Local SEO für Google

Local SEO

„Regional ist nicht egal“ – in etwa so könnte man den Gedanken hinter Local SEO zusammenfassen. Für Ladengeschäfte, Restaurants und lokale Dienstleister ist es essentiell, in den lokalen Suchergebnissen auf Google möglichst weit vorne gefunden zu werden.

In diesem umfassenden Ratgeber lernst du alles über regionale Suchmaschinenoptimierung: Wir zeigen dir, wie du deine Firma bei Google My Business eintragen kannst, welche Tools für lokales SEO du dir nicht entgehen lassen solltest und alles, was deine Platzierung bei Google Maps positiv beeinflusst.

In einer Sache kannst du dir jedenfalls schon mal sicher sein: Lokale Suchmaschinenoptimierung zahlt sich aus. Nun ist so ein Versprechen bekanntlich schnell gemacht, aber was ist dran an der Sache?

Lassen wir einfach mal ein paar Zahlen sprechen.

Wusstest du zum Beispiel, dass laut Hubspot 97 Prozent der Suchenden online auf lokale Unternehmen aufmerksam werden? Oder dass stolze 46 Prozent aller Google-Suchanfragen einen Lokalbezug haben?

„30% of mobile searches are related to a location.“

Google Data, 2016

So viel Potenzial schenkt man doch nicht her – lass uns also mit deiner Local-SEO-Ausbildung loslegen!

Was ist Local SEO?

Bei Local SEO geht es schlicht und einfach darum, in einer (Google-)Suchanfrage mit Regionalbezug so weit oben wie möglich aufzuscheinen, idealerweise im Local Snack Pack. Damit ist die Anzeige der Top 3 unter den lokalen Unternehmen gemeint, die Google noch vor den organischen Suchergebnissen auflistet und dabei auch gleich eine Google-Maps-Ansicht mitliefert.

Die lokale Suche

Vereinfacht ausgedrückt, sind bei lokalen Suchanfragen die Suchergebnisse aufgeteilt:

  • die „normalen“ organischen Suchergebnisse
  • die lokalen Suchergebnisse, auch Local Snack Pack genannt

Hier siehst du z. B. ein Local Snack Pack für das Keyword „schneiderei innsbruck“:

Beispiel Local Snack Pack
Expertentipp:
Dein Ziel muss es sein, im Local Snack Pack aufzuscheinen, weil hier die Sichtbarkeit am höchsten ist.

Mit gut gemachtem Local SEO kann eine Firmenwebsite genau die Aufmerksamkeit gewinnen, die sie braucht, um sich gegen die Konkurrenz vor Ort durchzusetzen.

Denk an dein eigenes Suchverhalten: Wenn du einen Service, ein Restaurant, eine Shop-Filiale usw. in deiner Region googelst, dann nicht einfach nur aus Langeweile.

In der Regel steckt hinter so einer lokalen Suche die klare Absicht, diese Dienstleistung auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen. Das gilt vom Ausflug in die Pizzeria über den Friseurtermin bis hin zum Arztbesuch: je sichtbarer dein Unternehmen in den Local Searches, desto besser deine Chancen auf zahlende Kundschaft.

Lokales SEO kurz & knackig

Zusammengefasst solltest du zu lokaler SEO wissen:

  • Local SEO besteht – wie SEO ohne Lokalbezug – aus OnPage- und OffPage-Optimierung. Gewisse Grundlagen (s. u.) solltest du daher schon kennen.
  • Google zeigt automatisch die Unternehmen an, die am nächsten zum Standort der oder des Suchenden sind, selbst wenn nicht explizit nach einem Ort gesucht wird.
  • Local-SEO-Maßnahmen können den entscheidenden Mehrwert ausmachen: Mithilfe von Bewertungen, der Nachrichten-Funktion etc. bietest du schon vom ersten Kontakt an maximalen Service.
  • Regionales SEO solltest du nicht nur für Google betreiben. Andere Suchmaschinen wie Bing oder Apple Maps spielen ebenfalls eine Rolle.

Zum letzten Punkt eine kleine Anmerkung: Wir konzentrieren uns in diesem Ratgeber auf die Local-SEO-Optimierung für Google.

Das macht insofern Sinn, als Google mit einem weltweiten Marktanteil von über 90 Prozent absoluter Spitzenreiter ist. Hier geht es also sozusagen um den primus inter pares, doch es schadet definitiv nicht, wenn du dich zusätzlich über SEO für Bing Places oder Apple Maps informierst!

Ranking-Faktoren in der lokalen Suche

Laut einer Studie von Moz aus dem Jahr 2018 sind die wichtigsten Faktoren für das Ranking in Google Maps:

  1. Google My Business
  2. Backlinks
  3. Bewertungen
  4. Website / OnPage
  5. Unternehmensnennungen
  6. Nutzersignale
  7. Personalisierung
Expertentipp:
Bei lokaler Suchmaschinenoptimierung dreht sich alles um die 3 Ps: Prominence (Wie bekannt ist deine Marke online?), Proximity (Wie groß ist die Entfernung zwischen dem oder der Nutzer*in und dem, was er oder sie sucht?), Pertinence (Wie kann ich meine Marke noch relevanter machen?)

Dein Ziel muss es sein, im Local Snack Pack zu ranken, denn für lokale Suchanfragen ist die Klickrate der organischen Ergebnisse deutlich kleiner.

Bedeutung von Google My Business für Local SEO

Zurück zu Google, wo du für erfolgreiches Local SEO unter anderem eins brauchst: Google My Business (GMB)! Ein optimiertes Google-My-Business-Profil ist schon die halbe Miete, allerdings reicht es nicht, sich nur auf diesen Faktor zu konzentrieren.

Wait, what? Ist Google My Business jetzt wichtig oder nicht?

Google My Business optimieren

Wenn du in der lokalen Suche gefunden werden willst, musst du nicht nur deinen Google-My-Business-Eintrag optimieren, sondern auch deine Website und Reputation. Die Ranking-Faktoren (vereinfacht ausgedrückt) lauten:

  • Relevanz zur Suchanfrage
  • Aktualität und Vollständigkeit der Firmendaten
  • Reputation / Ruf
  • Bekanntheit der Marke
  • Entfernung zu dem Standort des oder der Suchenden

Mit einem Klick hier springst du gleich zur Schritt-für-Schritt-Anleitung!

In ganzen Sätzen: Ja, dein Google-My-Business-Profil solltest du stets aktuell halten, denn die Informationen, die du dort bereitstellst, scheinen in der Google-Suche auf. Sie bieten sowohl Google als auch den Nutzer*innen einen schnellen Überblick, ob deine Seite relevant ist.

