Onpage Optimierung

Voice Search SEO

Voice Search & SEO: So verändert Sprachsuche das Suchverhalten

Für Online Marketer gehört der Umgang mit Änderungen in der Websuche und neuen Trends zum Alltag. Kaum eine Branche ist schnelllebiger und erfährt mehr Wandlung in kürzester Zeit als der Internethandel. Updates der Algorithmen, besonders in der Suchmaschinenoptimierung, die zu starken Schwankungen im Ranking führen können, lassen Online Marketer regelmäßig verzweifeln. Denn diese müssen den vielen Entwicklungen, Neuerungen und Trends gerecht werden, um ihren Service oder ihr Produkt erfolgreich vermarkten zu können. Nun erobert eine weitere Entwicklung den Markt, die die ganze SEO-Branche verändern könnte; die Verwendung von Voice Search.

Sprachsuche mittels Smartphone befindet sich auf dem deutschen Markt zwar noch im Anfangsstadium, könnte aber mit zunehmender Nutzung einen großen Einfluss auf das Suchmaschinen-Marketing haben.

Mit diesem Artikel möchten wir etwas Licht ins Dunkel bringen und Ihnen eventuelle Veränderungen und Anpassungen des Suchmaschinen-Marketings durch Voice Search erläutern.

Was ist Voice Search (Sprachsuche)?

Voice Search beziehungsweise Sprachsuche, beschreibt die sprachgesteuerte Suchfunktion von Google durch einen Sprachassistenten. Auch andere auf dem Markt verfügbare Software zur Sprachsteuerung, wie zum Beispiel Siri von Apple, Cortana von Microsoft oder Alexa von Amazon eigenen sich für Voice Search und können so Ergebnisse und Informationen aus der Suchmaschine liefern.

“Ok, Google. Wo finde ich den nächsten Thai Imbiss?” oder “Welches Geschäft in meiner Nähe verkauft weiße Nike Sneaker?” könnte etwa die potentielle Frage eines Nutzers lauten.

Durch Sprachsuche können Nutzer einen digitalen Sprachassistenten über ihr Smartphone nach Informationen, Empfehlungen oder Ideen fragen. Auf viele Fragen antwortet das Gerät beziehungsweise der Sprachassistent direkt innerhalb der Applikation oder verbal und liefert ihnen somit schnell und präzise die gewünschte Antwort aus den Ergebnissen der Suchmaschine.

Sprachsteuerung hingegen lässt den Nutzer zum Beispiel per Smartphone den Smart TV bedienen oder durch den zusätzlichen Kauf von Smart-Home-Paketen Jalousien via Amazon Alexa öffnen.

Die Entstehung und Entwicklung von Spracherkennung

Die Forschung an sogenannten Speech Recognition-Technologien startete in den 1960er Jahren, verlief damals allerdings weitestgehend erfolglos. Im Jahr 1991 stellte IBM auf einer Messe erstmals ein Spracherkennungssystem vor, das 20.000 bis 30.000 deutsche Wörter erkennen konnte. Die Einführung der ersten Version von Googles Voice Search im Jahr 2002 markierte den nächsten Meilenstein in der Entwicklung der Spracherkennung und -steuerung. Die aktuelle Version von Google Voice Search, die für jeden Nutzer eines Smartphones zugänglich ist, wurde im Jahr 2012 eingeführt.

Inzwischen ist die Nutzung der Sprachsuche nicht mehr nur durch Smartphones möglich, sondern auch durch die Nutzung weiterer Endgeräte, wie Tablet-PCs, Laptops, Desktops, Smartwatches, Spielekonsolen oder Smart Speakern, wie den Apple Home Pod, den Amazon Echo Dot oder Google Home.

Ist Voice Search SEO “the next big thing?”

Google Voice Search

In der DACH-Region wird die Sprachsuche noch relativ wenig genutzt. Wenn wir dem amerikanischen Beispiel folgen, wird sich dies in den nächsten Jahren jedoch stark ändern. Bildnachweis: pxhere.com

Obwohl Voice Search bereits seit einigen Jahren verfügbar ist, nimmt es erst kürzlich richtig Fahrt auf und sämtliche Online-Marketing-Ausblicke suggerieren, dass die Sprachsuche zu den wegweisendsten und wichtigsten Technologien der nächsten Jahre gehören wird. Laut dem Search Engine Journal gehört “Voice Search” zu den wichtigsten Buzzwords und steht an zweiter Stelle der SEO Trends im Jahr 2018, basierend auf der Meinung von 47 SEO Spezialisten.

Auch Rand Fishkin, Mitbegründer von MOZ, sagte im Moz Blog voraus, dass Voice Search über 25% aller US-amerikanischen Google-Suchanfragen im Jahr 2017 ausmachen würde. Leider gibt es dazu noch keine bestätigten Daten für das Jahr 2017 von Google, die die gesprochenen Suchanfragen in Relation zu getippten Suchanfragen zeigen. Eine Statistik aus dem Jahr 2016 zeigt allerdings, dass zu dem Zeitpunkt bereits 20% aller Google Suchanfragen per Voice Search gestellt wurden.

Auch von Search Engine Land wird Voice Search als “the next big thing” bezeichnet.

Sprachsuche vs. Sprachsteuerung: Wo liegt der Unterschied?

