Helpful Content Update: Das Hilfreiche-Inhalte-System

Helpful Content Update

Was ist das Helpful Content Update? Was kannst du tun, wenn du abgestuft worden bist? Und wie kannst du solchen Abstufungen vorbeugen? All das erfährst du in diesem Ratgeber.

Außerdem zeige ich dir, worauf es bei hilfreichen, vertrauenswürdigen und nutzerorientierten Inhalten ankommt und wie Google zu KI-generierten Texten steht.

Erfahre mehr über hilfreichen Content

Was ist das Helpful Content Update?

Das Helpful Content Update wurde im Dezember 2022 bei uns eingeführt, nachdem es bereits im August 2022 bei Google.com ausgerollt wurde. Das neue Hilfreiche-Inhalte-System ist ein weiteres Signal unter vielen im Google-Ranking-System.

Ziel dieses Updates ist es, nützliche Inhalte besser auffindbar zu machen, während Inhalte, die den Erwartungen der Nutzer*innen nicht gerecht werden, schlechter bewertet werden sollen.

Der entscheidende Punkt hierbei ist, dass es sich um ein Website-weites Signal handelt. Das bedeutet, dass nicht hilfreiche Inhalte auf deiner Website deinen nützlichen URLs im Ranking schaden können und umgekehrt.

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Nicht hilfreichen Content identifizieren

Aber was genau sieht Google als „nicht hilfreiche Inhalte“ an?

  1. Inhalte, die für Suchmaschinen statt für Nutzer*innen geschrieben wurden.
  2. Inhalte, die lediglich Zusammenfassungen von Informationen anderer Websites sind, ohne zusätzliche Erkenntnisse oder einzigartige Perspektiven.
  3. Inhalte, die zu breite Themenbereiche abdecken, mit dem einzigen Ziel, für möglichst viele Suchbegriffe zu ranken.
  4. Inhalte, die Fragen offenlassen.
  5. Inhalte, die von Autoren verfasst wurden, die offensichtlich nicht das nötige Fachwissen haben.
  6. Inhalte, die Versprechungen machen, die nicht erfüllt werden.
  7. Inhalte, die nur oberflächlich über Trends berichten, ohne den Lesern einzigartige Informationen oder Meinungen zu bieten.

In diesem Video erkläre ich noch einmal ganz genau, wie du nicht hilfreiche Inhalte erkennen kannst:

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Was tun, wenn ich vom Helpful Content Update negativ betroffen bin?

Wenn du negativ vom Helpful Content Update betroffen bist, ist der Lösungsansatz eigentlich ganz einfach, dafür musst du dich nicht einmal besonders tief mit SEO beschäftigen.

Schritt 1: Überprüfe deine Website

Zuerst solltest du deine Website objektiv analysieren, basierend auf den oben genannten Punkten. Nutze den Fragenkatalog aus dem folgenden Video, um zu überprüfen, ob deine Inhalte wirklich hilfreich, nutzerzentriert und vertrauenswürdig sind.

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Schritt 2: Bewerte und handle

Bewerte, was hilfreich ist und was nicht. Entscheide dann, ob du nicht hilfreiche Seiten aufwerten oder löschen möchtest.

Wenn deine Seiten bereits gut auf Keywords optimiert sind und du einen klaren Redaktionsplan hast, könnte es sinnvoll sein, bestehende Seiten aufzuwerten. Wenn du jedoch ohne eine klare Content-Strategie Inhalte veröffentlichst, ist die Lösung klar:

Lösche die nicht hilfreichen Seiten.

Schritt 3: Abwarten und dranbleiben

Nachdem du nicht hilfreiche Seiten entfernt oder verbessert hast, musst du warten, bis Google deine Website neu bewertet. Dies kann eine Weile dauern, da Google sicherstellen muss, dass du die minderwertigen Inhalte nicht einfach wieder neu veröffentlichst.

Weiteren Abstrafungen beugst du vor, indem du regelmäßig ein Content-Audit durchführst, um deinen URL-Korpus zu bereinigen und Inhalte auszusortieren.