Im Google-My-Business-Ratgeber erfährst du alles, was du wissen musst!

Google-My-Business-Optimierung allein ist nicht genug

Gleichzeitig ist ein optimiertes Google-My-Business-Profil kein Ersatz für eine SEO-optimierte Unternehmenswebsite und eine gute Reputation an sich. Das heißt: OnPage-Optimierung, relevanter Content, positive Bewertungen auf unterschiedlichen Plattformen etc. sind nicht optional, sondern Pflicht!

Alles, was du dazu brauchst, kannst du in unseren Ratgebern zu OnPage-Optimierung und Content-Marketing-Strategien nachlesen!

Mehr zum Thema GMB-Eintrag findest du im nächsten Abschnitt, und für die ganz Eiligen gibt’s im Video (30 Minuten) schon einen kleinen Einblick in die Optimierung von Google My Business!

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Die richtigen Keywords für Local SEO finden und einbauen

Wie du mittlerweile weißt, besteht Local SEO aus Optimierungsmaßnahmen auf und abseits der Website. Im Rahmen der OnPage-Optimierung musst du dich demnach zuallererst damit auseinandersetzen, für welche Keywords deine jeweiligen Seiten eigentlich ranken sollen.

Keyword-Recherche für Local SEO

Je gründlicher du deine Keyword-Recherche durchführst, desto mehr hast du langfristig davon. Nimm dir Zeit und investiere idealerweise in ein kostenpflichtiges Keyword-Tool wie Ahrefs, SEMrush oder KWFinder.

Du brauchst eine Entscheidungshilfe? Vielleicht hilft dir unser Vergleich von Keyword-Tools weiter!

Für kleinere Budgets eignen sich die Top 7 kostenlosen Keyword-Tools, die wir in diesem Video vorstellen:

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Die Suchanfragen in der lokalen Suche haben klare Muster:

  • Firmentyp + Ort
  • Leistung + Ort
  • Produkt + Ort

Falls das Suchvolumen bei all deinen Keywords überall 0 beträgt, bietet sich die folgenden Formel an:

Suchvolumen von Keyword für großer Ort in der Nähe * (Einwohnerzahl deines Ortes / Einwohnerzahl des großen Ortes)

Wichtig ist bei der Keyword-Recherche für Local SEO u. a., dass du dich in deinem gesamten Einzugsgebiet umsiehst. Dazu gehören auch Nachbarorte.

Wenn du zum Beispiel eine Rechtsanwaltskanzlei in Karlsfeld führst, solltest du neben „Rechtsanwalt Karlsfeld“ außerdem das Keyword „Rechtsanwalt München“ nicht vergessen. Klar, Karlsfeld ist streng genommen ein Außenbezirk von München – aber schauen wir uns mal die Suchvolumina an…

Beispiele lokaler Suchbegriff

Für Karlsfeld liegen wir laut Ahrefs bei mageren 50 Suchanfragen pro Monat, wobei nur ein Bruchteil davon Klicks sind. Bei „Rechtsanwalt München“ sieht die Sache schon ganz anders aus, zumal du dich hier noch auf dein Fachgebiet konzentrieren würdest:

Beispiel lokales Keyword

Achtung: Das ist nur ein erster Überblick. Du müsstest natürlich im Rahmen deiner Recherche checken, ob überhaupt Chancen bestehen, für dieses Keyword zu ranken.

Expertentipp:
Viele lokale Suchanfragen enthalten die Phrase „in meiner nähe“. Der Suchtrend für derartige Keywords nimmt jedoch ab, denn Google ist mittlerweile unglaublich gut darin, zu erkennen, wann eine Suchanfrage lokal ist und wann nicht. Dementsprechend ist die Erweiterung mit „in meiner nähe“ für Local SEO nicht länger nötig.

Du fragst dich gerade, wie das geht und wie so eine Recherche eigentlich abläuft?

Dann kommt unser Keyword-Recherche-Ratgeber ja genau richtig!

Und falls du direkt loslegen möchtest, liefert dieses Video (12 Minuten) nützliche Tipps zu Local-SEO-Tools!

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OnPage-Optimierung für Local SEO

So you’ve got your (local) keywords. Jetzt geht es darum, deine Website entsprechend zu optimieren.

Wichtige Grundvoraussetzungen:

  • Deine Website besteht den Mobile-Friendly-Test.
  • Deine Website besteht den Mobile-First-Index-Test.
  • Wenn du nur einen Standort hast, solltest du versuchen deine Homepage für das Keyword „Unternehmenstyp + Ort“ zu ranken.
  • Bei mehreren Standorten legst du für jeden Standort eine eigene Unterseite an.
  • Übertreib es nicht mit der Anzahl an Local Landingpages, vor allem, wenn du keinen echten Standort in der jeweiligen Stadt hast.
  • Neben einer Leistungsübersicht erstellst du zu jeder einzelnen Leistung eine eigene Unterseite.

Kurz und knapp gesagt, musst du dich u. a. für Local SEO um diese Faktoren kümmern:

  • klassische OnPage-SEO wie z. B. Title Tag, Meta Description, H1-Überschriften, weitere HTML-Überschriften, …
  • Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten
  • Google-Maps-Einbindung
  • relevanten Content mit echtem Mehrwert
  • Auflockerung des Contents mit Bildern, Videos, …
  • gute User Experience
  • Ladezeiten und die Performance der Seite insgesamt
  • strukturierte Daten, konkret Local Business Markup
  • ein wenig Bilder-SEO: Dateiname, ALT-Attribut, Title-Attribute, EXIF-Daten relevant zu deinem Standort

Du hast es wahrscheinlich schon geahnt: Mit dieser kleinen Liste ist es längst nicht getan. Weil wir aber hier von Local SEO im Detail sprechen und nicht die SEO-Basics neu aufrollen wollen, verweisen wir an dieser Stelle nochmal auf das folgende Video:

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Lies dir am besten anschließend auch gleich unseren OnPage-SEO-Ratgeber durch!

Nimm dir jedenfalls viel Zeit für die Keyword-Recherche, denn sie ist das Fundament für deine Local-SEO-Kampagne!

Du willst eine professionelle Keyword-Recherche inkl. sauberer Website-Struktur-Planung?

Google-My-Business-Eintrag

Indem du dein Unternehmen kostenlos bei Google My Business einträgst, machst du dir das Leben leichter: Mit dem Google-My-Business-Dashboard hast du selbst in der Hand, welche Informationen über dein Unternehmen in der Google-Suche und bei Google Maps angezeigt werden.