Sprachsuche und Sprachsteuerung sind sich ähnlich, bezeichnen aber im Grunde verschiedene Vorgänge. So steht die reine Sprachsuche, beziehungsweise Voice Search für die Kommunikation mit einem mobilen Assistenten, wie Siri oder Alexa, um an Informationen einer Suchmaschine zu gelangen. Dazu gehören Navigation, Informationen oder auch Empfehlungen. Auch komplexe Suchanfragen, wie “Ok Google, wo kann ich professionell Marketing-Texte übersetzen lassen?” stellen für die Sprachsuche kein Problem dar, so würden Sie in diesem Fall zu einer Übersicht von Übersetzungsdienstleistern mit Spezialisierung für Marketing-Übersetzungen geleitet werden.

Sprachsuche

Sprachsuche und Sprachsteuerung basieren auf der selben Technologie, beschreiben jedoch unterschiedliche Vorgänge. Bildnachweis: www.flickr.com, © Kārlis Dambrāns

Sprachsteuerung hingegen ermöglicht dem Nutzer zum Beispiel per Kommunikation mit einem digitalen Assistenten den Wecker zu stellen, die Mutter anzurufen, eine Erinnerung einzustellen oder eine Nachricht an den besten Freund zu senden.

Auch die Nutzung eines mobilen Endgeräts, wie Smartphone oder Tablet-PC lässt sich durch Sprachsteuerung erweitern. So ist es zum Beispiel möglich, sein Smart-TV oder die “smarte Beleuchtung” per Sprachbefehl an- oder auszuschalten.

Den Anstoß für die Zunahme von Voice Search und Sprachsteuerung in den letzten Jahren gab vermutlich die starke Entwicklung von Spracherkennung und die zunehmende Verbreitung von Home Assistents, wie Amazon Echo oder Google Home.

So bereiten Sie Ihre Webseite für Voice Search aus SEO-Sicht vor

Im schnelllebigen Online Marketing ist oft die Rede von immer neuen, digitalen Trends. Sie kommen und gehen und nur wenige setzen sich durch und bleiben langfristig.

Voice Search fällt mit großer Wahrscheinlichkeit in die Kategorie der Bleibenden, die Nutzung von Voice Search und die Kommunikation mit digitalen Sprachassistenten scheint kaum aufzuhalten sein. Durch größerer Investitionen in Forschungsprojekte und dem Fortschritt von künstlicher Intelligenz schafft es Voice Search, die Fragen der User immer konkreter zu beantworten.

Das Suchmaschinen-Marketing steht zweifelsfrei vor einer neuen Herausforderung. So wird anstelle von “Sneaker weiß Nike” mit Voice Search nach “Welche Sneaker von Nike gibt es in weiß?” oder “Wo bekomme ich günstige weiße Sneaker von Nike?” gesucht. Was dementsprechend zu anderen oder anders sortierten Ergebnissen führt.

Google Sprachsuche Best Practice

Suchergebnisse von Desktop-Search in Google und Google Assistent über das Smartphone zum Thema ‘weiße Sneaker von Nike’.

So erfahren wir, an welcher Stelle in der Customer Journey sich der potentielle Kunde befindet und können ihn dort direkt mit einem für Ihn passenden Angebot abholen.

Welche 5 Schritte Sie befolgen sollten, um für Voice Search gerüstet zu sein, erfahren Sie hier:

  1. Optimierung der mobilen Webseite: Da Voice Search fast ausschließlich über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets benutzt wird ist die die Optimierung Ihrer mobilen Webseite unerlässlich. Da Voice Search- Nutzer nach einem schnellen Ergebnis suchen, sollten vor allem die Ladezeit, sowie das Design der Webseite optimiert werden. Besonders wichtig ist es auch, dass Sie ein responsives Webdesign verwenden. Hier erfahren Sie mehr über Mobile SEO und den Mobile First Index von Google!
  2. Strukturierte Daten: Voice Search wird häufig für lokale Suchanfragen verwendet, wie “Wo befindet sich der nächste Bankautomat?” Wichtige Informationen, wie Standort, Öffnungszeiten, Telefonnummer oder Menükarte müssen also vollständig und strukturiert vorhanden sein, damit die Suchmaschine diese lesen kann. Hilfreich dabei sind sogenannte Rich Snippets und das von Google, Yahoo und Microsoft gemeinsam entwickelte Schema Markup (schema.org). Einen sehr pratiktischen Structured Data Generator finden Sie hier. Tipp: Aktuell noch auf Status „pending“: Speakable.
  3. W-Fragen und Long Tail Keywords: Besonders häufig stellen Voice Search Nutzer W-Fragen, die mit wer, wie, was, warum, wo oder wann beginnen. Bei Voice Search fragt der Nutzer frei heraus und denkt nicht darüber nach, welche Wortkombination die gängigste für sein Problem sein könnte. So fragt er zum Beispiel “Was genau ist Content Marketing?” statt “Content Marketing Definition” einzutippen. Außerdem fällt bei Sprachsuchen die Auto-Suggest-Funktion weg.
  4. Brand Language festlegen: Die Marke tritt immer mehr in den direkten Dialog mit dem Kunden: Sei es durch Tweets, Beantworten von Facebook-Kommentaren oder nun auch mittels Antwort durch einen Sprachassistenten. Überlegen Sie sich genau, in welchem Ton Ihre Marke wahrgenommen werden soll. Bedenken Sie auch, dass die gesprochene Sprache einfacher gestrickt ist als geschriebene Texte.
  5. Probieren Sie es selbst aus: Experimentieren Sie mit Voice Search, um die Perspektive des Kunden kennenzulernen und Ihren Auftritt so passend für den potentiellen Kunden gestalten zu können.

