Branding: Erfolgreiche Markenbildung in 5 Schritten

branding und markenbuilding

Das Geheimrezept für eine erfolgreiche Unternehmung liegt darin begründet, das Unternehmen selbst zu einer Marke zu machen. Sucht der Kunde nach einer bestimmten Dienstleistung oder nach einem Produkt sollte sofort diese eine Firma in den Sinn kommen. Aber wie schafft es eine Unternehmung dorthin? Das Zauberwort lautet: „Branding“ bzw. Markenbildung – und zwar richtig.

Ein Unternehmer hat es nicht leicht: Die Konkurrenz ist hart. Der Markt noch härter. Und potenzielle Kunden wissen ganz genau, was sie wollen. Wer hier auf der Stelle tritt, hat schon verloren. Grundsätzlich gibt es nur drei Richtungen, in die sich ein Unternehmen entwickeln kann:

  1. Das Unternehmen setzt von vornherein auf die falsche Strategie – und ist damit am Ende, bevor es überhaupt Fahrt aufnimmt.
  2. Das Unternehmen ist eines von vielen – die Pleite bleibt aus, genau wie der große Erfolg.
  3. Das Unternehmen bricht mit konventionellen Methoden und geht neue Wege – eine neue Marke ist geboren.

Ganz klar: Weg #3 ist der, den jeder Unternehmer anstreben sollte. Es geht darum, neue Wege zu gehen, Altbekanntes neu zu betrachten, es weiterzuentwickeln und sich mit neuen Ideen einen Namen zu machen. Das ist Branding, die Entstehung einer Marke. Leider ist das nicht immer so einfach, denn die Markenbildung ist eine Menge Arbeit.

3 Wege, wie Branding nicht funktioniert

Zugegeben: Auf Pfaden zu wandeln, die andere schon breitgetreten haben, ist gemütlich. Die Zutaten dafür sind schon vorhanden, denn die Konkurrenz macht es vor. Die Frage, die sich hier stellt, ist: „Braucht der Kunde wirklich noch ein Unternehmen, das genau das tut, was andere schon seit Jahren tun?“

Warum sollte der Kunde ausgerechnet mein Produkt kaufen? Was macht mich besser? Die Antwort: eigentlich nichts. Und damit beginnt die Misere: Das Unternehmen geht in der grauen Masse unter. Hüte dich also davor, zu einem der folgenden „Unternehmer-Typen“ zu werden:

#1: „Die Klischee-Schleuder“

Der Kunde ist schlau und erkennt sofort, wenn das, was du über deine Marke erzählst, nichts als reine Klischees sind – wenn alles nur „awesome“ und „brillant“, „innovativ“ und „unique“ ist, heißt das noch gar nichts. Die Fakten entscheiden, Klischees braucht niemand. Auch nicht der Kunde.

#2: Die „Copycat“

„Wenn Unternehmen X mit dem, was sie tun, erfolgreich ist, dann kann ich das auch“ – leider falsch. Wer andere kopiert, ist nicht neu, nicht anders. Und warum sollte man jemandem Aufmerksamkeit schenken, der genau das tut, was andere auch tun? Deine potenziellen Kunden beeindruckt das jedenfalls nicht.

#3: Der „Mama-knows-best-Unternehmer“

Freunde oder Familie können eine erste Anlaufstelle sein, um zu erfragen, ob die Idee einer Unternehmung Früchte tragen kann. Aber reicht das? Sind diese Meinungen wirklich „echt“? Würde deine Mutter es dir sagen, wenn deine Idee absolut daneben wäre? Eltern und gute Freunde sind wertvolle Unterstützer, aber sie eignen sich nicht dazu, Marktforschung zu betreiben.

Diese drei Unternehmer werden es nie schaffen, eine Marke aufzubauen, die Menschen nicht egal ist. Sind diese Stolpersteine aber erst mal verinnerlicht, kann der Unternehmer dazu übergehen, die Marke aufzubauen – und zwar in fünf Schritten.

Fünf Schritte zur Markenbildung

Wie Branding nicht funktioniert, hast du im ersten Teil dieses Artikels erfahren. Konntest du dich darin wiederfinden? Dann ist noch nicht aller Tage Abend – es gibt ein kleines Licht am Ende des Tunnels. Dort findest du sie: deine Marke.