Mit einem Google-My-Business-Eintrag kannst du…

  • deinen Markennamen beanspruchen
  • deine(n) Standort(e) verifizieren
  • einen vertrauenswürdigen Eindruck hinterlassen

Der Eintrag ist übrigens keine Spielerei, sondern ein essentieller Schritt für Local SEO, den du besser gestern statt heute vornehmen solltest. Denn: Theoretisch kann jede beliebige Person einen Business-Eintrag für dein Unternehmen beantragen, genauso wie jeder Änderungen an den Informationen vorschlagen kann.

Google My Business Änderung vorschlagen

Solltest du schon ein Google-My-Business-Profil haben, schau deshalb regelmäßig im Dashboard nach, ob Änderungen passiert sind, von denen du noch nichts weißt.

Dass du eine Benachrichtigung bekommst, wenn eine solche Änderung beantragt wurde (im Worst Case z. B. falsche Öffnungszeiten oder eine andere Kategorie), ist nämlich nicht zwingend der Fall.

Zurück zum Ersteintrag bei Google My Business: Es kann durchaus passieren, dass dein Unternehmen bereits gelistet ist. Das ist aber kein Grund zur Panik, denn in so einem Fall kannst du den Eintrag ganz einfach für dich beanspruchen. Wie das geht, erklärt der Google-Support.

Heißer Tipp: Zu Beginn kann es außerdem nicht schaden, die Google-My-Business-Richtlinien abzuchecken.

Bereit? Dann kannst du auch schon loslegen und deinen Eintrag bei Google My Business erstellen!

Du brauchst Unterstützung bei deiner Local SEO?

Firma bei Google My Business eintragen in 8 Schritten

First things first! Bevor du die Anmeldung durchführst, ist ein bisschen Vorbereitung nötig. Konkret heißt das:

  • Leg dir eine Excel-Tabelle an, aus der du die wichtigsten Daten herauskopieren kannst, damit wirklich überall die gleichen Informationen stehen.
  • Mit den „wichtigsten Daten“ sind gemeint: Name, Adresse, Telefonnummer, URL, Öffnungszeiten, Kontaktinformationen, … Ein Stichwort, auf das du in diesem Zusammenhang oft stoßen wirst, ist NAP (Name, Address, Phone Number).
  • Überlege dir, welche Schreibweise für die Telefonnummer du durchziehen willst. Nach der DIN-5008-Norm schreibt man die Nummer z. B. so: +43 40 12345-67. Das kanonische Format von Microsoft wiederum sieht so aus: +43 (40) 1234567.

Halte deine Liste mit den Daten immer aktuell; spezielle Öffnungszeiten an Feiertagen etwa sind ein wichtiger Service.

Wenn du nun deine NAP-Angaben und alle weiteren Informationen wunderschön auf einem Fleck gesammelt hast, kannst du mit dem Eintragen loslegen:

  1. Geh auf die Startseite für Google My Business. Rechts oben findest du das Feld „Jetzt starten“.
  2. Melde dich bei deinem Google-Konto an. Jetzt kannst du nachsehen, ob es für dein Unternehmen bereits einen Eintrag gibt.
Unternehmen bei Google My Business finden

Google schlägt dabei schon einige Unternehmen vor. Falls deins darunter ist, wählst du es aus. Falls nicht, klicke auf „Unternehmen mit diesem Namen erstellen“. (Wir gehen im Anschluss von einem Neueintrag aus.)

Achte ganz besonders auf die richtige Schreibweise! Hier geht es um deinen Firmennamen, nicht darum, Keywords unterzubringen.

  1. Wähle „Ja“ bei der Frage, ob du einen Standort hinzufügen möchtest (sofern du tatsächlich einen Standort hast, den die Leute besuchen können).
  2. Gib die vollständige Adresse an.

Solltest du im Home Office arbeiten, gibst du am besten eine Heimadresse an, die möglichst nahe bei deiner Geschäftsregion liegt. Keine Sorge: Diese Adresse kannst du verbergen, sodass sie für reguläre User*innen nicht sichtbar ist.

  1. Wähle den Standort bei Google Maps (Den Pin kannst du verschieben, falls der automatische Vorschlag nicht ganz stimmt.) Im Anschluss fragt Google nach deinem Einzugsgebiet.
  2. Wähle die Kategorie aus, die am besten zu deinem Unternehmen passt. Die Kategorie kannst du theoretisch später noch ändern. Die Hauptkategorie ist extrem wichtig, orientiere dich hier am besten bei deiner Konkurrenz.
  3. Gib die Telefonnummer und die URL deiner Website an. Diese Informationen sind öffentlich sichtbar.
  4. Gib an, wie du deinen Eintrag verifizieren lassen willst.

Et voilà: Da ist er schon, dein Eintrag bei Google My Business. Allerdings ist das nur das Grundgerüst, denn jetzt geht es daran, noch mehr Informationen bereitzustellen. Du kannst eine aussagekräftige, nicht-werbliche (!) Firmenbeschreibung erstellen, Bilder und Videos hochladen etc.

Überlege dir, was du von einem Unternehmen sehen willst, wenn du bei Google darauf stößt. All diese Dinge solltest du bei deinem Profil umsetzen.

Möglichkeiten gibt es viele – lies weiter!

Transparenz kommt im Internet bei Nutzer*innen richtig gut an. Vergiss nicht: Nutzersignale sind auch ein Ranking-Faktor bei Google Maps.

Google-My-Business-Profil optimieren

Je umfassender der erste Eindruck, den du von deiner Firma geben kannst, desto besser. Dabei hängt es natürlich von der Art des Unternehmens ab, welche Features sich eignen. Grundsätzlich bietet es sich an, mit diesen Funktionen zu arbeiten:

  • die Firmenbeschreibung
  • Bild- und Videomaterial
  • Buttons
  • Google-Beiträge

Die Firmenbeschreibung

Keywords, Links, virtuelles Geschrei in Großbuchstaben – all das hat in der Beschreibung nichts verloren. Hier erklärst du wahrheitsgemäß, was dein Unternehmen bietet. Werben kannst du auf deiner Website, zunächst einmal musst du mit seriösen Informationen überzeugen.

Google My Business Beschreibung

Wie du im Beispiel siehst, wird nur ein Teil der Firmenbeschreibung Above the Fold angezeigt, genauer gesagt: die ersten 250 Zeichen. Die relevantesten Fakten müssen also am Anfang der insgesamt 750 Zeichen stehen.

Fotos und Videos

Bilder stechen direkt ins Auge – da ist es nur logisch, das Profil bei Google My Business mit visuellem Content aufzupeppen. Wenn du einen Gastro-Betrieb führst, kannst du hier zum Beispiel dein Lokal oder einige ausgewählte Gerichte von der besten Seite zeigen.