Fazit zu Voice Search & SEO

Ok Google!

Ok Google, wo kann ich professionell Marketing-Texte übersetzen lassen? Bildnachweis: pixabay.com

Die steigende Nutzungsrate spricht eine klare Sprache. An Voice Search führt kein Weg vorbei. Vor allem dann nicht, wenn sie eine jüngere Zielgruppe ansprechen möchten. Dennoch löst die Technik die konventionelle Textsuche nicht ab, sondern ergänzt sie.

Fest steht, dass sich hinter Suchmaschinenoptimierung und Voice Search enormes Potenzial für Unternehmen verbirgt. Sprachsuche wird besonders häufig von Usern genutzt, die mobil unterwegs sind und vielleicht akutell auf der Suche nach einem passenden Produkt für ihr Bedürfnis sind. Webseiten, die es schaffen, die wichtigsten Informationen gut strukturiert und benutzerfreundlich zu liefern, werden Vorteile im Ranking und der Sichtbarkeit haben und wer hier an der Spitze steht, hat schnell Erfolg.

Da wir uns momentan an einem spannenden Scheitelpunkt befinden, an dem es Sinn macht, sich mit der Sprachsteuerung und der Optimierung der eigenen (mobilen) Webseite zu beschäftigen, ist es ratsam, auf anstehende Veränderungen Acht zu geben, Trends zu beobachten und dementsprechend Maßnahmen wie Voice Search SEO einzuleiten.

Onpage-Fehler vermeiden

5 typische Fehler bei der OnPage-Optimierung, die es zu vermeiden gilt

Die Suchmaschinenoptimierung ist der Kern des Internet Marketings. Sie zielt darauf ab, die Webseite zu lukrativen Keywords möglichst weit vorne zu platzieren. Dabei unterscheidet man zwischen der Offpage- und der OnPage-Optimierung. Während die OffPage-Optimierung vorrangig den Linkaufbau vorantreibt und damit eine sehr komplizierte und langfristig ausgelegte Maßnahme ist, kümmert sich Onpage-Optimierung um die Optimierung der Webseite selbst. Diese Maßnahmen sind sehr viel leichter umzusetzen – gleichzeitig sind sie aber auch vielfältiger, was eine hohe Fehlerquote bedeutet.

Die Onpage-Optimierung bildet die Basis der SEO-Strategie. Die Webseite auf die Bedürfnisse der Suchmaschinen, allen voran Google, abzustimmen, ist essentiell für Traffic– und damit Kundenzuwächse. Dabei werden verschiedene Bereiche der Webseite in Angriff genommen:

  • Keyword-Optimierung
  • Technische Barrieren
  • Usability

All diese Bereiche spielen bei der Onpage-Optimierung eine Rolle. Die Vielfältigkeit dieser Maßnahmen lässt aber auch die Fehlerquellen wachsen. Im Zusammenspiel mit der allgemeinen „Verharmlosung“ des Umfangs der Onpage-Maßnahmen kann das dazu führen, dass das Ranking stark darunter leidet. Im Folgenden zeigen wir deshalb fünf typische Onpage-Fehler auf, die Sie unbedingt vermeiden sollten, um sich nicht selbst Steine in den SEO-Weg zu legen.

Onpage-Fehler, welche nicht passieren dürfen

Onpage-Fehler #1: Wiederholte Verwendung derselben Textfragmente

Das Problem von sogenanntem Duplicate Content ist bekannt – allerdings schenken viele dem Ganzen nur Beachtung im Rahmen der Offpage-Optimierung. Dass einzigartige Texte auch im Onpage-Bereich, also auf der Webseite selbst, eine Rolle spielen, fällt meist nur denen auf, die mit dem Google Panda Update zu kämpfen hatten.

Es müssen auch nicht gleich komplett duplikate Seiten sein. Längere wiederkehrende Textschnipsel können schon Probleme verursachen oder zumindest „Noise“ erzeugen, sodass die Seite schlechter rankt als sie eigentlich könnte.

Meist handelt es sich hierbei beispielsweise um:

  • Versandinfos
  • Footer-Angaben
  • Produktinformationen verschiedener Elemente derselben Warengruppe

Derartige wiederkehrende Textbausteine gilt es zu vermeiden. So könnten Sie beispielsweise Versandinformationen à la „Versand erfolgt nach Geldeingang“ in einer Grafik – die von Google nicht ausgelesen werden kann – einbinden. Kaum Aufwand und hält die Seite frei von Müll.

Onpage-Fehler #2: Kein Management des Crawl-Budgets

Der Google Bot, auch Crawler genannt, ist für die Indexierung der Seiten zuständig. Webmaster großer Domains mit vielen Unterseiten sollten unbedingt das Crawl-Budget optimieren, denn müssen zu viele Seiten gecrawlt werden, könnten bestimmte Seiten nicht oft genug vom Bot geprüft werden – für einen Online Shop könnte das bedeuten, dass ausverkaufte Produkte nicht aus dem Index genommen werden. Was allerdings nicht das gewünschte Ergebnis bringt:

  • Seiten auf „NoIndex“ stellen, denn diese Seiten werden trotzdem gecrawlt.
  • Die Robots.txt verwenden.