Beim Helpful Content Update ist die Vorgehensweise im Endeffekt recht einfach: Entweder du verbesserst die Seiten oder du löschst sie, wenn sie ohne Strategie und in schlechter Qualität veröffentlicht wurden.

Hier brauchst du übrigens keine Angst zu haben, aus Versehen zu viele Seiten zu löschen. Wenn deine Inhalte ohnehin nicht ranken, hat das Löschen dieser Inhalte kaum Auswirkungen auf deine Website oder Marke.

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Die 7 wichtigsten Prinzipien für hilfreiche, vertrauenswürdige und nutzerorientierte Inhalte

Google will Suchenden hilfreiche, vertrauenswürdige und nutzerorientierte Inhalte ausspielen – also musst du Google auch genau das liefern, um mit SEO und Content-Marketing erfolgreich zu sein. In diesem Abschnitt stelle ich sieben wichtige Punkte vor, die dir helfen, solche Inhalte zu erstellen.

1. Verstehe die Suchintention

Bevor du Inhalte erstellst, solltest du sicherstellen, dass du die Suchintention hinter einem Keyword wirklich verstehst.

Hierfür kann der SERP-Overlap-Score sehr hilfreich sein. Damit findest du heraus, welche Keywords du mit einer URL ranken kannst.

Ein hilfreiches Tool, das wir neuerdings nutzen, ist das SERP-Overlap-Tool von SH Digital. Es ermöglicht dir, mehrere Keywords parallel zu vergleichen, um so die richtige Strategie für deine Inhalte zu finden.

Wie findest du heraus, was die Suchintention von Suchmaschinen­nutzer*innen ist? Das erfährst du in unserem Ratgeber „Keyword-Suchintention“.

2. Nutzerzentrierung

Wenn du bereits einen nutzerzentrierten Ansatz verfolgst, bist du auf dem richtigen Weg. Ansonsten solltest du deinen Ansatz so schnell wie möglich ändern.

Die Perspektive von Suchmaschinen­nutzer*innen ist heute der Dreh- und Angelpunkt von Suchmaschinenoptimierung.

Fragen wie …

  • „Welche Inhalte wollen User*innen sehen?“
  • „Was wollen Kund*innen für Produkte?“
  • „Welche Produktfeatures wollen Kund*innen?“

… sollten im Zentrum deines Marketings und deiner Produktentwicklung stehen.

3. Google E-E-A-T und YMYL

Es ist wichtig, sich mit Konzepten wie Google E-E-A-T (Experience, Expertise, Authority, Trust) und Your-Money-Or-Your-Life (YMYL) zu beschäftigen.

Als Einstiegspunkt in das Thema kannst du dir dieses Video ansehen:

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4. Fachwissen

Vor allem bei komplexen Themen wie Wissenschaft, Medizin, Wirtschaft oder Finanzen ist es wichtig, entweder selbst über Fachwissen zu verfügen oder Inhalte von Fachautoren schreiben zu lassen.

Alternativ können auch In-Depth-Interviews dabei helfen, Fachwissen in die Inhalte zu integrieren.

5. Qualität über Quantität

Vermeide Strategien, die sich nur auf Themenabdeckung konzentrieren. Es ist wichtig, nicht nur auf die Informationsbreite, sondern auch auf die Informationstiefe zu achten.

Das Erstellen von vielen URLs mit nicht hilfreichen Inhalten kann dein SEO-Ranking negativ beeinflussen.

6. Liebe zum Content

Investiere lieber viel Arbeit in wenige, liebevoll aufbereitete Inhalte als in viele, halbherzig erstellte Seiten. Es ist besser, sich auf wenige, wichtige Themen zu konzentrieren und diese ständig zu verbessern und aktuell zu halten.

7. Verwendung von KI-Textgeneratoren

KI-Textgeneratoren können als unterstützendes Tool bei der Content-Erstellung verwendet werden. Allerdings sollten sie mit Vorsicht genutzt werden. Stelle sicher, dass der von der KI erstellte Content tatsächlich hilfreich ist.

In unserem Ratgeber „KI-Texte schreiben“ lernst du, worauf du bei der Nutzung von generativer KI in der Content-Erstellung achten musst.