Fotos von den Geschäftsräumen, dem Team, der Location oder sogar ein kurzes Video (ideal sind bis zu 30 Sekunden Länge): Du entscheidest, was der erste optische Eindruck sein soll! Bei uns sieht das so aus (und mal ehrlich, wer kann dieser Aussicht widerstehen?):

Google My Business Fotos

Als Best Practice empfiehlt Google übrigens folgende Eigenschaften:

  • JPG-/PNG-Format
  • 10 KB bis 5 MB Dateigröße
  • 720 x 720 Pixel Auflösung

Das Buchungs-Button-Feature

Die Website raussuchen, dort eine Telefonnummer finden, anrufen, um freie Termine feilschen… Nervig, oder? Diesen Prozess kannst du deiner Zielgruppe ersparen, indem du eine Terminvereinbarung direkt über Google einrichtest. Das Feature ist ideal für alle terminzentrierten Dienstleistungen.

Vom Friseurbesuch bis zur Tischreservierung im Restaurant – wenn es zu deinem Unternehmen passt, sicherst du dir mit einem Buchungs-Button womöglich den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

Google My Business Termine buchen
Ein Traum für alle, die nicht gern telefonieren: der Termin-Button!

Solltest du dieses Feature implementieren wollen, schau am besten im Hilfebereich von Google vorbei. Dort findest du alle Informationen dazu, an wen du dich wenden und welche Angaben du machen musst, um dich als Partner anzumelden.

Solltest du es besonders eilig haben, verlinke ich dir hier eine Übersicht der Integrationen, mit denen du das Buchungs-/Reservierungs-Feature einsetzen kannst.

Google-Beiträge

Sie ersetzen zwar nicht ausführlichen Content, sind aber eine praktische Gelegenheit, aktuelle Themen zu präsentieren: die Google Posts oder Google-Beiträge.

Es handelt sich quasi um Social-Media-Posts im Miniformat; du kannst darin Updates über Events, Sale-Aktionen, aktuelle Blogposts, brandneu eingetroffene Produkte usw. unterbringen.

Google Beiträge
Event-Ankündigung oder Blogpost-Teaser: Zeig, was du hast!

Einen Blogpost erstellst du, indem du dich in deinem GMB-Account einloggst und im Dashboard unten links auf „Beiträge“ gehst. Jetzt hast du die Wahl zwischen verschiedenen Formaten (GIF, Text, Video, …).

Dein aktuellster Post bleibt übrigens 7 Tage lang live. Danach verschwindet er nicht, sondern wird nach unten verschoben und scheint erst auf, wenn man auf „Alle anzeigen“ klickt.

Investiere Zeit in die liebevolle Gestaltung deines Google-My-Business-Profils und nutze das Potenzial des Google-Unternehmenseintrags voll aus!

Local-SEO-Optimierung

Dein Eintrag bei Google My Business steht, es könnte alles so schön sein…aber fertig sind wir deshalb noch nicht. Zu gründlicher Local SEO gehört es nämlich außerdem, sich um Citations, strukturierte Daten, Local Landing Pages und Snippets zu kümmern.

Was das genau beinhaltet, erklären wir jetzt!

Unternehmensnennungen, engl. Local Citations

Mit Citations bzw. Zitierungen oder auch Erwähnungen sind externe Verweise auf die NAP-Angaben einer Website gemeint. Sobald auf einer anderen Seite also Name, Adresse oder Telefonnummer deines Unternehmens aufscheint, bedeutet das für deine Website: Citation Credits! Dafür braucht es nicht einmal eine Verlinkung.

Was solche Zitierungen bringen?

Ganz einfach: Für Google sind sie ein Zeichen, dass die Daten korrekt sind, die du in deinem Google-My-Business-Profil angegeben hast. Das gilt allerdings nur, wenn diese NAP-Angaben über längere Zeit gleichbleiben und mit der Citation übereinstimmen.

Aus Local-SEO-Sicht ist es sinnvoll, für Citations in lokalen Branchenverzeichnissen zu sorgen. Dazu zählen etwa die Gelben Seiten, Telefonbücher, Herold usw. Es ist eigentlich selbstverständlich, doch der Vollständigkeit halber: Achte unbedingt darauf, dass es sich um vertrauenswürdige Verzeichnisse handelt!

Wir unterscheiden für Local SEO zwischen zwei Arten von Citations:

  • Strukturierte Citations: Diese Art findest du typischerweise in großen Firmenverzeichnissen. Alle Information sind mit strukturierten Daten versehen, sodass Google, Bing und Co. sie perfekt abgleichen können. Sie tragen den meisten Wert für deine Rankings in der lokalen Suche.
  • Unstrukturierte Citations: Ein klassisches Beispiel für unstrukturierte Citations sind deine Firmeninformationen in einer Pressemitteilung. Suchmaschinen müssen die Daten aus dem Fließtext auslesen. Dementsprechend sind diese Zitierungen weniger wert.

Damit du gleich die ersten Unternehmensnennungen aufbauen kannst, hier zwei Verzeichnislisten:

Noch ein Tipp: Mit dem passenden Search Operator findest du schnell eine Auswahl an Firmenverzeichnissen für deine Region.

Lokale Verzeichnisse
Für jedes Problem ein Search Operator!

Schau dir am besten gleich noch unser Tutorial für den Whitespark Citation Finder an – diese 11 Minuten zahlen sich aus, denn hier lernst du, wie du Citations für Local SEO aufbauen kannst!

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Expertentipp:
Ich habe dir hier die wichtigsten Verzeichnisse für Deutschland und hier für Österreich zusammengestellt.

Schema Markup / strukturierte Daten

Falls du dir das Video angesehen hast, bist du jetzt schon auf das Test-Tool für strukturierte Daten gestoßen. Falls nicht…ist es höchste Zeit, das Thema anzuschneiden!

Strukturierte Daten sorgen dafür, dass die Suchmaschine die Inhalte auf einer Website besser verstehen kann und sie dadurch als thematisch relevanter wahrnimmt. Anders formuliert: Mithilfe von schema.org-Markup strukturierst du die HTML-Daten semantisch.

Mehr über strukturierte Daten erfährst du im Video:

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Für Local SEO ist vor allem das Local Business Markup relevant. Du kannst es z. B. hier bei Technical SEO generieren und in deine Website einbauen. Falls du WordPress verwendest, bietet das WordPress-SEO-Plugin Rank Math ein kinderleichtes Setup.

Jetzt musst du nur noch mit dem Testtool deine Angaben auf Fehler überprüfen – das war’s schon.

Expertentipp:
Bei der Browser-Erweiterung SEO Meta in 1 Click gehst du einfach auf Tools > Check Microdata, Microformats and RDFa. Schon wird das Markup deiner Seite überprüft.