Viel mehr sollte man den Crawlern genau vorgeben, welche Seiten gecrawlt werden sollen und welche nicht. Ja, ich weiß, dass das sehr mühsam klingt, da dies nur mit der richtigen Informationsstruktur möglich ist.

Onpage-Fehler #3: Unlogische Ordnerstruktur verwenden

WordPress ist wohl eines der besten CMS dieser Erde…. ich bin ja null voreingenommen ;). Ein Punkt ist allerdings ein Onpage-No-Go: die datumsbasierte URL, die eine Ordnerstruktur à la domain.at/blog/2013/08/20/PostName zur Folge hat – vollkommen unlogisch, denn das Datum hat weder Einfluss auf die Aufteilung der Webseite noch macht eine derartige Aufteilung überhaupt Sinn, da die wenigsten Blogs mehr als einen Artikel pro Tag veröffentlichen. Der Ordner hat demnach keine wirkliche Existenzberechtigung und bläht die Struktur durch eine sehr tiefe Hierarchie unnötig auf – beides ist keine Hilfe für die Onpage-Optimierung.

Also nur die wichtigsten Ebenen kommen mit rein. Das kann die Kategorie und der Artikelname sein oder es wird gar ganz flach gehalten ala https://www.evergreenmedia.at/onpage-fehler/.

Onpage-Fehler #4: Interne Verlinkungen vernachlässigen

Backlinks sind der Motor der Suchmaschinenoptimierung. Dennoch sollte die interne Verlinkung nicht vernachlässigt werden, denn auch sie trägt viel zur erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung bei. Das Impressum ist hier ein perfektes Beispiel. Sie ist die am häufigsten verlinkte Seite – und gleichzeitig geht es hier für den Nutzer nicht weiter. Einige interne Links innerhalb des Impressums können den SEO-Erfolg maximieren.

Onpage-Fehler #5: Keywords um jeden Preis

Die Keyword-Optimierung der Webseite ist ein entscheidender Punkt der Onpage-Optimierung – allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt. Die Optimierung auf ein bestimmtes Keyword sollte nur erfolgen, wenn die Webseite auch themenrelevant ist. Google achtet nicht erst seit Kurzem auf den Faktor Zufriedenheit – bieten Sie deshalb also auch das an, womit Sie Ihre Besucher locken. Sonst sind sie ganz schnell wieder verschwunden, die Bounce-Rate steigt und die Onpage-Maßnahmen verlaufen im Sande.

Am besten das Keyword nicht ständig wiederholen, sondern in Kombination mit passenden anderen Keywords verwenden. So versteht Google das Thema einer Webseite ohne Probleme und zu einer Überoptimierung kommt es auch nicht.

Video-Anleitung für strukturelle OnPage-Optimierung

Jeder dieser fünf Onpage-Fehler wird sehr häufig begangen, aber oft nicht erkannt. Das Hauptaugenmerk liegt bei vielen Webmastern und SEO-Profis auf der Offpage-Optimierung, sodass die Onpage-Maßnahmen vernachlässigt oder nur halbherzig durchgeführt werden. Das könnte im schlimmsten Fall jedoch alle anderen Maßnahmen kannibalisieren – achten Sie deshalb darauf, diese typischen Fehler nicht zu begehen.

Onpage-Optimierung

OnPage-Optimierung: Die perfekt optimierte Webseite

Unternehmenserfolg im Netz ist meist gleichbedeutend mit einer erfolgreichen Online Marketing Strategie. Die Platzierung der Webseite innerhalb der Top-Ergebnisse der Google Suche verheißt dem Seitenbetreiber enorme Besucherzuwächse. Für das Unternehmen, das hinter der Webseite steckt, bedeutet das wiederrum zahlreiche Leads, die letztendlich zu Sales führen können. In SEO-Kreisen gilt die OffPage-Optimierung, die sich um den Linkaufbau kümmert, als die Königsdisziplin. Doch auch die OnPage-Optimierung hat seine Daseinsberechtigung, denn sie bildet die Basis aller SEO-Bemühungen.

Die Onpage-Optimierung steht tief im Schatten der Offpage-Optimierung, denn ihr wird nachgesagt, dass sie doch sehr einfach und schnell umzusetzen ist und letzten Endes relativ wenig Effekt hat. Tatsächlich ist sie einfacher realisiert als die Offpage-Optimierung, denn alle Maßnahmen werden direkt auf der eigenen Webseite umgesetzt. Als Webmaster hat man also die Zügel in der Hand und kann alle Hebel in Bewegung setzen, die für die perfekt optimierte Webseite nötig sind.

Teilbereiche der OnPage-Optimierung

Trotzdem: Während die Offpage-Optimierung sich „allein“ dem Linkaufbau widmet, sind die Onpage-Maßnahmen nicht nur zahlreicher, sondern auch vielseitiger. Und genau deshalb sollte man sie nicht unterschätzen:

  • Technische Umsetzung der Webseite z.B. URL-Struktur und Code/Content Ratio
  • Inhalte der Webseite z.B. Meta-Tags und Überschriften
  • Verknüpfungen zur Offpage-Optimierung her z.B. Social Sharing Buttons
  • Besucherfluss / Seitenstruktur hat Einfluss auf die Bounce Rate, Konversionrate und die Relevanz

Bei der Onpage-Optimierung gilt es also verschiedene Bereiche abzudecken, die allesamt zu einer perfekt optimierten Webseite beitragen. Damit diese Optimierung nicht eine Menge Geld kosten, sollte bereits beim Webdesign an die SEO gedacht werden. Leider ist es heute noch immer gebräuchlich, dass Webdesigner weder Plan noch Interesse an diesem Bereich haben.

