KI-Texte schreiben: KI-Textgeneratoren für Content-Marketing

KI-Texte schreiben

Künstliche Intelligenz und vor allem KI-Textgeneratoren werden die Welt von SEO und Content-Marketing verändern. Trotzdem: KI wird nicht den Großteil der menschlichen Content Creators ersetzen – auch wenn dies einige KI-Maximalisten behaupten.

KI-Textgeneratoren machen es möglich, dass jeder in kürzester Zeit mittelmäßigen Content erschaffen kann. Das heißt aber auch: Nur diejenigen, die aus dem Mittelmaß herausstechen, können in Zukunft erfolgreiches Content-Marketing betreiben.

Die Aufgaben von Content Creators werden sich also verändern – alles, was die KI kann, wird der KI überlassen. Alles, was nur Menschen können, braucht auch weiterhin Menschen.

KI hat gewissermaßen den Boden der Qualität in der SEO erhöht. Wer heute und in Zukunft auf Google Erfolg haben will, muss besser sein als KI:

Mindest-Anforderungen an SEO-Content 1995 bis ins KI-Zeitalter

Oder, wie Rand Fishkin es in einem SparkToro-Artikel ausdrückt:

„The floor for content has never been higher. But the ceiling is still higher than most of us can imagine.”

Und hier kommen wir zum springenden Punkt:

Wer besseren Content abliefern will als KI, sollte KI-Textgeneratoren als Werkzeug verwenden. So können Content Creators ihre Zeit und Energie wirklich in die Aspekte des Schreibprozesses stecken, die ihnen die KI niemals nachmachen kann.

In diesem Ratgeber zeige ich euch, wie ihr KI im Content-Marketing einsetzt, wie KI-SEO-Texte mit dem richtigen menschlichen Input zu wertvollen, einzigartigen und hilfreichen Inhalten werden und auf welche Risiken ihr achten müsst, wenn ihr KI-Texte schreibt.

Du willst mehr über KI, SEO und Content-Marketing wissen?

Dann lies hier weiter:

Welche Vorteile hat generative KI im Content-Marketing?

Tech-Hypes sind nichts Neues. In den letzten Jahren haben verschiedenste Technologien versprochen, unseren Alltag grundlegend zu verändern. Die meisten dieser Hypes beruhigen sich nach etwa einem Jahr, wenn klar wird, was tatsächlich möglich ist und was am Ende doch nur techno-futuristisches Wunschdenken war.

Wie weit KI unseren privaten Alltag tatsächlich verändern wird, sei dahingestellt. Das werden wir erst in ein paar Jahren wirklich bewerten können.

Aber für SEOs und Content Creators dürften KI-Textgeneratoren einen ähnlichen Schritt vorwärts bedeuten wie Cloud-Technologie oder Googles RankBrain-Update:

Es ist ein Game Changer, der unsere Prozesse verändern und neue Möglichkeiten eröffnen wird, die wir uns heute nur vage vorstellen können.

Natürlich müssen wir aufpassen, nicht in einige Fallen zu tappen, was generative KI angeht. Wer jetzt anfängt, Content Creators zu entlassen, weil die KI das eh genauso gut und so, so viel billiger kann, der wird bald sein blaues Wunder erleben. Denn:

Generative KI ist ein Equalizer – sie hebt alle auf dasselbe Ausgangslevel.

Und Erfolg haben weiterhin nur diejenigen, die sich von der Masse abheben.

KI-Texte haben noch dazu einige Probleme, die man nicht ignorieren darf. Darüber sprechen wir weiter unten in diesem Ratgeber. Außerdem erklärt Alexander in diesem Video genauer, warum 100 % KI dich nicht weiterbringen wird:

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Es ist wichtig, dass du weißt, was KI-Textgeneratoren nicht können. Nur so kannst du sie effizient für die Aufgaben einsetzen, für die sie tatsächlich geeignet sind.

Es lohnt sich also, KI in deinen Workflow einzubauen, solange du sie als Werkzeug und nicht als Autorin verwendest.

Darum geht es in diesem Artikel – um das, was heute schon möglich ist. Denn auch ohne Hype hat KI-Content echte Vorteile.

Wie viel Zeit kannst du mit KI-Textgeneratoren sparen?