Local Landing Pages für Local SEO

Eine lokale Landing Page ist (surprise, surprise) eine Landing Page mit Regionalbezug. Wenn du tatsächlich lokale Standorte hast, ist es für Local SEO auf jeden Fall sinnvoll, eine oder mehrere solcher Seiten zu erstellen.

Der Punkt ist: Sobald du eine Local Landing Page hast, sollte es zumindest in der ungefähren Umgebung des Ortes wirklich einen Ansprechpartner geben.

Gibt es in deinem Fall nicht? Dann schau dir am besten im Video an, wie du mit und ohne Adresse bei Google ranken kannst!

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Fassen wir kurz zusammen, was so eine lokale Landing Page für Local SEO alles bieten muss. Hier das Pflichtprogramm im Schnelldurchlauf:

  • die entsprechenden Keywords zum Standort im Title Tag, in der Meta Description, in der H1-Überschrift und in den ersten 100 Wörtern
  • einzigartigen Content, du solltest also nicht wortwörtlich den Text einer anderen Landingpage übernehmen
  • einen Call-To-Action
  • Standortinformationen (Anreise, Bilder, das Team vor Ort, Barrierefreiheit, …)
  • Kontaktinformationen

Sehen wir uns die letzten beiden Punkte mal an einem Beispiel an. Auf dieser Local Landingpage eines Möbelhändlers gibt es neben der Kartenansicht gleich noch einen Routenplaner:

Local Landing Page Beispiel

Laut Jessie Low von Whitespark sind Landingpages für maximal 10-15 Standorte als Google-sicher einzustufen. Es kommt natürlich auf die Reichweite deines Unternehmens an, aber wir würden dir grundsätzlich zu Qualität vor Quantität raten.

Und noch ein letzter Tipp: Sammle Kundenstimmen für deinen Standort!

Zufriedene Kund*innen, die das Team, die Leistung, das Ambiente vor Ort etc. loben, werten jede Local Landingpage weiter auf (zum Thema Rezensionen gleich noch mehr).

Google Snippets für Local SEO

Nach welchen Kriterien entscheidest du, auf welches Suchergebnis du klickst?

Höchstwahrscheinlich danach, welches Snippet dir auf den ersten Blick am nützlichsten und relevantesten zu deiner Suchanfrage erscheint. In gewisser Weise ist das Google Snippet, bestehend aus Title Tag und Meta Description, die Königsdisziplin: Hier musst du mit wenigen Zeichen den größtmöglichen Eindruck schinden.

Für Local SEO bedeutet das: Du musst deine wichtigsten Keywords mit Lokalbezug in den Metadaten unterbringen.

Der Title Tag ist dabei der wichtigste Ranking-Faktor aus Sicht der der OnPage-Optimierung. Aber auch in der Meta Description sollte dein wichtigstes lokales Keyword vorkommen. Sonst kann es nämlich passieren, dass sich der Google-Algorithmus selbst einen Schnipsel aus deinen Inhalten auf der Seite generiert.

Mehr dazu lernst du in diesen beiden Glossarbeiträgen:

Nein, dein Google-My-Business-Eintrag reicht nicht aus. Bei Local SEO (neben Google My Business) trennt sich die Spreu vom Weizen.

Google-Bewertungen versus Fragen & Antworten

„Wir machen unsere Sache richtig gut!“: Das kann (und wird) jedes Unternehmen sagen. Tatsache ist und bleibt aber, dass die stärkste Überzeugungskraft immer noch von authentischen Rezensionen ausgeht. Die können durchaus mal negativ ausfallen, und hier kommt Reputationsmanagement ins Spiel.

Was das für deine Local SEO bedeutet und wie du die ganze Sache angehen solltest, erfährst du in diesem letzten Teil des Ratgebers!

Google-Rezensionen sammeln

Jede gute Bewertung, die du von echten User*innen bekommst, ist für Google ein Indiz für Relevanz und Autorität deiner Seite. Im Idealfall sammelst du jeden Monat neue Bewertungen, doch weil diese nicht einfach von selbst eintrudeln, musst du meist danach fragen.

Wie das geht, erklären wir ausführlich im Ratgeber zu Google-Bewertungen!

So eine Google-Bewertung muss nicht immer die 5-Sterne-Marke erreichen. Wenn dir mal jemand 3 oder 4 Sterne gibt, ist das kein Weltuntergang – vielmehr entsteht so ein authentisches Bild.

Durch Google Reviews lernt man allerdings im Zweifelsfall auch: Truth hurts. 

Negative Bewertungen kommen vor und sind die reinste Antiwerbung für dein Business. Würdest du zum Beispiel begeistert in ein Lokal gehen, über das so ein Urteil gefällt wurde?

schlechte Google Bewertung

Ganz wichtig ist es in so einem Fall, auf die Kritik einzugehen. „Augen zu und Kopf in den Sand“ ist die denkbar ungünstigste Taktik und lässt dich als nicht kritikfähig oder gar desinteressiert dastehen. Mit ein bisschen Empathie kannst du die Situation wiederum vielleicht noch retten.

Reagieren solltest du nicht nur auf Kritik, sondern auch auf Nettigkeiten. Das zeigt einerseits Google, dass du aktiv und kundenorientiert bist – und ist andererseits einfach eine Sache von guten Manieren.

Richte dir also am besten eine E-Mail-Benachrichtigung ein, damit dir kein neuer Kommentar entgeht.

positive Google Bewertung

Fragen & Antworten

Jede Person mit einem Google-Account kann theoretisch Fragen zu deinem Unternehmen stellen bzw. eine Frage beantworten. Das entsprechende Feld im Knowledge Panel ist nicht zu übersehen:

Google My Business Fragen und Antworten

Dieses Tool ist nicht zu unterschätzen, denn hier bekommst du einen Einblick in die Denkweise der Menschen, die Interesse an deinem Unternehmen haben. Welche Fragen bleiben offen? Wie kannst du dein Serviceangebot noch verbessern?

In aller Regel interagieren die User*innen bei den Fragen und Antworten miteinander. Das kann etwa so aussehen:

Google My Business Beispiel Fragen & Antworten

Die Fragen kannst du übrigens auch selbst beantworten, und das solltest du definitiv hin und wieder tun – vor allem dann, wenn es sonst niemand übernimmt.

Die meisten Leute lesen sich Bewertungen im Internet durch. Auch für deine Rankings in Google Maps spielt deine Reputation eine wichtige Rolle. Ignorieren ist also keine Lösung!

Checkliste für Local SEO

Genau wie SEO ohne regionalen Bezug ist lokale Suchmaschinenoptimierung nichts, was in ein paar Minuten erledigt ist. Falls du dir jetzt also denkst, dass das ganz schön viel Information über Local SEO auf einmal war: stimmt, aber aus gutem Grund.