Video-Anleitung für strukturelle OnPage-Optimierung

In dreizehn Schritten zur perfekten Onpage-Optimierung

Die Suchmaschinenoptimierung damals und heute unterscheidet sich in einem bestimmten Punkt: Google hat dazugelernt – und zukünftige Updates stellen sicher, dass der Suchmaschinen-Riese noch schlauer wird. Das bedeutet vor allem Folgendes:

  • Onpage-Optimierung bedeutet mehr als nur der Gebrauch von Keywords.
  • Google wertet auch die Qualität der Webseite, indem User-basierte Indikatoren hinzugezogen werden – SEO muss also auch dem Nutzer „gefallen“.
  • Auch die technische Komponente der Webseite muss stimmen.

Während in der Vergangenheit einfach sogenanntes „Keyword Stuffing“ (der übermäßige Gebrauch von Schlüsselwörtern) für die Onpage-SEO gelangt hat und zusätzlich im Rahmen der Offpage-Optimierung zahlreiche „unnatürliche“ Backlinks aufgebaut wurden, um im Ranking zu steigen, sind derartige Maßnahmen heute sogar kontraproduktiv wie das Google Penguin Update zeigt.

Die perfekte Onpage-Optimierung sollte heute dementsprechend Wege gehen, die nicht nur das Ranking verbessern, sondern auch den Google Webmaster-Richtlinien und den Vorstellungen der Besucher entsprechen. Dreizehn Onpage-Faktoren sind dafür besonders wichtig:

1. „Sprechende“ URLs

Die URL-Struktur ist der erste Punkt, die jeder Webmaster für die Onpage-Maßnahmen betrachten sollte. Die Nutzung sogenannter sprechender URLs ist dabei ganz entscheidend für den SEO-Erfolg:

  • Richtig: www.evergreenmedia.at/blog
  • Falsch: www.evergreenmedia.at/p=123

Vor allem die ersten drei bis Worte werden von Google am höchsten gewichtet – entsprechende Keywords können hier also ausschlaggebend sein. Natürlich ist das Thema URL-Struktur sehr umfangreich und wird hier nicht weiter besprochen. Nur kurz:

  • Möglichst flach
  • Möglichst kurz
  • Eine gute Hierarchie ist eine Wunderwaffe

2. Den Seitentitel mit den Keywords beginnen

Der Title Tag ist einer der wichtigsten Onpage-SEO-Elemente. Dieser sollte, wenn möglich, mit den Keywords bestückt sein, um auch hier die Relevanz zu erhöhen.

3. Multimedia-Elemente einbauen

Für den Aufbau des Rankings zieht Google vor allem Shortclicks zurate. Diese können mithilfe von Multimedia, also Bildern und Videos, verhindert werden. Vereinfacht gesagt: Geben Sie dem Besucher, was er erwartet bzw. was er sich wünscht.

4. Themenrelevante Outbound-Links nutzen

Alle Welt spricht immer nur über Backlinks, die auf Ihre Webseite verweisen. Dass aber auch ausgehende Links das Google Ranking beeinflussen können, ist nicht jedem bekannt. Passt die Qualität und Relevanz der verlinkten Seiten also, sind ausgehende Links durchaus nützlich für das Ranking, da Google so dabei geholfen werden kann, das Thema Ihrer Webseite einzugrenzen.

5. Keyword innerhalb der ersten 100 Wörter nutzen

Innerhalb des Contents sollte das Haupt-Keyword bereits unter den ersten 100 Wörtern zu finden sein, denn: So erkennt Google einfacher, dass der Webseiten-Artikel dieses Schlüsselwort vorrangig behandelt.

6. H1-Seitentitel nutzen

Der H1-Tag ist der Headline-Tag und sollte dementsprechend für den Titel des Postings verwendet werden. Prüfen Sie, ob dies – wie bei vielen WordPress-Themes – automatisch geschieht. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie dies unbedingt ändern. Achten Sie zudem darauf, dass es auf Ihrer Seite nur einen H1-Tag gibt.

7. Ladezeiten minimieren

Als Faustregel gilt hier: Keine (Unter-)Seite sollte mehr als vier Sekunden benötigen, um vollständig zu laden. Zeigen Tests, dass die Seitenladezeit länger ist, sollten Sie Maßnahmen ergreifen, die die Ladezeit reduzieren, beispielsweise durch das Komprimieren von Bildern oder der Wechsel zu einem neuen Hoster wie WPEngine.

Für Google zählt zwar eigentlich nur, wann der erste Bit vom Server übertragen wird, aber eine langsame Internetseite führt zu Frustration beim Nutzer und damit zu einer hohen Absprungrate / Shortclicks.

8. Title modifizieren

Versuchen Sie Ihre Seiten-Title zu modifizieren, indem Sie sie um verschiedene „Zusatzwörter“ erweitern. Lautet Ihr Seiten-Title beispielsweise „Schuhe kaufen“, könnten Sie diesen um die Worte „günstig“ oder „online“ erweitern – so können Sie auch den Traffic der sogenannten Long-Tail-Versionen Ihrer Keywords auf Ihre Seite leiten.