Vergiss niemals, dass die Perspektive von Nutzer*innen im Zentrum stehen muss. Wenn du zusätzlich Qualität über Quantität stellst und bewusst mit Tools wie KI-Textgeneratoren umgehst, wirst du keine Schwierigkeiten haben, hilfreiche, vertrauenswürdige und nutzerorientierte Inhalte zu erstellen.

Sollen wir dir helfen, zur hilfreichsten Marke in deiner Nische zu werden?

Gemeinsam heben wir dein Content-Marketing auf das nächste Level.

Google vs. KI-Content

Künstlich generierte Inhalte (KI-Content) sind kein Tabu mehr im Google-Universum. Laut einem Post von Google am 8. Februar sind solche Inhalte, solange sie hilfreich, vertrauenswürdig und nutzerorientiert sind, vollkommen akzeptabel.

Google verfolgt mit dieser Entwicklung eine sehr pragmatische Herangehensweise. Anstatt KI-Content komplett zu verbieten, gibt der Suchmaschinengigant klare und hilfreiche Anweisungen für Website-Betreiber*innen zur Verwendung und Implementierung von KI-generiertem Content.

Expertentipp
Lies dir unbedingt die FAQs des Google-Leitfadens, den ich am Anfang dieses Abschnitts verlinkt habe, durch – die Ratschläge, die Google hier gibt, sind erstaunlich praxisorientiert und definitiv umsetzbar. Selbst Fragen wie „Sollte ich die KI als Autor nennen?“ werden beantwortet.

Allerdings ist es generell keine gute Idee, KI-generierte Inhalte ohne gründliche menschliche Überprüfung und Überarbeitung zu veröffentlichen.

Deshalb sollte, meiner Meinung nach, die Person, die die finale Überprüfung vornimmt, auch als Autor des Inhalts genannt werden und die Verantwortung für das Geschriebene übernehmen.

Auf meinem YouTube-Kanal beschäftige ich mich übrigens intensiv mit dem Thema KI für SEO und Content-Marketing. Wenn du wissen willst, wie KI deinem Content-Marketing helfen kann und was sich bereits als reiner Hype herausgestellt hat, dann sieh dir dieses Video an:

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Ein hilfreiches Internet ist die Zukunft – arbeite also heute schon darauf hin

Ich hoffe, dieser Ratgeber hat dir gezeigt, worauf es bei einzigartig hilfreichen Inhalten ankommt. Lass mich dir am Schluss noch ein gesundes Mindset für digitalen Markenaufbau mitgeben:

Es geht nicht darum, dass du hilfreiche Inhalte ab jetzt ausschließlich deshalb produzierst, um bessere Rankings zu erzielen und mehr Google-Traffic zu bekommen.

Vielmehr solltest du hilfreiche Inhalte erstellen, um Besucher*innen auf deine Website zu ziehen und eine Win-win-Situation zu schaffen.

Lediglich aus Traffic-Gründen zu ranken, sollte niemals das ultimative Ziel sein. Andernfalls riskierst du, in die Falle des „SEO-Egos“ zu geraten, was deinen Umsätzen letztendlich nicht besonders helfen wird.

Stattdessen sollte das Ziel darin bestehen, Nutzer*innen durch deine Inhalte zu überzeugen und sie für deine Produkte oder deine Marke zu begeistern. Inhalte sollen einen Mehrwert für Nutzer*innen darstellen und gleichzeitig auch für dich als Unternehmen vorteilhaft sein.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf wünsche ich dir viel Erfolg!

Founder, CEO

Alexander ist Gründer der Agentur und SEO-besessen seit 2009.

Kommentare

  1. Wieder mal eine super Zusammenfassung zu einem doch etwas komplizierten SEO-Thema. Eine Sache würde mich noch interessieren. Wenn eine Website viele nicht-hilfreiche Inhalte enthält und im Ranking abgestraft wird. Dann ist die logische Konsequenz, die Website zu bearbeiten. Wie lange dauert der Prozess, sich in der Bewertung wieder nach oben zu arbeiten?

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