Fassen wir nochmal zusammen, worauf es wirklich ankommt, wenn du dein Unternehmen auf regionaler Ebene groß rausbringen willst – hier die Local-SEO-Checkliste für die Google-Suche!

Keyword-Recherche

  • Konzentriere dich auf Keywords, die deinen Ort oder deine Region enthalten oder von Natur aus lokal sind, z. B. „Steuerberater“ oder „Notar“.
  • Ranke Keywords, die Nachbarorte enthalten, mit Local Landingpages.
  • Mache unbedingt eine Konkurrenzanalyse, damit du nicht sinnlos optimierst.

OnPage-Optimierung

Content

  • Lege für jede einzelne Leistung eine eigene Seite an. Eine Seite, die alle Leistungen zeigt, ist nicht ausreichend.
  • Optimiere deine Website/Local Landingpages auf die lokalen Keywords.
    • Keyword in Title Tag und Meta Description
    • Keyword in der H1-Überschrift
    • Keyword in den ersten 100 Wörtern
    • Keyword im Dateinamen und ALT-Attribut des ersten Bildes
    • Keyword in Zwischenüberschriften (H2 bis H6)
  • Verlinke intern auf weitere relevante Informationen.
  • Verlinke auf hilfreiche weitere Ressourcen auf anderen Websites.
  • Zeige unbedingt Rezensionen von bestehenden Kund*innen.
  • Gestalte deine Inhalte ansprechend.
  • Baue an den richtigen Stellen Aufrufe, engl. CTAs, ein.

Technische Aspekte

  • Reduziere die Ladezeit deiner Website.
  • Sorge dafür, dass deine Website auch auf mobilen Endgeräten eine gute Nutzererfahrung bietet.
  • Implementiere strukturierte Daten, vor allem das Local Business Markup.
  • Setze eine saubere, sprechende und Keyword-optimierte URL-Struktur um.

Google-My-Business-Optimierung

  • Fülle die Informationen vollständig aus.
  • Halte deine Informationen immer aktuell.
  • Prüfe das Google My Business Dashboard regelmäßig auf Änderungsvorschläge.
  • Überwache die Statistiken zum Eintrag.

OffPage-Optimierung

Unternehmensnennnungen

  • Trage dich bei wichtigen Firmenverzeichnissen, Kammern und Branchenverzeichnissen ein, um strukturierte Citations zu generieren.
  • Trage dich bei wichtigen Webverzeichnissen ein, um unstrukturierte Citations zu gewinnen
  • Sende hin und wieder eine Pressemitteilung aus, um unstrukturierte Citations aufzubauen.

Backlinks

Bewertungen

  • Sammle aktiv Google-Bewertungen.
  • Kümmere dich auch um die Akquise von Bewertungen auf anderen Plattformen wie z. B. Yelp, Facebook und Booking.

Ein abschließendes Wort noch zum Thema Backlinks, das zugegeben in diesem Ratgeber etwas stiefmütterlich behandelt worden ist: Wenn du dich ein bisschen mit Linkaufbau auskennst und weißt, wie du Backlinks akquirieren bzw. Backlinks kaufen kannst, bist du für Local SEO schon gut ausgerüstet. Wichtig ist dann eigentlich nur, dass du dir auch Backlinks mit lokalem Bezug holst.

In unseren Ratgebern zum Backlink-Aufbau oder Backlink-Kauf lernst du, wie’s geht!

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Backlinks gibt’s gleich hier im Video:

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Du musst dir in diesem speziellen Fall vor allem überlegen, wie du mit deinen Inhalten und externen Links einen Regionalbezug herstellen kannst. Versuche, Local Links zu bekommen (z. B. von örtlichen Zeitungen) und verfasse Local Content, etwa „X Geheimtipps für Touristen in Hamburg“ oder „X ungewöhnliche Spezialitäten, die du in Wien probieren solltest“.

Bereit? Dann leg los und erzähl uns gern in den Kommentaren von deinen Erfahrungen mit Local SEO!

Video: Schritt-für-Schritt-Anleitung für lokale Suchmaschinenoptimierung

In diesem Video gehen wir (fast) alle SEO-Maßnahmen gemeinsam durch!

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Häufig gestellte Fragen rund um Local SEO

Vor allem wenn dein Google-My-Business-Eintrag erst vor Kurzem erstellt wurde, kann es einige Zeit dauern bis er in den Suchergebnissen angezeigt wird. Vereinfacht ausgedrückt, muss der Algorithmus den Eintrag noch als Entität anerkennen. Dabei hilft es, wenn du deinen Eintrag mit möglichst vielen Informationen pflegst, von Fotos und Videos über Leistungen (wenn für deine Kategorie freigeschalten) bis zu einer aussagekräftigen Beschreibung.

Die Kategorie deines Eintrags entscheidet darüber, für welche Keywords du in der lokalen Suche (Local Snack Pack) angezeigt wirst. Mehr über die Auswahl der richtigen Kategorie lernst du in der offiziellen Dokumentation. Du kannst nur aus bestehenden Kategorien auswählen. Zusätzlich kannst du deine Keywords geschickt und in Maßen in deiner Beschreibung und in deinen Leistungen unterbringen, um deine Relevanz zu ausgewählten Suchbegriffen zu erhöhen.

Da die ausgewählte(n) Kategorie(n) bestimmt, für welche Suchbegriffe du angezeigt wirst, müsstest du auch hier die Änderung vornehmen. Google empfiehlt, so wenig wie möglich Kategorien auszuwählen, um dein Unternehmen zu beschreiben.

Zu Beginn muss erwähnt werden, dass die Funktion Leistungen nicht für alle Unternehmens-Kategorien verfügbar ist. Die meisten Dienstleister haben die Option, ihren Eintrag um eine Leistungsübersicht zu erweitern. So kann ein Friseur seine einzelnen Pakete bzw. Einzelleistungen vorstellen. Selbiges gilt auch für Gastronomieunternehmen und deren Speise-/Getränkekarte. Mehr über die offiziellen Richtlinien lernst du in der offiziellen Dokumentation.

Früher konnte man eine Entfernung zum Standort (Umkreis) angeben und so sein Einzugsgebiet definieren. Im September 2019 gab es ein Update und alle Unternehmen, deren Einzugsgebiet durch Angabe einer Entfernung definiert war, wurden automatisch auf die nächstgelegenen benannten Gebiete umgestellt. Ab jetzt kannst du dein Einzugsgebiet nur noch durch die Angabe von bekannten Gebieten, z.B. Innsbruck statt 5 Kilometer, definieren.