Wichtig: Longtail Keywords konvertieren häufig besser und sind daher lukrativere Suchbegriffe.

9. Social Sharing Buttons nutzen

Soziale Netzwerke spielen vor allem im Jahr 2013 eine ganz entscheidende Rolle für Ihr Ranking. Vereinfachen Sie Ihren Besuchern, das Teilen, Liken, Retweeten und das Vergeben eines „+1“ durch entsprechende Social Sharing Buttons. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Social Media SEO.

Social Signals verhelfen Ihnen zwar nicht direkt zu tollen Rankings, sie sorgen jedoch für mehr Sichtbarkeit im Netz. Möglicherweise erreichen Sie so einen Influencer, der über Ihre Seite schreibt und zusätzlich noch einen Backlinks setzt.

10. Umfangreichen Content einbauen

Je länger der Artikel, desto höher der SEO-Impact. Laut aktuellen Studien sind Artikel mit einer Länge von 1.500 Wörtern für hart umkämpfte Keywords ideal. Es soll nicht behauptet werden, dass dies ein Muss ist, da die Studien durch Webseiten wie Wikipedia verfälscht werden, aber mehr kann auf jeden Fall nicht schaden.

Selbstverständlich geht es wie immer darum, was der Besucher erwartet und was das Ziel der Seite ist. Wir wollen ja meist etwas verkaufen und nicht wie Wikipedia nur informieren.

11. Bounce-Rate minimieren

Die Bounce-Rate ist, wie unter Punkt 3 beschrieben, ein Indikator für die Qualität der Webseite und dementsprechend wichtig für das Ranking. Verlassen Besucher Ihre Webseite wieder sehr schnell, sollten Sie vermehrt interne Links einsetzen und Content mit Mehrwert verfassen, der User länger auf Ihrer Webseite hält.

12. LSI Keywords nutzen

LSI Keywords steht für „Latent Semantic Indexing Keyword“ und meint ein Keyword, dass Ihrem Hauptkeyword ähnelt beziehungsweise dasselbe Thema behandelt. Die Nutzung von LSI Keywords kann somit weiteren Traffic erschließen, der vorher außer Acht gelassen wurde. Um themenrelevante Keywords zu erkennen, können Sie das Google AdWords Tool nutzen, das Ihnen, ausgehend von Ihrem Hauptkeyword, weitere Keywords oder Keyword-Kombinationen vorschlägt.

Werkzeuge wie SEOLyze helfen Ihnen dabei Ihre Inhalte in dieser Hinsicht perfekt zu optimieren.

13. Inhalte „above the fold“

Das Google Page Layout Algorithm Update bestraft Webseiten, die zu wenig Inhalte im direkt sichtbaren Bereich haben. Das heißt, wer gut ranken und trotzdem Geld verdienen will, muss einen guten Mix aus Werbung und Inhalten finden.

Diese dreizehn Punkte machen deutlich: Die Onpage-Optimierung ist nicht zu unterschätzen und kann in Ihren Umfängen durchaus mit der Offpage-SEO mithalten. Da auch hier eine laufende Optimierung notwendig ist, braucht die perfekt Onpage-optimierte Webseite ein festes Budget oder ein festes Zeitkontingent, um alle Bereiche optimal abdecken zu können. Aber: Der Aufwand lohnt und äußert sich in einem besseren Ranking.

Content is King

Content is King? Die User entscheiden, was hochwertig ist

Suchmaschinenoptimierung ist ein breit gefächertes Thema, klar ist allerdings, dass sie essentiell für den Online-Erfolg einer Webseite und damit für alle Onlineaktivitäten ist. Und das bedeutet, dass erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung einen nicht zu unterschätzenden Zeitaufwand benötigt, denn eine entsprechende Strategie ist nicht in fünf Minuten aufgestellt. Immer wieder im Fokus ist die Aussage eines der führenden Sprecher der größten aller Suchmaschine: Matt Cutts, seines Zeichen Chef des Webspam-Teams von Google. Laut Cutts ist nämlich „guter Content“, ganz entscheidend für den SEO-Erfolg. Aber was genau bedeutet das eigentlich?

Es war einmal vor langer langer Zeit – so fangen die berühmtesten aller Märchen an. Und es hat den Anschein, als ob auch Matt Cutts diese Geschichten nicht nur einmal gelesen hat. Denn der Google Frontmann tischte SEO-Profis eine Story auf, die sich bis heute sehr hartnäckig hält. Gemeint ist seine Aussage, dass Suchmaschinenoptimierung nur funktioniert, wenn das Unternehmen hochwertige Inhalte veröffentlicht. In diesem Zusammenhang denkt man natürlich sofort an das momentane Buzzword Content-Marketing. So stehen gelassen würde das Folgendes bedeuten:

  • Google erkennt Qualität.
  • Google erkennt den Unterschied zwischen gutem und schlechtem Content.
  • Google stuft guten Content höher ein als alle anderen Maßnahmen, was bedeuten würde, dass die Wichtigkeit der OnPage-Optimierung höher einzustufen ist, als OffPage-Optimierung und damit das Linkbuilding.

Doch ist das wirklich das, was Matt Cutts gemeint hat? Oder hat er durch seine Aussage versucht Suchmaschinenoptimierer in die Irre zu führen, um sicherzustellen, dass SEO-Techniken, die Google „vorgaukeln“, dass es sich um guten Content handelt, zu reduzieren?