Vieles, was unsere Arbeit besser machen würde, fällt einem Mangel an Zeit zum Opfer. Wer mit strengen Deadlines arbeitet, muss einfach den Großteil seiner Bemühungen in die Basics investieren. Da bleibt oft keine Zeit für das, was Content besonders und einzigartig machen würde.

Aber: Basics sind etwas, was die KI ziemlich gut kann. Überlasse der KI …

  • Outlines
  • Vorschläge für Header und Subheader
  • Definitionen
  • Zusammenfassungen
  • Umschreiben von existierendem Content

… und spare dir so ein paar wertvolle Stunden für Extras, die deine Inhalte wirklich herausragend machen, wie tiefe Recherche, einzigartige Beispiele oder besonderes Content-Design.

Wie viel Zeit du dir allerdings tatsächlich sparen kannst, hängt stark von der Art des Contents ab, den du erstellst:

Potenzial für Zeitersparnis beim Schreiben von KI-Texten

Gerade bei Content, der dir einen wirklichen Wettbewerbsvorteil verschafft – richtig genial aufbereitete Landingpages und informative, interessante Blogartikel – sparst du dir relativ wenig Zeit.

Aber auch 20 % Zeitersparnis bedeuten, dass du ein paar zusätzliche Stunden gewinnst. Und das reicht oft schon, um deinen Content signifikant aufzuwerten, wenn du diese gewonnene Zeit effektiv nutzt.

Eine der wichtigsten Methoden, um deinen Content einzigartig hilfreich und wertvoll zu machen: neue Informationen einbringen. In diesem Video erklärt Alexander das Konzept von Information Gain und gibt dir Tipps, wie du es in deinem Content umsetzt.

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KI als Inspiration und Sparringspartner

Generative KI-Tools können mehr als „nur“ KI-Texte schreiben, die du in überarbeiteter Form für deinen Content verwenden kannst. Diese Tools können dir außerdem endlose Ideen liefern, Themen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten oder Vorschläge für Themen oder Personas liefern.

Und auch während du selbst ein Content-Piece schreibst, können generative KI-Tools großartige Sparringspartner sein. Zwei Beispiele:

  • Du bist mit einer Formulierung nicht zufrieden, aber kommst einfach nicht auf die richtige Variante? Lass dir von ChatGPT und Co. eine Liste mit 10 Varianten erstellen.
  • Du brauchst noch mindestens zwei Absätze für ein Unterkapitel, aber dir fällt nichts mehr ein? Gib einem KI-Tool das Thema des Absatzes und frag nach einer Liste mit Elementen, die in diesem Absatz erwähnt werden könnten.

Das könnte beispielsweise so aussehen:

KI-Chatverlauf mit hilfreichen Content-Ideen

Diesen Output brauchst du nicht verbatim zu übernehmen – aber zumindest bekommst du einen Anstoß, wenn du mal einfach nicht weißt, wie dein nächster Satz aussehen könnte.

Und dann gibt es natürlich noch Synonyme, Übersetzungen, die dir gerade nicht einfallen, Redewendungen, die dir auf der Zunge liegen, aber an die du dich einfach nicht erinnern kannst…

Bei all diesen Problemen kannst du KI-Textgeneratoren als ein externes Gehirn verwenden, das nie müde, ungeduldig oder abgelenkt ist. 😉

Noch mehr Ideen, wie du dich von KI-Text-Tools inspirieren lassen kannst, findest du in diesem Video:

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KI-Texte schreiben: die wichtigsten Grundlagen

KI-Textgeneratoren im Content-Marketing sind kein Wettbewerbsvorteil. Ganz einfach deshalb, weil jeder sie benutzen kann – und was jeder macht, ändert höchstens den Status quo.

Und um mit SEO und Content-Marketing Erfolg zu haben, musst du dich so weit wie möglich vom Status quo abheben.

Diese Veränderung des Status quo (oder dieser „neue Boden“ für Content) und vor allem auch Googles Integration von generativer KI mit der Search Generative Experience wird weitreichende Auswirkungen haben.

Was ist die Search Generative Experience? Das erklärt Alexander in diesem Video:

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Um besser zu verstehen, was durch KI-Textgeneratoren möglich werden könnte, müssen wir verstehen, was „generative KI“ eigentlich ist:

Wenn wir über KI-Textgeneratoren oder generative KI für Texterstellung sprechen, sprechen wir über Large Language Models (LLM).