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Geschäftsführer, SEO-Nerd

Alexander ist Gründer der Agentur und SEO-besessen seit 2009.

Kommentare

  1. Das Thema Onlinemarketing ist für Hotels eine besondere Herausforderung! Es sind ja nicht nur die Bewertungsplattformen, die beobachtet werden müssen und auf deren Nutzerkommentare ggf. eingegangen werden muss. Dazu kommen auch noch Buchungsportale, für die man die Kontingente managen und die dazugehörigen Profile warten muss. Das allein ist schon nicht zu unterschätzen. Dann kommen noch Emailbuchungen, aktiver Verkauf (z.B. für Seminare) und ggf. Buchungen über eigene Systeme dazu.

    Je nach Größe des Hauses sind da schnell gleich ein paar Leute involviert. Ich weiß das aus erster Hand von einem Bekannten, der ein Wellnesshotel in Seefeld betreibt. Die investieren auch in „klassische“ Onlinemarketing Kanäle (SEO, SEA). Ich denke, durch all diese Bereiche zusammengenommen, hat sich hier in den letzten ~10 Jahren ein ganz neuer Zuständigkeitsbereich entwickelt, den man als Hotelier zwar über sein Personal abdecken muss, um nicht von der Konkurrenz ausgestochen zu werden, der aber nicht zwangsläufig unmittelbar mehr Umsatz bedeutet, sondern in erster Linie der Umsatzerhaltung dient.

    Erst, wenn man das geschafft hat, kann man darauf aufbauen und im Idealfall noch einen Vorsprung ggü der Konkurrenz rausschinden. Spannend!

    • Hallo Martin,

      vielen Dank für deinen umfangreichen Kommentar!

      Man sollte ja auch als Hotel nicht alles selber machen, denn gutes Personal in diesen Bereichen ist kaum zu bezahlen und meist „Overkill“. Geschickter ist es, nur Tätigkeiten, die es nicht anders erlauben, intern zu regeln. Alles andere vertraut man besser einem verlässlichen und kompetenten Partner an.

      Sicher, Hotels haben es im Moment nicht leicht. Hotelbewertungsportale nehmen, aber geben eigentlich nichts zurück. Und die Konkurrenz ist durch das Internet immens gewachsen. Jaja, da muss man am Ball bleiben.

      Viele Grüße aus Innsbruck,

      Alex

  2. Eine einfache Homepage mit einem “Team-Foto“ reicht bei einem Arzt aufgrund der weitreichenden Nutzung des Internets und der zahlreichen Mitbewerber schon lange nicht mehr aus.

    Alleine die Punkte die du hier aufgezählt hast, lassen schon durchblicken wie umfangreich eine solche Homepage werden kann.

    Sicherlich ist so etwas auch mit einem (relativ) hohen finanziellen Aufwand verbunden. Dieser zahlt sich aber aus, wenn die Patienten vermehrt über das Internet vermittelt werden.

    • Hallo Jean,

      ob man es bei einer neuen Webseite nun falsch oder richtig macht, ganz so groß ist der Mehraufwand eigentlich nicht. Es muss halt auf viele Details geachtet werden und man braucht einen Webdesigner, der mitspielt bzw. mitspielen kann. Außerdem muss der Kunde bereit sein die Texte zu verfassen, was häufig nicht der Fall ist.

      Dabei wäre der Erfolg mit einer solchen Webseite fast schon garantiert…

      Danke für deinen Kommentar!

      Viele Grüße aus Innsbruck,

      Alex

  3. Hallo,

    „der Kunde sollte selbst bereit sein, sein Texte zu verfassen“. Da habe ich leider die Erfahrung gemacht, dass keiner unserer Zahnärzte die Zeit (und Lust) dazu hätte mal eben die Klinik-Webseite mit Content zu füllen. Sicherlich wäre das ideal, vor allem wegen der Richtigkeit der Infos zu komplizierten medizinischen Themen – aber am Ende blieb dann doch nur das Rewriting von schon vorhandenen Quellen.

    Gruß

    Iris

    • Hallo Iris,

      wer eine hochwertige Webpräsenz haben will, der muss eben auch etwas dafür tun. Generische Inhalte verzaubern niemanden. Da muss auch der liebe Herr Doktor mal über seinen Schatten springen.

      Schönes Wochenende!

      Viele Grüße,

      Alex

  4. Lieber Alex, vielen Dank für diesen geilen Artikel. Man lernt nie aus 😀

    Ich habe 3 Fragen und hoffe, du kannst mir da helfen

    1. Citations
    Nehmen wir mal das Portal berlin.de

    Die nehmen für einen Link min 250 Euro pro Jahr. Macht es Sinn das zu bezahlen oder reicht es aus, einfach Adresse, Name und Telefonnummer zu hinterlegen (ohne Link)?

    Für einen Berliner Unternehmer ist berlin.de sicherlich relevant. Der Link ist aber, soviel ich weiß, NoFollow und jährlich für den Link zu bezahlen schreckt natürlich ab.
    Ich weiß, dass es schwer ist, hier eine Pauschalantwort zu geben aber hast du einen Tipp?
    A: NoFollow Link lohnt sich nicht zu kaufen, die citation credits reichen
    B: Für ein Berliner Unternehmen ist berlin.de einfach Pflicht, man sollte sich hier den Link kaufen, auch wenn NoFollow.

    2. Verzeichnisse
    Sollte ich mich zusätzlich zu den Top Verzeichnissen auch in qualitativ minderwertige Verzeichnisse (niedrige DR) eintragen oder schadet das?
    A: Auch minderwertige Verzeichnisse haben einen Nutzen. Firma A, die sich in die Top 30 Verzeichnisse einträgt und in 20 schlechte Verzeichnisse rankt besser als Firma B, die sich nur in die 30 Top Verzeichnisse einträgt?
    B: Finger weg von Verzeichnissen mit niedrigem DR etc.

    3. Du redest von Local Landing Pages. Wenn ich ein Maler in Berlin bin und auch größtenteils nur da tätig bin und meine Startseite auf „Malermeister Berlin“ optimiert ist, sollte ich die Startseite dann so lassen oder sollte ich die Startseite anders gestalten und für „Malermeister Berin“ extra nochmal eine lokale Landing Page für das gleiche Thema erstellen?

    Und zuletzt noch eine mini Frage:

    wenn ich 030 123456 in ein Verzeichnis eingebe und
    030123456 (ohne leerzeichen), gibt das Probleme?

    Danke 🙂

    PS: Es soll wohl relevant sein, die Bilder regional zu taggen. (GEO Tagging)

    Schönen Abend und weiter so!