Was bedeutet guter Content wirklich?

Die Frage ist nun also, was guter Content wirklich bedeutet, oder anders ausgedrückt: Was wertet Google als guten Content? Geht es wirklich um die Qualität des Contents oder doch um technisch messbare Signale, die von ihm ausgehen? Um es vorwegzunehmen: Es ist Letzteres. Google beziehungsweise dessen Algorithmus hat keine Möglichkeit Qualität zu messen. Was messbar ist, sind andere Kriterien, die in drei Gruppen eingeteilt werden können:

Interne Signale

Beispiele

  • Lange Texte
  • Medien, wie Bilder und Videos
  • Keywords innerhalb des Textes und anderen Bestandteilen
  • Keyword-Dichte
  • Dauer des Webseitenbesuchs

Externe Signale

Beispiele

  • Userfeedback über soziale Netzwerke, beispielsweise Like, +1 oder Retweets
  • Kommentare, die zu einem Blogartikel verfasst wurden.
  • Backlinks

Meta-Signale

Beispiele

  • Alter der Domain
  • Trust
  • Autoritätskennzahlen

Das sind echte Kennzahlen. Kennzahlen, die auch der Google Algorithmus anhand analysierbarer Signale messen kann. Hochwertiger Content ist also nichts weiter, als ein Märchen oder, um es auf die Spitze zu treiben, eine Verschleierung des eigentlichen Knackpunkts: Hochwertig ist nur, was die User gut finden.

Hochwertige Inhalte? Lassen Sie die User entscheiden

Wir haben Ihnen einige Kennzahlen verraten, die Google wirklich interessieren. Und sie alle gehen auf ein und denselben Ursprung zurück: den Nutzer (User Experience). Denn nur was der Nutzer gut findet, ist auch wirklich gut. Und nur, was der Nutzer gut findet, findet auch Google gut. Richtig ist also, dass hochwertiger Content besser gerankt wird – allerdings nicht weil Google ihn als hochwertig einstuft, sondern die Nutzer. Diese verlinken den Artikel (Backlinks!) geben ihr +1, ihren Like oder Kommentar dazu ab – Signale, die Google zumindest teilweise in das Ranking einfließen lässt.

Aus diesem Grund kann auch der übelste Klatschartikel, welcher grottenschlecht geschrieben ist und keinen wirklichen Mehrwert bietet, ganz oben stehen. Denn die User entscheiden, was hochwertige Inhalte sind. Das bedeutet aber auch, dass jede Menge Talent nie gefunden wird. Inhalte allein sind wertlos. Qualität ist subjektiv.

Nun wird die Geschichte aber noch verwirrender – In einem aktuellen Interview spricht Matt Cutts darüber, dass soziale Signale zwar in das Ranking einfließen, aber nur zu einem geringen Maße. Warum? Social Data kann kinderleicht manipuliert werden. Bis dieses Problem behoben ist, werden soziale Signale weiterhin nur eine winzige Rolle spielen.

Aber Google hat nicht nur Angst vor Manipulation. Wenn Google Daten von Twitter, Facebook und Pinterest nehmen würde, bestünde eine gewisse Abhängigkeit. Jederzeit könnten diese Unternehmen den Datenhahn abdrehen, was zu einer Katastrophe in den SERPs führen könnte. Daher wird sich Google garantiert niemals auf externe Daten stützen. Eigentlich logisch, aber SEOs sind alles andere als logisch.

Hinter dem Begriff guter Content kann sich also niemand verstecken. Zwar haben vergangene Google-Updates Spam-Webseiten aus dem Index verbannt, allerdings eher weil diese Seiten unerlaubte Methoden, wie Keyword-Spamming und andere Black Hat-Taktiken, angewandt haben. Guter Content ist immer noch Content, der Nutzern gefällt. Ein ganz entscheidendes Signal ist und bleibt deshalb vor allem der Backlink – in welcher Form auch immer.

Seitenstruktur SEO eCommerce

Suchmaschinenoptimierte Navigation: 4 Tipps für Online-Shops

Ein ganz entscheidender Teil jeder SEO-Strategie bildet die Navigation, die auf die Bedürfnisse der Suchmaschinen und Nutzer abgestimmt ist. Eine Navigation ist immer doch aber eigentlich immer gleich? Nicht unbedingt, denn vier kleine Tipps, die beim Aufbau der Webseiten-Navigation einer eCommerce-Seite beachtet werden sollen, machen die Orientierung noch einfacher – für Besucher und für Suchmaschinen.

Welche Faktoren spielen bei der Webseiten-Bewertung und der darauf aufbauenden Generierung der Suchmaschinenergebnisse eine Rolle? Diese Frage stellen sich viele Webseitenbetreiber. Einige Faktoren sind dabei allseits bekannt, beispielsweise:

Bestimmte Maßnahmen zur OnPage-Optimierung fallen dabei unter den Tisch – und das zu unrecht. Denn auch sie helfen dabei, die Webseite perfekt zu optimieren. Eine dieser Maßnahmen: Der Aufbau einer suchmaschinenoptimierten Navigation – und dafür sind vier Tipps entscheidend.