Diese KI-Modelle basieren auf neuronalen Netzwerken, die mit einer großen Menge an Textdaten trainiert wurden. Stark vereinfacht ausgedrückt generieren LLMs kohärente, natürlich klingende Texte, indem sie existierenden Text analysieren und anhand dieses Kontexts das nächste wahrscheinlichste Wort aus ihrer Datenbasis wählen.

KI-Textgeneratoren funktionieren anhand von Wahrscheinlichkeits­rechnungen. Es gibt keine Quellen, keine Zitate, keine direkte Recherche – nur das Wort, das mit der höchsten Wahrscheinlichkeit als nächstes auftaucht.

Wer Genaueres über die Funktionsweise von LLMs wissen will, findet mehr Informationen in dem Video „Large Language Models from Scratch“ oder, wenn du richtig in die Tiefe gehen willst, in diesem extrem ausführlichen Artikel von Stephen Wolfram.

Jetzt, wo wir ungefähr wissen, wie generative KI funktioniert, können wir uns die drei wichtigsten Punkte bei der Arbeit mit KI-Textgeneratoren ansehen: Prompting, Verteilung und Misstrauen.

1. Prompting

„Prompts“ sind Textbefehle, mit denen du einer generativen KI den Kontext und die Anweisungen gibst, auf die sie mit ihrer Antwort reagiert.

Um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, musst du einige Grundregeln beachten:

Sei spezifisch und gib der KI Kontext

Je genauer deine Anweisungen sind und je mehr Kontext du zur Verfügung stellst, umso mehr kannst du den Output einschränken und umso wahrscheinlicher wird dir die KI das liefern, was du erwartest.

Hier sind paar Fragen, die du dir stellen kannst, um einen spezifischen Prompt zu schreiben:

  • Wie viele Sätze oder Absätze?
  • Für welches Publikum?
  • Aus welcher Perspektive?
  • Welcher Stil?
  • Welcher Fokus?

Gib der KI Beispiele

Wenn du willst, dass dir die KI etwas in einer bestimmten Form liefert, solltest du immer Beispiele liefern. Damit kannst du den Stil, das Format und den Aufbau des Ergebnisses beeinflussen.

Nutze positive Formulierungen

KI reagiert nicht gut auf negative Anweisungen – also, wenn du im Prompt spezifizierst, was du nicht willst. Einerseits scheinen generative KI-Tools das ‚nicht‘ oft zu ignorieren und andererseits sagst du dem Tool damit ja auch nicht, was genau du dir erwartest.

Kurz gesagt:
Beschreibe in deinen Prompts das, was du willst, und nicht das, was du nicht willst.

Experimentiere mit deinen Prompts

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Antwort auf deinen ersten Prompt nicht das ist, was du dir erwartet hast. Experimentiere mit verschiedenen Formulierungen und notiere dir am besten, was funktioniert hat und was nicht.

Außerdem kannst du die KI natürlich auch direkt um Änderungen bitten – gerade bei chatbasierten Textgeneratoren ist Prompting oft ein iterativer Prozess.

2. Verteilung zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz

Was macht der Mensch, was macht die KI? Darum geht es bei diesem Punkt: Um generative KI optimal einsetzen zu können, musst du wissen, für welche Aufgaben du trotzdem noch Menschen brauchst.

Generell können wir sagen:
Je komplexer das Thema und je individueller das Format eines Content-Pieces, umso mehr menschlichen Input brauchst du.

KI-Textgeneratoren sind hilfreich bei:

  • klassischem Top-of-the-Funnel-Content, also informativem Content mit wenig Komplexität,
  • bei Themen mit einer soliden Datenbasis
  • und bei Content mit begrenzter Komplexität.

Wenig hilfreich sind die Tools, wenn es um folgende Elemente erfolgreichen Contents geht:

  • Thought Leadership
  • Expertenwissen
  • Erfahrungen
  • Beispiele
  • einzigartige Schlussfolgerungen und Perspektiven
  • Long-Form-Content mit einem roten Faden
  • Emotionen und Empathie
  • alles, was kreativ oder neu ist

3. Misstrauen gegenüber KI-Texten

Dass die Antworten von KI-Textgeneratoren voller Unwahrheiten sind, ist inzwischen wahrscheinlich jedem bekannt.

Das Problem ist natürlich, dass generative KI-Tools dir komplett halluzinierte „Fakten“ in einem absolut überzeugten Ton liefern.