    • Was für ein Kommentar… 🤯

      1. Citations

      Für die lokale SEO reicht grundsätzlich die Unternehmensnennung ohne Link, aber natürlich wird auch die Sichtbarkeit in der lokalen Suche massivst durch lokale Backlinks beeinflusst. Das war zu Beginn anders, aber Local SEO wird immer mehr zu organischer Suchmaschinenoptimierung. Wenn der Link „nofollow“ ist und in Zukunft wahrscheinlich sogar auf „sponsored“ umstellt wird (du kaufst den Link ja), würde ich persönlich definitiv verzichten. 🧐

      2. Verzeichnisse

      Du darfst nicht ganz so auf Domain Rating und ähnliche SEO-Metriken fixiert sein. Wenn das Verzeichnis seriös ist und Traffic hat (siehe SimilarWeb), dann lohnt sich ein Eintrag und sonst verzichtest du lieber. Es geht nicht darum, so viele Verzeichniseintragungen wie möglich zu generieren. Du willst bei den wichtigsten Portalen vertreten sein, denn die meisten anderen ziehen ihre Unternehmensdaten von dort.

      3. Local Landing Pages

      Das kommt darauf an, was Google für diese Suchanfrage bevorzugt bzw. rankt. Schau dir an, wie die Top-Seiten dieses Problem gelöst haben. Rankt die Startseite oder eine Unterseite? Welche Art von Content ist auf der Local Landing Page zu finden? Wie viele und welche Art von Backlinks zeigt auf die URL? Wie hoch ist die Domain Authority? Reverse-Engineer ALL THE THINGS. 😅

      4. Einheitliche Daten

      Google wird immer besser darin, leichte Variationen zu erkennen und abzugleichen, aber wir wollen es trotzdem so gut wie möglich umsetzen. Immerhin ist Google kein Mensch mit Hirn, sondern nur ein Algorithmus, der Muster erkennt.

      Viele Grüße aus Innsbruck,

      Alexander

  5. Hallo Alex, ich habe noch eine Frage 🙂

    Wenn ich als Maler zwei Standorte habe.
    In Berlin und Potsdam. Meine Website heißt beispielsweise
    wundermaler.de

    1. Der Berliner Standort läuft auf http://www.wundermaler.de
    Der aus Potsdam auf http://www.wundermaler.de/maler-potsdam

    hoffe, das ist bisher richtig?!

    2. außerdem habe ich zwei Google My Business Einträge, da ich ja zwei Adressen habe.

    Soll ich jetzt den Berliner Google My Business Eintrag für mich auf die Startseite verlinken
    und den Potsdamer Google My Business Eintrag auf die Seite wundermaler.de/maler-potsdam?

    3. Ich muss ja dann jeweils zwei Gelbe Seiten Einträge etc. vornehmen?! Für jeden Standort einen. Die Verzeichnis Einträge, die ich dann für Potsdam vornehme, soll ich dann aus den Verzeichnissen für Potsdam auf wundermaler.de/maler-potsdam verlinken? (für berlin linke ich ja auf die Startseite wundermaler.de)
    oder soll ich für die Potsdam auch auf die Startseite verlinken? Gibt es da ein best practise?

    Vielen Dank schon mal und liebe Grüße. Wünsche dir einen tollen Tag 🙂

    • 1. Das Setup kann durchaus funktionieren, außer Google rankt für die Suchanfrage bevorzugt Start- oder Unterseiten. Grundsätzlich aber in Ordnung!
      2. Absolut korrekt! Es muss immer ein Google My Business Eintrag pro Standort angelegt werden.
      3. Bei den meisten Firmenverzeichnissen kannst du nicht auf Unterseiten verlinken 😥

      Viele Grüße aus dem verschneiten Innsbruck ☃️

  6. Hey,
    habe da mal kurz eine Frage. Angenommen man hat einen Blog und die Zielgruppe ist der gesamte deutsche Raum. Macht es da trotzdem Sinn Zeit (local) Citations zu investieren? (Google my B, Telefonbuch etc.)
    Man hätte ja zumindest Backlinks und Erwähnungen…

    Oder gibt man Google eher das Signal, dass man ein lokales Unternehmen ist und hindert seine Seite daran, dass es deutschlandweit ranked?

  7. Lieber Alexander,
    vielen Dank für den interessanten Artikel! Es ist echt super, dass du dein Expertenwissen auf diese Weise teilst 🙂
    Ich habe eine Frage:
    Ich habe für mein Unternehmen zwei Standorte (Graz & Wien). Den Grazer Standort gibt es schon länger und ich habe dort bei Google My Business einfach meinen Firmennamen gewählt. Wenn ich nun für den Wiener Standort ebenfalls ein Google My Business Profil anlege, sollte ich dann ebenfalls den Firmennamen verwenden? Beide Standorte hätten dann den gleichen Namen. Oder ist das problematisch aufgrund der „local citations“ ? Diese sollten ja immer identisch sein.

    Vielen Dank im Voraus!
    Liebe Grüße,
    Simon

  8. Hallo Alexander, ein sehr guter Beitrag. Man kann einiges mitnehmen und direkt umsetzen. Ich hab dazu dennoch eine Frage.
    Wenn es ein Unternehmensnamen ist, aber mit zwei Geschäftszweigen
    1. Dienstleistung mit URL 1, zum Teil auch mit einen lokalen Bezug
    2. Marke mit Warenverkauf online, URL 2

    Beide Themen haben aber thematisch nichts miteinander zu tun.

    Benötigt es eigentlich 2 Google my Business Einträge und auch doppelte Einträge bei den Firmenverzeichnisse, da man ja beide URL nach vorne bringen möchte. Jedoch ist der Firmennamen der gleiche. GMB erlaubt es eigentlich auch nicht eine Marke einzutragen, sondern möchte den Unternehmensnamen haben.
    Wie würdest du dabei vorgehen um beide URL zu supporten und den Linkaufbau zu tätigen
    Vielen Dank für deine Antwort.
    Grüße
    Michael

  9. Geniale Informationen für Einsteiger … Wer annähernd alle Tipps umsetzt, ist meiner Meinung nach gegenüber seinem Wettbewerb weit überlegen – in nahe zu egal was für eine Branche.

    Kollegiale Grüße nach Österreich
    Adriano

  10. Hi Alex,

    einfach mal wieder ein mega Beitrag!“ Besonders in Kombination mit dem Redesign 🙂

    Seit dem Studium verfolge ich dich und du warst Inspiration eine eigene Agentur zu gründen und aufzubauen!

    Eine Frage: wie siehst du das Thema local SEO mit einem OnePager? Pauschal sehr schwierig oder kommt es drauf an?

    Freue mich über deine Antwort!

    LG
    Jannik

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