Tipp #1: die universale Navigation

Grundsätzlich befindet sich die Navigationsleiste auf jeder Seite und Unterseite oben oder links und beinhaltet die wichtigsten Bereiche einer Webseite. Für eine Unternehmensseite könnten das beispielsweise die folgenden Navigationspunkte sein:

  • Startseite
  • Leistungen / Produkte
  • Über uns
  • Kontakt
  • Impressum

Da interne Verlinkung zeigt, wie wichtig eine Seite ist, ranken diese Navigationspunkte in den Suchmaschinenergebnissen meist besser als Elemente, die sich tiefer in der Navigationsstruktur befinden, denn sie erhalten von jeder Seite einen (internen) Backlink. Um herauszufinden, welche Seiten in der universalen Navigation auftauchen sollten, können Sie Google Analytics zurate ziehen:

  • Welche Suchbegriffe nutzen Ihre Besucher, bevor sie auf Ihre Webseite gelangen?
  • Welche Suchbegriffe werden für die webseiten-interne Suche genutzt?
  • Welche Unterseiten werden am häufigsten besucht?
  • Auf welchen Seiten verlassen die Besucher Ihre Webseite am häufigsten?

Die Antworten auf diese Fragen sollten gleichzeitig zu Punkten Ihrer universalen Navigation werden, wenn möglich.

Tipp #2: Dropdown-Menüs

Dropdown-Menüs sind mit Vorsicht zu genießen, da heutzutage viele Nutzer mit einem Tablet oder Smartphone surfen. In puncto Barrierefreiheit ist ein Dropdown-Menü deshalb zu vermeiden, wenn keine separate Mobile-Seite oder alternative Navigationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Wenn Sie doch ein Dropdown-Menü verwenden, ist die Einbindung des Menüs in den HTML-Code entscheidend – nur so kann Google das Menü auch auslesen. Eine Begrenzung auf 100 Links pro Seite ist zusätzlich ratsam, um eine optimale Indexierung zu erreichen. Die 100 Links pro Seite sollten als Anhaltspunkt gesehen werden. Die Zahl ist keinesfalls in Stein geschrieben.

Tipp #3: Navigationsseiten

Navigationsseiten sind ideal, um eine ganze Breite an Keywords unterzubringen, die noch sehr allgemein sind und ein großes Thema umfassen. Auf den Navigationsseiten gilt es das Thema möglichst gründlich abzudecken, da Google spätestens seit dem Google Hummingbird Themenseiten liebt. Wie genau?

Sagen wir unsere Navigationsseite dreht sich um Dankeskarten und dies ist der Hauptsuchbegriff. Auf dieser Seite befindet sich ein längerer Text + Verlinkungen zu Unterkategorien wie Vintage Style oder Blümchen Style oder ganz anders: Dankeskarten Hochzeit, Dankeskarten Geburt, suw. Das Ziel sollte es sein eine geniale Themenseite daraus zu machen, welche gleich für das ganze Spektrum rankt wie beispielsweise Dankkarten, Danksagungskarten, Karten Danke usw.

Das selbe macht man dann idealerweise auch mit den Unterkategorienseiten. Auf diese Art und Weise kann beim Linkaufbau der gesamte Fokus auf eine Seite gelegt werden. Auch bei der Konversionsratenoptimierung dreht sich alles um eine einzige Seite. Was also nicht? Unterseiten für jedes verdammte Keyword. Google versteht Synonyme und liebt Themenseiten. Mehr ist dazu nicht zu sagen…

Tipp #4: Produktseiten

Hat sich der Webseitenbesucher von der Startseite über die Navigationsseiten bis zur eigentlichen Produktseite durchgeklickt, ist noch lange nicht Schluss. Denn von der Produktseite muss der Nutzer auch wieder zurückfinden – und nur, wenn der Rückweg „ausgeschildert“ ist, ist auch Google zufrieden. Man unterscheidet hierbei zwischen zwei Formen von Verlinkung:

  1. Vertikale Verlinkung = Verlinkung zwischen Kategorie A und Produkt 1
  2. Horizontale Verlinkung = Verlinkung zwischen Produkt 1 und Produkt 2

Bei der vertikalen Verlinkung spielt vor allem das Zauberwort „Breadcrumbs“, zu deutsch: Brotkrumen, eine Rolle. Sie dienen zu Orientierung und zeigen die Navigationsstruktur der Webseite auf, beispielsweise:


Produkte --> Kategorie A --> Produktgruppe 1 --> Produkt X

Das erleichtert nicht nur Nutzern die Navigation, sondern auch den Suchmaschinen. Bei der horizontalen Verlinkung, also die Verlinkung zwischen zwei Produkten, kann die Verlinkung über folgende Funktionen erfolgen:

  • Produkte, die andere Kunden zusätzlich zu Produkt A, gekauft haben, werden angezeigt
  • Kaufempfehlungen, die zum Kaufverhalten oder den bisher angesehenen Produkten passen
  • Produkte aus ähnlichen Kategorien, mit hohen beziehungsweise höheren Kaufbewertungen

Diese vier Tipps für eine suchmaschinenoptimierte Navigation im Bereich eCommerce sind ideal, um Google & Co. das Crawlen zu erleichtern. Allerdings ist die Webseiten-Navigation nur ideal, wenn Mensch und Maschine zufrieden sind. Ausführliche A/B Tests sind deshalb unbedingt erforderlich, um wirklich die perfekte suchmaschinen- und benutzerfreundlichste Navigation zu entwickeln.