnisse von YouTube. Das ist nicht weiter verwunderlich, da YouTube bekanntermaßen zu Google gehört.

Diese Bevorteilung geht allerdings auch mit herben Verlusten bei der Konkurrenz einher. MyVideo oder Clipfish zählen beispielsweise zu den großen Verlierern, denn sie werden im Rahmen der Suchfunktion lediglich in 13 Prozent der Fälle berücksichtigt.

Klarer Vorteil von Google Shopping

Zum klaren Gewinner der 2015 Studie zählt auch Google Shopping. Das Element konnte beim deutschen Universal Search einen klaren Zugewinn verzeichnen. Die sogenannten Product Listing Ads stiegen um rund 25 Prozent an. Die Verwendung von Shopping-Keywords hingegen nahm um das Dreifache zu.

Leichter Anstieg für Google Maps

Auch Google Maps fand im Jahr 2014 zusätzliche Verwendung beim Universal Search. Diese konnten einen Anstieg von immerhin neun Prozent verbuchen.

Die Universal Search, bei der Google Informationen aus verschiedenen Datenbanken zusammenfasst und in den Suchergebnissen präsentiert, bringt das „Googlen“ auf ein ganz neues Level. Suchanfragen sind bereits beim ersten Anlauf sehr viel erfolgreicher, was vielen Nutzern Arbeit abnimmt und Zeit erspart – das erklärte Ziel von Google, was die Universal Search zu einem echten Mehrwert für alle Seiten macht.

Aktualisiert am 04.12.2015