Zukunftssicheres Affiliate Marketing

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Was ist Affiliate Marketing? Welche Provisionsmodelle gibt es? Und lohnt sich das heute überhaupt noch? All diese Fragen klären wir in folgendem Beitrag! Falls du es eilig hast, erfährst du im Video gleich alles Wichtige zu Affiliate Marketing:

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Was ist Affiliate Marketing?

Als Teil des Online-Marketings ist Affiliate Marketing eine besondere Form des provisionsbasierten Bezahlungsmodells: Sogenannte Publisher oder auch Affiliates (Webseitenbetreiber) veröffentlichen Werbung von sogenannten Merchants oder Advertisern (die werbetreibenden Unternehmen). Kommt es hierbei zu einem Lead oder Sale, erhält der Publisher eine Provision.

Wann eine Provision gezahlt wird, wird vor der Zusammenarbeit geklärt.

Provisionsmodelle

Möglich sind folgende Modelle:

  • Cost-per-Click (CPC): Jeder Klick auf den Affiliate-Link, den der Publisher veröffentlicht, wird bezahlt. Ob es im späteren Verlauf zu einem Verkauf kommt oder nicht, ist dabei unerheblich. Klar ist jedoch, dass die Provision relativ klein ist, denn für den Merchant ist das Risikos eines Nicht-Abschlusses höher.
  • Cost-per-Lead (CPL): Ein Lead kann die Kontaktaufnahme oder auch die Registrierung für den Newsletter sein. Wichtig ist, dass es hier noch nicht zu einem Verkauf kommen muss, damit der Affiliate seine Provision erhält. Die Höhe der Vermittlungsprovision kann bereits sehr gut sein (produktabhängig).
  • Cost-per-Sale (CPS) bzw. Cost-per-Order (CPO): In diesem Bereich erhält der Affiliate die höchsten Provisionen, da der Merchant erst zahlen muss, wenn ein Verkauf (= Sale) bzw. eine Bestellung (= Order) stattfindet. Dafür ist das Risiko jedoch ebenso hoch, am Ende nichts zu verdienen, wenn die Nutzer*innen nichts kaufen.

Affiliate Tracking

Wichtig ist hierbei natürlich, dass die Verbindung zwischen den Click, Lead oder Sale und dem Affiliate festgehalten und getrackt wird, um sicherzustellen, dass die Provision ausgezahlt wird. Die Links, die der Affiliate veröffentlicht, sind daher mit einem einzigartigen Code versehen, der diese Verbindung herstellt.

Wichtig dabei:

  • Vor allem bei CPL und CPS bzw. CPO muss die Konversion nicht sofort nach dem Klick erreicht werden.
  • Der Klick auf den Link setzt einen sogenannte Cookie im Zwischenspeicher des Nutzers.
  • Auch eine Konversion, die später entsteht, wird festgehalten und dem Affiliate gutgeschrieben.

So ist es beispielsweise gang und gäbe, dass auch Verkäufe oder Leads vergütet werden, die erst 30 Tage nach dem Klick erfolgten.

Affiliate Marketing im deutschsprachigen Raum

Ein kurzer Rant zu Beginn…

Affiliate Marketing gibt es nun schon eine ganze Weile, trotzdem scheint das Thema im deutschsprachigen Raum noch in den Kinderschuhen zu stecken. Die meisten Affiliates nutzen SEO-Taktiken, die vor fast 10 Jahren schon veraltet waren und konsumieren Informationen, die in den USA 2009 (das Jahr, in dem ich angefangen habe) aktuell waren.

Und damit wieder runter von der Palme und zurück zu den wichtigen Fragen:

Warum ist es überhaupt wichtig, dass Affiliate Marketer sich weiterentwickeln?

In der Regel wird ein Großteil des Einkommens einer Affiliate-Seite über Googles organische Suche generiert. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, wird der Algorithmus immer intelligenter und trifft nicht selten Nischenseiten besonders hart. Google ist dabei nicht gezielt hinter Affiliate-Marketern her, sondern viele Projekte sind schlicht und einfach minderwertigGoogle PenguinGoogle Panda und auch Google Fred heißen die Schreckgespenster.

Im Folgenden unterhalten wir uns über neue, positive Ansätze und wie du ein Affiliate-Projekt aufbauen kannst, welches dir und deinen Nutzern langfristig einen Mehrwert bietet.