Um aus dem Dunkeln hervorzutreten, brauchst du nur wenige Schritte gehen – genau genommen fünf Schritte, die mit einer sehr genauen Analyse deiner Unternehmung, deiner Produkte und Dienstleistungen und damit deiner Marke einhergehen:

Schritt 1: Think big!

Mit einer Vision fängt alles an. Wer eine Marke aufbauen will, muss in großen Dimensionen denken. Verabschiede dich vom „kleine Brötchen backen“ und stell den Schalter auf Turbo. Nur, wenn du an dein Unternehmen glaubst, tut es auch deine Kundschaft.

Diesen Schalter umzulegen, ist nicht immer ganz einfach. Deshalb solltest du dir Notizen machen. Schreib auf, wie du groß, größer, am größten werden und deine Konkurrenz hinter dir lassen kannst.

Schritt 2: Sei unabhängig.

Kleine Unternehmungen haben hier einen entscheidenden Vorteil: Entscheidungen können schnell und unabhängig von irgendwelchen Gremien oder einem Komitee getroffen werden. Ein schlanker Entscheidungsweg ist wichtig, um Neuerungen schneller oder überhaupt durchzubringen.

Die Zeit, die damit verbracht wird, die Idee in der eigenen Unternehmung durchzubringen, sollte lieber damit verbracht werden, um Kunden davon zu überzeugen. Wege, die an kraftraubenden Gremien vorführen, sind also ganz entscheidend für die Markenbildung.

Schritt 3: Sei anders.

Ein ganz entscheidender Schritt, denn nur, wer anders ist, ist auch erfolgreich. Denk in verschiedene Richtungen und vor allem unkonventionell – die Menschen lieben Neues. Such dir Nischen und schreib dir zumindest drei Dinge auf, die dich von deiner Konkurrenz unterscheiden sollten. Dann klappt es auch mit dem Branding.

Schritt 4: Sei nicht der „Katzen-Video-Typ“.

Promotion für deine Marke ist ganz entscheidend. Doch nicht jede Maßnahme ist zielführend – zumindest nicht auf den ersten Blick. Viele Unternehmen springen auf den berühmt-berüchtigten Katzen-Video-Zug auf. Das bringt viele Klicks und Likes – herzlichen Glückwunsch, du bist nun das Unternehmen, das immer die lustigen Katzen-Videos auf Facebook und YouTube einstellt. Aber was du eigentlich tust, das weiß niemand.

Schreib dir auf, welche Promo-Aktionen wirklich zur Etablierung deiner Marke führen – und streich alles, was sich in deinem Kopf „lustig“, „niedlich“ oder „dämlich“ anhört und nichts mit deiner Marke zu tun hat.

Schritt 5: Sei schnell und agiere proaktiv.

Dank Internet und sozialen Medien verbreiten sich Neuigkeiten wie ein Lauffeuer. Wer hier schnell reagiert, kann Ereignisse zu seinen Gunsten nutzen. Für die Markenbildung ist deshalb eine möglichst kurze Reaktionszeit erforderlich. Wer proaktiv agiert, ist sogar noch besser aufgestellt, denn Trends „vorauszusagen“, macht dein Unternehmen zum Vorreiter – und zu einer Marke.

Branding ist ein heißes Thema, wenn es um den Unternehmenserfolg geht. Es reicht nicht, sich hinter den Großen zu verstecken – die Unternehmung muss selbst groß sein oder es werden. Die vorgestellten fünf Schritte führen an die Markenbildung heran und zeigen, welche Strategien zum Erfolg führen. Der Weg ist lang – wenn das Branding allerding erfolgreich war, liegt endlich eine Marke vor, die die Menschen interessiert. Und das wird sich vor allem in den Unternehmenskennzahlen widerspiegeln.

Geschäftsführer, SEO-Nerd

Alexander ist Gründer der Agentur und SEO-besessen seit 2009.

Kommentare

  1. Vielen Dank für den schönen Artikel! Die einzelnen Punkte wurden wirklich schön zusammengefasst und durch die treffenden Überschriften weiß man sofort, was gemeint ist. Die „Katzen-Video-Typen“ kennen wir schließlich alle, aber dadurch lässt sich leider, wie sie richtig sagen, keine Marke etablieren.

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