Wie gesagt, diese Technologie basiert nur auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen. KI-Tools, die auf GPT-4 oder früheren GPT-Versionen basieren, checken keine Quellen.

Das wird sich aber in Zukunft ändern. Google Bard, zum Beispiel, kann bereits auf das Internet zugreifen. Aber den KI-Tools, die im Moment auf dem Markt sind, musst du unbedingt misstrauen, wenn es um Fakten, Zahlen, Personen, Institutionen etc. geht.

Und auch auf Biases (also Vorurteile) musst du achten – schließlich wurde diese KI mit den Daten eines Großteils des Internets gefüttert, und wir alle wissen, was das für die Objektivität und Fairness einer Technologie bedeutet.

Vergiss nicht:
Generative KI kann nicht denken und hat nie eigene Erfahrungen gemacht. Sie zeigt dir nur die wahrscheinlichste Kombination von Wörtern, die laut ihrer Datenbasis auf deinen eingegebenen Text folgt.
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KI-Textgeneratoren: Aktuelle KI-Tools zur Texterstellung

Obwohl die Theorie hinter KI-Textgeneratoren faszinierend ist, bleibt die Frage offen: Welche konkreten Tools sind für uns als Content Creators tatsächlich nutzbar und sinnvoll? Es gibt eine Reihe von KI-Textgeneratoren auf dem Markt, jedes mit seinen eigenen Stärken, Schwächen und Preismodellen.

Unsere Empfehlungen

Hier sind einige der besten:

  1. Neuroflash: Dieser zuverlässige KI-Textgenerator basiert auf GPT-4 und bietet eine breite Palette an Möglichkeiten, nicht nur im SEO-Bereich. Mit seiner soliden Grundfunktionalität spart es Zeit bei der Erstellung von qualitativ hochwertigem Content, die beispielsweise für den Einsatz von Information Gain genutzt werden kann.
  2. Perplexity.ai: Mit einem Preis von 30 $ pro Monat bietet Perplexity ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Es ist besonders hilfreich für die Recherche, da es Quellen zu seinen Ausgaben liefert, was wertvolle Zeit bei der Überprüfung von Fakten spart.
  3. ChatGPT: Das Original. Es wurde vielleicht nicht speziell für die Texterstellung entwickelt, aber es ist ein wertvoller Sparringspartner im Content-Erstellungsprozess.

Andere Tools wie WriteSonic, Surfer AI und POP AI WRITER bieten ebenfalls interessante Funktionen, sind aber derzeit entweder nur auf Englisch verfügbar, haben lange Ladezeiten oder funktionieren nicht gut mit deutschen Texten. Aus diesen Gründen setzen wir diese Werkzeuge derzeit nicht ein.

Zu guter Letzt, das auf LinkedIn hochgepriesene Tool, Byword, zeigte leider lange Ladezeiten und Probleme bei der Handhabung von Long-Tail-Keywords. Auch dieses Tool hat sich in unseren Tests als aktuell unbrauchbar erwiesen.

Disclaimer

Es ist wichtig zu bedenken, dass diese KI-Tools nicht dazu gedacht sind, menschliche Schreiber zu ersetzen. Stattdessen sollten sie als wertvolle Hilfsmittel angesehen werden, welches dir dabei hilft, deine Fähigkeiten zu erweitern und deine Arbeitsabläufe zu optimieren.

KI-Textgeneratoren sind Hilfsmittel, keine Autoren. Ihre Effizienz hängt von deinem geschickten Einsatz ab. Zu starkes Verlassen auf KI-Content wird dich in der Masse untergehen lassen, da jeder diesen mit geringem Aufwand erstellen kann. Behalte daher deinen einzigartigen, menschlichen Touch unbedingt bei oder riskiere den Untergang deiner digitalen Marke.

KI-Texte schreiben: der Prozess

KI-Textgeneratoren können den Texterstellungsprozess in allen Phasen unterstützen. Experimentiere am besten selbst mit den KI-Tools deiner Wahl, um herauszufinden, was für dich am besten funktioniert.

Aber für den Anfang habe ich hier einige Methoden und Beispiele gesammelt. Du kannst sie als Startpunkt verwenden, um mit KI SEO-Texte zu schreiben.