Affiliate-Marketing-Strategie (Kartenhaus vs. Evergreen Business)

Ich kann es leider nicht anders beschreiben, aber viele Affiliates bauen statt einem echten Unternehmen nur ein Kartenhaus auf. Es wird nicht in die Zukunft geschaut und von Nachhaltigkeit fehlt jede Spur. 

Schnell im Internet Geld verdienen heißt die Devise. Ein toller Slogan für eine unglaublich leichtgläubige Generation von jungen Unternehmern.

Wie du ein Kartenhaus aufbaust

  • Du erstellst reine Vergleichs- und Testberichtseiten, die keinerlei Mehrwert bieten.
  • Du tust so, als hättest du die Produkte tatsächlich getestet und machst dich so strafbar.
  • Du bist nicht Teil deiner Nische, sondern ein verhasster Außenseiter.
  • Dir ist hochwertiger Linkaufbau zu mühsam, deswegen kürzt du ab über Social Bookmarks, Gästebücher, Linktauschanfragen und wertlose Blogkommentar-Backlinks auf sogenannten DoFollow-Blogs.
  • Du bist auf das schnelle Geld im Internet aus, hast aber keine wirklichen abgerundeten Skills in Programmierung, Suchmaschinenoptimierung, Design, PPC oder Social Media Marketing
  • Du glaubst, Affiliate Marketing ist deine Chance, schnell reich zu werden. Du siehst dir bei YouTube Videos von Nischenseitengurus an, die mit teuren Autos, Luxusurlauben etc. ihren Status in deinen Augen erhöhen wollen. In der Realität leben diese Leute von deinem Geld, welches du ihnen für ihre wertlosen Kurse zahlst. Das nennt sich Werbung und du bist darauf reingefallen.

Wie du ein stabiles Unternehmen aufbaust

  • Du erstellst für jede deiner Affiliate-Projekte einen kleinen Businessplan. Du weißt, wo du hinwillst, was dein Projekt für eine Marktposition einnimmt und wieso Nutzer*innen dein Projekt brauchen.
  • Du hast einen clever ausgearbeiteten Prozess zur Nischenrecherche und Nischenbewertung. Du hast einen ganzen Fragenkatalog inkl. Richtwerte, um zu entscheiden, ob sich eine Affiliate-Seite in einer bestimmten Nische lohnt oder nicht.
  • Du erkennst Trends, verfolgst neue Produkte und entscheidest dich ganz gezielt für Nischen.
  • Du bildest dich ständig weiter und kennst dich nicht nur in deinem CMS, sondern auch in Sachen SEO, Facebook Ads, Instagram, YouTube, PPC, PHP/HMTL/CSS,… etc. aus.
  • Du liest Bücher über Werbung, Online-Marketing, Psychologie und Verkauf, um deine Empathie, dein Copywriting und deinen Blick für Conversion-Optimierung zu schärfen.
  • Du hast das Ziel, kleine Marken aufzubauen, die einen festen Platz in der jeweiligen Nische einnehmen.
  • Du willst Märkte dominieren und baust mehrere Projekte in lukrativen Nischen, um dein Einkommen zu erhöhen und gleichzeitig abzusichern.
  • Du trittst mit Influencer*innen in Kontakt, um hilfreiche Kooperationen und Beziehungen aufzubauen.
  • Du bist bereit, Geld in die Hand zu nehmen und investierst das Verdiente gleich wieder in deine Projekte, anstatt in wertlosen Lifestyle-Bullshit.

Fragen für erfolgreiches Affiliate Marketing

  • Brauchen Konsument*innen zu diesem Thema Beratung?
  • Gibt es die Position des Mittelsmanns in dieser Branche überhaupt?
  • Kann ich den richtigen Content liefern?
  • Wie kann ich mich als Marke in der Nische positionieren?
  • Bin ich von einem einzigen guten Partnerprogramm abhängig?
  • Gibt es langfristig das Potenzial für Kooperationen mit Herstellern oder für einen eigenen Online-Shop?
  • Kann ich für dieses Projekt die passenden Backlinks aufbauen?
  • Wie viel Potenzial hat die Nische in Bezug auf Zeitaufwand, Geld, Langlebigkeit?
  • Habe ich die nötigen Fähigkeiten, um gegen die Konkurrenz zu bestehen?
  • Wie viel Aufwand ist das Projekt monatlich langfristig?
  • Brauche ich Mitarbeiter*innen oder will ich mich auf Freelancer*innen verlassen?