Brainstorming mit KI

KI-Textgeneratoren sind geniale Brainstorming-Partner:

  • Du kannst dir Ideen für Themen, Strukturen, Titel oder Perspektiven generieren lassen,
  • ein bestimmtes Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten (etwa mit dem Prompt „Schreibe über (Thema) aus Sicht einer (Rolle)“),
  • Listen mit unüblichen, anderen oder seltenen Sichtweisen auf ein Thema erstellen lassen
  • oder durch eine Unterhaltung mit einem Chatbot auf Aspekte eines Themas stoßen, an die du vielleicht nie gedacht hast.

Hier ein Beispiel, bei dem ich versucht habe, verschiedene Prioritäten von verschiedenen Zielgruppen zu finden:

KI-Chatverlauf mit Content-Ideen zu Sitzmöbeln

Einige dieser Faktoren wären mir selbst spontan bei diesem Thema nicht eingefallen – zum Beispiel, wie wichtig es ist, dass Möbel für Kinder leicht zu reinigen sind (alle Eltern rollen hier wahrscheinlich die Augen).

(Die Wortbegrenzung ist nur für diesen Screenshot relevant; wenn du die KI einen längeren Absatz für jede dieser Personen schreiben lässt, kannst du natürlich noch mehr Ideen bekommen.)

Recherche

Recherche mit KI ist im Moment noch eine riskante Sache. Wie gesagt – generative KI hat kein Konzept von Quellen. Aber auch, wenn dir KI die Recherche-Arbeit nicht abnimmt, kann sie dir diese Arbeit zumindest erleichtern.

Die vielleicht einfachste Art der Unterstützung, die dir KI-Textgeneratoren liefern können, ist das Zusammenfassen von Quellen.

Das bietet sich vor allem an, wenn du sehr viele Quellen hast, die vielleicht nicht alle extrem relevant sind. Du kannst dir nämlich jeden Text in ein paar Absätzen zusammenfassen.

Falls in dieser Zusammenfassung etwas besonders Interessantes auftauchen sollte, kannst du den entsprechenden Teil des Originaltexts lesen; aber wenn sich herausstellt, dass diese Quelle nichts Neues bietet, hast du sehr viel weniger Zeit verloren.

Außerdem eignet sich KI sehr gut, um einen ersten Überblick über ein Thema zu gewinnen, von dem du überhaupt keine Ahnung hast. Wenn du zum Beispiel noch nicht einmal wirklich weißt, wo du mit deiner Recherche anfangen sollst, kann dir ein kurzes Gespräch mit ChatGPT und Co. erste Anhaltspunkte geben.

KI-Chatverlauf mit ersten Ideen fürs Schreiben

KI-Texte schreiben

Während dem tatsächlichen Schreibprozess gilt, wie beim letzten Schritt auch: Du kannst nicht alles der KI überlassen, aber die KI kann dir deine Arbeit definitiv erleichtern.

Wer selbst schreibt, weiß, dass die mechanische Tätigkeit des ‚Schreibens‘ (also, Wörter auf einer Tastatur zu tippen) wenig mit dem tatsächlichen Zeitaufwand der Texterstellung zu tun. Nur weil ich theoretisch 100 Wörter die Minute schreiben kann, kann ich nicht einen 2000-Wörter-Artikel in 20 Minuten abliefern.

Der Grund dafür sind manche Eigenheiten menschlicher Gehirne: Wir sind ablenkbar, kritisch und vergesslich. Manchmal bleiben wir einfach in der Mitte eines Absatzes stecken. Manchmal müssen wir einen Satz dreimal neu schreiben, weil er einfach falsch klingt.

Schreiben ist nie einfach nur Text-aufs-Papier-Bringen, es ist Umschreiben, Neupriorisieren und Anpassen.

Und dabei kann KI helfen.

Ein Beispiel: Bei dem letzten Satz im vorigen Absatz hatte ich das Gefühl, „Umschreiben und Neupriorisieren“ alleine reichen nicht. Allerdings fiel mir nichts ein, was daraus eine stilistisch schöne Dreierkonstruktion machen würde. Anstatt ewig zu überlegen, habe ich Neuroflash geöffnet und dem eingebauten Chatbot eine Frage gestellt:

KI-Chatverlauf mit Ideen fürs Texte-Schreiben

Wie man sieht, war die erste Option nicht ideal. Ich habe den Prompt ein wenig geändert („und semantisch“), und voilà – immer noch nicht perfekt, weil die beiden vorigen Ausdrücke substantivierte Verben waren, aber „Anpassen“ funktioniert.

Und das Ganze war definitiv einfacher, als ewig herumzugrübeln.

Das ist natürlich ein sehr spezifisches Beispiel. Aber auch kleine, gezielte Unterstützungen sparen Zeit.

Ein anderer großartiger Einsatzbereich für KI-Textgenerierung ist das Umschreiben von existierendem Text. Podcast- oder Video-Transkripte können zu Blogposts werden und du kannst existierende Blogposts zu Social-Media-Posts oder Newslettern machen.

Und natürlich kannst du dir auch komplett neuen Text von KI-Textgeneratoren erstellen lassen. Gerade bei Top-of-the-Funnel-Themen, zu denen die KI solide Daten hat, kann das sehr gut funktionieren.

Dabei solltest du allerdings auf einiges achten:

  • Generiere nur kleine Textmengen. Generative KI verliert bei längeren Texten den roten Faden, deshalb sollte man wirklich Block-für-Block arbeiten.
  • Gib der KI detaillierte Prompts. Vorlagen für den Stil sind immer nützlich. Außerdem solltest du Länge, Ton und Informationen, die miteinbezogen werden sollen, vorgeben.
  • KI-Generatoren eignen sich vor allem für kurze Definitionen, Zusammenfassungen, und einfache Antworten auf Fragen. Je weniger Meinung, Wertung oder Auslegung eine Antwort benötigt, umso besser.
  • Checke am besten schon während des Generierens, ob die von der KI dargestellten Fakten tatsächlich stimmen. So ist es weniger wahrscheinlich, dass du während dem Editierprozesses Kleinigkeiten übersiehst.

KI-Content editieren

Je mehr Text du direkt von der KI erstellen lässt, umso wichtiger ist dieser Schritt in der Content-Erstellung.

Wenn du dir zu komplexeren Themen KI-Texte schreiben lässt, kannst du diese Texte mit der richtigen Überarbeitung aufwerten und einzigartig hilfreich machen.

Je mehr KI du beim Schreiben eines Textes verwendest, umso mehr menschlichen Input brauchst du also beim Editieren, um denselben Grad an Qualität und Einzigartigkeit zu erreichen.

Das Editieren von KI-SEO-Texten sollte diese vier Schritte beinhalten, damit der Text am Ende hilfreich, vertrauenswürdig und nutzerzentriert ist:

1. Ausfeilen

Schreibe Teile des Inhalts im Stil deiner Marke um, füge Absätze, Fettungen, Textboxen etc. im Sinne von UX-Writing und Content-Design ein, passe den Text an deine Stilgruppe an.

2. Ergänzen

Füge dem Text Hooks, Überleitungen, Argumente, Expertenmeinungen, einzigartige Ideen, Beispiele, Wissen aus erster Hand und Quellen hinzu. Stelle außerdem sicher, dass deine Keywords an den richtigen Stellen platziert sind.

3. Fakten prüfen

Stelle sicher, dass alle Zitate, Zahlen, Daten, geschichtlichen Ereignisse etc. tatsächlich stimmen.

4. Biases entfernen

Falls sich Vorurteile, Stereotype oder andere Meinungen einschleichen, die in deinem Text nichts zu suchen haben, solltest du diese auf jeden Fall löschen.

Korrigieren

Einer der großen Vorteile beim KI-Texte schreiben: Man muss sich um Grammatikfehler, Rechtschreibfehler oder Wortdreher keine Sorgen machen.

Aber gerade während des Editierens können sich doch wieder gewisse Probleme einschleichen – ein Klassiker ist etwa, dass vergessen wird, ein Wort bei einer Umformulierung zu löschen oder eine Endung anzupassen. Deshalb müssen auch KI-SEO-Texte durch mindestens eine Korrekturschleife gehen.

Ein extrem wichtiger Punkt, den viele beim Thema Content-Marketing mit KI vergessen, ist die Qualitätssicherung.

Du kannst dein Content-Marketing mit KI-SEO-Texten so weit skalieren, wie du willst – aber wenn du die Qualität deines Contents ignorierst, wird das deiner Marke und deinen Google-Rankings auf lange Sicht mehr schaden als helfen.