Linkaufbau für Affiliate-Seiten in einer Brand-First-Welt

Backlinks gehören auch heute noch zu den wichtigen Faktoren für gute Rankings in der organischen Google-Suche. Natürlich ist es verführerisch, in diesem Aspekt der Suchmaschinenoptimierung Abkürzungen zu nehmen, aber die große Fragen ist:

Lohnt sich das auch langfristig und vor allem heute noch?

Immer wieder beschweren sich Webmaster darüber, dass die großen Brands bei Google Vorteile genießen. Ich bin keine große Marke und muss ehrlich sagen, nein, das stimmt nicht.

Google bevorzugt einfach vertrauenswürdige Webseiten. Ja, es gibt Fehler in der „Matrix“, aber gesamt betrachtet sind die Suchergebnisse schon unglaublich sauber.

Zu einer seriösen Webseite zählt selbstverständlich auch das Linkprofil:

Für viele Affiliate-Seiten kann man diese Fragen alle mit einem klaren Nein beantworten. Was sagt das über mein Projekt aus?

Dass ich irgendwer bin und es sich der Google-Algorithmus sehr genau überlegen sollte, mich in den Top 10 für wichtige Keywords mit viel Suchvolumen anzuzeigen.

Content Pieces von Domain Experts schreiben lassen

Eine exzellente Taktik, um es auf die nächste Ebene zu schaffen ist es, Domain Experts und Influencer*innen zu kontaktieren und zu fragen, ob sie Content für dich schreiben. Das kann entweder gegen Bezahlung oder im Austausch gegen Sichtbarkeit passieren. Ganz richtig, das hat noch nicht wirklich etwas mit Linkbuilding zu tun. Es macht dich aber bekannter und zeigt, dass du nicht nur auf das schnelle Geld im Internet aus bist.

Außerdem werden die Influencer*innen den von ihnen verfassten Content auf deiner Seite mit ziemlicher Sicherheit teilen und vielleicht sogar verlinken. So kommt der Ball ins Rollen und du bist kein totaler Underdog mehr.

Experten-Tipp: Gleichzeitig trägst du deinen Teil zur Community bei, indem du in Foren aktiv bist und hochwertige, durchdachte Kommentare auf Nischenblogs schreibst. Nein, es geht auch hier nicht direkt um Backlinks, sondern darum, deinen Expert*innenstatus aufzubauen.

Niemand kennt dich und dein Projekt. Das muss sich schleunigst ändern.

Du kannst diese Taktik auch als Sprungbrett verwenden, um dein eigenes Private Influencer Network aufzubauen. Das heißt, du schließt dich mit anderen aus deiner Nische zusammen und ihr unterstützt euch gegenseitig.

Entwicklungen und Trends im Auge behalten

Affiliate Marketing ist kein Kindergarten und schon gar kein Zuckerschlecken. Du solltest deine Wunschträume a la „50k im Monat, nur reisen und nie arbeiten“ erst einmal vergessen. Da bist du Affiliate-Gurus auf den Leim gegangen, die ihr Geld nicht mit Affiliate Marketing, sondern mit der Gutgläubigkeit von Anfänger*innen verdienen.

Affiliate Marketing lernen heißt ständige Weiterentwicklung

Als Affiliate musst du in all deinen Focusbereichen wie WordPress, Suchmaschinenoptimierung, PPC, Social Media Marketing, E-Mail-Marketing etc. auf dem Laufenden bleiben.

Hier einige aktuelle Entwicklung, die du längst auf dem Schirm haben solltest:

Affiliate Marketing ist viel mehr als SEO und Nischenseiten erstellen

Ja, dieser Beitrag hat einen SEO-Fokus. Ganz klar, ich bin und bleibe in meinem Herzen ein SEO-Nerd. Es gibt noch viele weitere Trends, die du im Auge behalten solltest. Damit meine ich nicht, dass du auf jeden Trend aufspringen musst.

Vielmehr solltest du für dich entscheiden, was dein Unternehmen, deine Brand voranbringt. Jeder hat einen eigenen Stil, das ist im Affiliate Marketing nicht anders.

Generell musst du Consumer Trends im Auge behalten. So erkennst du frühzeitig lukrative Nischen und kannst so als erste*r einsteigen. Das gibt dir bei Google und User*innen einen ungeheuren Bonus.

Geschäftsführer, SEO-Nerd

Alexander ist Gründer der Agentur und SEO-besessen seit 2009.

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