Wie du die richtigen Metriken findest, um die Qualität von KI-Content (und menschlichem Content) zu bewerten, erklärt Alexander in diesem Video:

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Wie werden sich KI-SEO-Texte auf die Zukunft von SEO auswirken?

Zum Abschluss dieses Ratgebers möchte ich dir noch 6 wichtige Ratschläge auf den Weg geben, mit denen du dich für die Zukunft von SEO und Content-Marketing rüsten kannst.

1. KI-Texte sind der neue Boden

Im SEO gilt: Wenn du dasselbe machst wie alle anderen, dann kannst du dir die Arbeit von Anfang an sparen.

Jeder kann per Knopfdruck Text generieren.

Also ist diese Art von Text wertlos, wenn es darum geht, deine Konkurrenz zu überholen und in deiner Marktnische herauszustechen. Verwende KI-Textgeneratoren also als Werkzeuge, um deine Produktivität zu steigern – nicht, um Inhalte zu schreiben.

2. Einfache Themen/Formate gehören der KI

Sobald Google seine Search Generative Experience einführt, werden Nutzer*innen schlicht und ergreifend nicht mehr auf organische Links angewiesen sein, um Antworten auf einfache Fragen zu finden. Ein Ratgeber zu solchen Themen wird dir höchstens noch dann Traffic generieren, wenn du bereits der Marktführer in deiner Nische bist.

Konzentriere dich also auf deine Content-Marketing-Strategie und überlege dir genau, welche Investitionen sich lohnen – wo du also wirklich gegen deine Konkurrenz und gegen die KI gewinnen kannst.

3. Content ist nicht nur Texterstellung

Du willst deinen Content skalieren? Gut, das solltest du auch. Aber vergiss dabei nicht, dass „Content-Erstellung“ und „Text-Erstellung“ keine Synonyme sind.

Qualitätskontrolle, Content-Design und das Einpflegen von Inhalten auf deiner Website brauchen ebenfalls Zeit – und außerdem musst du deinen Content regelmäßig warten, um nicht an Sichtbarkeit und Markenstärke zu verlieren.

4. Erfahrung und Expertise sind noch wichtiger

Google hat Ende 2022 mit dem Update von Google E-E-A-T klar gemacht, wie wichtig Wissen aus erster Hand für ideale Suchergebnisse ist, und mit SGE wird dieses Thema, plus Expertise, nur noch zentraler werden. Das war auch bei Googles Entwickler*innenkonferenz I/O 2023 zu sehen.

Stelle also sicher, dass du E-E-A-T verstehst, und erstelle Inhalte, die auf echter Erfahrung und Expertise beruhen.

5. Bei komplexen Themen und Formaten spart dir KI nur wenig Zeit

Je weniger Daten die KI über ein Thema zur Verfügung hat, umso schwächer ist der Output, den dir Large Language Models liefern können. Dasselbe gilt für unübliche oder individuelle Formate.

Hier musst du dich wirklich mit der Funktionsweise der KI vertraut machen und ein bisschen um die Ecke denken, um sie in deinen Arbeitsprozess zu integrieren.

Dann kannst du mit einer Zeitersparnis von 10 bis 20 % rechnen – auf den ersten Blick keine sehr beeindruckenden Zahlen, aber wie sagt man so schön? Kleinvieh macht auch Mist. (Und eine Stunde Zeitersparnis ist schon einmal nicht nichts.)

6. Nutze die gewonnene Zeit produktiv

Nutze die Zeit, die du dir durch KI-Textgeneratoren gespart hast, um dir einen tatsächlichen Wettbewerbsvorteil aufzubauen. Das heißt: Strategie, Informationsgewinn, Content-Design.

Überlege dir, warum du Inhalte erstellst. Wie bringt deine Content-Strategie dein Unternehmen (oder die Unternehmen deiner Kund*innen) weiter?

Das kann dir die KI nicht abnehmen, weil sie schlicht und ergreifend nicht „denken“ kann. Deine Erfahrungen und dein Verständnis der Welt sind einzigartig menschlich, also nutze sie, um deinen Content ebenfalls einzigartig zu machen.

Sollen wir dich auf deiner Reise in diese neue KI- und SGE-Welt begleiten?

Erfahre alles über unsere SEO-Betreuung mit gezieltem Einsatz von KI.

Content Brand Manager

Alexandra ist Expertin für Content-Marketing.

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